Zum Inhalt springen

Wer darf Konto nach Tod auflösen Österreich?

Gefragt von: Erhard Vetter-Wegner  |  Letzte Aktualisierung: 12. Juni 2026
sternezahl: 4.1/5 (28 sternebewertungen)

Nach dem Tod werden Konten in Österreich meist gesperrt, aber wer sie auflösen darf, sind die Erben (mit Erbnachweis/Gerichtsbeschluss) oder Personen mit einer Vollmacht über den Tod hinaus; bei Gemeinschaftskonten ("Oder-Konto") kann der Mitinhaber oft weiter verfügen, bei "Und-Konten" nur beide gemeinsam oder die Bank sperrt es. Die Bank wird vom Todesfall informiert, wodurch die Zeichnungsberechtigung erlischt, aber die Erben treten in die Rechtsposition des Verstorbenen ein.

Wer darf das Konto eines Verstorbenen auflösen?

Das Konto eines Verstorbenen darf grundsätzlich nur von den Erben oder von Personen aufgelöst werden, die eine wirksame, über den Tod hinaus gültige Vollmacht besitzen (z.B. eine Vorsorgevollmacht). Sind mehrere Erben vorhanden, treten diese als Rechtsnachfolger in die Position des Verstorbenen ein und können die Auflösung veranlassen; oft verlangt die Bank einen Erbschein oder ein notarielles Testament als Nachweis ihrer Erbenstellung, um Missbrauch zu verhindern.
 

Kann man das Bankkonto einer verstorbenen Person schließen?

Liegt kein Testament vor, kann die Bank einen Nachweis über Ihr Verwandtschaftsverhältnis zum Verstorbenen verlangen. Sie benötigen außerdem die Sterbeurkunde . Nach der Registrierung des Todesfalls erhalten Sie eine Sterbeurkunde. Diese dient der Bank als formelle Benachrichtigung zur Einleitung der Kontoschließung.

Haben Ehepartner im Todesfall automatisch Kontovollmachten?

Ehepartner sind ohne ausdrückliche Vollmacht nicht automatisch berechtigt, Bankgeschäfte des Verstorbenen zu führen. Umfang und Bedingungen der Vollmacht sind individuell festlegbar; bestimmte Handlungen bleiben meist ausgeschlossen.

Welche Ämter müssen im Todesfall informiert werden?

Nach einem Todesfall müssen das Standesamt (für die Sterbeurkunde), das Nachlassgericht (wegen Testament), die Krankenkasse, die Rentenversicherung, das Finanzamt (Erbschaftsteuer) und die Versicherungen (insbesondere Lebens-, Unfall-, Hausrat-, Haftpflicht-) informiert werden, sowie der Arbeitgeber, die Banken, der Vermieter und ggf. das Sozialamt. Das Bestattungsunternehmen übernimmt viele der ersten Schritte, einschließlich der Meldung beim Standesamt. 

Wer darf Geld vom Konto eines Verstorbenen abheben?

27 verwandte Fragen gefunden

Woher weiß die Bank, dass jemand verstorben ist?

Die Bank erfährt vom Tod eines Kunden in der Regel nicht automatisch, sondern durch die Benachrichtigung der Angehörigen oder Erben, die die Bank über den Todesfall informieren, meist mit einer Sterbeurkunde als Nachweis. Erst durch diese Meldung wird das Konto zum Nachlasskonto und die Bank meldet den Todesfall und das Vermögen an das zuständige Finanzamt, das dann Erbschaftssteuern erhebt. 

Warum sollte man seine Bank nicht immer über einen Todesfall informieren?

Eine zu frühe Benachrichtigung der Bank kann zu verschiedenen Problemen führen, insbesondere wenn das Nachlassverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Hier einige mögliche Fallstricke: Kontosperrung : Sobald Banken benachrichtigt werden, sperren sie häufig Konten, um unbefugten Zugriff zu verhindern.

Wird das Konto gesperrt, wenn der Ehepartner stirbt?

Nach dem Tod eines Ehepartners wird ein Einzelkonto in der Regel gesperrt, sobald die Bank vom Tod erfährt (gegen Vorlage der Sterbeurkunde), während bei einem gemeinsamen Oder-Konto der überlebende Ehepartner weiter voll verfügungsberechtigt bleibt, allerdings nur für seinen Anteil haftet und Daueraufträge weiterlaufen. Um Zugriff zu erhalten, müssen Erben einen Erbschein oder ein eröffnetes Testament vorlegen, wobei eine Vollmacht über den Tod hinaus wichtig ist, falls vorhanden. Wichtig: Erben sollten schnell handeln und sich bei der Bank melden, um die notwendigen Nachweise zu erbringen. 

Kann ich Geld vom Bankkonto einer verstorbenen Person abheben?

Geldabhebung von einem Bankkonto nach dem Tod

Wer Geld abheben und ein Bankkonto schließen möchte, benötigt eine entsprechende Genehmigung . „Wenn Sie nicht als Begünstigter oder als Person mit einer Todesfallfunktion benannt sind, ist es nach Ihrem Tod niemandem gestattet, Gelder abzuheben“, so Doehring.

Wie kann ich Geld von einem verstorbenen Konto abheben?

Geld vom Konto eines Verstorbenen kann nur durch gesetzliche Erben (mit Erbschein/Testament) oder Personen mit einer postmortalen Vollmacht abgehoben werden, wobei die Bank oft die Sterbeurkunde benötigt. Ohne entsprechende Legitimation ist ein Zugriff nicht möglich, da das Konto Teil des Nachlasses wird und der Zugriff oft nur gemeinsam durch eine Erbengemeinschaft oder mit speziellen Nachweisen erfolgt, um unberechtigte Verfügungen zu verhindern.
 

Wie schließe ich das Bankkonto einer verstorbenen Person?

Erbschein oder Testament: Die Bank benötigt einen Nachweis, dass Sie der rechtmäßige Erbe oder Bevollmächtigte des Nachlasses sind. Wenn kein Testament vorliegt, benötigen Sie einen Erbschein vom Nachlassgericht, der die Erben ausweist. Die Beantragung kann einige Zeit in Anspruch nehmen.

Was passiert mit einem gemeinsamen Bankkonto, wenn jemand stirbt?

Was passiert mit dem Konto von Eheleuten im Todesfall? Ein Gemeinschaftskonto wandelt sich nicht in ein Nachlasskonto um. Als Mitkontoinhaber der verstorbenen Person können Sie bis zur Abwicklung des Nachlasses über das Konto verfügen.

Wie lange ist ein Konto nach dem Tod eines Inhabers gesperrt?

Rechtlich betrachtet existieren weder Fristen, wie lange Bankkonten und Depots nach dem Tod ihres Inhabers offen bleiben, noch Pflichten, sie zu löschen. Theoretisch haben sie ewig Bestand. Verfügungsberechtigt sind aber der oder die Erben.

Wie kann ich ein Girokonto nach dem Tod eines Inhabers auflösen?

Nach einem Todesfall wird ein Bankkonto nicht sofort geschlossen, sondern in ein Nachlasskonto umgewandelt und von der Bank verwaltet, bis die Erben die Auflösung beantragen, wofür sie Todesurkunde, Erbschein/Testament und eigene Ausweisdokumente benötigen. Zuerst müssen die Erben den Todesfall bei der Bank melden, die daraufhin das Konto sperrt, aber Daueraufträge und Lastschriften weiterführt, bis die Erben die Abwicklung übernehmen, was oft zeitnah erfolgen sollte, um Kosten zu vermeiden, aber keine gesetzliche Frist besteht.
 

Wie lange gilt eine Bankvollmacht über den Tod hinaus?

Eine vom Verstorbenen erteilte Vollmacht erlischt nicht durch seinen Tod außer dies ist in der Vollmacht ausdrücklich geregelt. Der Bevollmächtigte kann also auch nach dem Tod des Vollmachtgebers über das Vermögen des Verstorbenen verfügen. Der Erbe ist jedoch berechtigt, die Kontovollmacht zu widerrufen.

Können die Beerdigungskosten vom Konto des Verstorbenen bezahlt werden?

Ja, Beerdigungskosten können vom Konto des Verstorbenen bezahlt werden, indem die Erben die Rechnungen bei der Bank einreichen, oft direkt nach Meldung des Todesfalls und Vorlage der Sterbeurkunde, manchmal aber auch erst mit Erbschein oder Testament, wobei eine Haftungserklärung nötig ist und eine transmortale Vollmacht den Prozess beschleunigt. 

Was passiert, wenn jemand mit einer Vollmacht nach dem Tod Überweisungen vom Konto des Verstorbenen tätigt?

Wer eine Bankvollmacht für das Konto der/s Verstorbenen hat, kann über dessen Tod hinaus die finanziellen Angelegenheiten regeln. Die Vollmacht erlischt nicht mit dem Tod des Kontoinhabers, sondern sie bleibt für die Erben des verstorbenen Kontoinhabers in Kraft.

Was melden Banken im Todesfall?

Der Bank den Todesfall melden

Sterbeurkunde. Angaben zur verstorbenen Person. Angaben zum Ansprechpartner für die Nachlassregelung.

Was darf vom Konto eines Verstorbenen bezahlt werden?

Im Erbfall kann somit der verbliebene Kontoinhaber problemlos über das Geld auf dem Konto verfügen. Zu beachten ist dabei jedoch, dass dem überlebenden Kontoinhaber damit nicht automatisch das gesamte Geld auf dem Bankkonto zufällt. Vielmehr fällt in aller Regel die Hälfte des Guthabens dem oder den Erben zu.

Wer darf das Konto eines Verstorbenen auflösen?

Das Konto eines Verstorbenen darf grundsätzlich nur von den Erben oder von Personen aufgelöst werden, die eine wirksame, über den Tod hinaus gültige Vollmacht besitzen (z.B. eine Vorsorgevollmacht). Sind mehrere Erben vorhanden, treten diese als Rechtsnachfolger in die Position des Verstorbenen ein und können die Auflösung veranlassen; oft verlangt die Bank einen Erbschein oder ein notarielles Testament als Nachweis ihrer Erbenstellung, um Missbrauch zu verhindern.
 

Hat der Ehepartner automatisch eine Kontovollmacht?

Nein, Ehepartner sind nicht automatisch Vertrauensperson oder gesetzlicher Vertreter im rechtlichen Sinne. Deswegen ist es ratsam, sich gegenseitig für private Konten zu bevollmächtigen. Haben Sie dagegen ein Gemeinschaftskonto, können beide Kontoinhaber unabhängig vom anderen über das Konto verfügen („Oder-Konto“).

Wie schnell muss ein Todesfall der Bank gemeldet werden?

Sie müssen die Bank unverzüglich nach Kenntnisnahme des Todesfalls melden, am besten innerhalb weniger Tage oder Wochen, indem Sie Kontakt aufnehmen (z.B. telefonisch, online oder persönlich) und eine Sterbeurkunde vorlegen. Die Meldung ist wichtig, um das Konto in ein Nachlasskonto umzuwandeln, Zugänge zu sperren und Verzögerungen bei der Abwicklung zu vermeiden; die Bank selbst muss dann innerhalb eines Monats eine Meldung an das Finanzamt übermitteln. 

Was braucht die Bank bei einem Todesfall?

Um den Nachlass zu regeln, benötigt die Bank bei einem Todesfall zwingend eine Sterbeurkunde, oft zusammen mit Ihrem eigenen Personalausweis und dem Nachweis Ihrer Berechtigung als Erbe, wie einem Erbschein oder einem notariell eröffneten Testament, um Konten freizugeben oder Konten aufzulösen. Das Familienstammbuch kann ebenfalls nützlich sein, und bei einer Vollmacht über den Tod hinaus ist der Zugriff einfacher. 

Woher erfährt die Bank vom Tod?

Weder das Nachlassgericht, das Finanzamt noch eine sonstige Behörde teilt den Banken oder Sparkassen einen Todesfall mit. Vielmehr erfahren die Kreditinstitute zumeist erst von den Erben, Angehörigen, Betreuern oder sonst Bevollmächtigten, dass der Kunde verstorben ist.

Wann sperrt die Bank das Konto bei Todesfall?

Die Bank sperrt ein Einzelkonto in der Regel sofort, sobald sie vom Tod des Kontoinhabers erfährt, um den Nachlass zu sichern und Missbrauch zu verhindern; Online-Banking und Karten werden deaktiviert, aber Daueraufträge und Lastschriften laufen meist weiter, bis die Erben die Berechtigung (z. B. durch Erbschein) nachweisen und die Bank über die Nachfolge informieren, wobei bei Gemeinschaftskonten der überlebende Partner oft eingeschränkt weiter Zugriff hat.