Welche Versicherungen brauche ich wenn ich mich selbstständig mache?
Gefragt von: Joachim Thiele | Letzte Aktualisierung: 22. Februar 2026sternezahl: 4.9/5 (67 sternebewertungen)
Als Selbstständiger sind Kranken- und Pflegeversicherung (gesetzlich vorgeschrieben) sowie die Berufsunfähigkeitsversicherung essenziell, gefolgt von Altersvorsorge und relevanten betrieblichen Haftpflichtversicherungen (Berufs-, Betriebs-, Vermögensschadenhaftpflicht), abhängig von Ihrer Branche, um persönliche Risiken und berufliche Schäden abzudecken.
Welche Versicherungen sind für Selbständige wichtig?
Für Selbstständige sind Kranken- und Pflegeversicherung gesetzlich verpflichtend (freiwillig gesetzlich oder privat). Wichtig sind darüber hinaus Berufsunfähigkeit und eine passende Haftpflichtversicherung (Berufs-, Betriebs-, Vermögensschadenhaftpflicht, je nach Tätigkeit). Auch Altersvorsorge (gesetzlich/privat) und Unfallschutz (bes. für Hausgewerbe) sind essenziell, ergänzt durch Rechtsschutz, Cyber- und Ausfallversicherungen je nach Bedarf.
Welche Versicherungen benötigen Sie als Selbstständiger?
Haftpflichtversicherung
Sie benötigen dies vor allem dann, wenn Kunden Ihre Geschäftsräume besuchen, beispielsweise wenn Sie ein Geschäft betreiben. Für einige Betriebe, darunter Reitställe, ist es sogar gesetzlich vorgeschrieben. Kunden möchten möglicherweise einen Nachweis über eine ausreichende Versicherung sehen, bevor sie mit Ihnen Geschäfte tätigen.
Welche Versicherungen sind Pflicht bei Selbstständigkeit?
Als Selbstständiger sind Kranken- und Pflegeversicherung gesetzlich verpflichtend. Je nach Beruf können weitere Pflichten hinzukommen, wie die Rentenversicherung (z.B. für manche Handwerker/Künstler) oder eine Betriebliche Unfallversicherung über die Berufsgenossenschaft, während eine Berufshaftpflicht oder Vermögensschadenhaftpflicht für beratende Berufe oft existenziell wichtig und manchmal vorgeschrieben ist, aber auch die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) und Altersvorsorge dringend empfohlen werden.
Welche 5 Versicherungen sind Pflicht?
Die 5 Pflichtversicherungen (auch 5 Säulen der Sozialversicherung) in Deutschland sind: Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung, die Arbeitnehmer vor Risiken wie Krankheit, Alter, Arbeitslosigkeit und Unfällen schützen und durch Beiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanziert werden. Sie bilden das Fundament der sozialen Sicherung und sind für die meisten Beschäftigten gesetzlich vorgeschrieben.
Welche Versicherung brauche ich, wenn ich mich Selbständig mache. Speziell im Handwerk
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Welche 3 Versicherungen braucht man?
Kranken- und Pflegeversicherung. private Haftpflichtversicherung. Versicherung für den Verdienst bei Krankheit – Krankentagegeld. Berufsunfähigkeitsversicherung.
Welche Versicherungen sind für Existenzgründer wichtig?
Wenn Sie sich selbstständig machen, sind Krankenversicherung (privat oder freiwillig gesetzlich) und Pflegeversicherung Pflicht, oft auch Rentenversicherung (je nach Branche und Einkommen) sowie die gesetzliche Unfallversicherung über die Berufsgenossenschaft. Darüber hinaus sind je nach Tätigkeit dringend empfohlen: Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherung (Personen-, Sach-, Vermögensschäden), Vermögensschadenhaftpflicht, Rechtsschutz, Cyber-Versicherung und ggf. eine Betriebsunterbrechungsversicherung.
Wie viel muss ich als Selbständiger verdienen, um 3000 € netto zu haben?
Um 3.000 € netto monatlich zu verdienen, benötigen Selbstständige je nach Kosten und Steuern einen Brutto-Umsatz von grob 6.000 € bis 9.000 € oder mehr, da Steuern (Einkommensteuer, ggf. Umsatzsteuer) und Sozialversicherungen (Krankenversicherung, Altersvorsorge) abgezogen werden müssen. Eine pauschale Zahl ist schwierig, aber rechnen Sie mit ca. 25-35 % Steuern, 20 % für die Krankenversicherung und weiteren Betriebskosten, sodass der Umsatz deutlich über dem Netto-Ziel liegen muss.
Wie viel kostet eine Versicherung für Selbstständige?
Die Kosten für Versicherungen für Selbstständige variieren stark je nach Art der Versicherung und Einkommen, aber Krankenversicherung liegt oft zwischen ca. 215 € und 1.000 € monatlich (GKV) oder teurer (PKV), während Berufsunfähigkeits-, Haftpflicht- und weitere Policen von wenigen Euro bis über 100 € pro Monat kosten können. Entscheidend für die GKV-Kosten sind Einkommen, gewählte Krankenkasse und ob Sie Anspruch auf Krankengeld haben; für die PKV spielen Alter, Beruf und Gesundheitszustand eine große Rolle.
Welche Versicherung braucht man bei einem Kleingewerbe?
Für Kleingewerbe sind Betriebshaftpflicht und Berufshaftpflicht essenziell, da sie vor existenziellen Schäden schützen; oft sinnvoll sind zusätzlich Inhalts-, Betriebsunterbrechungs-, Rechtsschutz-, Kfz-Versicherung sowie eine Arbeitslosen- und Krankenversicherung für Selbstständige, die alle individuell je nach Branche und Risiko ausgewählt werden sollten.
Welche Versicherung haben Selbstständige?
Als Selbstständiger sind Kranken- und Pflegeversicherung (gesetzlich vorgeschrieben) sowie die Berufsunfähigkeitsversicherung essenziell, gefolgt von Altersvorsorge und relevanten betrieblichen Haftpflichtversicherungen (Berufs-, Betriebs-, Vermögensschadenhaftpflicht), abhängig von Ihrer Branche, um persönliche Risiken und berufliche Schäden abzudecken.
Wie viel kostet die gesetzliche Krankenversicherung für Selbstständige?
Für Selbstständige in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) berechnet sich der Beitrag aus dem Einkommen, mit einem Mindestbeitrag (ca. 228 €) und einem Höchstbeitrag (ca. 1000 €) pro Monat für 2026, je nach Krankenkasse und Anspruch auf Krankengeld. Der Satz liegt meist zwischen 17,2 % (ohne Krankengeld) und 17,8 % (mit Krankengeld) plus kassenindividuellen Zusatzbeiträgen, wobei Einkommen unter der Beitragsbemessungsgrenze (ca. 5.812,50 €) zur Berechnung herangezogen werden.
Wie wichtig ist eine Betriebshaftpflichtversicherung für Selbstständige?
Die Betriebshaftpflichtversicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen – unabhängig davon, welche Tätigkeit Sie ausüben und welche Rechtsform Ihr Unternehmen hat. Ohne Versicherung haften Unternehmer und Selbstständige unbegrenzt mit dem gesamten Unternehmens- bzw. Privatvermögen.
Welche monatlichen Kosten als Selbständiger?
Monatliche Kosten für Selbstständige variieren stark, umfassen aber typischerweise Betriebsausgaben (Miete, Software, Marketing, Versicherungen) und private Lebenshaltungskosten; oft werden mindestens 1.500 bis 3.000 € für den Lebensunterhalt benötigt, während Betriebskosten je nach Branche von wenigen hundert bis über tausend Euro reichen können (z. B. Miete 0–400 €, Buchhaltung 50–200 €). Hinzu kommen Steuern (ca. 25–35 % des Gewinns zurücklegen), Versicherungen (Krankenkasse, Rente) und ggf. Personalkosten. Realistische Gesamtkosten können so schnell 2.500 € oder mehr pro Monat betragen, um sowohl Business als auch Privates abzudecken.
Wie hoch ist der AOK-Beitrag für Selbständige?
Der AOK-Beitrag für Selbstständige hängt vom Einkommen ab und liegt 2026 bei ca. 14,6 % (allgemein) oder 14,0 % (ohne Krankengeldanspruch) plus einem kassenindividuellen Zusatzbeitrag (z.B. 1,5 % für viele AOKs 2024, aber regional unterschiedlich für 2026). Bei geringem Einkommen gibt es Mindestbeiträge (ca. 185 €), bei hohem Einkommen gilt die Beitragsbemessungsgrenze (2026: 5.812,50 €/Monat), was zu einem Höchstbeitrag von ca. 1.170 € bis 1.210 € führen kann.
Welche Versicherungen muss ich als Selbstständiger zahlen?
Als Selbstständiger sind Kranken- und Pflegeversicherung (gesetzlich vorgeschrieben) sowie die Berufsunfähigkeitsversicherung essenziell, gefolgt von Altersvorsorge und relevanten betrieblichen Haftpflichtversicherungen (Berufs-, Betriebs-, Vermögensschadenhaftpflicht), abhängig von Ihrer Branche, um persönliche Risiken und berufliche Schäden abzudecken.
Wie viel sollte ich als Selbständiger monatlich verdienen?
Ein Selbstständiger muss monatlich nach Kosten mindestens 2.500 bis 3.000 € verdienen, um finanziell stabil zu sein, ähnlich einem guten Angestelltengehalt, wobei die benötigte Summe stark von Lebensstil, Ausgaben und Sozialversicherungen (KV, RV) abhängt und die tatsächlichen Gewinne stark variieren. Wichtig ist, ein Einkommen zu planen, das alle Steuern und Sozialabgaben deckt und Rücklagen für Krankheit oder Alter bildet, oft 20-40% mehr Bruttoumsatz als das gewünschte Nettoeinkommen.
Wie viel darf man selbstständig steuerfrei dazuverdienen?
Rechtliche Grundlagen für steuerfreie Nebeneinkünfte
Im Jahr 2025 beträgt dieser 12.096 Euro für Alleinstehende und rund 24.168 Euro für zusammen veranlagte Ehepaare oder eingetragene Lebenspartnerschaften. Bis zu dieser Einkommensgrenze fällt keine Einkommensteuer an.
Was ist ein gutes Gehalt für Selbstständige?
Eine gängige Faustregel besagt, dass Selbstständige mindestens 2.500 bis 3.000 Euro monatlich nach Abzug aller Kosten verdienen sollten (also Gewinn), um finanziell stabil zu bleiben. Diese Summe entspricht einem guten Angestellten-Einkommen.
Welche Versicherungen sind Pflicht bei Kleingewerbe?
Da für Kleingewerbe keine grundsätzliche Versicherungspflicht besteht, kannst du deinem Geschäft theoretisch auch ohne einen entsprechenden Schutz nachgehen. Allerdings trägst du die volle Verantwortung für mögliche Schäden bei deinen Kund:innen, sonstigen Dritten sowie an deiner eigenen Ausstattung.
Was kostet eine Versicherung für Selbständige?
Die Kosten für die Versicherung als Selbstständiger hängen stark von der Wahl zwischen gesetzlicher (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV) ab, wobei die Beiträge in der GKV einkommensabhängig (ca. 250€ bis über 1.200€ monatlich) sind, während die PKV oft einkommensunabhängige Tarife ab ca. 350€ bietet, aber risikobasiert ist. Wichtig sind auch weitere Kosten wie die Betriebshaftpflicht (ab ca. 77€/Jahr) und die Entscheidung, ob Sie gesetzliches Krankengeld mit 14,6% (GKV) oder privat absichern, was die Beiträge erhöht.
Wie kann ich mich als Einzelunternehmer absichern?
Persönliche Versicherungen für Selbstständige
- Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige. ...
- Krankenversicherung (privat oder gesetzlich) ...
- Rentenversicherung (gesetzlich oder/ und privat) ...
- Freiwillige Arbeitslosenversicherung. ...
- Unfallversicherung.
Welche Versicherung ist auf Platz 1?
Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung mindestens eine Versicherung bei der Allianz abgeschlossen. Damit ist die Allianz die beliebteste Versicherung der Deutschen. Auf Platz 2 und 3 des Rankings positionierten sich die HUK-Coburg und der ADAC.
Auf welche Versicherung kann ich verzichten?
Verzichtet werden kann laut Verbraucherzentrale generell auf Policen, die nur kleinere Schäden absichern, wie zum Beispiel eine Reisegepäckversicherung. Glasbruch- und private Arbeitslosenversicherungen sind den Verbraucherschützern zufolge ebenfalls meist entbehrlich.
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