Wer baut Erdwärmeheizung?
Gefragt von: Lilli Meißner B.Eng. | Letzte Aktualisierung: 1. Februar 2026sternezahl: 4.7/5 (31 sternebewertungen)
Erdwärmeheizungen werden von spezialisierten Fachbetrieben geplant und installiert, die oft Heizungsbauer, Bohrfirmen und Geothermie-Experten umfassen und von Herstellern wie Viessmann, Bosch, Vaillant, Stiebel Eltron, Nibe, Buderus oder Alpha Innotec beliefert werden; es ist wichtig, qualifizierte Partner für die komplexe Planung zu finden, die alle Komponenten – von der Wärmepumpe bis zur Bohrung – abstimmen.
Was kostet eine komplette Erdwärmeheizung?
Eine Erdwärmepumpe ist eine Heizung, die Wärme aus der Erde nutzt, um ein Haus zu beheizen. Eine Erdwärmepumpe kann inklusive Installation zwischen 14.000 € und 39.000 € kosten. Dank staatlicher Förderungen lassen sich die Anschaffungskosten um bis zu 45 % reduzieren.
Wer ist der Marktführer für Erdwärmepumpen in Deutschland?
Erdwärmepumpen nutzen umweltfreundlich natürliche Erdwärme zur effizienten Heizung und Kühlung. Vergleich technischer Daten und Modelle unterstützt die Wahl der besten Erdwärmepumpe. Führende Hersteller wie Bosch, Vaillant und Viessmann garantieren innovative Wärmepumpentechnologie.
Was kostet eine 100 m Bohrung für Erdwärme?
Erdaushub-Entsorgung: 400 – 500 Euro Die Gesamtkosten für ein 100-Meter-Loch liegen damit oft zwischen 5.000 und über 10.000 Euro (exklusive der Wärmepumpe selbst). Diese Kosten sind jedoch im Rahmen der Bundesförderung (bis zu 70 Prozent) förderfähig.
Welche Nachteile hat die Erdwärme-Tiefenbohrung?
Nachteile von Erdwärme-Tiefenbohrungen sind hohe Anfangskosten (Bohrung ist teuer & riskant), standortabhängige Eignung (Bodenbeschaffenheit & Geologie müssen passen), Genehmigungsverfahren (behördliche Auflagen) sowie potenzielle Umweltrisiken wie Grundwasserbeeinflussung oder minimale Bodensenkungen, wobei Risiken bei modernen Verfahren minimiert werden sollen.
Die Erdwärmepumpe. Eichholz erklärt!
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Wie warm ist es in 300 m Tiefe?
In 300 Metern Tiefe ist es in der Erde deutlich wärmer als an der Oberfläche, typischerweise erreicht die Temperatur dort ungefähr 20 °C, da die Temperatur mit zunehmender Tiefe ansteigt (etwa 3 °C pro 100 Meter) und dies eine Konstante für geothermische Anlagen darstellt, wobei spezifische Gesteins- und Grundwasserverhältnisse die exakte Temperatur beeinflussen können.
Für wen lohnt sich Erdwärme?
Besonders lohnt sich eine Erdwärmeheizung bei Gebäuden mit einer guten Wärmedämmung und einem daraus resultierenden niedrigen Energiebedarf – dies trifft meist auf Neubauten zu. Außerdem sollte das Haus über eine geringe Heizwassertemperatur verfügen, die durch Niedertemperaturtechnik ermöglicht wird.
Wie lange hält eine Erdwärmepumpe?
Eine Erdwärmepumpe hält in der Regel 20 bis 30 Jahre, wobei die Erdwärmesonden selbst 50 bis 100 Jahre oder länger halten können. Der Hauptteil (die Pumpe) hat eine Lebensdauer von ca. 15–25 Jahren, während die im Boden verlegten Sonden fast unbegrenzt bestehen, da sie nur wenig wartungsbedürftig sind. Die Lebensdauer hängt stark von der richtigen Dimensionierung, Wartung und den Betriebsbedingungen ab, um unnötiges Takten zu vermeiden.
Wie lange ist die Lebensdauer einer Erdwärme-Tiefenbohrung?
Eine Erdwärme-Tiefenbohrung hält bei fachgerechter Ausführung oft 50 bis über 100 Jahre, da die robusten Kunststoffrohre (PE 100 RC) und das umgebende Bentonit-Gemisch sehr langlebig sind und die Wärmepumpe selbst (ca. 20-30 Jahre) später ersetzt werden kann, während die Bohrung bestehen bleibt. Die tatsächliche Lebensdauer hängt von der korrekten Dimensionierung, Materialqualität und den geologischen Bedingungen ab, aber die Sonde ist für eine sehr lange Zeit ausgelegt.
Wie viel Strom braucht eine Erdwärmepumpe im Jahr?
Der Stromverbrauch einer Erdwärmepumpe liegt typischerweise zwischen 2.000 und 5.000 kWh pro Jahr für ein Einfamilienhaus, abhängig von Heizleistung, Dämmung und Nutzungsverhalten. Eine 5-kW-Anlage verbraucht etwa 2.000-2.900 kWh, während eine 10-kW-Anlage 4.000-5.900 kWh pro Jahr benötigen kann. Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist entscheidend: Eine höhere JAZ (z.B. 4-5) bedeutet weniger Strombedarf.
Welche Förderungen gibt es für Erdwärme?
Wenn Sie eine bestehende Heizung durch eine Erdwärmepumpe ersetzen, erhalten Sie bis zu 70% der förderfähigen Kosten für Erdwärme über den KfW-Zuschuss Nr. 458 zurückerstattet. Diese Förderung gilt ausschließlich für den Austausch alter Heizanlagen, nicht für Neubauten oder Teilsanierungen.
Welche Genehmigung für Erdwärme?
Sie brauchen eine Genehmigung.
In Deutschland muss jede Bohrung bis zu einer Tiefe von über 100 Metern von der Unteren Wasserbehörde genehmigt und beim geologischen Landesamt angemeldet werden.
Welche Firma stellt die besten Wärmepumpen her?
Die besten Wärmepumpen baut nicht ein einzelner Hersteller, sondern es hängt von den individuellen Bedürfnissen ab, wobei Viessmann, Wolf, Stiebel Eltron, Vaillant, Buderus und Weishaupt regelmäßig Top-Platzierungen in Tests der Stiftung Warentest und anderen Vergleichen erzielen, oft für Effizienz, Geräuscharmut und Benutzerfreundlichkeit. Viessmann und Wolf sind oft Testsieger, während Buderus und Weishaupt für niedrigen Stromverbrauch und leise Betriebsweise gelobt werden, betont Thermondo.
Wie lange dauert der Einbau einer Erdwärmepumpe?
Wie lange dauert der Einbau einer Wärmepumpe? Der Einbau einer Wärmepumpe dauert in der Regel 2 bis 5 Tage. Bei Erd- oder Grundwasserwärmepumpen verlängert sich die Dauer durch zusätzliche Erschließungsarbeiten wie Bohrungen oder das Verlegen von Flächenkollektoren um etwa 1 bis 2 Wochen.
Welche Nachteile hat eine Erdwärmepumpe?
Die Hauptnachteile einer Erdwärmepumpe sind die hohen Anfangsinvestitionen für die Erschließung (Bohrungen/Kollektoren), der hohe Installationsaufwand, die Abhängigkeit vom Baugrund/Standort (Genehmigungen, Bodenbeschaffenheit) und der erhebliche Platzbedarf bei Flächenkollektoren, der die Verlegung im Garten einschränkt; auch die Gefahr lokaler Umwelteffekte durch Bohrungen ist zu beachten.
Was kostet eine Erdwärmeheizung mit Bohrung?
Kosten für eine Erdwärmebohrung
Kosten für die Anschaffung der Wärmepumpe: ca. 15.000–20.000 € (einmalig) Kosten für die Erdwärmebohrung: ca. 3.500–10.000 € (einmalig)
Kann man eine Erdwärmepumpe mit Heizkörpern betreiben?
Ja, eine Erdwärmepumpe lässt sich gut mit Heizkörpern kombinieren, aber Effizienz hängt von der Heizkörpergröße, Art und Dämmung des Hauses ab; ideal sind große, moderne Niedertemperatur-Heizkörper (z.B. Plattenheizkörper Typ 22/33), da sie bei niedrigeren Vorlauftemperaturen (unter 55°C) gut funktionieren, was Wärmepumpen bevorzugen, während Gusseisen-Radiatoren oft höhere Temperaturen benötigen und ausgetauscht werden müssen. Ein hydraulischer Abgleich und eventuell der Austausch alter Heizkörper sind oft notwendig, um den Betrieb effizient zu gestalten.
Was sind Nachteile der Erdwärme?
Die Nachteile von Erdwärme (Geothermie) sind vor allem hohe Anfangsinvestitionen für Bohrungen/Installation, Standortabhängigkeit (nicht überall geeignet), potenzielle Umweltrisiken wie Bodenbewegungen/Mikrobeben (bei Tiefengeothermie), Platzbedarf für Kollektoren (oberflächennahe Geothermie) und die Notwendigkeit guter Dämmung bei älteren Gebäuden, um effizient zu sein. Zudem sind Genehmigungsverfahren oft komplex und es gibt Einschränkungen in Wasserschutzgebieten oder Altbergbau.
Wie groß muss eine Photovoltaikanlage sein, um eine Wärmepumpe zu betreiben?
Um eine Wärmepumpe zu betreiben, braucht man meist eine PV-Anlage mit 8 bis 12 kWp, da eine Wärmepumpe zusätzlich zum Haushaltsstrom 2.000-4.000 kWh/Jahr benötigt, was bei einer Faustregel von 1 kWp pro 1.000 kWh zu einer Gesamtleistung von 8-12 kWp führt, abhängig von Dämmung und Verbrauch. Eine größere Anlage (>10 kWp) erhöht den Eigenverbrauch und die Wirtschaftlichkeit, besonders mit Stromspeicher und E-Auto.
Wie hoch sind die Heizkosten bei Erdwärme?
Die Kosten für eine Erdwärmeheizung liegen bei insgesamt etwa 19.000 bis 40.000 €, wobei die Hauptunterscheidung zwischen günstigerem Flächenkollektor (ca. 17.000–25.000 €) und teurerer Erdsonde (ca. 20.000–40.000 €) liegt, da Bohrungen teuer sind. Hinzu kommen jährliche Stromkosten von rund 700–900 € und Wartung. Staatliche Förderungen können die Anschaffung deutlich reduzieren.
Wie viele Löcher für Erdwärme?
Hierzulande werden Erdwärmesonden normalerweise in 50-160 Meter Tiefe eingebaut. Ein bis zwei Bohrungen reichen für die Beheizung eines Einfamilienhauses aus. Auch komplette Wohngebiete lassen sich auf diese Weise versorgen.
Wie kann man Erdwärme ohne Wärmepumpe nutzen?
Tiefengeothermie – Die Erde als Durchlauferhitzer
Erdwärme aus Bohrungen ab ca. 400 m wird als Tiefengeothermie bezeichnet. Über Tiefenbohrungen kann geothermische Energie erschlossen werden, welche direkt, d.h. ohne Wärmepumpen genutzt werden kann.
Welche Vorlauftemperatur ist optimal für eine Erdwärmepumpe?
Eine Erdwärmepumpe nutzt die konstanten Temperaturen des Erdreichs (oft 8-12 °C) und wandelt diese durch eine Wärmepumpe in nutzbare Heizwärme um; die optimale Vorlauftemperatur für hohe Effizienz liegt bei 30-35 °C, ideal für Fußbodenheizungen, während sie auch höhere Temperaturen bis ca. 60 °C erzeugen kann, aber dann weniger effizient arbeitet (mit niedrigeren JAZ/höheren Stromkosten).
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