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Wer ist der Chef eines Gerichtsvollziehers?

Gefragt von: Rüdiger Kühne B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 9. Juni 2026
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Der Chef eines Gerichtsvollziehers ist das Amtsgericht, bei dem er beschäftigt ist, und sein unmittelbarer Vorgesetzter ist der aufsichtführende Richter des Amtsgerichts; er handelt aber selbstständig als unabhängiges Rechtspflegeorgan und ist nur dem Gesetz verpflichtet. Er ist nicht direkt an den Willen des Gläubigers gebunden, sondern führt Hoheitsaufgaben durch, um Gerichtsurteile durchzusetzen.

Wer ist der Vorgesetzte eines Gerichtsvollziehers?

Der unmittelbare Vorgesetzte eines Gerichtsvollziehers ist der aufsichtführende Richter des Amtsgerichts, bei dem er beschäftigt ist. Dieser Richter ist für die Dienstaufsicht zuständig und weist beispielsweise Bezirke zu, auch wenn der Gerichtsvollzieher bei seiner eigentlichen Tätigkeit selbstständig agiert. 

Wo kann man sich über Gerichtsvollzieher beschweren?

Dies ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk die Zwangsvollstreckung stattfinden soll oder stattgefunden hat. Das Vollstreckungsgericht entscheidet durch Beschluss. Die sofortige Beschwerde (§ 793 ZPO) ist gegen Entscheidungen des Vollstreckungsgerichts möglich.

Wem ist der Gerichtsvollzieher unterstellt?

Außerhalb seiner Tätigkeit als selbständiges Organ der Zwangsvollstreckung (z. B. hinsichtlich der Frage der Organisation), untersteht der Gerichtsvollzieher als Beamter der Dienstaufsicht des aufsichtsführenden Amtsgerichts.

Ist ein Gerichtsvollzieher privat oder staatlich?

Der Gerichtsvollzieher ist eine staatliche Person, die beauftragt ist, gerichtlich angeordnete Zwangsvollstreckungen durchzuführen. Dies kann die Pfändung von Gegenständen in Ihrer Wohnung umfassen. Die rechtlichen Grundlagen hierfür sind in der Zivilprozessordnung (ZPO) festgelegt.

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Was darf der Gerichtsvollzieher nicht?

Das dürfen Gerichtsvollzieher*innen nicht: Sich ohne gerichtliche Anordnung gegen Ihren Willen Zugang zu Ihrer Wohnung verschaffen. Sie einschüchtern oder bedrohen. Nichtpfändbare Gegenstände oder Geldbeträge pfänden.

Ist ein Gerichtsvollzieher Beamter?

Ja, Gerichtsvollzieher sind Beamte des mittleren Justizdienstes (oder gehobenen Dienstes, je nach Laufbahn), die bei der Zwangsvollstreckung hoheitlich tätig werden, aber auch selbstständige Unternehmer sind, die ein eigenes Büro führen und für ihre Tätigkeit Gebühren von Gläubigern erheben. Sie unterstehen der Dienstaufsicht der Gerichte, sind aber in der Ausübung ihrer Aufgaben eigenständig. 

Wer zahlt die Kosten für den Gerichtsvollzieher?

Wer trägt die Kosten für den Gerichtsvollzieher? Die Kosten für den Einsatz eines Gerichtsvollziehers trägt zunächst die antragstellende Person – also in der Regel Sie als Gläubigerin oder Gläubiger. Diese Auslagen sind jedoch grundsätzlich vom Schuldner zu erstatten.

In welche Räume darf der Gerichtsvollzieher?

Laut Zivilprozessordnung darf ein Gerichtsvollzieher alle „Behältnisse des Schuldners“ durchsuchen, sofern der Zweck der Vollstreckung dies erfordert (§ 758 Abs. 1 ZPO). Er darf also auch in Schränke, verschlossene Schubfächer und Tresore schauen.

Wer prüft Gerichtsvollzieher?

Die Zahl der ordentlichen Prüfungen kann durch die Präsidentin oder den Präsidenten des Landgerichts (Amtsgerichts) für bestimmt bezeichnete Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher widerruflich auch bis auf drei Prüfungen jährlich erweitert werden (§ 73 GVO).

Wer hat die Dienstaufsicht über Gerichtsvollzieher?

§ 1 GVO - Dienstaufsicht

Bei der ihm zugewiesenen Zwangsvollstreckung handelt der Gerichtsvollzieher selbstständig. Er unterliegt hierbei zwar der Aufsicht, aber nicht der unmittelbaren Leitung des Gerichts. Unmittelbarer Dienstvorgesetzter des Gerichtsvollziehers ist der aufsichtführende Richter des Amtsgerichts.

Was kostet eine Dienstaufsichtsbeschwerde?

Im Zusammenhang mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde fallen keine Gebühren beziehungsweise Kosten für die Beschwerdeführerin oder den Beschwerdeführer an.

Wer steht über einen Richter?

Der Präsidialrat ist die richterliche Vertretung für die Beteiligung bei der Ernennung oder Wahl von Richterinnen / Richtern bei dem Gericht, an dem die Richterin / der Richter verwendet werden soll.

Wer ist der Chef von Richtern?

Präsident des Bundesverwaltungsgerichts ist Prof. Dr. Andreas Korbmacher. Er wurde 1960 in Freiburg im Breisgau geboren.

Wie viel Geld verdient ein Gerichtsvollzieher?

13 € pro Stunde. * Wenn du überdurchschnittlich verdienst, liegt dein Gehalt um die 45.900 € pro Jahr und bei 3.825 € im Monat. Für einen Job als Gerichtsvollzieher/in gibt es in Dortmund, Essen, Bochum besonders viele offene Jobangebote.

Haben Gerichtsvollzieher hoheitliche Rechte?

Da dem Gerichtsvollzieher Aufgaben der Staatsgewalt anvertraut werden, übt diese eine hoheitliche Tätigkeit aus. Für die Verletzung ihrer Amtspflichten bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten, haftet der Staat gemäß Artikel 34 des Grundgesetzes und § 839 BGB („Haftung bei Amtspflichtverletzung“).

Wie kann ich den Gerichtsvollzieher abwenden?

Möchten Schuldner eine Zwangsvollstreckung abwenden, sollten sie zunächst mit den Gläubigern verhandeln. Möchte er eine drohende Zwangsversteigerung abwenden, hat ein Schuldner meist nur die Option, auf die Gläubiger zuzugehen. Er sollte sich mit ihnen in Verbindung setzen und über einen Abbau der Schulden verhandeln.

Kann ein Gerichtsvollzieher die Wohnung eines Schuldners durchsuchen?

(1) 1Der Gerichtsvollzieher ist befugt, die Wohnung und die Behältnisse des Schuldners zu durchsuchen, wenn dieser in die Durchsuchung einwilligt; dies ist im Protokoll zu vermerken.

Ist ein Fernseher zwangsvollstreckbar?

Neben einer Forderungspfändung kann er auch die Sachpfändung beantragen. Ein Gerichtsvollzieher wird dann beim Schuldner Gegenstände beschlagnahmen und verwerten. Bestimmte Gegenstände unterliegen aber dem Pfändungsschutz. Normale Möbel, ein einfacher Fernseher und der Ehering dürfen nicht gepfändet werden.

Wie lange dauert es, bis der Gerichtsvollzieher vollstreckt?

Hinsichtlich der Dauer der Zwangsvollstreckung durch den Gerichtsvollzieher ist dessen Arbeitsaufwand und Auslastung entscheidend. Das ganze Prozedere kann in wenigen Tagen bis Wochen erledigt sein oder aber sich über mehrere Monate hinziehen.

Kann ich mit einem Gerichtsvollzieher verhandeln?

Sie haben die Möglichkeit, mit Ihren Gläubigern zu verhandeln und gemeinsame Lösung zu finden. Die Zustimmung der Gläubiger zu einem solchen außergerichtlichen vergleich erreichen Sie am ehesten, wenn Sie Ihren Zahlungswillen deutlich machen und eine Ratenzahlung anbieten.

Welche Konsequenzen hat es, wenn man nicht zur Vermögensauskunft erscheint?

Was ist, wenn der Schuldner die Vermögensauskunft verweigert? Erscheint der Schuldner nicht zum Termin beim Gerichtsvollzieher oder verweigert die Abgabe der VA, erlässt das Vollstreckungsgericht auf Antrag des Gläubigers einen Haftbefehl. Der Haftbefehl kann durch den Gerichtsvollzieher vollstreckt werden.

Was muss man gelernt haben, um Gerichtsvollzieher zu werden?

Aber aufgepasst: Es gibt keine offizielle Berufsausbildung zum Gerichtsvollzieher. Es handelt sich dabei um eine Weiterbildung. Du musst also vorher schon eine Ausbildung oder ein Studium (am besten im juristischen Bereich) abgeschlossen haben.

Wer ist Vorgesetzter eines Gerichtsvollziehers?

Der unmittelbare Vorgesetzte eines Gerichtsvollziehers ist der aufsichtführende Richter des Amtsgerichts, bei dem er beschäftigt ist. Dieser Richter ist für die Dienstaufsicht zuständig und weist beispielsweise Bezirke zu, auch wenn der Gerichtsvollzieher bei seiner eigentlichen Tätigkeit selbstständig agiert. 

Wem untersteht der Gerichtsvollzieher?

Der Gerichtsvollzieher untersteht der Dienstaufsicht des aufsichtsführenden Richters des Amtsgerichts. Er kann aber vom Dienstvorgesetzten keine Einzelweisungen bekommen.