Wer bekommt das neue Bürgergeld?
Gefragt von: Natascha Wiese-Büttner | Letzte Aktualisierung: 18. März 2026sternezahl: 4.1/5 (27 sternebewertungen)
Das neue Bürgergeld bekommen erwerbsfähige Personen und ihre Familien, die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen decken können, weil sie arbeitslos sind, zu wenig verdienen (sogenannte "Aufstocker"), pflegebedürftige Angehörige betreuen, zur Schule gehen, krank sind oder andere vorrangige Leistungen (wie Arbeitslosengeld I, Wohngeld) nicht ausreichen. Anspruchsberechtigt sind Menschen, die in Deutschland leben, die Altersgrenze der Regelaltersrente noch nicht erreicht haben und die mindestens 3 Stunden täglich arbeiten könnten.
Wer hat Anspruch auf das neue Bürgergeld?
Sie haben Anspruch auf Bürgergeld, wenn Sie
dauerhaft in Deutschland leben, mindestens drei Stunden täglich arbeiten könnten, und hilfebedürftig sind. Dies kann auch zutreffen, wenn Sie zwar erwerbstätig sind, aber zu wenig Einkommen haben, um für ihren Lebensunterhalt aufzukommen (Geringverdiener).
Was ändert sich mit dem Bürgergeld 2026?
2026 bleibt die Regelsatzhöhe des Bürgergeldes zunächst stabil (563 € für Alleinstehende), aber es kommt zur Umbenennung in "Grundsicherung für Arbeitssuchende" und einer Reform, die Vermögensprüfungen früher durchführt, Sanktionen verschärft (30 % Kürzung bei zwei Terminvertößen), Zuverdienstmöglichkeiten verbessert und eine stärkere Mitwirkung der Leistungsberechtigten fordert, voraussichtlich ab Juli 2026.
Wie hoch darf das Einkommen sein, um Bürgergeld zu bekommen?
Das verfügbare Einkommen beträgt laut DGB in diesem Fall 3.907 Euro (2.460 Euro Netto-Gehalt plus 500 Euro Kindergeld plus 498 Euro Kinderzuschlag plus 449 Euro Wohngeld), während die auf das Bürgergeld angewiesene Familie von 2.609 Euro leben müsste.
Wer bekommt aktuell Bürgergeld?
Wer bekommt Bürgergeld? Bürgergeld erhält, wer erwerbsfähig ist und seinen Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen decken kann. Zudem reichen andere vorrangige Leistungen wie Arbeitslosengeld, Wohngeld oder Kinderzuschlag nicht aus.
Neue Grundsicherung statt Bürgergeld: Das ändert sich ab 2026 | WDR Aktuelle Stunde
19 verwandte Fragen gefunden
Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um Bürgergeld zu bekommen?
Voraussetzungen für Bürgergeld
- Sie sind mindestens 15 Jahre alt und Sie haben die Altersgrenze für Ihre Rente noch nicht erreicht.
- Sie wohnen in Deutschland und haben hier Ihren Lebensmittelpunkt.
- Sie können mindestens 3 Stunden pro Tag arbeiten.
- Sie oder Mitglieder Ihrer Bedarfsgemeinschaft sind hilfebedürftig.
Welche Personengruppen beziehen Bürgergeld?
Bürgergeld erhält jeder, der hilfebedürftig ist und seinen Bedarf nicht aus eigenem Einkommen decken kann.
Wem steht kein Bürgergeld zu?
Studierende, die nicht im Haushalt der Eltern leben und wenig Geld haben, haben keinen Anspruch auf Bürgergeld (§ 7 Abs. 5 SGB 2). Sie können Bafög beantragen. Auszubildende können während einer beruflichen Ausbildung allerdings bei Bedarf zusätzlich Bürgergeld bekommen.
Wie viel Geld darf ich beim Bürgergeld auf dem Konto haben?
Beim Bürgergeld dürfen Sie im ersten Bezugsjahr (Karenzzeit) als Einzelperson bis zu 40.000 € Vermögen haben, danach und für jede weitere Person in der Bedarfsgemeinschaft liegt die Grenze bei 15.000 €. Zu diesem Vermögen zählen Bargeld, Sparguthaben, Aktien, aber auch ein Auto bis 7.500 € Wert und Schmuck. Ein selbstgenutztes Haus oder eine Wohnung zählt nicht dazu.
Wann wird Bürgergeld abgelehnt?
Bürgergeld wird abgelehnt, wenn Einkommen oder Vermögen zu hoch sind, andere vorrangige Sozialleistungen (wie ALG I, Wohngeld, Kindergeld) nicht ausgeschöpft wurden, die Hilfebedürftigkeit nicht nachgewiesen werden kann, oder bei fehlender Mitwirkung (z. B. keine Unterlagen), wobei letzteres oft nur zu Leistungskürzungen führt, aber auch eine vollständige Versagung möglich ist. Auch wenn ein «zumutbarer» Job dauerhaft abgelehnt wird, kann es zu Sanktionen kommen.
Was sind die Nachteile von Bürgergeld?
Nachteile des Bürgergelds sind vor allem die strikten Sanktionen bei Pflichtverletzungen (wie versäumte Termine), die mangelnde finanzielle Motivation bei Geringverdienern (da die Wohnung gezahlt wird, aber die Miete bei Jobverlust plötzlich selbst getragen werden muss) und die mögliche Benachteiligung gegenüber Rentnern bei bestimmten Regelungen. Auch der hohe bürokratische Aufwand für Empfänger und Jobcenter sowie die fehlende Altersvorsorge durch den Wegfall von Rentenbeiträgen bei Erwerbslosigkeit sind wesentliche Kritikpunkte.
Was wird beim Bürgergeld noch alles bezahlt?
Zu den Bürgergeld-Leistungen gehören der Regelsatz für den Lebensunterhalt, die Warmmiete und eventuelle “Mehrbedarfe”. Ist dein Einkommen niedriger als die Bürgergeld-Leistungen, besteht Hilfebedürftigkeit. Das Jobcenter zahlt dann den Differenzbetrag.
Wann verliere ich meinen Anspruch auf Bürgergeld?
Um Bürgergeld zu erhalten, müssen unter anderem folgende Voraussetzungen erfüllt werden: Alter: Vom 15. Geburtstag bis zur Altersgrenze der Regelaltersrente (abhängig vom Geburtsjahr zwischen 65 und 67 Jahren) Erwerbsfähigkeit, d.h.: Mindestens 3 Stunden täglich arbeiten können. Näheres unter Erwerbsminderung.
Welche Leistungen kann ich beantragen, wenn meine Rente zu wenig ist?
Wenn die Rente zu niedrig ist, können Sie beim Sozialamt Grundsicherung im Alter beantragen, um den Lebensunterhalt zu sichern; auch Wohngeld, Pflegeleistungen bei Pflegebedürftigkeit und eventuell eine Befreiung der Rundfunkgebühren (GEZ) sind möglich. Prüfen Sie zunächst bei der Deutschen Rentenversicherung, ob ein Anspruch besteht, bevor Sie beim Sozialamt einen Antrag stellen, der auch Kosten für Wohnung und Heizung deckt.
Wann bekommt jeder Bürgergeld?
Bürgergeld - Auszahlungen und Termine 2026
Das Bürgergeld wird in Deutschland vom Jobcenter jeweils am Ende des Vormonats im Voraus ausgezahlt. Es muss zum ersten Werktag des jeweiligen Monats auf dem Konto sein. Die Auszahlung erfolgt entweder per Kontoüberweisung oder per Scheck an die Anspruchsberechtigten.
Wie viel Geld ist auf dem Konto für Bürgergeld?
Beim Bürgergeld dürfen Sie im ersten Bezugsjahr (Karenzzeit) als Einzelperson bis zu 40.000 € Vermögen haben, danach und für jede weitere Person in der Bedarfsgemeinschaft liegt die Grenze bei 15.000 €. Zu diesem Vermögen zählen Bargeld, Sparguthaben, Aktien, aber auch ein Auto bis 7.500 € Wert und Schmuck. Ein selbstgenutztes Haus oder eine Wohnung zählt nicht dazu.
Wie viel darf ein Auto beim Bürgergeld Wert sein?
Bei Bürgergeld gilt ein Auto bis zu einem Verkehrswert von 15.000 Euro als angemessen und wird nicht als Vermögen angerechnet (Stand 2024/2025), was eine Erhöhung gegenüber den früheren 7.500 Euro unter Hartz IV darstellt. Bei einem höheren Wert entscheidet das Jobcenter im Einzelfall, ob das Fahrzeug noch zumutbar ist; liegt der Wert über 15.000 Euro, muss es aber angegeben werden. Für den Autokauf gibt es in bestimmten Fällen, etwa bei notwendiger Arbeitsaufnahme, auch Zuschüsse, oft bis zu 5.000 € oder sogar 22.000 €, je nach Situation und Behinderung.
Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um Bürgergeld zu erhalten?
Ein Anspruch auf Bürgergeld kann bestehen, wenn Sie folgende Bedingungen erfüllen:
- Sie sind mindestens 15 Jahre alt und Sie haben die Altersgrenze für Ihre Rente noch nicht erreicht.
- Sie wohnen in Deutschland und haben hier Ihren Lebensmittelpunkt.
- Sie sind erwerbsfähig.
Wie viel Erspartes darf man bei Bürgergeld haben?
Beim Bürgergeld darf man während der Karenzzeit (erstes Jahr) bis zu 40.000 € Schonvermögen behalten (plus 15.000 € pro weiterer Person), danach sind es 15.000 € pro Person; zusätzlich gelten Freibeträge für angemessene Autos (bis 7.500 € Wert) und selbstgenutzte Immobilien.
Kann ich Bürgergeld beantragen, wenn mein Mann arbeitet?
Ja, Sie können Bürgergeld beantragen, auch wenn Ihr Mann arbeitet, aber es hängt vom gemeinsamen Einkommen der "Bedarfsgemeinschaft" ab; es wird geprüft, ob Ihr gemeinsames Einkommen (Einkommen des Mannes + Ihr Einkommen) ausreicht, um den Lebensunterhalt der gesamten Familie zu decken, wobei Freibeträge vom Einkommen des Mannes abgezogen werden, bevor eine mögliche Lücke mit Bürgergeld geschlossen wird.
Wie hoch ist der monatliche Grundbedarf für Rentner?
Die Grundsicherung für alleinstehende Rentnerinnen und Rentner geht derzeit (Stand März 2025) von einem Grundbedarf von 563 Euro im Monat aus. Zusätzlich werden unter anderem angemessene Kosten für Unterkunft und Heizung übernommen.
Wie viel Arbeitslosengeld bei 3000 € netto?
Bei 3000 € netto erhalten Sie als Arbeitslosengeld I (ALG I) ungefähr 1800 € (ohne Kinder) bis 2010 € (mit Kindern) monatlich, da sich das ALG I aus 60 % des letzten Nettogehalts (ohne Kinder) bzw. 67 % (mit Kindern) berechnet, wobei die genaue Höhe auch von Ihrem tatsächlichen Brutto und Steuerklasse abhängt und die Agentur für Arbeit die Sozialversicherungsbeiträge übernimmt.
Welche Nationalität bezieht am meisten Bürgergeld in Deutschland?
Die größte Gruppe der Bürgergeld-Empfänger sind Deutsche (über 50 %), aber bei den ausländischen Staatsangehörigkeiten beziehen die meisten Menschen aus der Ukraine Bürgergeld, gefolgt von Syrerinnen und Syrern sowie Afghaninnen und Afghanen, was vor allem mit der hohen Zahl an Geflüchteten zusammenhängt. Ukrainer machen einen großen Anteil der nicht-deutschen Bezieher aus (rund 13 %), da sie einen hohen Anteil der Flüchtlingsgruppe darstellen, die Bürgergeld erhält.
Haben Bürgergeld-Empfänger mehr Geld als Arbeiter?
Zum Mythos, dass Bürgergeld-Empfangende mehr Geld zur Verfügung haben als Erwerbsarbeitende, sagt Andreas Peichel, Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen: „Das ist schlicht falsch. “ Im Schnitt liegt das Bürgergeld erheblich unter dem, was Arbeiter*innen im Niedriglohnsektor bekommen.
Kann ich mit einer abgelaufenen ID nach Italien reisen?
Wann kam das Lied Tsunami raus?