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Wer darf Eier stempeln?

Gefragt von: Centa Krämer  |  Letzte Aktualisierung: 4. August 2026
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Eier dürfen nur von zugelassenen Eierpackstellen oder direkt vom Erzeuger mit einem Erzeugercode gestempelt werden, der die Herkunft und Haltungsform verrät – dies gilt für alle Eier der Güteklasse A, die nicht direkt unverpackt und unsortiert vom Hof an den Endverbraucher verkauft werden. Bei weniger als 350 Legehennen entfällt die Registrierungspflicht, aber der Stempel wird obligatorisch, sobald Eier auf Wochenmärkten, an Wiederverkäufer oder sortiert verpackt verkauft werden.

Wer muss Eier stempeln?

Sollen die Eier auf einem Wochenmarkt verkauft werden, ist bereits bei weniger als 350 Legehennen eine Registrierung des Betriebes notwendig. Unabhängig von der Anzahl der Legehennen ist beim Verkauf auf dem Markt nämlich die Kennzeichnung der Eier mit dem Erzeugercode notwendig.

Ist privater Eierverkauf erlaubt?

Darf ich meine Hühnereier einfach verkaufen? Ja, bis 350 Hennen darfst du Eier direkt an Endverbraucher*innen verkaufen – ohne Registrierung oder Stempel.

Wie finde ich den Legebetrieb?

Um einen Legebetrieb zu identifizieren, nutzt man den Eier-Code (Stempel auf dem Ei) und gibt diesen auf speziellen Online-Datenbanken wie www.was-steht-auf-dem-ei.de ein; der Code beginnt mit der Haltungsform (z.B. 0 für Bio, 1 für Freiland, 2 für Boden), gefolgt vom Länderkürzel (z.B. DE) und der individuellen Betriebsnummer, die Rückschlüsse auf den Hof zulässt, oft auch mit den ersten Ziffern des Bundeslandes.
 

Darf ich Eier aus meiner Hobbyhaltung verkaufen?

Beim Verkauf kleiner Mengen bestimmter Primärerzeugnisse, zu denen Eier aus Hobbyhaltung zählen, gilt zunächst die Lebensmittelhygieneverordnung (LMHV): Sie dürfen nur saubere, unbeschädigte, frische Eier abgeben und müssen sie hygienisch lagern: kühl, trocken, geruchsfrei und vor Sonne sowie Stößen geschützt.

Wie kommt der Stempel auf das Ei – und was lässt sich am Stempel ablesen

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Was muss ich beachten, wenn ich Eier verkaufe?

Beim Lose-Verkauf auf Wochenmärkten und in Hofläden sind auf einem Schild auf oder neben den Eiern musst du folgende Angaben machen:

  1. Art der Legehennen-Haltung: Freilandhaltung/Bodenhaltung/ökologische bzw. ...
  2. Güteklasse A.
  3. Gewichtsklasse XL, L, M oder S.
  4. Mindesthaltbarkeitsdatum.
  5. Erklärung des Erzeugercodes.

Wann ist ein Hofladen gewerblich?

Danach sei ein Hofladen dann als gewerblich anzusehen, wenn der darin getätigte Nettoumsatz mit Fremdprodukten aller Art nachhaltig ein Drittel des Nettogesamtumsatzes oder den Höchstbetrag von 51.500 Euro übersteige.

Was bedeutet Legebetrieb?

Die Betriebs- bzw. Stallnummer führt dann zum Hof bzw. Legebetrieb, auf dem genau das Ei erzeugt wurde. So lässt sich herausfinden, wie das Huhn gehalten wurde, dessen Eier man gerade genüsslich verspeist.

Wo kann ich die Eierkennzeichnung eingeben?

Unter www.was-steht-auf-dem-ei.de können Verbraucher den Erzeugercode eingeben und erhalten Infos darüber, wo das Ei gelegt wurde. Eine Rückverfolgbarkeit über dieses System geht allerdings nur, wenn der Betrieb KAT (Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V.) Mitglied ist.

Wie werden Eier gestempelt?

In großen Betrieben wird der Eierstempel heute nicht mehr per Hand, sondern mithilfe von Inkjet-Stempeln oder Tintenstrahldruckern aufgebracht. Dazu werden die Eier nicht berührt. Das Stempeln geschieht vollautomatisch.

Wie viele Hühner darf ich als Privatmann halten?

Die Hühner sollten sich in Ihrem Garten frei bewegen können. Pro Tier geht man gerne mal von 10 Quadratmetern Fläche aus. Grundsätzlich sollten Sie sich nicht weniger als drei Hühner anschaffen. Maximal 20 Hühner sind im privaten Garten erlaubt - sofern es der Platz zulässt.

Was darf ich zuhause herstellen und verkaufen?

Sie können viele Dinge selbst machen und verkaufen, darunter physische Produkte wie Schmuck, Kerzen, Seifen, handgemachte Deko (Makramee, Töpferwaren), personalisierte Geschenke, Kleidung (Merch, genähte Taschen) und Haustierbedarf sowie digitale Produkte wie E-Books, Kunstdrucke, Online-Kurse oder Musik, wobei Trends wie Personalisierung, Upcycling und Nachhaltigkeit gut funktionieren und Sie Plattformen wie Etsy oder Ihren eigenen Shop nutzen können. 

Warum dürfen Eier nicht im Kühlschrank gelagert werden?

Kühle Temperaturen könnten diese Schutzschicht schädigen, und Bakterien hätten ein leichtes Spiel, ins Ei zu gelangen. Deshalb findest du die Eier in der Migros auch nicht im Kühlregal, und zuhause kannst du sie bei Raumtemperatur lagern. Wichtig ist, dass sie dabei nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.

Wer stempelt die Eier?

Januar ist die EU-Verordnung zur Kennzeichnung der Eier in Kraft. Seit dem 1. Januar ist die EU-Verordnung zur Kennzeichnung der Eier in Kraft. Danach muss jedes Ei der Güteklasse A mit einem Erzeugercode gestempelt werden und auch auf der Verpackung muss die Haltungsform für diese Eier angegeben werden.

Wie viele Eier darf ich ohne Registrierung verkaufen?

Wenn also Hobbyhalter*innen Eier auf ihrem Hof oder über den Gartenzaun hinweg direkt an Kund*innen verkaufen möchten, dürfen sie dies im deutschen Sprachraum ohne Registrierung tun. Erst ab einer Anzahl von 350 Legehennen besteht eine Registrierungspflicht als Legehennenbetrieb.

Was bedeutet der Eiercode 0?

Die Zahl 0 auf einem Ei steht für ökologische Erzeugung (Bio-Eier), die höchste gesetzliche Haltungsform, was bedeutet, dass die Hühner Bio-Futter erhalten, viel Platz haben und Freilandzugang besitzen, im Gegensatz zu anderen Codes wie 1 (Freiland), 2 (Bodenhaltung) oder 3 (Käfighaltung). Dieser Code ist der erste Bestandteil des Stempels, gefolgt vom Herkunftsland (z.B. DE) und der Betriebsnummer, um die genaue Herkunft nachvollziehbar zu machen.
 

Wie müssen Eier in einer Verpackung gekennzeichnet sein?

Pflichtangaben auf dem Ei

Der Code muss deutlich sichtbar, leicht lesbar und mindestens zwei Millime- terhoch sein². Er enthält Angaben zur Haltungsform der Legehennen, zum Herkunftsland, Bundesland und zur Betriebs- und Stallnummer. Alle Eier der Güteklasse A müssen seit dem 01.01.2004 gestempelt werden.

Wie kann ich frische Eier erkennen?

Frische Eier erkennt man am Schwimmtest (bleiben flach am Boden liegen), am Schütteltest (kein Gluckern), und beim Aufschlagen (hoher, fester Dotter, dickes und dünnes Eiklar getrennt). Ältere Eier richten sich auf oder schwimmen, ältere Eier können noch durcherhitzt gegessen werden, aber schwimmende Eier (über 28 Tage) sollten nur noch gekocht oder gebacken werden, wenn sie nicht faulig riechen.
 

Wo kann ich den Eier-Code eingeben?

Die App zum Ei

Die App EIERCODE sorgt für mehr Transparenz beim Eierkauf und kann kostenlos im IOS-App-Store sowie im Google-Play-Store heruntergeladen werden. Einfach die Nummer auf dem Ei eingeben und direkt aufs Handy den Erzeugerbetrieb mit Bildern und weiteren Informationen erhalten.

Was kosten 10 Eier beim Bauern?

10 Eier vom Bauern kosten in der Regel zwischen ca. 3 € und 6 €, abhängig von Haltungsform (Freiland, Bio) und regionalen Preisen, wobei der Preis oft pro 10er-Pack bei rund 3,40 € (Freiland) bis 5,80 € (Bio) liegt, da Bauern oft günstigere Preise als Supermärkte bieten und man so direkt den Hof unterstützt.
 

Warum werden Betriebsnummern auf Eier gedruckt?

Er gibt Auskunft darüber, wo das Ei gelegt wurde und wie die Hühner gehalten wurden. Der Erzeugercode ist eine Information für den Verbraucher über die Herkunft der Eier, daher muss er in oder auf der Verpackung erläutert werden.

Ist es erlaubt, Obst und Gemüse aus meinem eigenen Garten zu verkaufen?

Ja, der Verkauf von Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten ist grundsätzlich erlaubt. Wer unverarbeitetes Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten verkauft (z. B. Äpfel, Tomaten, Salat), handelt im Rahmen der landwirtschaftlichen Urproduktion.

Wann muss ich mein Hobby als Gewerbe anmelden?

Ein Hobby wird zum Gewerbe, sobald Sie regelmäßig mit Gewinnerzielungsabsicht handeln, also nicht nur gelegentlich oder mit Verlust, sondern systematisch am Wirtschaftsverkehr teilnehmen (z.B. durch Werbung, stetigen Verkauf auf Plattformen wie Etsy, Herstellung zum Verkauf). Es gibt keine feste Umsatzgrenze, aber sobald Sie mit Außenwirkung agieren (z.B. Verträge schließen, online verkaufen), müssen Sie anmelden. Bei Unsicherheiten hilft das Gewerbeamt. 

Wann bin ich Landwirt im Nebenerwerb?

Als Nebenerwerbsbetrieb bezeichnet man in der Landwirtschaft einen Familienbetrieb, in dem weniger als die Hälfte des Einkommens mit der Landwirtschaft erwirtschaftet wird. Maßgeblich ist dabei das Einkommen des Betriebsinhabers beziehungsweise Betriebsinhaberpaares.

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