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Welche Stärke bei Kompressionsstrümpfen?

Gefragt von: Henning Fritz  |  Letzte Aktualisierung: 11. August 2026
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Die Stärke von Kompressionsstrümpfen wird in Kompressionsklassen (CCL) eingeteilt, von CCL 1 (leicht) bis CCL 4 (sehr stark), wobei der Druck in Millimeter Quecksilbers (mmHg) oder Kilopascal (kPa) gemessen wird; CCL 1 (18-21 mmHg) ist für müde Beine, CCL 2 (23-32 mmHg) für Krampfadern/Schwellungen und CCL 3 (34-46 mmHg) sowie CCL 4 (>49 mmHg) für starke Venenleiden, Lymphödeme oder nach Operationen, immer mit ärztlicher Empfehlung.

Welche Kompressionsklasse brauche ich?

Die passende Kompressionsklasse auswählen

Grundsätzlich gilt: Leichte Beschwerden wie Schwellungen oder müde Beine werden oft mit Klasse I behandelt. Schwerere Erkrankungen wie ausgeprägte Krampfadern und leichte bis mittlere Ödeme erfordern häufig eine Kompression der Klasse II.

Sind Kompressionsstrümpfe mit einer Stärke von 20/30 zu viel?

Eine Kompression von 20–30 mmHg ist die erste Stufe der medizinischen Kompressionstherapie. Diese feste Kompression bietet therapeutische Vorteile bei Krampfadern, mäßigen Schwellungen und Durchblutungsstörungen und ist gleichzeitig komfortabel genug für den täglichen Gebrauch .

Was ist der Unterschied zwischen Kompressionsstrümpfe Klasse 1 und 2?

Der Hauptunterschied liegt in der Stärke des Drucks und dem Anwendungsbereich: Klasse 1 bietet leichten Druck (ca. 18-21 mmHg) für müde Beine und leichte Krampfadern (Prävention), während Klasse 2 einen mittleren Druck (ca. 23-32 mmHg) ausübt und bei stärkeren Beschwerden wie ausgeprägten Krampfadern, Schwellungen (Ödemen) oder nach Venenoperationen eingesetzt wird. Klasse 1 ist gut für leichte Beschwerden und Vorbeugung, Klasse 2 für die Behandlung bestehender Venenprobleme.
 

Welche Kompressionsstrümpfe Klasse 2 sind die besten?

Bei Krampfadern empfehlen sich Kompressionsstrümpfe der Klasse 2 (23-32 mmHg), wie der medi mediven plus oder JOBST Opaque. Diese bieten ausreichend Druck, um die Venen effektiv zu unterstützen und Beschwerden zu lindern. Blickdichte Modelle kaschieren zusätzlich das Erscheinungsbild der Krampfadern.

Brauchst du Kompressionsstrümpfe beim 𝗟𝗔𝗨𝗙𝗘𝗡 🏃 I der Leiter des Faszienzentrums Hamburg erklärt

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Wie viel Druck haben Kompressionsstrümpfe der Klasse 2?

KLASSE 4 (SEHR HOHER DRUCK,> 40 MMHG)

Strümpfe der Klasse 1 üben einen Druck von 15-20 mmHg aus und sind geeignet für milde Symptome wie müde Beine und leichte Krampfadern. Strümpfe der Klasse 2, mit einem Druck von 20-30 mmHg, behandeln moderate Symptome wie stärker ausgeprägte Krampfadern und Ödeme.

Wie viele Stunden am Tag darf man Kompressionsstrümpfe tragen?

Kompressionsstrümpfe trägt man idealerweise den ganzen Tag, also morgens nach dem Aufstehen anziehen, wenn die Beine noch nicht geschwollen sind, und abends vor dem Zubettgehen wieder ausziehen. Die genaue Dauer hängt vom Grund ab, aber bei Venenleiden wie Krampfadern oder Lymphödem sollten sie bei jeder Bewegung getragen werden; Nachts werden sie normalerweise nicht benötigt, außer nach bestimmten Venen-OPs oder bei Thromboseprophylaxe im Krankenhaus (dann oft auch nachts). 

Was ist besser, kurze oder lange Kompressionsstrümpfe?

Die Wahl zwischen kurzen (Kniestrümpfe) und langen (Schenkelstrümpfe/Strumpfhosen) Kompressionsstrümpfen hängt davon ab, welche Bereiche des Beins medizinisch behandelt werden müssen: Kniestrümpfe sind ideal für Probleme im Unterschenkel und Alltag, während Schenkelstrümpfe oder Strumpfhosen bei Beschwerden am Oberschenkel oder nach Operationen nötig sind, um die gesamte betroffene Zone abzudecken; die goldene Regel lautet: "So lang wie nötig, so kurz wie möglich" für maximalen Komfort und Wirksamkeit, idealerweise nach ärztlicher Rücksprache und Vermessung im Sanitätshaus.
 

Wie viel kosten Kompressionsstrümpfe im Sanitätshaus mit Rezept?

Bei einem Kompressionsstrumpf auf Rezept fällt in der Regel die gesetzliche Zuzahlung von fünf bis zehn Euro an. Lasse dich von deiner Krankenkasse und in deinem Sanitätshaus vor Ort fachkundig beraten, um das beste Produkt für dich zu finden.

Was ist beim Kauf von Kompressionsstrümpfen zu beachten?

Achten Sie darauf, medizinische Kompressionsstrümpfe und nicht etwa einen herkömmlichen Stützstrumpf zu kaufen. Echte medizinische Kompressionsstrümpfe erkennen Sie am RAL-Gütezeichen. Der erste Ansprechpartner für Ihre neuen Kompressionsstrümpfe ist Ihr Arzt, denn er verschreibt sie Ihnen.

In welcher Größe kauft man Kompressionsstrümpfe?

Die richtige Größe für Kompressionsstrümpfe wird durch mehrere Beinmaße (Knöchel-, Waden-, Oberschenkelumfang sowie Länge) bestimmt, nicht nur durch Schuh- oder Körpergröße, wobei die Kompression am Knöchel am stärksten ist und nach oben abnimmt. Für die medizinische Beratung und Vermessung ist ein Fachgeschäft (Sanitätshaus) ideal, wo geschultes Personal die Maße an definierten Punkten (cB, cC, cD, cG, etc.) nimmt, besonders am Morgen. Bei leichten Stützstrümpfen dient oft die Schuh- oder Körpergröße als grober Anhaltspunkt. 

Wie stark müssen Stützstrümpfe sein?

Die Stärke von Kompressionsstrümpfen wird in Kompressionsklassen (CCL) eingeteilt, von CCL 1 (leicht) bis CCL 4 (sehr stark), wobei der Druck in Millimeter Quecksilbers (mmHg) oder Kilopascal (kPa) gemessen wird; CCL 1 (18-21 mmHg) ist für müde Beine, CCL 2 (23-32 mmHg) für Krampfadern/Schwellungen und CCL 3 (34-46 mmHg) sowie CCL 4 (>49 mmHg) für starke Venenleiden, Lymphödeme oder nach Operationen, immer mit ärztlicher Empfehlung.
 

Kann man Kompressionsstrümpfe auch mal weglassen?

Ja, man kann Kompressionsstrümpfe mal weglassen, aber es kann zu spürbaren Beschwerden wie Schwellungen und Schwere in den Beinen führen, besonders bei längerem Stehen/Sitzen, da die Venenfunktion beeinträchtigt wird. Für eine optimale Therapie sollten sie täglich getragen werden, aber nachts legt man sie aus, da das System im Liegen entlastet wird, außer bei Thromboseprophylaxe nach OP, wo auch nachts Kompression nötig sein kann. Kurzfristiges Weglassen (z.B. für ein paar Stunden) ist meist unbedenklich, verstärkt aber vorhandene Venenbeschwerden.
 

Warum sollte man Kompressionsstrümpfe im Liegen anziehen?

Man zieht Kompressionsstrümpfe idealerweise morgens im Liegen oder direkt nach dem Aufstehen an, weil die Beine dann noch nicht geschwollen sind, wodurch das Anziehen leichter fällt und die Venen optimal entstaut sind. Nachts trägt man sie normalerweise nicht, da die Schwerkraft keine Rolle mehr spielt und das Strumpfmaterial den Blutfluss behindern könnte. Ausnahmen bilden postoperative Situationen, wo spezielle Thromboseprophylaxestrümpfe auch nachts getragen werden müssen, um ein Thromboserisiko zu vermeiden.
 

Was ist die höchste Kompressionsstufe von Strümpfen?

40-50 mmHg (Rx)

Diese Produkte bieten die höchste Kompressionsstufe und werden zur Behandlung schwerer Venenerkrankungen wie akuter Beinschwellungen, ausgeprägter Krampfadern, chronischer Veneninsuffizienz und tiefer Venenthrombose eingesetzt. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie medizinische Kompressionsstrümpfe dieser Stufe verwenden.

Kann mir mein Hausarzt Kompressionsstrümpfe verschreiben?

Ja, Ihr Hausarzt kann medizinische Kompressionsstrümpfe verschreiben, da jeder zugelassene Arzt dies tun darf, wenn eine medizinische Notwendigkeit (Indikation) wie Venenschwäche oder Lymphödem besteht, um die Kostenübernahme durch die Krankenkasse zu ermöglichen, wobei der Arzt die richtige Kompressionsklasse und Länge festlegt und das Rezept dann in einem Sanitätshaus oder Apotheke eingelöst wird.
 

Welche medizinischen Kompressionsstrümpfe sind die besten?

Es gibt nicht den einzigen Testsieger, da verschiedene Anbieter wie MEDI (Mediven), Bauerfeind (VenoTrain), Jobst und RiemTEX in unterschiedlichen Tests gut abschneiden, je nach Fokus (Alltag, Sport, Mode, Preis-Leistung). Führende Modelle sind oft MEDI Mediven comfort (Preis-Leistung/Vergleich), Jobst Basic (robust & bequem) und Bauerfeind VenoTrain (Qualität & Design), während RiemTEX für gute Qualität und Preis-Leistung gelobt wird.
 

Kann man mit Kompressionsstrümpfen etwas falsch machen?

Doch können Kompressionsstrümpfe auch schaden? Ja, durchaus, was dann freilich meist mit der Anwendung und dem Sitz zu tun hat. Denn falsch angelegte Strümpfe sind weitgehend nutzlos oder können schlimmstenfalls sogar schaden, indem sie den Blutfluss abschnüren.

Was bedeutet Klasse 2 bei Kompressionsstrümpfen?

Klasse 2 bei Kompressionsstrümpfen bedeutet eine mittlere Kompression (23–32 mmHg), die bei ausgeprägten Krampfadern (Varikosis), stärkeren Schwellungen (Ödemen), nach Venenoperationen oder Thrombosen verordnet wird, um die Durchblutung zu fördern, Schmerzen zu lindern und Komplikationen wie das postthrombotische Syndrom zu verhindern. Es handelt sich um eine therapeutische Stufe, die stärker ist als die leichte Klasse 1 und bei vielen Venenleiden das Mittel der Wahl ist, oft auch als Kniestrumpf. 

Welche Alternativen zu Kompressionsstrümpfen gibt es im Sommer?

Im Sommer sind Alternativen zu klassischen Kompressionsstrümpfen leichtere Stütz- oder Sportsocken, spezielle Kompressions-Leggings, adaptive Bandagensysteme für gezielte Kompression sowie natürliche Methoden wie Bein-Hochlegen, kalte Wechselduschen, gezielte Venengymnastik (Fußwippen, Wadenheben), Schwimmen, Radfahren und ausreichende Flüssigkeitszufuhr, um Schwellungen zu reduzieren und die Durchblutung zu fördern. 

Warum darf man nach dem Duschen keine Kompressionsstrümpfe anziehen?

Man sollte Kompressionsstrümpfe nicht direkt nach dem Duschen anziehen, weil die Haut noch feucht ist, was das Anziehen erschwert und die Strümpfe am Abrutschen hindert. Feuchte Haut kann zudem aufweichen (Mazeration) und die Strümpfe können die hygienische Reinigung der Haut nach dem Duschen behindern, daher sollte man die Beine gut abtrocknen und fettfreie, trockene Haut haben, damit die Strümpfe richtig gleiten und ihre Wirkung entfalten können.
 

Welche Nebenwirkungen haben Kompressionsstrümpfe?

Kompressionsstrümpfe sind meist harmlos, können aber bei falscher Größe oder Anwendung Nebenwirkungen wie Hautirritationen (Juckreiz, Rötung), Engegefühle, Druckstellen und sogar Durchblutungsstörungen verursachen, wenn sie zu eng sind. Mögliche Probleme sind auch das Einschnüren in der Kniekehle, Faltenbildung oder, bei bestimmten Vorerkrankungen (wie z.B. fortgeschrittener Durchblutungsstörung), sogar eine Verschlechterung. Richtig angepasste Strümpfe sind entscheidend, um Risiken zu vermeiden, daher sollte man bei Problemen immer den Arzt oder ein Sanitätshaus konsultieren. 

Wie oft sollte man Kompressionsstrümpfe waschen?

Kompressionsstrümpfe sollten idealerweise täglich nach dem Tragen gewaschen werden, um Hygiene zu gewährleisten und die Wirksamkeit zu erhalten, da Schweiß und Hautpartikel die Fasern angreifen. Alternativ können sie mindestens alle zwei Tage gewaschen werden, am besten mit einem milden Feinwaschmittel bei max. 40°C in der Waschmaschine (Schonwaschgang, mit Wäschenetz) oder per Hand, ohne Weichspüler, Bleichmittel oder chemische Reinigung, und an der Luft trocknen lassen.
 

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