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Welcher FI für Steckdosen?

Gefragt von: Siegfried Jung  |  Letzte Aktualisierung: 11. März 2026
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Für die meisten normalen Steckdosen in Wohngebäuden ist ein FI-Schutzschalter Typ A ausreichend, da er Wechselstromfehlerströme erkennt, aber für moderne Elektronik (Waschmaschinen, Wärmepumpen) mit Frequenzumrichtern ist der Typ F besser, da er auch pulsierende Fehlerströme besser erkennt, und bei Geräten mit glatten Gleichstromanteilen (z.B. Elektroautos, bestimmte USVs) wird sogar ein Typ B benötigt, der alle Fehlerströme erfasst. Es gibt auch spezielle FI-Schutz-Steckdosen (FI-SCHUKOMAT), die den Schutz direkt in der Steckdose bieten.

Welcher FI für Steckdose?

Für Altanlagen besteht ein bedenklicher Bestandsschutz. in der neusten Fassung der VDE (siehe DIN VDE 0100-410:2018-10) wird der Anwendungsbereich von FI-Schutzschaltern auf Steckdosen bis 32 A (vorher 20A), sowie alle Beleuchtungsstromkreise in Wohnungen ausgeweitet.

Wann FI Typ A oder B?

Für die meisten Haushalte reicht ein FI-Schutzschalter vom Typ A, der Wechsel- und pulsierende Gleichfehlerströme erkennt; Typ B wird jedoch zwingend benötigt, wenn Geräte mit Frequenzumrichtern, Solaranlagen, Wallboxen oder USVs angeschlossen werden, da er auch glatte Gleichfehlerströme (bis 1000 Hz) zuverlässig abschaltet und somit eine \"Erblindung\" von vorgeschalteten FIs verhindert, was für die Sicherheit entscheidend ist. Typ B ist teurer, aber für moderne Technik unerlässlich, wobei spezielle Typen wie A-EV oder F-EV für Wallboxen empfohlen werden.
 

Wann brauche ich einen FI Typ F?

Typ F ist ideal für Haushalte, in denen immer mehr elektronische Geräte verwendet werden, die nicht nur mit Netzstrom, sondern auch mit wechselnden Stromarten und -frequenzen arbeiten.

Wann ist FI Typ B Pflicht?

Wann ist ein FI-Schalter Typ B erforderlich? Ein FI-Schalter vom Typ B wird dann erforderlich, wenn im Haushalt oder auf dem Grundstück Geräte betrieben werden, die sogenannte glatte Gleichfehlerströme erzeugen können.

Teil 2 : FI Schalter Steckdose nachrüsten 😲 Elektrik im Altbau RCD bei Nullung die Möglichkeiten

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Wann muss ein FI Typ B auslösen?

Die Auslösezeit liegt im Falle des Einsatzes eines RCD des Typ B bei 300 ms mit 1-fachem Bemessungsdifferenzstrom.

Warum FI-Schalter Typ B?

Fehlerstromschutzeinrichtungen des Typs B sind zuverlässiger gegen Fehlauslösungen als Fehlerstromschutzschalter des Typs F, da sie eine höhere Empfindlichkeit für höhere Frequenzen aufweisen und nicht durch Gleichfehlerströme behindert werden, was für sichere und stabile Auslösegrenzen unter rauen Bedingungen sorgt.

Was ist der Unterschied zwischen RCD Typ A und B?

Der Hauptunterschied zwischen RCD Typ A und Typ B ist die Fähigkeit, glatte Gleichstrom-Fehlerströme zu erkennen: Typ A erkennt Wechsel- und pulsierende Gleichströme (z. B. von Haushaltsgeräten), während Typ B zusätzlich glatte Gleichfehlerströme (z. B. von Elektroautos, PV-Anlagen, Wärmepumpen) erkennt, die Typ A "blind" machen können. Typ B ist daher für moderne Elektronik mit Frequenzumrichtern unerlässlich, während Typ A für Standardanwendungen genügt, aber nicht vor Gleichstrom-Fehlern schützt und bei solchen sogar blockiert werden kann.
 

Was kommt zuerst, FI oder Sicherung?

Der Fehlerstrom-Schutzschalter (FI) kommt in der Regel vor den Leitungsschutzschaltern (Sicherungen), da er den gesamten nachfolgenden Stromkreis vor Fehlerströmen schützt; die Sicherungen schalten dann die einzelnen Stromkreise ab, aber der FI muss selbst korrekt dimensioniert und oft mit einer vorgeschalteten Sicherung (z.B. 25A oder 40A) geschützt werden, um Kurzschlüsse auszuhalten, bis er selbst auslöst, wobei die Reihenfolge je nach Anlagentyp und Vorschrift variieren kann, aber meistens die Kombination FI vor Sicherungen üblich ist.
 

Welcher FI-Schalter für Unterverteilung?

Die Zuleitung von der Hauptverteilung zur Unterverteilung hat aktuell einen FI Typ A mit 40A, 0,03A, die drei LS haben alle 16A.

Welcher FI-Typ ist verboten?

Der FI-Schutzschalter Typ AC ist in Deutschland für neue Installationen verboten, da er nur auf sinusförmige Wechselfehlerströme reagiert und moderne elektronische Geräte sowie glatte Gleichfehlerströme nicht zuverlässig erkennt, was den Personenschutz gefährdet. Für sichere Elektroinstallationen müssen mindestens Typ A (erkennt Wechsel- und pulsierende Gleichfehlerströme) oder je nach Gerät auch Typ F oder Typ B (allstromsensitiv, erkennt auch glatte Gleichfehlerströme, z.B. bei Wallboxen, PV-Anlagen, Wärmepumpen) verwendet werden.
 

Ist es besser, Typ B oder Typ A zu sein?

In der Forschung wird der Persönlichkeitstyp B häufig hauptsächlich im Vergleich zum Typ A diskutiert, anstatt als eigenständige Kategorie betrachtet zu werden. Menschen mit dem Persönlichkeitstyp B sind nicht automatisch gesünder . Einige Studien haben jedoch einen Zusammenhang zwischen geringerem Stress und weniger Feindseligkeit und besseren Gesundheitsergebnissen festgestellt.

Ist ein FI-Schutzschalter Typ B für eine Wallbox Pflicht?

FI-Schutzschalter Typ B: Er erkennt auch glatte Gleichfehlerströme. Das ist bei Wallboxen ohne integrierten DC-Schutz erforderlich. In diesem Fall ist der FI Typ B Pflicht. Er ist deutlich teurer als Typ A.

Welcher FI-Typ ist A oder B?

Für die meisten Haushalte reicht ein FI-Schutzschalter vom Typ A, der Wechsel- und pulsierende Gleichfehlerströme erkennt; Typ B wird jedoch zwingend benötigt, wenn Geräte mit Frequenzumrichtern, Solaranlagen, Wallboxen oder USVs angeschlossen werden, da er auch glatte Gleichfehlerströme (bis 1000 Hz) zuverlässig abschaltet und somit eine \"Erblindung\" von vorgeschalteten FIs verhindert, was für die Sicherheit entscheidend ist. Typ B ist teurer, aber für moderne Technik unerlässlich, wobei spezielle Typen wie A-EV oder F-EV für Wallboxen empfohlen werden.
 

Wie viele Steckdosen an einem FI?

Laut aktueller DIN sind max. 6 Leitungsschutzschalter pro 4 - poligen FI-Schutzschalter (30mA) zulässig.

Wann fliegt der FI und wann die Sicherung?

Fliegt der FI-Schalter raus, die Sicherung aber nicht, deutet dies auf ein Problem mit einem Fehlerstrom hin. Der FI-Schalter reagiert auf Differenzströme zwischen dem ein- und ausgehenden Strom, während die Sicherung (Leitungsschutzschalter) in der Regel auf Überlastungen oder Kurzschlüsse anspricht.

Warum nur 6 Sicherungen hinter FI?

Die Begrenzung auf maximal sechs Leitungsschutzschalter (LS) hinter einem FI-Schutzschalter (RCD) stammt aus Normen wie der DIN 18015 und der DIN VDE 0100-530, um unerwünschtes Auslösen zu verhindern; sie dient der Verfügbarkeit und Sicherheit, da sich die kapazitiven Ableitströme vieler Geräte summieren können und einen 30mA-FI schon bei ungefährlichen Strömen auslösen würden, weshalb man pro Phase meist nur zwei Stromkreise vorsieht. Es geht nicht um Überlastung des FI, sondern um die Summe der nicht-fehlerhaften Ableitströme. 

Ist es egal, wie herum ein FI angeschlossen wird?

Ein FI Schutzschalter wird in Reihe zu den schützenden Stromkreisen angeschlossen. Dabei ist die Fließrichtung von oben nach unten oder von unten nach oben unerheblich. Bei einem zwei poligen FI Schutzschalter schließt man eine Phase und den Neutralleiter an.

Welcher FI bei 16A Sicherung?

Grundsätzlich wird bei zwei poligen FI`s immer eine Sicherung 16A vorgesetzt.

Wann braucht man einen FI Typ B?

Immer öfter werden in elektrischen Anlagen FI Typ B gefordert – beispielsweise in Baustromverteilern oder medizinisch genutzten Bereichen. Dieser FI-Typ erkennt zuverlässig unterschiedliche Fehlerströme und ist deshalb für viele Anwendungen geeignet. In einigen Fällen ist der Einsatz auch durch Normen gefordert.

Warum ist der RCD Typ AC heute verboten?

Warum der RCD Typ AC heute nicht mehr zulässig ist

Die Stromnetze enthalten heute durch elektronische Verbraucher wie Frequenzumrichter, LED-Netzteile oder Ladegeräte komplexe Fehlerstromverläufe. Der RCD Typ AC kann diese modernen Fehlerströme nicht zuverlässig erfassen.

Ist ein RCD das Gleiche wie ein FI?

Der Unterschied ist nur ein Name: RCD (Residual Current Device) ist der internationale Fachbegriff, während FI-Schalter (Fehlerstrom-Schutzschalter) die deutsche Bezeichnung ist – beide beschreiben dasselbe Gerät, das Menschen vor gefährlichen Stromschlägen schützt, indem es bei Abweichung des Stromflusses den Stromkreis sofort abschaltet, um so einen Fehlerstrom-Unfall zu verhindern. 

Warum kein RCD Typ B hinter Typ A?

Allstromsensitive FI-Schutzschalter vom Typ B dürfen nicht hinter Geräte vom Typ A/​​Typ F installiert werden. Die Ableit- und Fehlerströme der elektronischen Betriebsmittel können die Funktion von Typ A/​​Typ F negativ beeinträchtigen.

Warum wird der FI vor dem LS geschaltet?

Wenn mehrere Stromkreise von einem FI gesichert werden sollen geht es nur mit LS nach dem FI. Wenn nur eine Sicherung einem FI zugeordnet wird, ist es gleich ob der LS vor oder hinter dem FI ist. Wenn die Vorsicherungen den KS-Schutz nicht erfüllen, macht der LS vor dem FI mehr Sinn.

Wann muss ein RCD Typ B auslösen?

Die Typ B+ RCCBs dienen zum gehobenen, vorbeugenden Brandschutz durch einen Fehlerstrom und lösen bei max. 420 mA Fehlerstrom aus. Die Auslösekennlinien entsprechen der DIN VDE 0664-400.