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Welche Werte beim Lungenfunktionstest sind normal?

Gefragt von: Hardy Hagen  |  Letzte Aktualisierung: 10. Februar 2026
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Lungenfunktionsnormwerte sind individuell und alters-, geschlechts- sowie größenabhängig, aber typische Werte für junge Erwachsene sind eine Vitalkapazität (VC) von ca. 4,5–5 Liter und eine forciertes Einsekundenvolumen (FEV1) von >90 % des Sollwerts, während die Totale Lungenkapazität (TLC) um 6 Liter liegt und Residualvolumen (RV) bei 1–1,5 Litern. Die Beurteilung erfolgt meist in Prozent des persönlichen Sollwerts, wobei Abweichungen auf Lungenerkrankungen wie Asthma oder COPD hinweisen können.

Was ist ein guter Wert beim Lungenfunktionstest?

Gute Werte beim Lungenfunktionstest (Spirometrie) liegen bei gesunden Erwachsenen meist über 80–90 % des sollwertes (errechnet nach Alter, Geschlecht, Größe), wobei die Vitalkapazität (VC) ca. 4,5–5 Liter, die forcierte Vitalkapazität (FVC) und die Einsekundenkapazität (FEV1) über 90 % des Sollwerts und das Verhältnis FEV1/VC (Tiffenau-Index) bei über 70–75 % liegen sollte, um eine gute Belüftung der Lunge zu zeigen.
 

Was sagt der FEV1-Wert aus?

Der FEV1-Wert (forcierte exspiratorische Volumen in 1 Sekunde) misst, wie viel Luft man maximal in einer Sekunde ausatmen kann und dient zur Beurteilung der Lungenfunktion; ein zu niedriger Wert deutet auf verengte Atemwege (Obstruktion) hin, wie bei COPD oder Asthma, und wird oft in Prozent des Sollwertes angegeben (z.B. > 80% normal) oder zusammen mit der Forcierten Vitalkapazität (FVC) als FEV1/FVC-Verhältnis betrachtet, um Krankheitsstadien zu bestimmen.
 

Was sagt ein Lungenfunktionstest über die Lunge aus?

Der Lungenfunktionstest ist ein Verfahren zur Kontrolle, welche Leistungsfähigkeit Ihre Lunge hat, wenn sie atmet, und wie gut die Vitalkapazität und andere Messwerte aufgestellt sind. Im Rahmen dieser Diagnostik lässt sich erkennen, ob die Leistung Ihrer Lunge eingeschränkt ist.

Welche Werte bei Lungenüberblähung?

Werte bei Lungenüberblähung zeigen sich oft durch ein erhöhtes Residualvolumen (RV) und Total Lung Capacity (TLC) in der Bodyplethysmographie, wobei das RV über 200 % des Sollwerts liegen kann und die Vitalkapazität (VC) abnimmt. Ein stark erhöhter Wert von über 180 % (oft sogar 250-300 %) bezogen auf den Sollwert deutet auf eine ausgeprägte Überblähung hin, die mit dem Krankheitsbild der COPD oder einem Lungenemphysem zusammenhängt, was oft durch niedrige FEV1-Werte und ein ungünstiges FEV1/FVC-Verhältnis im Lungenfunktionstest bestätigt wird.
 

Lungenfunktion: Gesunde Lungenwerte? Schlechte Werte nach einem Lungentest (z.B. Spirometrie)

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Was ist eine geringe Lungenüberblähung?

Eine leichte Überblähung der Lunge bedeutet, dass durch verengte Atemwege oder Elastizitätsverlust zu viel Luft in der Lunge bleibt, was das Ausatmen erschwert und zu Luftnot führt, oft ein frühes Zeichen für COPD oder Asthma, verursacht durch Rauchen oder Entzündungen; die Therapie zielt auf Entblähungsübungen, um die Lunge zu entlasten, da der Elastizitätsverlust irreversibel ist.
 

Was bedeutet schlechte Lungenfunktion?

Bei einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) ist die Lunge geschädigt und die Atemwege sind verengt. Die Erkrankung entwickelt sich über Jahre. Die Ursache ist meist Rauchen. Typische Beschwerden sind täglicher Husten, Auswurf sowie Atemnot bei körperlichen Anstrengungen.

Was sagt die Sauerstoffsättigung über die Lungenfunktion aus?

Eine zu geringe Sauerstoffsättigung zeigt daher ein Problem mit der Atmungsfunktion an. Ein zu geringer Sauerstoffgehalt im arteriellen Blut wird Hypoxämie genannt. Sie ist gefährlich, weil sie zu einer verminderten Sauerstoffversorgung des gesamten Organismus oder einzelner Organe führen kann, der sogenannten Hypoxie.

Was ist ein großer Lungenfunktionstest?

Der "große Lungenfunktionstest" ist meist die Bodyplethysmographie (Ganzkörper-Plethysmographie), eine erweiterte Untersuchung zur Spirometrie, bei der Sie in einer geschlossenen Kabine atmen, um das gesamte Lungenvolumen, den Luftstromwiderstand und die Sauerstoffaufnahme genau zu messen, was detailliertere Diagnosen bei Krankheiten wie Asthma oder COPD ermöglicht.
 

Kann ein Lungenfunktionstest Lungenkrebs erkennen?

Lungenfunktionstest. Der Lungenfunktionstest (Spirometrie) misst, wie leistungsfähig Ihre Lunge ist. Das Resultat dieser Untersuchung sagt jedoch nichts darüber aus, ob Sie Lungenkrebs haben oder nicht. Die Untersuchung ist schmerzlos und dauert wenige Minuten.

Was ist ein normaler FEV1-Wert für einen 70-Jährigen?

Relative Einsekundenkapazität (FEV1/FVC)

Dieser Wert sollte über 75 Prozent liegen, bei älteren Menschen höher als 70 Prozent. Der Wert ist nur bei einer leichten Atemwegsverengung (Obstruktion) aussagekräftig, da bei starker Obstruktion auch die Vitalkapazität abnimmt und das Ergebnis verfälscht wird.

Wie hoch ist der FEV1-Wert bei COPD 1?

▸ GOLD 1: milde oder leichte COPD

Der FEV1-Wert liegt bei mindestens 80 Prozent des Sollwertes.

Was bedeutet es, wenn der FEV1-Wert zu niedrig ist?

Ein zu niedriger FEV1-Wert (forcierter exspiratorischer Volum in 1 Sekunde) bedeutet, dass Sie in der ersten Sekunde nach tiefem Einatmen weniger Luft ausatmen können, was auf verengte oder blockierte Atemwege hinweist und typisch für obstruktive Lungenerkrankungen wie Asthma oder COPD ist, da die Atemwege den Luftstrom behindern. Der genaue Grad der Einschränkung wird oft in Prozent des Sollwerts angegeben, und ein erniedrigter Tiffeneau-Index (FEV1/FVC-Verhältnis) bestätigt die Obstruktion. Wichtig ist eine ärztliche Abklärung, um die Ursache zu finden und die richtige Behandlung (z.B. Medikamente zur Erweiterung der Atemwege) zu beginnen.
 

Wie viel Lungenfunktion hat ein gesunder Mensch?

Lungenfunktionstest: die Werte verstehen

Bei verschiedenen Atemwegserkrankungen sind im Lungenfunktionstest unterschiedliche Werte besonders aussagekräftig. So beträgt die Vitalkapazität bei gesunden Erwachsenen etwa drei bis fünf Liter. Vernarbt die Lunge, etwa bei einer Lungenfibrose, sinkt dieser Wert.

Warum ist der FEV1-Wert so wichtig?

Der FEV1-Wert (Sekundenkapazität) dient zur Beurteilung der Lungenfunktion. Je stärker die Bronchien verengt sind, umso weniger Luft kann die/der Betroffene in einer Sekunde ausatmen.

Wie lange sollte ein gesunder Mensch die Luft anhalten können?

Ein gesunder Erwachsener kann die Luft durchschnittlich 30 bis 90 Sekunden anhalten, wobei 25 bis 35 Sekunden als normaler Bereich für untrainierte Personen gelten; gut Trainierte schaffen oft über eine Minute, während Profis sogar mehrere Minuten erreichen, aber nur Sekunden ohne Sauerstoff auskommen, bevor Hirnschäden drohen. Die Fähigkeit hängt stark von Training, Ruhe und individueller Lungenfunktion ab. 

Was ist ein gutes Ergebnis beim Lungenfunktionstest?

Gute Werte beim Lungenfunktionstest (Spirometrie) liegen bei gesunden Erwachsenen meist über 80–90 % des sollwertes (errechnet nach Alter, Geschlecht, Größe), wobei die Vitalkapazität (VC) ca. 4,5–5 Liter, die forcierte Vitalkapazität (FVC) und die Einsekundenkapazität (FEV1) über 90 % des Sollwerts und das Verhältnis FEV1/VC (Tiffenau-Index) bei über 70–75 % liegen sollte, um eine gute Belüftung der Lunge zu zeigen.
 

Hat man bei Lungenkrebs eine schlechte Lungenfunktion?

Ja, Lungenkrebs beeinträchtigt die Lungenfunktion erheblich, da das Tumorgewebe die Atemwege einengt, Strukturen beschädigt und die Sauerstoffaufnahme behindert, was zu Atemnot, anhaltendem Husten, Infektionen und allgemeiner Schwäche führt, wobei die Einschränkung oft erst in späteren Stadien deutlich wird.
 

Was ist der Widerstand beim ausatmen?

Resistance. (auch Atemwegswiderstand oder Strömungswiderstand der Atemwege) bezeichnet den Widerstand, dem die Atemluft beim Ein- und Ausatmen in den Atemwegen begegnet. Dieser Widerstand wird durch die Weite und Elastizität der Atemwege, die Luftgeschwindigkeit und die physikalischen Eigenschaften der Luft beeinflusst ...

Was ist eine schlechte Lungenfunktion?

Schlechte Lungenfunktion bedeutet, dass die Lunge Sauerstoff schlechter aufnehmen und Kohlendioxid abgeben kann, was oft zu Atemnot (Dyspnoe), Husten und Auswurf führt und die Lebensqualität stark einschränkt. Häufige Ursachen sind chronische Krankheiten wie COPD (meist durch Rauchen verursacht) oder Lungenfibrose, aber auch Asthma, Lungenentzündungen oder Herzprobleme können eine Rolle spielen. Die Diagnose erfolgt mittels Lungenfunktionstest (Spirometrie) und die Behandlung umfasst oft Rauchstopp, Medikamente und Atemtherapie.
 

Bei welcher Sauerstoffsättigung wird es gefährlich?

Eine Sauerstoffsättigung wird ab Werten unter 90 % als gefährlich eingestuft und erfordert sofortige ärztliche Abklärung, da dies auf eine unzureichende Sauerstoffversorgung hinweist (Hypoxie). Werte unter 80 % deuten auf eine schwere Hypoxie mit Organrisiko hin, während unter 70 % akute Lebensgefahr besteht. Werte zwischen 90 und 94 % sind leicht erniedrigt und sollten beobachtet werden, wobei eine Kontaktaufnahme mit einem Arzt ratsam ist. 

Welche Werte im Lungenfunktionstest sind bei Asthma wichtig?

Bei Asthma sind typischerweise FEV1-Werte (Einsekundenkapazität) erniedrigt, oft unter 80 % des Sollwerts, was auf eine Atemwegsobstruktion hinweist, da die Vitalkapazität (VC) manchmal normal oder nur leicht reduziert ist, aber das Verhältnis FEV1/VC (Tiffeneau-Index) sinkt. Auch ein erhöhter Wert des Stickstoffmonoxids (FeNO) über 40 ppb, eine erhöhte Residualkapazität (Restluft in der Lunge) und vor allem Peak-Flow-Werte unter 80 % des Bestwerts (oft in Rot oder Orange eingestuft) deuten auf eine schlechte Asthma-Kontrolle hin, die eine Therapieanpassung erfordert.
 

Was bedeutet eine Lungenfunktion von 70 Prozent?

Eine Lungenfunktion von 70 Prozent kann je nach Messwert (FEV1 oder FEV1/FVC) unterschiedliche Bedeutungen haben: Ein FEV1/FVC-Verhältnis von unter 70 % deutet auf eine Obstruktion (Atemwegverengung) hin, oft bei COPD, wobei 70 % ein älterer Grenzwert ist, der heute oft durch altersangepasste Werte ersetzt wird. Ein FEV1-Wert (Einsekundenkapazität) zwischen 50-80 % des Sollwerts gilt als mittelschwere COPD (GOLD II). Generell gilt: Niedrigere Werte bedeuten eine stärkere Einschränkung, aber die Interpretation hängt vom spezifischen Wert, dem Alter und dem Gesamtbild ab, weshalb eine ärztliche Beurteilung entscheidend ist.
 

Kann man die Lungenfunktion wieder steigern?

Regelmäßige Aktivitäten wie Gehen, Laufen, Schwimmen oder Radfahren können zum Beispiel die Lungenkapazität verbessern. Täglich 30 Minuten moderates Training kann helfen, die Atemmuskulatur zu stärken und sich schon deutlich fitter zu fühlen.

Wie merkt man, wenn etwas mit der Lunge nicht stimmt?

Symptome von Lungenproblemen sind oft Husten (mit oder ohne Auswurf), Kurzatmigkeit, Engegefühl oder Schmerzen in der Brust, Keuchen, schneller Puls und allgemeines Krankheitsgefühl mit Fieber, Schwäche und Müdigkeit, aber auch bläuliche Lippen (Zyanose) bei Sauerstoffmangel können auf ernsthafte Lungenerkrankungen wie Lungenentzündung, COPD oder Asthma hindeuten, die ärztliche Abklärung erfordern.