Zum Inhalt springen

Welche Vitamine während der Chemotherapie?

Gefragt von: Walburga Diehl  |  Letzte Aktualisierung: 24. Mai 2026
sternezahl: 4.9/5 (16 sternebewertungen)

Bei Chemotherapie können Vitamine wie D, C, B-Vitamine (B12, Folsäure) und Mineralstoffe wie Selen unterstützend wirken, um Mangelerscheinungen (Fatigue, geschwächtes Immunsystem) zu lindern und die Verträglichkeit zu verbessern; jedoch ist eine individuelle Rücksprache mit dem Arzt unerlässlich, da Antioxidantien auch gesunde Zellen schützen, was potenziell die Wirkung der Chemo beeinträchtigen könnte, weshalb eine Supplementierung kritisch gesehen wird.

Welche Vitamine darf man bei Chemotherapie nehmen?

Carotinoide und Vitamin A unterstützen das Zellwachstum und sind zum Beispiel wichtig für die Regeneration der Schleimhäute während einer Chemo- oder Strahlentherapie. Viele Vitamine wie Vitamin C, E oder Beta-Carotin wirken als sogenannte Antioxidantien.

Wie kann ich mein Immunsystem während der Chemo stärken?

Um das Immunsystem während der Chemotherapie zu stärken, sind gute Hygiene, ausgewogene Ernährung (viel Obst, Gemüse, Vollkorn), ausreichend Schlaf, Stressbewältigung (Ruhepausen, Entspannungstechniken) und moderate Bewegung (Spaziergänge) wichtig, um Infektionen zu vermeiden und den Körper zu unterstützen, wobei Rücksprache mit dem Ärzteteam bezüglich Impfungen, Nahrungsergänzungsmitteln (z. B. Zink) und spezifischer Sportarten unerlässlich ist, um die körpereigenen Abwehrkräfte zu fördern.
 

Welche Vitamine werden durch eine Chemotherapie verbraucht?

Eine Chemotherapie kann zu einem Mangel an Vitamin B1, B2, K, Niacin (B3), Folsäure (B9) und Vitamin D führen. Lebererkrankungen können einen Vitamin-A-Mangel verursachen, der das Immunsystem schwächen kann. Ein schwerer Vitamin-C-Mangel verursacht Skorbut (Zahnfleisch- und Zahnprobleme, trockene Haut und Haare, Anämie und Neigung zu Blutergüssen).

Warum kein Vitamin C bei Chemo?

Man sollte während einer Chemotherapie hochdosiertes Vitamin C meiden, weil es als Antioxidans die Wirkung der Chemo abschwächen kann, die auf der Erzeugung freier Radikale beruht, um Krebszellen zu zerstören. Vitamin C kann die Wirksamkeit bestimmter Chemotherapeutika (z.B. Doxorubicin, Cisplatin) reduzieren und möglicherweise das Rückfallrisiko erhöhen. Eine Rücksprache mit dem Arzt ist daher essenziell, da auch niedrige Dosen interagieren können und hochdosierte Infusionen bei Nierenproblemen kontraindiziert sind. 

Vitamin D + C - Fehler in der Krebstherapie (Dr. von Helden)

26 verwandte Fragen gefunden

Welche Vitamine sollte ich während der Chemotherapie meiden?

Antioxidative Nahrungsergänzungsmittel wie die Vitamine A, C und E wurden mit einer höheren Rate an Krebsrezidiven in Verbindung gebracht. Andere Vitamine wie B12 und Eisen wurden mit einem negativen Einfluss auf die Überlebensrate nach einer Krebsbehandlung in Verbindung gebracht.

Warum keine Zitrone bei Chemo?

Inhaltsstoffe aus Zitrusfrüchten hemmen ein Stoffwechselenzym in Deinem Körper. Dadurch können Krebsmedikamente langsamer abgebaut oder nicht in eine wirksame Form gebracht werden. Die Folge: Nebenwirkungen werden verstärkt und/oder die Krebstherapie wirkt nicht ausreichend.

Warum keine Nahrungsergänzungsmittel bei Chemo?

Risiken von Nahrungsergänzungsmitteln

Beispielsweise können manche Substanzen die Wirkung von Krebsmedikamenten verstärken oder abschwächen. Krebserkrankte sollten daher grundsätzlich keine weiteren Mittel einnehmen, ohne dies zunächst mit ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzten zu besprechen.

Wie kommt man gut durch die Chemotherapie?

Meiden Sie am Therapietag fette, salzige und stark gewürzte Speisen. Nach dem Essen sollten Sie sich hinlegen und dabei den Oberkörper leicht erhöht lagern (dickes oder zweites Kissen). Nehmen Sie die verordneten Medikamente nach Plan ein, auch wenn Sie zum Einnahmezeitpunkt keine Übelkeit verspüren.

Wie viel Vitamin C bei Chemotherapie?

mit Krebserkrankungen wird in klinischen Studien HDIVC als Bolusinfusion 1-3-mal pro Woche in einer Dosis von 0,5-1,5g Vitamin C pro kg Körpergewicht, oftmals parallel zur medikamentösen Tumortherapie, appliziert [13; 45; 47].

Was tut gut während Chemotherapie?

Bei Chemotherapie helfen leichte Kost wie Suppen und püriertes Obst, ausreichend trinken (Wasser, Tee), sanfte Bewegung an der frischen Luft, gezielte Hautpflege (Feuchtigkeitscremes), Ablenkung und der Austausch mit Unterstützern, um Übelkeit, Mundgeschmack, Müdigkeit und seelische Belastungen zu lindern und das Wohlbefinden zu steigern. 

Was stärkt das Immunsystem extrem?

Starkes Immunsystem – stark gegen Grippe

  1. Gesunde Ernährung. Viel frisches Obst und Gemüse versorgen den Körper mit wichtigen Vitaminen und Mineralien und stärken die Abwehrkräfte. ...
  2. Scharf essen. ...
  3. Viel trinken. ...
  4. Frische Luft und Sonne. ...
  5. Regelmäßige Bewegung. ...
  6. Stress vermeiden. ...
  7. Schlafen. ...
  8. Mit dem Rauchen aufhören.

Wie kann man die Anzahl der weißen Blutkörperchen während einer Chemotherapie aufrechterhalten?

Sie können Ihnen proteinreiche Lebensmittel empfehlen, um Ihre Zufuhr zu erhöhen . Möglicherweise raten sie Ihnen auch zu einem Multivitaminpräparat mit Vitamin B12 und Folsäure, da diese Vitamine für die Bildung weißer Blutkörperchen benötigt werden. Manche Patienten greifen zu pflanzlichen Präparaten, um ihr Immunsystem zu stärken, obwohl es dafür keine wissenschaftlichen Belege gibt.

Wie heißt das natürliche Nahrungsergänzungsmittel, welches in der Krebstherapie erfolgreich eingesetzt wird?

Für viele Krebspatient:innen und Ärzt:innen ist die Misteltherapie inzwischen eine wertvolle Therapiemaßnahme, und Mistelpräparate werden daher seit vielen Jahren als ergänzende Behandlung zur Krebstherapie erfolgreich eingesetzt.

Welche Vitamine stärken das Immunsystem während einer Chemotherapie?

Vitamin A, Beta-Carotin, Folsäure, Vitamin B12, Vitamin C, Vitamin D, Riboflavin, Eisen, Zink und Selen besitzen möglicherweise immunmodulierende Eigenschaften und könnten die Immunantwort bei Immuntherapien verstärken und sogar immunvermittelte Nebenwirkungen reduzieren[89]. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Verringerung von oxidativem Stress bei Erkrankungen und Krebs.

Kann eine Chemotherapie zu Vitamin-B12-Mangel führen?

Eine Studie von Osmola et al. zeigte, dass 8 % der Patienten mit Pankreaskrebs, die eine systemische Chemotherapie begannen, einen Vitamin-B12-Mangel aufwiesen [49].

Was braucht man während der Chemo?

Für die Chemotherapie sollten Sie bequeme Kleidung, warme Socken und eine Decke für Kälteempfindlichkeit mitnehmen, sowie Wasser, Snacks und ein Buch oder Tablet zur Ablenkung. Wichtig sind auch persönliche Pflegeprodukte wie Lippenpflege, sowie eventuell Medikamente gegen Übelkeit (nach Absprache) und eine Powerbank für elektronische Geräte. Fragen Sie vorher, ob eine Begleitperson erlaubt ist, und denken Sie an wichtige Unterlagen wie aktuelle Medikationspläne und Befunde. 

Sind 6 Chemos viel?

Ja, 6 Chemotherapie-Zyklen sind eine gängige und oft notwendige Anzahl, die je nach Krebsart, Stadium und individuellem Befund als Standardbehandlung angesehen werden kann, wobei die Gesamtdauer (z.B. 6 Zyklen mit je 3 Wochen Pause) variieren kann, um dem Körper Erholungsphasen zu ermöglichen und die Wirksamkeit zu maximieren. Es ist viel, weil es eine intensive Behandlung mit potenziellen Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Übelkeit, Haarausfall und geschwächtem Immunsystem ist, die sorgfältig gemanagt werden muss.
 

Wie kann man den Körper bei Chemo unterstützen?

Es gibt verschiedene Maßnahmen, mit denen Sie sich während und nach einer Chemotherapie vor Infektionen schützen können. Auf den eigenen Körper achten: Genügend Schlaf, eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung helfen Ihrem Körper, die belastende Therapie besser zu verkraften.

Kann ich während einer Chemotherapie Vitamine einnehmen?

Vitamine sind während einer Chemotherapie nicht immer empfehlenswert . Einige Vitamine wirken als Antioxidantien und können die Wirksamkeit der Chemotherapie verringern. Andere Nahrungsergänzungsmittel wie Multivitaminpräparate, Fischöl und Vitamin D können jedoch während einer Chemotherapie von Vorteil sein.

Was sollte man während einer Chemotherapie nicht machen?

Während einer Chemotherapie sollten Sie stark zuckerhaltige & verarbeitete Lebensmittel, rohe/ungenügend gegarte Speisen, Alkohol, Grapefruit/Saft, Johanniskraut und Nikotin vermeiden, da diese das Immunsystem schwächen, Nebenwirkungen verstärken oder die Medikamentenwirkung beeinträchtigen können. Auch anstrengende körperliche Aktivitäten, intensive Sonne und Stress sind zu reduzieren; stattdessen auf Hygiene, leichte Bewegung und gute Flüssigkeitszufuhr achten und alle Beschwerden mit dem Arzt besprechen. 

Ist Zink während der Chemotherapie wichtig?

Zink kann während der Chemotherapie nützlich sein, um Nebenwirkungen wie Geschmacksstörungen (Dysgeusie) zu lindern, da es die Regeneration der Geschmacksknospen unterstützt, und bei Mangelerscheinungen die Wundheilung oder Infektanfälligkeit verbessern kann. Allerdings gibt es keine allgemeine Empfehlung für Zink zur Prävention vieler Chemotherapie-Nebenwirkungen, da Studienlage oft unzureichend ist, und es kann zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen, daher sollte eine Zinksupplementierung immer nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. 

Warum Eis essen bei Chemo?

Diese Forscher hatten in einer im Fachjournal »Scientific Reports« veröffentlichten Studie gezeigt, dass der Verzehr von Speiseeis bei Krebspatienten unter einer Hochdosis-Chemotherapie der Entwicklung einer oralen Mukositis vorbeugen kann. Diesen Tipp geben Ärzte und Apotheker den Patienten bereits jetzt.

Welches Obst sollte man bei Chemo meiden?

Bei Chemotherapie sollten Sie Zitrusfrüchte (besonders Grapefruit), unreifes und saures Obst sowie sehr frisches Obst meiden, da sie mit Medikamenten interagieren oder Schleimhäute reizen können; stattdessen sind gut gewaschenes, mildes Obst (wie Apfel, Beeren, Melone) oft besser, aber immer Rücksprache mit dem Ärzteteam halten, um Wechselwirkungen zu vermeiden und Infektionen vorzubeugen. 

Warum keine Suppe bei Chemo?

Vermeiden Sie sehr heiße, salzige, säurehaltige und stark gewürzte Speisen und Getränke. Auch Kohlensäure wird als unangenehm empfunden. Pürierte oder flüssige Kost in Form von Gemüse- oder Kartoffelpüree, Suppen oder weich gekochtes zerkleinertes Fleisch mit viel Soße erleichtert die Nahrungsaufnahme.

Nächster Artikel
Welche Haarfarbe hat Zoro?