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Welche Versicherungen kann man beim Kindesunterhalt anrechnen?

Gefragt von: Karl-Heinz Geißler  |  Letzte Aktualisierung: 28. Oktober 2026
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Beim Kindesunterhalt können notwendige Versicherungen zur Einkommenssicherung (Berufsunfähigkeit, Risikoleben) und notwendige Kranken-/Pflegeversicherungen für das Kind abgezogen werden, während freiwillige Extras wie Unfallversicherungen oder private Rentenversicherungen (außer bei Selbstständigen) oft nicht berücksichtigt werden, da sie nicht primär der Existenzsicherung dienen, wobei Beiträge zur Altersvorsorge bei höheren Einkommen (Selbstständige/Besserverdiener) oft bis zu einer Grenze abzugsfähig sind.

Welche Versicherungen kann ich vom Kindesunterhalt abziehen?

Die wichtigsten Positionen habe ich hier für euch zusammengestellt:

  • Berufsunfähigkeitsversicherung. Bei Versicherungen lautet die relevante Frage immer: Was hat das Kind davon? ...
  • Fahrtkosten. ...
  • Haftpflichtversicherung. ...
  • Job-Ticket. ...
  • Kita-Beiträge. ...
  • Krankenversicherung. ...
  • Risikolebensversicherung. ...
  • Miete.

Was darf ich bei der Berechnung des Kindesunterhaltes abziehen?

Beim Kindesunterhalt sind berufsbedingte Aufwendungen (wie Fahrtkosten), Altersvorsorgekosten (wenn Einkommen hoch genug) und notwendige Schulden (wie Kreditraten) vom Einkommen abzugsfähig, um das unterhaltsrelevante Einkommen zu mindern; steuerlich können Unterhaltszahlungen als außergewöhnliche Belastung bis zu einem bestimmten Höchstbetrag abgesetzt werden, der sich aber mit dem Einkommen des Kindes verrechnet.
 

Was muss der Vater zusätzlich zum Unterhalt bezahlen?

Zusätzlich zum regulären Unterhalt muss ein Vater oft Mehrbedarf (regelmäßige, aber unvorhergesehene Kosten wie Nachhilfe, Privatschule, Beiträge zur Krankenversicherung) und Sonderbedarf (unregelmäßige, außergewöhnliche Kosten wie Zahnarzt, Brillen, Klassenfahrten) anteilig zahlen, wobei beide Eltern nach ihren Einkommen anteilig haften, aber der betreuende Elternteil oft zuerst einspringt, wenn er leistungsfähig ist; der Vater zahlt diese Extrakosten, wenn er leistungsfähig ist, zusätzlich zum Regelunterhalt.
 

Was reduziert den Kindesunterhalt?

Kindesunterhalt mindert sich hauptsächlich durch das eigene Einkommen des Kindes (z.B. aus Job, Ausbildung), berufsbedingte Aufwendungen (Fahrtkosten, Arbeitsmittel), angemessene Altersvorsorge (Riester, Berufsunfähigkeitsversicherung) und Versicherungen (Kranken-, Pflegeversicherung), die der Unterhaltspflichtige trägt; zudem können Kosten für den Umgang mit dem Kind eine Rolle spielen und der Wohnvorteil des Ex-Partners mindert dessen unterhaltsrelevantes Einkommen. 

Kindesunterhalt einfach erklärt

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Wann zahlt Vater weniger Unterhalt?

Ein Vater muss weniger Unterhalt zahlen, wenn sich sein eigenes Einkommen verringert (unter den Selbstbehalt fällt), das Kind selbst verdient, die Ausbildung abbricht, heiratet, eine feste Partnerschaft eingeht oder schwere Verfehlungen begeht. Wichtig ist, dass bei volljährigen Kindern auch die Mutter anteilig unterhaltspflichtig wird, was zu einer Kürzung führt, und eine Neuberechnung immer ratsam ist, so SCHEIDUNG.de und YouTube-Kanal "Recht am Familienglück". 

Welche Kredite können beim Kindesunterhalt berücksichtigt werden?

Kredite werden nicht direkt vom Unterhalt abgezogen. Die monatlichen Ratenzahlungen können lediglich das bei der Unterhaltsberechnung zu berücksichtigende Nettoeinkommen mindern. Allerdings stellen auch nicht alle Kredite automatisch berücksichtigungsfähige Schulden dar.

Welche Kosten zählen nicht zum Unterhalt?

Generell gilt: Der Mehrbedarf erfasst alle Kosten, die regelmäßig wiederkehrend anfallen und nicht vom Tabellenunterhalt erfasst sind. Hierzu können beispielsweise Kosten für Kindergarten, Nachhilfe, Musikschule und Sportverein sowie Beiträge für die private Krankenversicherung zählen.

Was ist der Selbstbehalt bei Versicherungen?

Mit Selbstbehalt bzw. Selbstbeteiligung. wird bei einer Versicherung der Betrag bezeichnet, den ein Versicherter im Leistungsfall selbst trägt.

Sind die Beiträge für einen Sportverein im Kindesunterhalt enthalten?

Die Beiträge für eine Vereinsmitgliedschaft sind also bereits im normalen Unterhalt, den der unterhaltspflichtige Elternteil an das Kind zahlt, berücksichtigt. Es liegt in der Verantwortung des betreuenden Elternteils, mit diesem Geld auszukommen und gegebenenfalls vorausschauend Rücklagen zu bilden.

Welche Ausgaben mindern den Unterhalt?

Abzugspositionen: Unterhalt reduzieren

Berufsbedingte Aufwendungen. Zusatzaufwendungen für Kranken- und Altersvorsorge. Gesundheitsbedingte Aufwendungen. Schulden.

Wie hoch ist der Kindesunterhalt bei einem Nettoeinkommen von 3000 €?

Bei 3.000 € netto fällt der Unterhaltsberechtigte in die Einkommensgruppe 4 der Düsseldorfer Tabelle (2.901-3.300 €), wobei die Höhe vom Alter des Kindes abhängt (z.B. ca. 610 € für 6-11-Jährige) und nach Abzug des hälftigen Kindergeldes (255 €) vom Unterhaltszahler als Zahlbetrag geleistet wird, wobei der Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen beachtet werden muss. 

Wann darf der Vater den Kindesunterhalt kürzen?

Diese sind in Paragraph 1611 des Bürgerlichen Gesetzbuchs geregelt. Der Unterhalt kann gekürzt werden, bei nachhaltiger Kontaktverweigerung oder schwerwiegendem Fehlverhalten des Kindes gegenüber dem unterhaltspflichtigen. Dasselbe gilt, wenn das Kind durch eigenes sittliches Verschulden unterhaltsbedürftig wird.

Was ist alles abzugsfähig bei Kindesunterhalt?

Beim Kindesunterhalt sind berufsbedingte Aufwendungen (wie Fahrtkosten), Altersvorsorgekosten (wenn Einkommen hoch genug) und notwendige Schulden (wie Kreditraten) vom Einkommen abzugsfähig, um das unterhaltsrelevante Einkommen zu mindern; steuerlich können Unterhaltszahlungen als außergewöhnliche Belastung bis zu einem bestimmten Höchstbetrag abgesetzt werden, der sich aber mit dem Einkommen des Kindes verrechnet.
 

Kann man eine private Krankenversicherung vom Unterhalt abziehen?

Besteht bei Angestellten statt der gesetzlichen Krankenversicherung eine private Krankenversicherung, so ist der Versicherungsbetrag abzüglich der vom Arbeitgeber erstatteten Beträge abziehbar. Eine Zusatzkrankenversicherung ist abziehbar, wenn sie bereits zum Zeitpunkt der Ehe bestand (Ehegattenunterhalt).

Welche Auswirkungen hat ein Lottogewinn auf den Kindesunterhalt?

Ein Lottogewinn kann auch Auswirkungen auf den Kindesunterhalt haben. Zwar bleibt der Gewinn als solcher Vermögen, aber die daraus erzielten Einkünfte erhöhen die Leistungsfähigkeit des unterhaltspflichtigen Elternteils.

Was ist ein Selbstbehalt bei Versicherungen?

Selbstbehalt: Was ist das? Ein Selbstbehalt ist der finanzielle Anteil, für den Sie als Versicherter im Schadenfall selbst aufkommen. Klassische Versicherungen mit Selbstbehalt sind zum Beispiel private Krankenversicherungen, Kfz-Versicherungen sowie Berufshaftpflicht- oder Betriebshaftpflichtversicherungen.

Wie viel Geld muss mir übrig bleiben, wenn ich Kindesunterhalt zahlen muss?

Wenn Sie Kindesunterhalt zahlen, bleibt Ihnen ein gesetzlich festgelegter Betrag, der sogenannte Selbstbehalt, mindestens erhalten; dieser beträgt laut Düsseldorfer Tabelle 2025 für erwerbstätige Unterhaltspflichtige 1.450 € bei minderjährigen bzw. privilegierten volljährigen Kindern (zuhause, in Ausbildung) und 1.750 € bei nicht privilegierten volljährigen Kindern; für nicht erwerbstätige Personen gelten niedrigere Sätze. Der Selbstbehalt deckt Ihre eigenen notwendigen Lebenshaltungskosten ab, einschließlich Wohnkosten, und wird vom bereinigten Nettoeinkommen abgezogen, bevor der Unterhaltsbetrag berechnet wird. 

Wann muss Vater keinen Unterhalt zahlen Selbstbehalt?

Mit dem notwendigen Selbstbehalt ist derjenige gemeint, der gegenüber minderjährigen Kindern und unverheirateten volljährigen Kindern bis zum vollendeten 21. Lebensjahr gilt, wenn sie noch bei den Eltern wohnen, also derzeit 1.450 Euro bei berufstätigen und 1.200 Euro bei nicht berufstätigen Unterhaltspflichtigen.

Was darf der Vater vom Unterhalt abziehen?

Väter dürfen vom Unterhalt (bzw. von ihrem Einkommen bei der Unterhaltsberechnung) bestimmte Kosten abziehen, darunter berufsbedingte Aufwendungen (Fahrtkosten, Arbeitsmittel), Beiträge zur Altersvorsorge (BU, Riester, etc.), bestimmte Krankenversicherungsbeiträge sowie Schulden (eheprägende) und Kinderbetreuungskosten. Wichtig ist, dass es einen Mindestselbstbehalt gibt, der je nach Situation (berufstätig, Kinder im Haushalt) festgesetzt wird, sowie absetzbare Ausgaben für den Umgang (Besuchskosten). 

Was muss ein Vater zusätzlich zum Unterhalt zahlen?

Zusätzlich zum regulären Unterhalt muss ein Vater oft Mehrbedarf (regelmäßige, aber unvorhergesehene Kosten wie Nachhilfe, Privatschule, Beiträge zur Krankenversicherung) und Sonderbedarf (unregelmäßige, außergewöhnliche Kosten wie Zahnarzt, Brillen, Klassenfahrten) anteilig zahlen, wobei beide Eltern nach ihren Einkommen anteilig haften, aber der betreuende Elternteil oft zuerst einspringt, wenn er leistungsfähig ist; der Vater zahlt diese Extrakosten, wenn er leistungsfähig ist, zusätzlich zum Regelunterhalt.
 

Wer zahlt die Klassenfahrt bei getrennten Eltern?

Die Kosten einer Klassenfahrt, eines Ausflugs oder auch einer Skifreizeit tragen die Eltern. Leben die Eltern getrennt, kommt es für die Zahlungspflicht eines Elternteils darauf an, ob eine Klassenfahrt als Sonderbedarf einzuordnen ist.

Welche Schulden kann ich vom Kindesunterhalt abziehen?

Bei der Berechnung des Kindesunterhalts werden nicht alle Schulden des unterhaltspflichtigen Elternteils berücksichtigt. Grundsätzlich gilt, dass nur notwendige und unvermeidbare Schulden abgezogen werden können, um das unterhaltsrelevante Einkommen zu ermitteln.

Was ist, wenn der Vater nicht genug Unterhalt zahlen kann?

Wenn der Unterhaltspflichtige zunächst nicht zahlen will oder kann, besteht die Möglichkeit einen Unterhaltsvorschuss bei der jeweiligen Unterhaltsvorschusskasse zu beantragen. Diese ist in der Regel beim Jugendamt, zuweilen aber auch beim Sozialamt angegliedert.

Wird ein Autokredit beim Kindesunterhalt angerechnet?

Das OLG Brandenburg hat hierzu am 12.6.2020 eine Entscheidung verkündet (Az 9 UF 166/19, veröffentlicht in NJW Spezial 2021, 3) und folgendes ausgeführt: Pkw-Finanzierungskosten sind nicht – zusätzlich – zu berücksichtigen.