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Welcher Alkohol für Naturkosmetik?

Gefragt von: Frau Dr. Agathe Pape  |  Letzte Aktualisierung: 28. August 2022
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In Naturkosmetikprodukten setzen die Hersteller oft Bio-Alkohol ein, der aus Trauben oder Weizen hergestellt wird. Neben dem Ethanol gibt es noch Fettalkohole, die als Weichmacher oder Verdicker eingesetzt werden und aus den in Pflanzenteilen vorkommenden Fettsäuren hergestellt werden.

Welcher Alkohol ist gut in Kosmetik?

Fett- und Wachsalkohole sind „gute“ Alkohole in der Kosmetik. Sie pflegen die Haut und sind ausgezeichnete Feuchtigkeitslieferanten. Deshalb nutzen Kosmetikhersteller Fettalkohole oft als Grundlage für Cremes und Lotionen. Öl-Wasser-Mischungen dienen als Emulgatoren, die das Produkt stabilisieren.

Welches Ethanol für Kosmetik?

Als Co-Emulgatoren beziehungsweise Konsistenzregulatoren setzen darum auch wir Alkohol in der Kosmetik ein. Allerdings verwenden wir konsequent die „guten“ Alkohole Pentylenglykol und Propandiol sowie langkettige „gute“ Alkohole wie Cetyl Alcohol, Cetearyl Alcohol, Stearyl Alcohol und Behenyl Alcohol.

Welche Inhaltsstoffe sind in Naturkosmetik verboten?

Folgende Regeln gelten für die gängigen Naturkosmetik-Siegel: Inhaltsstoffe auf Erdölbasis, Silikone und PEG (Polyethylenglykole: Stoffe, die in konventionellen Kosmetikprodukten häufig als Emulgatoren bzw. Schaumbildner eingesetzt werden) sind in zertifizierter Naturkosmetik verboten.

Warum Alkohol in Weleda Produkten?

Bei der Herstellung von Pflanzenauszügen, die in den Produkten von Weleda enthalten sind, werden teilweise Mischungen von Alkohol und Wasser als Extraktionsmittel verwendet. Alkohol verbessert zudem die Konsistenz und die Stabilität unserer Naturkosmetikprodukte.

Alkohol in Kosmetik ? Schädlich oder doch sinnvoll? Alles was du wissen musst ?

17 verwandte Fragen gefunden

Welcher Alkohol ist am besten für die Haut?

Rotwein: Für alle, die bei Alkohol an ihre Haut denken, ist ein Glas Bordeaux oder Burgunder die beste Wahl. Rotwein enthält Antioxidantien, die den Hautalterungsprozess verlangsamen. Klarer Schnaps: Alkohol schadet der Haut weniger, wenn kein Zucker, kein Salz und keine Zusatzstoffe enthalten sind.

Welche Alkohole sind schlecht für die Haut?

Wie bereits erwähnt, gibt es viele verschiedene Arten von Alkohol. Für die Haut zählt Ethanol zu den schlechten Sorten, weil er die Haut schädigt und austrocknet. Oft handelt es sich dabei auch noch um vergällten Alkohol, der mit Weichmachern (Phthalaten) vermischt ist.

Warum ich keine Naturkosmetik mehr benutze?

Allergien. Allergien können durch die Inhaltsstoffe von konventioneller Kosmetik und Naturkosmetik gleichermaßen ausgelöst werden – beispielsweise durch Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe. Natürliche Duftstoffe sind im Allgemeinen nicht weniger allergieauslösend als synthetisch hergestellte.

Warum Naturkosmetik nicht gut ist?

Bei diesen natürlichen Inhaltsstoffen ist Vorsicht geboten

Um synthetische Duftstoffe und Parfüms zu vermeiden, setzen Hersteller bei Naturkosmetik häufig auf ätherische Öle. Doch auch die können der Haut schaden: Sie erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut und können zu Kontaktallergien oder Hautreizungen führen .

Was spricht gegen Naturkosmetik?

Gerade empfindliche Haut kann auf solch einen Mix mit Hautreizungen reagieren. Pflanzenextrakte wie Arnika, Kamille oder Ringelblume gelten zum Beispiel als allergieauslösend. Ebenso können ätherischen Öle je nach Art und Konzentration bei einer Empfindlichkeit zu Allergien und Reizungen führen.

Was ist besser Ethanol oder Isopropanol?

Ethanol (Äthylalkohol, Weingeist, Formel C2H5OH) ist in vielen Lebensmitteln natürlicherweise vorhanden, etwa in reifen Früchten und Fruchtsäften. Es gilt als der am besten verträgliche und ungiftigste Alkohol. So ist die Gewebeverträglichkeit von 80 % Ethanol signifikant besser als die von 60 % Isopropanol.

Was ist der Unterschied zwischen Ethanol und Alkohol?

Ethanol ist eine farblose, leichtentzündliche, stechend riechende Flüssigkeit, die umgangssprachlich als Alkohol bezeichnet wird. Auf ältere Nomenklaturen gehen die Bezeichnungen Äthanol, Äthylalkohol oder Ethylalkohol zurück.

Wo bekommt man 70% Alkohol her?

70-prozentiger Ethanol oder der Verwandte Isopropanol ist in Apotheken und in Drogerien erhältlich.

Ist Ethanol schlecht für die Haut?

Es gibt eine Klasse von Inhaltsstoffen, sogenannte Fettalkohole, die nicht im Geringsten schädlich für die Haut sind, aber oft mit den schlechten Alkoholen wie Ethanol und denaturiertem Alkohol (Alkohol denat.)

Was ist schlechter Alkohol?

Propyl Alkohol ist ein weit verbreitetes Konservierungsmittel und zählt ebenso wie denaturierter Alkoholen zu den "schlechten Alkoholen". Propyl Alkohol ist aber zusätzlich auch hochgiftig und kann Hautreizungen verursachen.

Was ist Kosmetischer Alkohol?

Unter kosmetischem Alkohol und kosmetischem Basiswasser versteht man Produkte mit einem Alkoholgehalt von über 95 Prozent, die zwar denaturiert bzw. vergällt sind, sich aber wegen der verwendeten Vergällungsmittel trotzdem für die Verwendung in Kosmetika und Pflegeprodukten eignen.

Ist Naturkosmetik wirklich so gut?

Naturkosmetik verzichtet konsequent auf synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe, die auf der Hitliste der Allergieauslöser ganz oben stehen - darum gilt sie als besonders gut verträglich. Auch Parabene, Silikon- und Mineralöle sind in den Ökos nicht zu finden.

Ist Dr Hauschka wirklich so gut?

Das sehen nicht nur wir so: In der Öko-Test Ausgabe Januar 2021 erhält unser Produkt das Urteil „sehr gut“. Getestet wurden insgesamt 20 Lippenpflege-Produkte auf Inhaltsstoffe wie Mineralölverunreinigungen, Duftstoffe, Paraffine, Silikone und hormonell wirksame UV-Filter.

Ist Naturkosmetik wirklich besser für die Haut?

Warum pflegt Naturkosmetik Deine Haut besser? Die Basis natürlicher Hautpflegeprodukte sind Pflanzenöle. Sie decken die Haut nicht ab, sondern werden von der Haut aufgenommen, weil sie dem eigenen Hautfett ähneln und somit kein Fremdstoff für die Haut sind.

Welches ist die beste Bio Kosmetik?

Bestenliste: Die besten Naturkosmetik-Hersteller
  • Platz 1. i+m. 5,0. von 7 Bewertungen.
  • Platz 2. Dr. Hauschka. 4,7.
  • Platz 3. Lavera. 4,4.
  • Platz 4. Alverde. 3,6. von 7 Bewertungen.
  • Platz 5. Logona. 1,9. von 9 Bewertungen.
  • Platz 6. Sante. 2,0. von 13 Bewertungen.
  • Platz 7. Weleda. 5,0.
  • Platz 8. Martina Gebhardt Naturkosmetik. 5,0. von 3 Bewertungen.

Wie wird Naturkosmetik hergestellt?

Zertifizierte Naturkosmetik verzichtet im Gegensatz zur konventionellen Kosmetik auf bestimmte synthetische Rohstoffe, Silikone, Parabene und synthetische Duftstoffe. Es werden nur bestimmte Konservierungsstoffe verwendet. Auch Paraffine und andere Erdölprodukte sind ausgeschlossen.

Ist Naturkosmetik wirklich nachhaltig?

In Naturkosmetik und naturnaher Kosmetik werden häufig umweltschädigende Stoffe wie Mikroplastik, Silikone und Stoffe aus Erdöl vermieden. Das ist ein positiver Schritt dazu, die Produkte nachhaltig zu gestalten, allerdings nicht zwingend an den Begriff Naturkosmetik gekoppelt.

Ist Alkohol in Gesichtscreme schädlich?

Ob Alkohol schädlich für die Haut und den Körper ist, hängt nicht nur von der Art des Alkohols, sondern auch von der enthaltenen Menge ab. Bei einer Konzentration von 30 bis 40 Prozent kann es zu Reizungen und zum Austrocknen der Haut kommen. Darüber hinaus wird die Talgschicht der Haut zerstört.

Ist Benzylalkohol gut für die Haut?

Fazit: Benzylalkohol ist weitgehend unbedenklich

In unserer Kosmetik kommen aber nur kleine Mengen in geringer Dosis vor, die auch lediglich auf die Haut aufgetragen und später wieder abgewaschen werden.

Ist cetylalkohol gut für die Haut?

Cetylalkohol ein Rohstoff aus weißen, wachsartigen Schuppen, ohne Eigengeruch. Er wird als Co-Emulgator und als Konsistenzgeber für Ö/W Emulsionen eingesetzt. Emulsionen mit Cetylalkohol ziehen schnell ein und wirken weniger glänzend. Daher eignet er sich besonders gut für die fette Haut.

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