Welcher Arzt bei Senkungsbeschwerden?
Gefragt von: Harald Engel | Letzte Aktualisierung: 30. September 2026sternezahl: 5/5 (22 sternebewertungen)
Bei Senkungsbeschwerden sind der Gynäkologe (Frauenarzt) der erste Ansprechpartner, oft spezialisiert auf Urogynäkologie, sowie der Urologe und Proktologe (Darmexperte). Suchen Sie bei starken Beschwerden oder komplexen Fällen ein Beckenbodenzentrum oder eine spezialisierte urogynäkologische Klinik auf, da dort ein Team aus verschiedenen Spezialisten (z.B. Urologie, Gynäkologie, Chirurgie) arbeitet, um die bestmögliche Diagnose und Therapie zu gewährleisten.
Welcher Arzt bei Senkung?
Schnelle Diagnose durch den Frauenarzt
Eine Scheidensenkung und/oder Gebärmuttersenkung oder auch eine Blasensenkung kann bereits bei der normalen gynäkologischen Untersuchung von Ihrem Frauenarzt schnell und sicher festgestellt werden.
Welche Symptome treten bei Senkungsbeschwerden auf?
Senkungsbeschwerden äußern sich typischerweise durch ein Druck- und Fremdkörpergefühl im Unterleib, das oft beim Stehen oder Gehen zunimmt und im Liegen nachlässt. Weitere Symptome sind Blasenprobleme (häufiger Harndrang, Inkontinenz, Schwäche des Urinstrahls), Darmbeschwerden (Probleme bei der Stuhlentleerung, Verstopfung, Inkontinenz), Schmerzen (Unterbauch, Rücken, Kreuz, Geschlechtsverkehr) und sichtbare Vorwölbungen oder ein Gefühl, als würde ein Organ aus der Scheide heraustreten.
Kann der Hausarzt eine Blasensenkung feststellen?
Was beim Verdacht einer Blasensenkung bei Frauen zu tun ist, kann ein Arzt oder eine Ärztin beratend erklären und eine genaue Diagnose stellen und feststellen, ob eine Blasenschwäche-OP notwendig ist.
Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es bei Senkungsbeschwerden?
Bei Senkungsbeschwerden helfen zunächst konservative Maßnahmen wie gezieltes Beckenbodentraining und Physiotherapie, um die Muskulatur zu stärken, sowie der Einsatz von Pessaren zur Stützung der Organe und ggf. lokale Hormontherapie. Selbsthilfe beinhaltet Gewichtsreduktion, Verzicht auf Rauchen und sanfte Übungen zur Rücklagerung der Organe. Wenn konservative Methoden nicht ausreichen, können operative Eingriffe die Organe wieder in ihre korrekte Position bringen.
Pelvic floor and prolapse l Tips | Gynaecologist Dr. Wagner explains
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Wie fühlt es sich an, wenn man Senkungsbeschwerden hat?
Bei leichter Senkung wird oft ein Fremdkörpergefühl oder ein Missempfinden im Unterleib angegeben. Frauen geben an, dass "etwas nicht stimmt". Bei fortgeschrittener Senkung ist Befund tastbar, «wie eine Kugel oder ein Ping-Pong-Ball» vor dem Scheideneingang. Typischerweise sind die Beschwerden nicht immer gleich.
Wann muss eine Senkung operiert werden?
Eine Senkung muss operiert werden, wenn konservative Maßnahmen wie Beckenbodentraining oder Pessare nicht helfen und die Beschwerden stark ausgeprägt sind (z.B. Fremdkörpergefühl, Schmerzen, Probleme bei Blasen- und Stuhlgang) oder ein Organ (wie Blase, Gebärmutter, Scheide, Rektum) sichtbar nach außen fällt (Vorfall/Prolaps). Die Entscheidung hängt vom Schweregrad, den Symptomen und den individuellen Wünschen der Patientin ab.
Was darf man bei Blasensenkung nicht machen?
Was dürfen Sie nicht? Übermäßige körperliche Anstrengungen und schweres Heben (bis 3 kg) sollten Sie für 3 – 4 Monate vermeiden. Auf Geschlechtsverkehr sollte 4-6 Wochen nach der Operation verzichtet werden.
Was macht der Frauenarzt bei einer Blasensenkung?
Bei der Untersuchung mittels Ultraschall kann bei Frauen die Funktion von Blase und Harnröhre durch die Scheide hindurch untersucht werden. Dabei werden die Länge der Harnröhre und ihr Winkel zur Blase gemessen, zuerst in Ruhe und dann beim Pressen und Husten.
Kann sich eine Senkung zurückbilden?
Kann sich eine Senkung zurückbilden? Ja, eine leichte Senkung kann sich nach wenigen Monaten oder Jahren wieder zurückbilden. Um das Fortschreiten einer Beckenbodenschwäche zu verlangsamen oder gar zu verhindern und etwaige Senkungsbeschwerden zu lindern, sollten Frauen regelmäßiges Beckenbodentraining durchführen.
Hat man bei einer Senkung Schmerzen?
Druckgefühl im Unterleib: Ein häufiges Gefühl, als ob etwas aus der Scheide drückt und herausfallen könnte, ist oftmals ein Hinweis, an dem Sie eine Gebärmuttersenkung erkennen können. Schmerzen: Vor allem im Becken- und unteren Rückenbereich sind Schmerzen bei einer Gebärmuttersenkung nicht selten.
Wohin strahlen Beckenbodenschmerzen aus?
Der Schmerz kann einseitig (links/rechts) wahrgenommen werden oder in Beine, Leiste, Gesäss oder Rücken ausstrahlen. Häufig sind die Beckenschmerzen nicht eindeutig lokalisierbar. Wenn Beckenschmerzen in einem Zeitraum von über sechs Monaten immer wieder auftreten, werden sie als chronische Beckenschmerzen bezeichnet.
Welche Rückenschmerzen können durch eine Senkung auftreten?
Bei einer schweren Senkung beruhen die Rückenschmerzen meist auf einer Änderung der Körperhaltung und des Gangs. Die Rückenschmerzen treten bei einer Senkung meist zusammen mit anderen Beschwerden auf. Symptome einer Gebärmuttersenkung können sein: Druckgefühl nach unten („Ich habe das Gefühl mir fällt alles heraus.")
Ist Druck im Intimbereich ein Anzeichen für eine Gebärmuttersenkung?
Druck im Intimbereich in der Schwangerschaft ist oft normal und entsteht durch das wachsende Baby, das nach unten drückt, sowie durch hormonell bedingte Lockerung von Bändern und Gewebe (Beckenboden, Symphyse), was ein Senkungsgefühl und Dehnungs- oder Stechen kann verursachen. Auch Schwellungen durch erhöhte Durchblutung oder eine Senkung der Organe sind mögliche Ursachen. Solange keine starken Schmerzen, Infektionszeichen (Juckreiz, Ausfluss) oder Probleme beim Wasserlassen auftreten, ist es meist harmlos, sollte aber ärztlich abgeklärt werden.
Ist der Frauenarzt auch für die Blase zuständig?
Ja, der Frauenarzt ist auch für Blasenprobleme zuständig, besonders bei häufigen Harnwegsinfektionen (Blasenentzündungen) oder Senkungsbeschwerden, da die Harnröhre und Blase anatomisch eng mit den weiblichen Geschlechtsorganen verbunden sind, aber bei komplexeren oder wiederkehrenden Problemen, wie Inkontinenz oder Verdacht auf Nierensteine, ist oft der Urologe der Spezialist.
Was ist eine Kugel am Scheideneingang?
Eine „Kugel“ am Scheideneingang kann verschiedene Ursachen haben, oft sind es Bartholin-Zysten (schmerzhafte Flüssigkeitsansammlungen an den Drüsen nahe der Öffnung) oder eine Beckenbodensenkung (Prolaps), bei der Blase oder Gebärmutter in die Scheide absinken und als Vorwölbung spürbar werden können; bei Verdacht auf eine solche Beschwerde sollte ein Arzt (Gynäkologe) aufgesucht werden, um die Ursache zu klären und eine geeignete Behandlung zu finden.
Welcher Facharzt bei Blasensenkung?
Welcher Arzt hilft bei einer Blasensenkung? Zwar handelt es sich bei der Blasensenkung um eine Erkrankung des Harntraktes, die eigentlich in das Fachgebiet der Urologie fällt, jedoch ist meist die Gynäkologin oder der Gynäkologe der erste Ansprechpartner für betroffene Patientinnen.
Wie lange dauert eine Senkungs-OP?
Wenn eine minimal-invasive Methode nicht verwendet werden kann, erfolgt die Korrektur der Senkung über einen kleinen Bauchschnitt. Dafür ist eine lokale Betäubung (Rückenmarksnarkose) bzw. Vollnarkose notwendig. Die Operation dauert je nach Operationsmethode 30 bis 60 Minuten.
Was bedeutet ein Druckgefühl in der Scheide?
Druck in der Scheide, oft beschrieben als Fremdkörpergefühl oder als würde etwas herausfallen, ist ein häufiges Symptom für eine Beckenbodenschwäche, insbesondere eine Senkung von Gebärmutter, Blase oder Scheide (Prolaps), die durch geschwächtes Bindegewebe entsteht und sich oft beim Stehen oder Belastung verschlimmert. Mögliche Ursachen sind vaginale Geburten, Übergewicht, chronischer Druck (z.B. durch Verstopfung) oder Operationen. Begleitend können Harndrang, Inkontinenz, Rücken-/Unterleibsschmerzen und Probleme beim Stuhlgang auftreten. Eine ärztliche Abklärung beim Gynäkologen oder Urogynäkologen ist wichtig.
Warum läuft Urin einfach raus?
Urin läuft einfach raus, weil die Muskeln, die ihn halten (Beckenboden, Schließmuskel), zu schwach sind oder überlastet werden, oft durch Husten, Niesen (Stressinkontinenz). Auch eine überaktive Blase (Dranginkontinenz) oder Infektionen können plötzlich starken Harndrang auslösen, den man nicht kontrollieren kann. Weitere Gründe können Nervenstörungen, eine vergrößerte Prostata bei Männern oder hormonelle Veränderungen bei Frauen sein.
Kann ich eine Blasensenkung selbst behandeln?
Eine Blasensenkung (Zystozele) wird selbst durch Beckenbodentraining (Kegelübungen), Gewichtsreduktion, Vermeidung von starkem Pressen, eine ballaststoffreiche Ernährung (gegen Verstopfung) und rückenfreundliches Verhalten (kein schweres Heben) positiv beeinflusst, um die Symptome zu lindern und eine Verschlimmerung zu verlangsamen. Ergänzend können Pessare (vaginale Stützpessare) helfen, die Blase zu stützen, und bei Bedarf Hormoncremes bei Östrogenmangel eingesetzt werden, dies sollte jedoch ärztlich abgeklärt werden.
In welchem Alter Blasensenkung?
Die Blasensenkung tritt bei Frauen vor allem nach der Geburt oder in den Wechseljahren auf. Wie schon der Name verrät, verlagert sich bei einer Blasensenkung die Harnblase nach unten in Richtung Beckenboden. Die Harnblase wird normalerweise von verschiedenen Muskeln und Bändern an ihrem Platz im Becken gehalten.
Ist eine Blasensenkung OP gefährlich?
Eine Blasensenkungsoperation ist meist risikoarm, birgt aber wie jeder Eingriff Risiken wie Infektionen, Blutungen, Nachblutungen und Verletzungen benachbarter Organe (Blase, Darm). Spezifische Risiken können Probleme mit Netzmaterialien (Erosion, Unverträglichkeit) bei Netzverstärkung, vorübergehende Entleerungsstörungen der Blase/des Darms und die (seltene) Neuentstehung von Inkontinenz sein. Auch Verwachsungen im Bauchraum oder Wundheilungsstörungen sind möglich.
Kann sich eine Blasensenkung wieder zurückbilden?
Ja, eine leichte Blasensenkung kann sich oft durch gezieltes Beckenbodentraining zurückbilden oder zumindest deutlich verbessern, besonders wenn sie durch Schwangerschaft oder Überlastung verursacht wurde, aber eine fortgeschrittene Senkung erfordert oft weitere Maßnahmen wie Pessare oder Operationen, da sie auch fortschreiten kann. Frühzeitige Diagnose und konsequentes Training sind wichtig, um eine Verschlechterung zu verhindern.
Wie lange muss man nach einer Blasenanhebung im Krankenhaus bleiben?
Der Krankenhausaufenthalt beschränkt sich durch die kleinen Wundnarben und die kurze Dauerkatheter-Liegezeit (1 bis 2 Tage) auf wenige Tage.
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