Wer bezahlt das Anziehen von Kompressionsstrümpfen?
Gefragt von: Dagmar Zimmer | Letzte Aktualisierung: 12. Januar 2026sternezahl: 4.1/5 (37 sternebewertungen)
Die Krankenkasse zahlt meistens die Kompressionsstrümpfe selbst (nach ärztlicher Verordnung, gegen gesetzliche Zuzahlung), aber auch das Anziehen wird bezahlt, wenn es medizinisch notwendig ist, z.B. durch einen Pflegedienst als häusliche Krankenpflege oder eine Anziehhilfe auf Rezept. Wer die Kosten übernimmt, hängt davon ab, ob es sich um die Strümpfe (Krankenkasse + Zuzahlung) oder die Unterstützung beim Anziehen handelt (Krankenkasse/Pflegekasse bei medizinischer Notwendigkeit).
Wird das Anziehen von Kompressionsstrümpfen vom Pflegegeld abgezogen?
Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für das Anziehen von Kompressionsstrümpfen durch einen Pflegedienst, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehört eine ärztliche Verordnung, die die Notwendigkeit bestätigt.
Wie hoch ist der Eigenanteil beim Anziehen von Kompressionsstrümpfe?
Bei Kompressionsstrümpfen zahlen Sie die gesetzliche Zuzahlung von 10 %, mindestens 5 € und höchstens 10 € pro Paar (oft 2 Paar pro Jahr) direkt im Sanitätshaus, wenn ein ärztliches Rezept vorliegt. Für Anziehhilfen (z.B. Handschuhe oder Gleitfolien) gibt es auch eine eigene Verordnungsmöglichkeit, sodass die Krankenkasse die Kosten übernimmt, wenn das Anziehen selbst schwierig ist. Zusätzliche Kosten entstehen nur, wenn Sie Wunschmodelle (Farbe, Hersteller, extras) wählen, die über das medizinisch Notwendige hinausgehen – das ist die "Aufzahlung".
Wer bezahlt, Kompressionsstrümpfe anzuziehen?
Sobald medizinische Kompressionsstrümpfe von deinem/r Ärzt*in verordnet wurden, werden diese größtenteils von den Krankenkassen bezahlt. Als versicherte/r Patient*in zahlst du dabei nur die gesetzliche Zuzahlung in Höhe von mindestens 5 € und maximal 10 € für das Grundleistungsprodukt (Kassenmodell).
Wie hoch sind die Kosten für das Anziehen von Kompressionsstrümpfe durch einen Pflegedienst?
Das Anziehen von Kompressionsstrümpfen durch einen Pflegedienst ist eine ärztlich verordnete Leistung der Behandlungspflege (SGB V); die Krankenkasse übernimmt meist die Hauptkosten, es fallen nur geringe gesetzliche Zuzahlungen an (oft 5-10 € für die Strümpfe selbst). Der Pflegedienst rechnet die Leistung mit der Pflegekasse ab (festgelegte Sätze pro Leistungsgruppe, z.B. ca. 26,60 € für die An- & Auszieh-Leistung). Patienten zahlen nur den gesetzlichen Eigenanteil, der sich nach den Pflegegrad-Regelungen richtet oder entfällt, wenn eine Zuzahlungsbefreiung vorliegt.
Anziehhilfe für Kompressionsstrümpfe
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Ist Kompressionsstrümpfe anziehen eine Pflegeleistung?
Das An- und Ausziehen von ärztlich verordneten Kompressionsstrümpfen oder -strumpfhosen ist zukünftig bereits ab Kompressionsklasse I eine verordnungsfähige Leistung der Behandlungspflege.
Was Kosten Anziehhilfen für Kompressionsstrümpfe?
Anziehhilfen
- ARION EASY-SLIDE« Anziehhilfe. 30,95 € *
- COMPRESSANA EASY Gleithilfe. 2,95 € *
- COMPRESSANA SNAPPER. 29,95 € *
- EASY Anziehhilfe Bein. 11,95 € *
- EASY Ärmel Anziehhilfe. 17,95 € *
- Juzo Easy Fit. 81,95 € *
- Medi Arm Butler. 61,95 € *
- Medi Big Butler. 56,95 € *
Wie viel Zeit für Kompressionsstrümpfe anziehen Pflegedienst?
In 127 Sekunden muss der Stützstrumpf sitzen.
Was Kosten Kompressionsstrümpfe ohne Rezept im Sanitätshaus?
Kompressionsstrümpfe ohne Rezept kosten im Sanitätshaus je nach Modell, Material und Extras zwischen ca. 30 € bis über 100 € pro Paar, wobei einfache Stützstrümpfe um die 30 € liegen und hochwertige, medizinische Strümpfe deutlich teurer sind, da hier die Kosten für eine individuelle Anfertigung und spezielles Material anfallen können. Sie können direkt gekauft werden, es gibt aber auch Modelle mit Hilfsmittelnummer, die bei Vorlage eines Rezepts von der Krankenkasse bezuschusst werden, wobei Sie dann nur eine gesetzliche Zuzahlung von mindestens 5 € und maximal 10 € leisten müssen.
Kann ich ein Rezept für eine Anziehhilfe für Kompressionsstrümpfe bekommen?
Ihr Arzt kann Ihnen ein Rezept für eine Anziehhilfe ausstellen, wenn Sie Ihre Kompressionsstrümpfe verordnet bekommen. Dann übernimmt die Krankenkasse die Kosten dafür. Voraussetzung dafür sind bestimmte Krankheitsbilder. Fragen Sie Ihren Arzt, er hilft Ihnen weiter.
Warum darf man nach dem Duschen keine Kompressionsstrümpfe anziehen?
Man sollte Kompressionsstrümpfe nicht direkt nach dem Duschen anziehen, weil die Haut noch feucht ist, was das Anziehen erschwert und die Strümpfe am Abrutschen hindert. Feuchte Haut kann zudem aufweichen (Mazeration) und die Strümpfe können die hygienische Reinigung der Haut nach dem Duschen behindern, daher sollte man die Beine gut abtrocknen und fettfreie, trockene Haut haben, damit die Strümpfe richtig gleiten und ihre Wirkung entfalten können.
Wie viele Stunden am Tag darf man Kompressionsstrümpfe tragen?
Kompressionsstrümpfe trägt man idealerweise den ganzen Tag, also morgens nach dem Aufstehen anziehen, wenn die Beine noch nicht geschwollen sind, und abends vor dem Zubettgehen wieder ausziehen. Die genaue Dauer hängt vom Grund ab, aber bei Venenleiden wie Krampfadern oder Lymphödem sollten sie bei jeder Bewegung getragen werden; Nachts werden sie normalerweise nicht benötigt, außer nach bestimmten Venen-OPs oder bei Thromboseprophylaxe im Krankenhaus (dann oft auch nachts).
Was ist beim Anziehen von Kompressionsstrümpfen zu beachten?
Beim Anziehen von Kompressionsstrümpfen ist wichtig, sie morgens im Bett anzuziehen, solange die Beine noch wenig geschwollen sind, den Strumpf von der Ferse her aufzurollen, faltenfrei über den Fuß und das Bein zu ziehen, ohne am Bündchen zu ziehen, und Hilfsmittel wie Gummihandschuhe zu nutzen, um das Material zu schonen. Achten Sie auf kurz geschnittene Nägel und vermeiden Sie Schmuck, der das Gestrick beschädigen könnte, und setzen Sie sich am besten zum Anziehen hin, um Stürze zu vermeiden.
Was wird von Pflegegeld abgezogen?
Vom Pflegegeld werden hauptsächlich die Kosten für genutzte Pflegesachleistungen abgezogen, wenn Sie eine Kombination aus beidem wählen, wobei der Betrag anteilig gekürzt wird (z.B. 70% Sachleistung = 30% Pflegegeld). Auch der Entlastungsbetrag (131 €) wird verrechnet, wenn Sie ihn für spezielle Dienste nutzen, und bei Inanspruchnahme von Verhinderungs- oder Kurzzeitpflege wird das Pflegegeld für die Dauer der Pflege halbiert. Ansonsten ist Pflegegeld steuer- und abgabenfrei und wird nicht auf andere Sozialleistungen wie Grundsicherung angerechnet.
Welche Alternativen gibt es zum Tragen von Kompressionsstrümpfen?
Alternativen zu Kompressionsstrümpfen sind adaptive Kompressionsbandagen (Wraps) für gezielte Unterstützung, Stützstrümpfe für leichte Vorbeugung, spezielle Sommer-Kompressionsprodukte (offene Zehen, dünne Materialien) und natürliche Maßnahmen wie Venengymnastik, Kaltwasserduschen, Schwimmen und Radfahren, um die Venenfunktion zu unterstützen, besonders wenn das Anziehen von Strümpfen schwierig ist oder nur bestimmte Bereiche behandelt werden sollen.
Wer bezahlt das Anziehen der Kompressionsstrümpfe?
Die Krankenkasse zahlt meistens die Kompressionsstrümpfe selbst (nach ärztlicher Verordnung, gegen gesetzliche Zuzahlung), aber auch das Anziehen wird bezahlt, wenn es medizinisch notwendig ist, z.B. durch einen Pflegedienst als häusliche Krankenpflege oder eine Anziehhilfe auf Rezept. Wer die Kosten übernimmt, hängt davon ab, ob es sich um die Strümpfe (Krankenkasse + Zuzahlung) oder die Unterstützung beim Anziehen handelt (Krankenkasse/Pflegekasse bei medizinischer Notwendigkeit).
Was kostet beim Pflegedienst Kompressionsstrümpfe anziehen?
Das Anziehen von Kompressionsstrümpfen durch einen Pflegedienst wird als Behandlungspflege abgerechnet und von der Krankenkasse übernommen, wenn eine ärztliche Verordnung (Rezept) vorliegt, wobei Sie nur die gesetzliche Zuzahlung (10%, mind. 5€, max. 10€) zahlen müssen, falls Sie nicht befreit sind. Die Kosten pro Vorgang (anziehen/ausziehen) variieren je nach Pflegedienst und Anzahl der Extremitäten, liegen aber oft um 3 bis 6 Euro pro Mal, sodass die Pflegekasse schnell an ihr Budget stößt.
Kann man Kompressionsstrümpfe auch mal einen Tag weglassen?
Ein Tag ohne Kompressionsstrümpfe: Mögliche Auswirkungen
Ein einzelner Tag ohne Kompressionsstrümpfe kann bereits spürbare Auswirkungen haben. Sie könnten eine Zunahme der Beinschwellung und ein Gefühl der Schwere bemerken, vor allem nach langem Stehen oder Sitzen.
Wie viel kostet einmal Duschen vom Pflegedienst?
Einmal Duschen durch einen Pflegedienst kostet je nach Leistungskomplex und regionalen Tarifen zwischen ca. 26 € (Ganzwaschung) bis etwa 35 € pro Einsatz, wobei die Pflegekasse oft einen Großteil der Kosten übernimmt, wenn ein Pflegegrad vorliegt – Sie zahlen nur einen Eigenanteil oder nutzen Sachleistungen. Die genauen Kosten hängen vom Zeitaufwand ab (eine Ganzwaschung dauert oft ca. 25 Minuten) und werden über die Pflegesachleistungen oder den Entlastungsbetrag abgerechnet.
Wie muss eine Rechnung vom Pflegedienst aussehen?
Eine Rechnung vom Pflegedienst ist eine detaillierte Aufstellung der erbrachten Leistungen (z.B. Grundpflege, Hauswirtschaft) basierend auf einem Leistungsnachweis, der täglich dokumentiert und monatlich von Ihnen gegengezeichnet wird, mit Angaben zu Ihrer Person, dem Pflegegrad, dem Abrechnungszeitraum und den Kosten für die einzelnen Positionen (Leistungskomplexe). Sie vergleicht die Leistungen mit Ihrem Pflegevertrag und wird oft direkt mit der Pflegekasse abgerechnet, wobei Sie Eigenanteile zahlen.
Wer darf in der Pflege Kompressionsstrümpfe anziehen?
Kompressionsstrümpfe anziehen durch Pflegehelfer
Wenn pflegende Angehörige nicht aushelfen können, kommt ein Pflegedienst in Betracht. Speziell ausgebildetes Pflegepersonal übernimmt dann das Anlegen der Kompressionsstrümpfe.
Welche Kleidung über Kompressionsstrümpfe?
Röcke, Kleider und Culottes sind deine besten Freunde!
Sie lassen sich sehr gut mit Kompressionsstrümpfen kombinieren und bieten, je nach Schnitt, Bein- und Armfreiheit.
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