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Welches ist die beste Klinik für Urologie?

Gefragt von: Ernst Großmann-Reich  |  Letzte Aktualisierung: 21. Mai 2026
sternezahl: 4.7/5 (30 sternebewertungen)

Die "beste" Klinik für Urologie hängt stark von der spezifischen Erkrankung ab (z.B. Prostatakrebs, Harnblasenkrebs), aber führende Kliniken mit exzellenter Reputation sind oft Universitätskliniken wie die Uniklinik Köln, das UKD Dresden, die Charité Berlin, das Evangelische Klinikum Bethel (EvKB) in Bielefeld (spezialisiert auf Prostatakrebs), sowie renommierte Krankenhäuser wie das Klinikum Dortmund und das Universitätsklinikum Freiburg, die regelmäßig in Rankings auftauchen, besonders bei komplexen urologischen Fällen und Krebsbehandlungen.

Wer ist der beste Urologe in Deutschland?

Dr. Hansjörg Keller, Chefarzt der Klinik für Urologie, Kinderurologie, Urologische Onkologie und Palliativmedizin gehört zu den Top-Medizinern in ganz Deutschland. Dies ermittelte das Nachrichtenmagazin Focus in Deutschlands größter Ärztebewertung.

Welches Land hat die besten Urologen?

Deutschland zeichnet sich durch präzise medizinische Behandlungen und hochmoderne Krankenhäuser aus. Deutsche Urologen sind für ihre Expertise, insbesondere bei komplexen Eingriffen, bekannt. Das deutsche Gesundheitssystem ist geprägt von fortschrittlicher Technologie, strengen Standards und exzellenter Patientenversorgung.

Was ist die häufigste urologische Erkrankung?

Das Prostatakarzinom stellt weltweit die häufigste bösartige Neubildung beim Mann dar. In Deutschland erkranken jährlich ca. 55000 Männer neu an Prostatakrebs und ca. 11000 sterben jährlich an den Folgen.

Was ist das häufigste urologische Problem bei erwachsenen Männern?

Benigne Prostatahyperplasie (BPH)

Diese Erkrankung, die häufiger als vergrößerte Prostata bezeichnet wird, tritt mit zunehmendem Alter bei Männern häufiger auf. Da die Prostata in unmittelbarer Nähe zu einem Großteil der Harnwege liegt, kann eine Vergrößerung der Prostata zu Verstopfungen der Harnleiter oder der Harnröhre führen, was das Wasserlassen unangenehm und schwierig macht.

Laser surgery or Rezūm water vapor ablation? - The right treatment for enlarged prostate (BPH)

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Welche urologischen Krebserkrankungen sind am häufigsten?

Im urologischen Bereich kommen gut- und bösartige Tumore besonders häufig vor. Prostatakrebs ist bei Männern die am weitest verbreitete Krebserkrankung. Darüber hinaus sind Nierenkrebs, Tumore in der Blase, Hodenkrebs und das Peniskarzinom die häufigsten Krebserkrankungen im Urogenitaltrakt des Mannes.

Welche Prostata-OP ist die beste?

Die "beste" Prostata-OP hängt von der Indikation ab: Für gutartige Vergrößerung (BPH) gelten HoLEP (Holmium-Laser) und Laser-Enukleationen als modernste, schonende Verfahren mit weniger Nebenwirkungen, während der klassische Goldstandard oft noch die TURP (Transurethrale Resektion der Prostata) ist, die aber mehr Komplikationen birgt. Bei Prostatakrebs ist die roboterassistierte radikale Prostatektomie (Da Vinci) bei lokalisiertem Krebs oft das Verfahren der Wahl, um Nerven zu schonen und gute Ergebnisse zu erzielen. 

Wie hoch ist die Überlebenschance bei Prostatakrebs?

Die Überlebenschancen bei Prostatakrebs sind sehr gut, insbesondere bei Früherkennung: Die relative 5-Jahres-Überlebensrate liegt in Deutschland bei über 90 %, aktuell sogar bei ca. 91 %, was bedeutet, dass über 90 % der Männer fünf Jahre nach der Diagnose noch leben. Bei einem lokal begrenzten Tumor sind die Heilungsaussichten exzellent (oft >90 %), während die Prognose bei metastasiertem Krebs schlechter ist, aber die Behandlungen zielen darauf ab, die Erkrankung lange zu stabilisieren.
 

Was ist die neueste Behandlung für eine vergrößerte Prostata?

Neue Behandlungsmethoden für eine vergrößerte Prostata (BPH) sind minimal-invasiv und zielen auf eine schnelle Besserung der Symptome ab, ohne die Harnröhre zu schädigen. Dazu gehören die Prostata-Arterien-Embolisation (PAE) (Blockieren der Blutgefäße mit Kügelchen), Lasertherapien (z. B. GreenLight, HoLEP mit Holmium-Laser) zum Verdampfen oder Ausschälen des Gewebes und die Wasserdampftherapie (Rezum) zur gezielten Zerstörung von Prostatagewebe. Auch Verfahren wie die Aquablation (Wasserstrahl) oder die UroLift (Platzieren von Implantaten) werden eingesetzt, um den Harnfluss zu verbessern.
 

Warum besuchen so viele Frauen den Urologen?

Wiederkehrende Harnwegsinfektionen gehören zu den besonders häufigen Gründen, warum Frauen eine urologische Praxis aufsuchen. Frauen sind von Harnwegsinfektionen etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Wie teuer ist eine Behandlung beim Urologen?

Termine und Kosten

Die Kosten orientieren sich an der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und richten sich nach den vereinbarten Leistungen. Je nach Untersuchungsergebnis und ggf. entstehender Folgediagnostik (z.B. Urinuntersuchungen bei V.a. Harnwegsinfektion) beziffern sich die Kosten in der Regel zwischen 300-500€.

Welche Untersuchung sollte man beim Urologen machen?

Untersuchung beim Urologen

  • Ultraschall-Diagnostik. Ultraschall der Prostata. Ultraschall der Nieren und Blase. Ultraschall der Hoden und des Penis.
  • Röntgen und Endoskopie. Röntgenuntersuchung. Endoskopische Untersuchungen.
  • Urodynamik. Die urodynamischen Untersuchungen.
  • Kinderurologie.

Soll man sich vor dem Besuch beim Urologen rasieren?

Für eine urologische Untersuchung muss man sich nicht zwingend komplett rasieren, aber Sauberkeit ist wichtig – eine gründliche Dusche am selben Tag ist entscheidend; bei bestimmten Eingriffen (wie Vasektomie oder Beschneidung) wird eine Rasur des Intimbereichs empfohlen, oft durch das Praxisteam, um Hautirritationen zu vermeiden, da kleine Verletzungen bei eigener Rasur Risiken bergen können. 

Welches Krankenhaus in Deutschland hat den besten Ruf?

Im Ranking der besten deutschen Krankenhäuser steht die Charité – Universitätsmedizin Berlin auf dem ersten Platz.

Wie viel verdient ein Urologe pro Monat?

Mit dem Berufstitel Facharzt/ärztin Urologie kannst du ein Durchschnittsgehalt zwischen 90.600 € und 115.800 € erwarten. Der Durchschnitt liegt bei etwa 102.000 €. Das kommt einem Monatsgehalt von etwa 8.500 € und einem Stundenlohn von ca. 35 € gleich.

Welche Männer bekommen Prostatakrebs?

Das Alter ist ein wichtiger Risikofaktor. Männer schwarzafrikanischen Ursprungs erkranken häufiger als Europäer und weiße Nordamerikaner, Asiaten sind selten betroffen. Eine Häufung der Erkrankung unter nahen Angehörigen ist inzwischen als Risikofaktor belegt.

Wohin streut Prostatakrebs als erstes?

Prostatakrebs streut bevorzugt zuerst in die Lymphknoten im Becken und von dort aus am häufigsten in die Knochen (Wirbelsäule, Rippen, Becken). Seltener betroffen sind Lunge und Leber, aber auch andere Organe können Metastasen bilden, da Krebszellen über das Lymph- oder Blutsystem streuen können.
 

Was für Schmerzen hat man bei Prostatakrebs?

Schmerzen bei Prostatakrebs treten oft erst im fortgeschrittenen Stadium auf und können in der Prostata selbst, aber auch im unteren Rücken, Becken, Hüfte, Oberschenkeln (wegen Knochenmetastasen) und beim Samenerguss auftreten, wobei unspezifische Beschwerden wie Harndrang, Erektionsstörungen oder allgemeines Unwohlsein ebenfalls Warnsignale sein können; da diese Symptome aber auch andere Ursachen haben, ist eine ärztliche Abklärung wichtig.
 

Warum keine OP bei Prostatakrebs?

Die Leitlinien der Fachgesellschaften besagen derzeit, dass Ärzte keine Operation bei Prostatakrebs durchführen sollten, wenn der Tumor fortgeschritten ist und Metastasen gebildet hat. Solche Krebsabsiedelungen bilden sich zum Beispiel in den Knochen oder den Lymphknoten im Becken.

Welche Nachteile hat die Da Vinci-Operation der Prostata?

Nachteile der Da-Vinci-Operation bei der Prostata sind die hohen Kosten (Anschaffung, Betrieb), längere OP-Zeiten, der fehlende direkte Tastsinn für den Chirurgen sowie das Risiko für Nerven-, Muskel- und Gelenkverletzungen durch das Fixieren des Patienten. Studien zeigen, dass die roboterassistierte Methode keine überlegenen Ergebnisse bei Inkontinenz oder Impotenz im Vergleich zu offenen OPs bringt, und die Erfahrung des Chirurgen entscheidend für den Erfolg bleibt. 

Wie ist die Endphase bei Prostatakarzinom?

Prostatakrebs im Endstadium bedeutet, dass der Krebs gestreut hat (Metastasen bildete), oft in Knochen (Rücken, Becken), Lymphknoten, Leber oder Lunge, und eine Heilung nicht mehr möglich ist. Typische Symptome sind starke Schmerzen (besonders in Knochen), extreme Müdigkeit (Fatigue), Gewichtsverlust, Atemnot, Ödeme (Wassereinlagerungen) und Probleme beim Wasserlassen oder Erektionen. Der Fokus liegt dann auf palliativen Therapien, die Lebensqualität verbessern, Schmerzen lindern und das Fortschreiten verlangsamen sollen (z. B. Hormon-, Chemo-, Strahlentherapie).
 

Wie macht sich Harnleiterkrebs bemerkbar?

Die Hauptsymptome von Harnleiterkrebs sind Blut im Urin (Hämaturie), oft das erste und wichtigste Zeichen, sowie Flankenschmerzen oder Koliken bei Harnabflussstörungen. Auch Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, dunkler Urin, Müdigkeit, Gewichtsverlust oder Appetitlosigkeit können auftreten, oft aber erst in fortgeschritteneren Stadien. 

Wie kündigt sich Prostatakrebs an?

Prostatakrebs verursacht oft erst in späteren Stadien Symptome, da er langsam wächst, aber häufige Anzeichen können Probleme beim Wasserlassen (schwacher Strahl, nächtlicher Harndrang), Blut im Urin/Sperma, Schmerzen beim Ejakulieren, Erektionsstörungen oder Schmerzen im unteren Rücken, Becken oder Hüfte sein. Allgemeine Symptome eines fortgeschrittenen Krebses sind Müdigkeit und Gewichtsverlust. Wichtig: Diese Symptome können auch andere Ursachen haben, daher sollte ein Arzt aufgesucht werden.