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Wer bekommt frühpension?

Gefragt von: Julia Kirchner  |  Letzte Aktualisierung: 10. Januar 2026
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Frühpension erhalten Personen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, oft aufgrund von Langzeitversicherung (z.B. 45 Beitragsjahre in Deutschland, Langzeitversicherungspension in Österreich), Schwerbehinderung, Invalidität/Berufsunfähigkeit, Altersteilzeit oder Arbeitslosigkeit vor dem regulären Rentenalter, wobei es je nach Land und Situation (Angestellter, Beamter) unterschiedliche Regelungen, Altersgrenzen und oft finanzielle Abschläge gibt, die mit steigendem Alter und Beitragsjahren reduziert werden können.

Wann hat man Anspruch auf Frühpension?

Einen Anspruch auf Frühpension hat man als Arbeitnehmer, wenn eine Invalidität oder Berufsunfähigkeit mindestens sechs Monate andauert. Zudem darf kein Anspruch auf berufliche Rehabilitation bestehen beziehungsweise die Rehabilitation nicht zumutbar sein. Weiters muss die Mindestversicherungszeit erfüllt sein.

Wie wird man frühpensioniert?

Bei der Frühpensionierung treten Beamte noch vor dem gesetzlichen Rentenalter (altersunabhängig) aus dem Dienst aus und beziehen ein Ruhegehalt (Pension). Hierfür muss eine sogenannte Dienstunfähigkeit bescheinigt werden. Die Höhe der Pension ist vom Gehalt sowie der Anzahl der geleisteten Dienstjahre abhängig.

Kann man als Beamter mit 55 in Pension gehen?

Ja, ein Beamter kann mit 55 in Pension gehen, aber meist nur unter bestimmten Voraussetzungen wie Dienstunfähigkeit (oft mit Abschlägen), als spezielle Regelung für Post-Nachfolge-Beamte (Engagierter Ruhestand) oder in speziellen Berufsgruppen (z.B. Polizei, Feuerwehr), da die Regelaltersgrenze meist bei 67 Jahren liegt; eine frühzeitige Pensionierung für Gesunde ist ab 63 mit deutlichen Abschlägen möglich. 

Was ist eine Frühpension wegen Krankheit?

Eine Frühpensionierung wegen Krankheit ist möglich, aber an strenge Voraussetzungen geknüpft und unterscheidet sich für Angestellte und Beamte; für Angestellte gibt es oft die Erwerbsminderungsrente bei < 3 Std. Arbeitsfähigkeit, für Beamte die vorzeitige Pensionierung bei <ins>Dienstunfähigkeit</ins> nach amtsärztlicher Prüfung, wobei beide Wege oft zu finanziellen Abschlägen führen, es sei denn, es liegen besondere Umstände (z.B. Schwerbehinderung) vor. 

Krankheitsbedingt früher in Pension

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Bei welchen chronischen Krankheiten kann man früher in Rente gehen?

Man kann bei vielen chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Rheuma, Krebs, COPD, Asthma, Herz-Kreislauf-Leiden, Rückenbeschwerden, Psychischen Erkrankungen (z.B. Depressionen) und Neurologischen Erkrankungen (z.B. MS, Parkinson) früher in Rente gehen, wenn diese zu einer Schwerbehinderung (Grad der Behinderung - GdB - von mindestens 50) führen und die Erwerbsfähigkeit einschränken; dies ermöglicht eine Rente für schwerbehinderte Menschen ohne oder mit Abschlägen, je nach Alter und Vorversicherungszeit. 

Wann kann ich mich frühpensionieren lassen?

Eine Frühpensionierung ist ab einem frei gewählten Monat nach dem 63. Geburtstag möglich. Sie können auch nur einen Teil der Rente früher beziehen und den Rest später.

Welche Krankheiten führen zur Dienstunfähigkeit?

Mögliche psychische Erkrankungen als Grund für eine Dienstunfähigkeit:

  • Burn-out.
  • Depressionen.
  • Angststörungen.
  • Abhängigkeitserkrankungen.
  • Essstörungen.
  • Belastungsstörungen und Trauma.
  • Psychosen.
  • bipolare Störungen.

Können Beamte nach 45 Dienstjahren abschlagsfrei in Pension gehen?

Beamte mit 45 Dienstjahren können bereits mit 65 Jahren abschlagsfrei in Pension gehen. Dienstunfähigkeit durch Dienstunfall führt ebenfalls zu keinen Abschlägen.

Wie lange kann ein Beamter bei vollen Bezügen krank sein?

Während ihrer Krankheit haben Beamte Anspruch auf ihre vollen Bezüge. Die werden ohne zeitliche Begrenzung weiter gezahlt. " Das liegt an dem besonderen Beamtenverhältnis, dem sogenannten Dienst- und Treueverhältnis.

Für wen lohnt sich die Frühpensionierung?

Gründe für eine Frühpensionierung sind aber vielfach auch Arbeitsstress, Zwangspensionierung, zu wenig Freiheit oder eine angeschlagene Gesundheit. Nicht selten scheitert das Vorhaben eines vorzeitigen Rückzugs aus dem Arbeitsleben an den finanziellen Voraussetzungen.

Wie lange ist man krank bis dienstunfähig?

Als dienstunfähig kann auch angesehen werden, wer infolge Erkrankung innerhalb von sechs Monaten mehr als drei Monate keinen Dienst getan hat und wenn keine Aussicht besteht, dass innerhalb weiterer sechs Monate die Dienstfähigkeit wieder voll hergestellt ist. Die Dienstunfähigkeit ist definiert in § 44 Abs.

Wie hoch ist die niedrigste Beamtenpension?

Die niedrigste Beamtenpension ist eine Mindestversorgung, die entweder 35 % der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge (amtsabhängig) oder 65 % der Endstufe der Besoldungsgruppe A 4 plus einem Fixbetrag (amtsunabhängig) beträgt – es wird immer der höhere Betrag gezahlt, oft rund 1.800 bis 2.000 € oder mehr nach etwa fünf Dienstjahren, abhängig von der Besoldungsgruppe und den genauen Umständen. Sie dient als Absicherung bei kurzen Dienstzeiten. 

Wie komme ich in die Frühpension?

Wie komme ich in Frühpensionierung?

  1. Dienstunfähigkeit nachweisen. Um in den Vorruhestand treten zu können, müssen Sie Ihre Dienstunfähigkeit durch ein ärztliches oder therapeutisches Gutachten nachweisen.
  2. Das Problem mit dem Antrag auf Dienstunfähigkeit. ...
  3. Darum ist es sinnvoll, möglichst lange im Krankenstand zu bleiben.

Wie lange muss man mindestens arbeiten, um Anspruch auf eine Alterspension zu haben?

Das Regelpensionsalter ist 65 Jahre. Die Mindestversicherungszeit beträgt 180 Versicherungsmonate (= 15 Jahre). Davon müssen Sie mindestens 84 Monate (= 7 Jahre) erwerbstätig gewesen sein. Um eine Alterspension zu bekommen, müssen Sie einen Pensionsantrag stellen.

Können Frühpensionierte Arbeitslosengeld beziehen?

Frühpensionierte können sich bei der Arbeitslosenversicherung anmelden und haben unter Umständen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung. Das Taggeld wird aufgrund des versicherten Verdienstes berechnet und beträgt in der Regel 70 oder 80 Prozent des letzten Lohns. Vom Taggeld werden die Altersleistungen abgezogen.

Kann man als Beamter mit 50 in Pension gehen?

Beamte mit einem Behinderungsgrad von mindestens 50 können mit 65 Jahren abschlagsfrei in den Ruhestand gehen. Je nachdem, wann sie geboren sind, ist ein Antrag auf vorzeitigen Ruhestand ab 63 oder sogar noch früher möglich.

Kann ich mit 55 Jahren und 30 Dienstjahren in den Ruhestand gehen?

Wer vor dem 65. Lebensjahr in den Ruhestand tritt, gilt als Frühverrentung. Bei mindestens 20 Dienstjahren und einem Alter von 55 Jahren oder älter ist eine Frühverrentung möglich, allerdings wird die Rente entsprechend gekürzt. Bei 30 oder mehr Dienstjahren fällt die Kürzung geringer aus (in manchen Fällen entfällt sie sogar ganz),

Ist es besser, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen oder zu kündigen?

Statt zu kündigen, könnten Sie Ihre Arbeitszeit reduzieren, bis Sie vollständig in Rente gehen können. Ein vorzeitiger Ruhestand ist keine schlechte Idee . Doch Vorsicht: Sie könnten es später bereuen, nicht länger gearbeitet zu haben. Wägen Sie Ihre Entscheidung daher gut ab und planen Sie vorausschauend.

Wie lange dürfen Beamte krank sein, bevor sie zum Amtsarzt müssen?

„Es gibt keine zeitliche Grenze, wie lange Beamte ohne besondere Prüfung krank sein dürfen“, erklärt Wieland. Solange der Beamte seine Dienstunfähigkeit infolge einer Erkrankung durch Arbeitsunfähigkeit nachweise, dürfe er dem Dienst fernbleiben.

Wie viel Geld bekommt ein Beamter bei Dienstunfähigkeit?

Bei Dienstunfähigkeit erhalten Beamte auf Lebenszeit ein Ruhegehalt, dessen Höhe sich nach ruhegehaltsfähigen Dienstbezügen und Dienstjahren richtet, maximal bis 71,75 %; jüngere Beamte müssen oft erhebliche Versorgungslücken durch private BU-Versicherungen schließen, da die Mindestversorgung (z.B. 35 % der Bezüge oder 65 % der A4-Endstufe) niedrig ist und bis zu 10,8 % Abschläge bei vorzeitigem Ruhestand anfallen können, während Beamte auf Probe/Widerruf i.d.R. entlassen werden und in die gesetzliche Rentenversicherung fallen. 

Ist eine Frühpension aufgrund von Dienstunfähigkeit möglich?

Die vorzeitige Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit ist eine Maßnahme für Beamte, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr ihren Dienst verrichten können, was oft nach längeren Krankheitsausfällen (z.B. 3 von 6 Monaten) festgestellt wird, wobei sie nicht anderweitig verwendbar sein dürfen, was zu Versorgungsabschlägen von bis zu 10,8 % führt, aber auch eine Rückkehr in den Dienst bei Genesung möglich ist. 

Wie kommt man in die Frühpension?

Einen Anspruch auf Frühpension hat man als Arbeitnehmer, wenn eine Invalidität oder Berufsunfähigkeit mindestens sechs Monate andauert. Zudem darf kein Anspruch auf berufliche Rehabilitation bestehen beziehungsweise die Rehabilitation nicht zumutbar sein. Weiters muss die Mindestversicherungszeit erfüllt sein.

Wann wird man in Frühpension geschickt?

Normalerweise gehen Beamte mit 65 bzw. 67 Jahren in den Ruhestand. Eine vorzeitige Pensionierung kann auf Antrag bereits mit 63 Jahren erfolgen, allerdings mit Abzügen im Ruhegehalt.

Was passiert bei Frühpensionierung?

Bei einer vorzeitigen Versetzung in den Ruhestand wird die Pension des Beamten um 3,6% für jedes Jahr, das er früher ausscheidet, reduziert. Dabei wird der Versorgungsbezug, nicht aber der Ruhegehaltssatz gemindert und der Abschlag taggenau berechnet.

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