Wer entscheidet ob ich MPU machen muss oder nicht?
Gefragt von: Herr Ali Herbst MBA. | Letzte Aktualisierung: 15. Januar 2026sternezahl: 4.8/5 (8 sternebewertungen)
Die Entscheidung, ob Sie eine MPU machen müssen, trifft Ihre zuständige Führerscheinstelle (Fahrerlaubnisbehörde), basierend auf gesetzlichen Vorgaben und bei bestimmten Verkehrsauffälligkeiten wie Alkohol-, Drogen- oder schweren Verkehrsverstößen, oft nachdem die Polizei oder Staatsanwaltschaft die zuständige Behörde informiert hat. Die Behörde fordert ein positives MPU-Gutachten, um Ihre Fahreignung zu prüfen, bevor sie Ihren Führerschein neu erteilt oder Sie weiter am Straßenverkehr teilnehmen dürfen.
Wer entscheidet, ob man eine MPU machen muss?
Die zuständige Führerscheinstelle (Fahrerlaubnisbehörde) entscheidet, ob eine MPU angeordnet wird, basierend auf Verstößen wie Alkohol/Drogen am Steuer, zu vielen Punkten in Flensburg oder schweren Verkehrsdelikten; Richter entscheiden über Strafen, aber nicht über die MPU selbst, die nur die Behörde anordnen kann, um Ihre Fahreignung zu prüfen, oft als Bedingung für die Wiedererteilung Ihres Führerscheins.
Woher weiß ich, dass ich MPU machen muss?
Wie erfahre ich, warum ich ein MPU Gutachten vorlegen muss? Sie können drei Monate vor Ablauf Ihrer Sperrfrist einen Antrag auf Erteilung Ihrer Fahrerlaubnis stellen. Die Behörde wird Sie dann mit einem Schreiben dazu auffordern, ein MPU-Gutachten vorzulegen.
Welche Behörde ordnet einen Abstinenznachweis an?
Die Fahrerlaubnisbehörde ordnet den Abstinenznachweis an, meist im Rahmen einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU), die wegen Alkohol- oder Drogenverstößen notwendig wird. Der Nachweis selbst wird dann bei autorisierten Stellen wie Begutachtungsstellen (TÜV, DEKRA), Ärzten für Verkehrsmedizin, Rechtsmedizinern, Arbeitsmedizinern oder Gesundheitsämtern erbracht.
Kann ein Richter eine MPU anordnen?
Medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU)
Die Anordnung der MPU wird nicht vom Strafrichter vorgenommen; vielmehr verlangt die Verkehrsbehörde innerhalb des Führerschein-Neuerteilungsverfahrens die Vorlage eines positiven MPU-Gutachtens.
👩⚖️ Das Gericht hat keine MPU angeordnet! Warum brauche ich jetzt eine MPU und Abstinenzen?
38 verwandte Fragen gefunden
Ist ein Widerspruch gegen eine MPU-Anordnung möglich?
Gegen eine MPU-Anordnung selbst gibt es grundsätzlich keinen direkten Widerspruch, da sie meist nur eine vorbereitende Maßnahme ist; stattdessen wehrt man sich gegen den späteren Bescheid zur Entziehung der Fahrerlaubnis, der oft sofort vollziehbar ist, wobei man die MPU-Anordnung im Widerspruch begründet, oder man stellt einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht gegen die sofortige Vollziehung, um die Fahreignung zu klären, bevor der Führerschein entzogen wird. Ein Fachanwalt für Verkehrsrecht ist hierbei essenziell, da es oft um Formfehler oder die Verhältnismäßigkeit geht.
Wann wird eine MPU angeordnet?
Eine MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) wird in Deutschland zwingend ab 1,6 Promille angeordnet, aber auch bei 1,1 Promille droht sie, wenn „Zusatztatsachen“ wie fehlende Ausfallerscheinungen oder wiederholte Auffälligkeiten vorliegen; auch bei Drogen- oder schweren Punktekdelikten (8 Punkte) wird sie notwendig, um den Führerschein zurückzubekommen.
Wie bekomme ich Bescheid, ob ich MPU machen muss?
Wie erfahre ich, ob ich eine MPU machen muss? Verbindlich erfahren Sie das nur durch ein Schreiben der Führerscheinstelle. Ein Urteil oder Strafbefehl enthält häufig keine klare Aussage zur MPU.
Wer entscheidet, wie lange ich Abstinenznachweis habe?
Entscheidend für die Dauer des Abstinenznachweises ist der MPU-Gutachter, der dies am Tag der Untersuchung basierend auf Ihrem individuellen Fall (Promillewert, Konsumverhalten, Vorstrafen) festlegt, wobei oft 6 oder 12 Monate gefordert werden, aber auch längere Zeiträume bei Sucht oder gar keine Abstinenz bei kontrolliertem Trinken möglich sind. Die Fahrerlaubnisbehörde legt zwar die Notwendigkeit fest, aber der Gutachter bewertet die Schwere und entscheidet über die Dauer der erforderlichen Nachweise (z.B. Urin- oder Haaranalysen).
Welche Änderungen gibt es bei der MPU 2025?
Die MPU-Änderungen 2025 drehen sich vor allem um das neue Cannabisgesetz (CanG), das zu verschärften Regeln und neuen Beurteilungskriterien (BK 5) führt, die das Trennverhalten von Konsum und Fahren stärker in den Fokus rücken; strengere Nachweise bei Alkohol/Drogen werden gefordert, während aber bei Cannabis-Ersttätern oft die MPU bei geringeren Werten entfällt, was zu neuen "Grauzonen" führt, aber die MPU an sich nicht abgeschafft wird. Wichtige Punkte sind auch die kürzeren Abstinenznachweise (ab 15 Monate) und die Notwendigkeit einer zeitnahen psychologischen Beratung vor der Untersuchung.
Wann wird keine MPU mehr angeordnet?
Nach spätestens 15 Jahren (bei 5 Jahren Sperrfrist und 10 Jahren Verjährungsfrist) ist eine MPU in aller Regel nicht mehr zu befürchten.
Wie viel kostet eine MPU komplett?
Die Gesamtkosten für eine MPU liegen meist zwischen 1.500 € und 4.000 €, können aber auch darüber hinausgehen, abhängig vom Grund (Punkte, Alkohol, Drogen), der benötigten Vorbereitung (Einzel- oder Gruppensitzungen) und den Kosten für Abstinenznachweise (Urintests, Haaranalysen), wobei Drogen-MPUs meist am teuersten sind und Punkte-MPUs günstiger.
Wann erfährt man, ob man die MPU bestanden hat?
Folgender Ablauf ist der Regelfall, wenn Sie Ihre MPU bestanden haben: Gutachten per Post erhalten – in der Regel innerhalb von zwei bis fünf Wochen nach der Untersuchung. Bericht der zuständigen Führerscheinstelle vorlegen. Sachbearbeiter prüft den Bericht.
Wie findet man heraus, ob man MPU machen muss?
In Ihrer Führerscheinakte finden Sie fast alle wichtigen Informationen für Ihre MPU. So sind dort z.B. Trunkenheitsfahrten, Drogenfahrten oder Geschwindigkeitsverstöße vermerkt. Ihre Führerscheinakte liegt auch am Tag der MPU den Gutachtern vor und wird von diesen genauestens analysiert.
Wer ordnet Führerscheinentzug an?
Der Führerscheinentzug kann per Gericht oder durch die Fahrerlaubnisbehörde angeordnet werden. Bei einem Führerscheinentzug wird die Erlaubnis zum Führen eines Fahrzeugs vorläufig oder endgültig entzogen.
Kann die Führerscheinstelle auf eine MPU verzichten?
Wenn Sie die Anordnung zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) ignorieren oder verweigern, ist der Führerscheinentzug die zwingende Konsequenz. Die Fahrerlaubnisbehörde ist gesetzlich verpflichtet, sofort auf Ihre fehlende Fahreignung zu schließen.
Wer entscheidet, ob ein Abstinenznachweis für die MPU erforderlich ist?
Wer entscheidet, ob für die MPU Abstinenz notwendig ist? Ausschließlich der MPU-Gutachter entscheidet, ob Abstinenznachweise erforderlich sind. Gericht, Führerscheinstelle oder Anwalt legen nicht fest, ob und wie lange Abstinenz notwendig ist. Diese Entscheidung fällt erst im diagnostischen Gespräch der MPU.
Ist ein Abstinenznachweis für die MPU 6 oder 12 Monate erforderlich?
Mittlere Promillewerte (ca. 1,1–1,6 ‰): bei Hinweisen auf Regelmäßigkeit sind 6 Monate sinnvoll. Höhere Werte oder Wiederholung: in der Regel 12 Monate Abstinenznachweis. Alkoholabhängigkeit: ohne Therapie meist 15 Monate, mit Entwöhnungsbehandlung häufig 12 Monate.
Ist es möglich, die MPU ohne Abstinenznachweis zu bestehen?
Ja, eine MPU kann unter bestimmten Umständen ohne Abstinenznachweis bestanden werden, insbesondere bei weniger schweren Delikten (z. B. Punkte-MPU oder Cannabis-Delikte) oder wenn ein überzeugendes Konzept des "kontrollierten Trinkens" (KT) glaubhaft gemacht wird, das Ihre Einsicht und Verhaltensänderung belegt. Bei harten Drogen oder hohem Alkoholmissbrauch sind Abstinenznachweise jedoch meist zwingend erforderlich, um eine Abhängigkeit auszuschließen, aber auch hier kann eine fundierte Vorbereitung helfen, die Chancen zu erhöhen.
Wie lange dauert es bis zur Aufforderung zur MPU?
Die Behörde ordnet ca. 4 bis 12 Wochen nach dem Verkehrsdelikt die MPU an. Die Anordnung kann auch durch Ihren Antrag auf Neuerteilung der Fahrerlaubnis ausgelöst werden.
Wer entscheidet, wie lange Abstinenz?
Wie lange müssen Sie abstinent sein? Die Behörde ordnet in der Regel ein Abstinenznachweis über ein ganzes oder halbes Jahr an. Die Zeiträume sind bewusst lange gewählt. Damit geht die Behörde sicher, dass die Betroffenen Ihr Verhalten gebessert haben und auf Alkohol- und Drogenkonsum nicht nur kurzfristig verzichten.
Wie sieht der Fragebogen bei der MPU aus?
Der Fragebogen enthält Angabe zur Biografie und dem derzeitigen Lebenssituation von Ihnen sowie zur bisherigen Fahrpraxis und zu den Verkehrsauffälligkeiten. Auf diese Angaben wird im Explorationsgespräch weiter eingegangen. Im Fragebogen wird auch das Wissen von Alkohol und deren Folgen befragt.
Wie viel Promille braucht man für MPU?
Eine MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) wird zwingend ab 1,6 Promille angeordnet, da dies auf eine Alkoholproblematik hinweist; aber auch schon ab 1,1 Promille kann eine MPU erforderlich sein, wenn zusätzliche „Zusatztatsachen“ wie das Fehlen von Ausfallerscheinungen (Torkeln, Schlangenlinienfahren) auf eine Gewöhnung schließen lassen, oder bei wiederholten Alkoholauffälligkeiten, unabhängig von der Promillehöhe.
Wie bekomme ich meinen Führerschein wieder nach Alkohol?
Bereits 10 Wochen vor Ablauf Ihrer Sperrfrist können Sie bei Ihrem Straßenverkehrsamt die Wiedererteilung Ihres Führerscheins beantragen. Die Führerscheinstelle wird dann wahrscheinlich von Ihnen noch einige Unterlagen (behördliches Führungszeugnis, Sehtestbescheinigung u.
Wann verfällt die MPU-Anordnung?
Die Verjährung einer MPU ist ein bedeutendes Thema für viele Betroffene, insbesondere nach Ablauf der Sperrfrist. Die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) verjährt nach 15 Jahren, was für viele die Möglichkeit eröffnet, den Führerschein ohne erneute Fahrprüfung zurückzuerlangen.
Welche Kamera ist besser XR oder 11?
Was bedeutet es wenn der Fernseher rot blinkt?