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Wem gehört das kupfernetz?

Gefragt von: Henry Bode B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 16. Februar 2026
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Das Kupfernetz (DSL-Netz) in Deutschland gehört hauptsächlich der Deutschen Telekom, wird aber zunehmend durch Glasfasernetze ersetzt, die von verschiedenen Anbietern wie der Deutschen Telekom, Vodafone (über Kabel Deutschland/Unitymedia), Deutsche Glasfaser und anderen regionalen Unternehmen ausgebaut werden, wobei die Bundesnetzagentur den Übergang (Kupfer-Glas-Migration) reguliert. Die Telekom betreibt den größten Teil des alten Kupfernetzes, während sie parallel ihr Glasfasernetz (FTTH) ausbaut, während Vodafone die Kabelnetze dominierte und auch Glasfaser ausbaut, die Bundesnetzagentur den Übergang reguliert und kleinere Player wie Deutsche Glasfaser den ländlichen Ausbau vorantreiben.

Wem gehört das Kabelnetz in Deutschland?

2014 wurde der Mobilfunkriese Vodafone Mehrheitseigner von Kabel Deutschland und hat die Marke "Kabel Deutschland" schließlich vom Markt genommen. 2018 verkündete Vodafone die Fusion mit Unitymedia, die seitens der EU-Kommission unter Auflagen genehmigt wurde.

Kann Eigentümer Glasfaser verweigern?

Das Wohnungseigentumsgesetz bevorzugt den Anschluss an ein Netz mit "sehr hoher Kapazität" - wie Glasfaser. Wohnungseigentümer:innen haben ein Recht auf einen Beschluss der Wohnungseigentümergemeinschaft zum Anschluss an ein Glasfasernetz. Die anderen Wohnungseigentümer dürfen die Zustimmung nicht verweigern.

Wird das Kupfernetz der Telekom abgeschaltet?

Ja, die Telekom und andere Anbieter stellen das Kupfernetz schrittweise auf Glasfaser um und planen eine Abschaltung, aber es gibt kein einheitliches Datum, sondern einen gestaffelten Prozess, der von der lokalen Glasfaserverfügbarkeit abhängt, mit realistischen Zeiträumen um 2030 bis 2032, wobei das Ziel eine flächendeckende Glasfaserversorgung ist. 

Wer ist Eigentümer der Deutschen Glasfaser?

Die Deutsche Glasfaser gehört mehrheitlich den Finanzinvestoren EQT und dem kanadischen Pensionsfonds OMERS, die das Unternehmen 2020 vom US-Investor KKR übernommen haben. Hauptinvestoren der Deutschen GigaNetz GmbH, die zur Deutsche Glasfaser Gruppe gehört, sind Fonds, die von der DWS Group (Deutsche Bank) und InfraRed Capital Partners (IRCP) verwaltet werden.
 

DAS müsst Ihr jetzt wissen: DSL-Aus, Glasfaser-Migration und Kupferkabel-Abschaltung

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Wer finanziert Deutsche Glasfaser?

Die beiden Eigentümer – der schwedische Finanzinvestor EQT und der kanadische Pensionsfonds Omers – sind laut „Bloomberg“ bereit, rund 600 Millionen Euro in Form von Eigenkapital beizusteuern. Der Rest soll von den rund 50 Gläubigern, überwiegend Banken, in Form von zusätzlichen Krediten kommen.

Wer gilt als Vater der Glasfaser?

Narinder Singh Kapany gilt weithin als der „Vater der Glasfasertechnik“. Er entwickelte die Technologie, die die Übertragung und den Austausch von Daten ermöglicht. Dank dieser Glasfasertechnik erreichen die Datenübertragungen im heutigen Internet extrem hohe Geschwindigkeiten.

Bin ich gezwungen Glasfaser zu nehmen?

Nein, einen Glasfaseranschluss zu nehmen ist keine Pflicht, aber es wird empfohlen, weil er höhere Geschwindigkeiten, mehr Stabilität und Zukunftssicherheit für Homeoffice, Streaming und Smart-Home-Anwendungen bietet, oft zu vergünstigten Konditionen durch den Ausbau. Als Mieter müssen Sie den Ausbau in der Wohnung dulden, können aber entscheiden, ob Sie einen Vertrag abschließen, wobei der Anschluss selbst als Modernisierung gilt. 

Werden die Telefonleitungen abgeschaltet?

Sämtliche PSTN- und ISDN-Dienste werden dauerhaft abgeschaltet, darunter Festnetztelefone, Alarmanlagen, Kassensysteme, Faxgeräte und andere analoge Dienste. Die endgültige Frist wurde von Dezember 2025 auf Januar 2027 verlängert, um Unternehmen und Kunden mehr Zeit zur Vorbereitung zu geben.

Wer zahlt den Glasfaseranschluss ins Haus?

Der Hauseigentümer zahlt meist die Kosten für den Glasfaser-Hausanschluss, da er eine Wertsteigerung der Immobilie darstellt; oft werden diese Kosten jedoch während der Ausbauphase vom Anbieter übernommen, wenn sich ein Bewohner für einen Vertrag entscheidet, und können bei Mietobjekten unter Umständen auf Mieter umgelegt werden, insbesondere über das Glasfaserbereitstellungsentgelt, das aber begrenzt ist.
 

Wem gehört das Glasfaserkabel im Haus?

Besteht also nur ein Mieter in einem Mehrfamilienhaus auf einen Glasfaseranschluss und liegt das Kabel vor dem Objekt, hat er Anspruch auf den Anschluss. Egal, was einzelne Hauseigentümer denken oder wie der Verwalter tickt, die Gemeinschaft muss der Verlegung ins Haus zustimmen.

Ist ein Glasfaseranschluss wirklich kostenlos?

Ein Glasfaseranschluss kann während der Bauphase kostenlos sein, wenn Sie ihn rechtzeitig buchen, da die Anbieter die Baukosten (oft 700 bis 1.500 € oder mehr) erlassen, wenn Sie einen Vertrag abschließen; außerhalb dieser Phase fallen hohe Anschlussgebühren an, und auch monatliche Tarife sind notwendig, wobei es spezielle Aktionen für geförderte Gebiete geben kann, so www.verivox.de/glasfaser/anschluss/, www.eon-highspeed.com/faqs/ und www.entega.de/kontakt-service/glasfaser/glasfaseranschluss-im-haus/,. 

Was passiert, wenn man einen Glasfaseranschluss ablehnt?

Wichtig zu wissen: Nur weil Sie den Anschluss ablehnen, heißt das nicht, dass Ihre Nachbarn keinen Glasfaserausbau erhalten können. Liegt die Immobilie im Ausbaugebiet, wird der Eigentümer den Anschluss vielleicht auch ohne Ihre Zustimmung legen lassen.

Was ändert sich für Hausbesitzer beim Kabelfernsehen?

Seit dem 1. Juli 2024 dürfen Kabelgebühren nicht mehr auf alle Mieterinnen und Mieter eines Hauses umgelegt werden. Dann endete eine Übergangsfrist für das Telekommunikationsmodernisierungsgesetz (TKMoG) vom 1. Dezember 2021, das das Nebenkostenprivileg für Kabelgebühren abgeschafft hat.

Wer ist der größte Kabelhersteller der Welt?

Prysmian Group / General Cable

Die Prymian Group ist der weltweit größte Hersteller von Drähten und Kabeln. Die Prymian Group betreibt in Nordamerika 28 Produktionsstätten, 8 Vertriebszentren und 6 Forschungs- und Entwicklungszentren.

Bin ich im Glasfasernetz an den Betreiber gebunden?

Nein, bei einem einmal installierten, vollständig ausgebauten Glasfaseranschluss (FTTH) bist du grundsätzlich nicht an einen Anbieter gebunden; du kannst frei wählen, welcher Serviceanbieter das Netz für dich nutzt, oft sogar bei Kooperationen, bei denen verschiedene Firmen das Netz vermarkten. Allerdings kann es bei vorhandenen Netzen (Bestandskunden) sein, dass du für eine Übergangszeit an den Anbieter gebunden bist, der den Ausbau durchgeführt hat, bis die vollständige Technik freigeschaltet ist und andere Anbieter auf das Netz zugreifen können. 

Was ist die Abschaltung des Festnetzes im Jahr 2027?

Bis Januar 2027 werden alle herkömmlichen analogen Telefondienste durch digitale Alternativen ersetzt, die über Breitbandverbindungen mit Voice over Internet Protocol (VoIP)-Technologie funktionieren . Dies ist nicht nur eine Initiative von BT – sie findet bei allen Anbietern statt und ist Teil eines globalen Wandels.

Werden die Kupferkabel der Telekom abgeschaltet?

Ja, die Telekom und andere Anbieter stellen das Kupfernetz schrittweise auf Glasfaser um und planen eine Abschaltung, aber es gibt kein einheitliches Datum, sondern einen gestaffelten Prozess, der von der lokalen Glasfaserverfügbarkeit abhängt, mit realistischen Zeiträumen um 2030 bis 2032, wobei das Ziel eine flächendeckende Glasfaserversorgung ist. 

Verschwinden Festnetzanschlüsse im Jahr 2025?

Wenn das PSTN im Jahr 2025 abgeschaltet wird , müssen Dienste, die das analoge Festnetz nutzen, sich anpassen, um weiterhin funktionieren zu können. Mobilfunknetze können hier Abhilfe schaffen und diese Dienste sogar erweitern.

Was kostet Glasfaser im Monat?

Die monatlichen Kosten für Glasfaser liegen meist zwischen ca. 25 € und 70 €, abhängig von Geschwindigkeit und Anbieter, wobei oft Startangebote gelten und Tarife mit 300 bis 1000 Mbit/s verfügbar sind. Wichtig sind auch einmalige Kosten wie der Bereitstellungspreis (oft 0 € oder 50-70 € in Aktionsgebieten) und eventuelle Hardware-Mieten. 

Was spricht gegen Glasfaseranschluss?

Kein Glasfaser gibt es oft wegen der hohen Investitionskosten für den Ausbau, der Bürokratie, unzureichender Wirtschaftlichkeit in dünn besiedelten Gebieten und weil viele Bürger mit ihrem DSL- oder Kabelanschluss zufrieden sind oder die Kosten für den Anschluss zu hoch finden. Hinzu kommen Probleme bei der Umsetzung wie mangelnde Eigentümerzustimmung oder unklare Verträge, was zu einer „Zweiklassengesellschaft“ zwischen versorgten und unversorgten Nachbarn führt.
 

Warum verwenden wir nicht überall Glasfaserkabel?

Das Aufgraben von Straßen, das Verlegen von Leerrohren und das anschließende Einziehen der empfindlichen Glasfaserkabel erfordern erhebliche Investitionen in Arbeitskräfte, Material und Spezialausrüstung . Dies macht es zu einem sehr kostspieligen Projekt für Internetanbieter, insbesondere in dünn besiedelten Gebieten, wo sich die Investition möglicherweise langsamer amortisiert.

Wer bezahlt den Glasfaseranschluss bis zum Haus?

Mieter, Vermieter, Eigentümer – wer trägt die Kosten für den Glasfaseranschluss? Die Kosten für den Hausanschluss von Glasfaser trägt in der Regel der Eigentümer oder Vermieter, da der Anschluss eine bauliche Maßnahme ist, die den Immobilienwert steigert – oft um bis zu 8 Prozent.

Wie werden Glasfaserkabel gespleißt?

Das Fusionsspleißen ist die am häufigsten verwendete Methode zum Spleißen von Glasfasern und diejenige, die wir im Folgenden genauer betrachten werden. Anstatt die Kabel mithilfe einer Isolierhülle auszurichten, werden bei dieser Methode die Enden erhitzt und miteinander verschmolzen. Dadurch entsteht eine deutlich haltbarere Verbindung, die die Dämpfung auf bis zu 0,02 dB reduzieren kann.

Wird Glasfaser bald Pflicht?

Aktuell gibt es keine gesetzliche Pflicht für einen Glasfaser-Anschluss. Die Bundesregierung fördert jedoch den Ausbau des Glasfaser-Netzes in Deutschland, um in Zukunft flächendeckend Glasfaser bereitzustellen. Eine verpflichtende Umstellung wird bislang nicht gefordert.

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