Welche Sittiche sind meldepflichtig?
Gefragt von: Meinhard Eichhorn | Letzte Aktualisierung: 13. August 2026sternezahl: 4.9/5 (74 sternebewertungen)
Sittiche sind grundsätzlich meldepflichtig, wenn sie unter den Schutz des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) fallen, was viele Papageien- und Sitticharten betrifft, insbesondere die im Anhang A gelisteten (z.B. viele Aras, Kakadus, aber auch seltene Sittiche wie Goldschultersittiche), die eine Herkunftsbescheinigung benötigen. Nicht meldepflichtig sind meist einfache Arten wie Wellensittiche, Nymphensittiche und Kanarien, aber auch der Halsbandsittich ist nicht CITES-geschützt und somit meldefrei, während einige andere Arten wie Springsittiche oder Orangeköpfchen meldepflichtig sind. Die genaue Meldepflicht hängt vom jeweiligen Artenschutzstatus ab und wird bei der unteren Naturschutzbehörde gemeldet.
Welche Vögel müssen gemeldet werden?
Meldepflichtige Vögel sind primär CITES-geschützte Arten (z.B. viele Papageien wie Aras, Kakadus) und invasive Arten (z.B. Nilgans), sowie in Deutschland bestimmte Wildvogelarten, die aufgrund von Artenschutz (z.B. Gänse, Enten) oder avifaunistischer Meldepflichten (z.B. seltene Unterarten wie Grönländische Blässgans) gemeldet werden müssen, wobei die Listen je nach Bundesland (z.B. BW) oder Verband (DDA) variieren; die Meldepflicht dient dem Schutz der Artenvielfalt und der Seuchenprävention.
Sind Ziegensittiche meldepflichtig?
* Ziegen- und Hoodedsittich sind zwar in Anhang A der EG-Verordnung aufgeführt, sie sind jedoch nicht bescheinigungs- und meldepflichtig!
Ist ein Halsbandsittich meldepflichtig?
Ja, der Halsbandsittich unterliegt in Deutschland der Meldepflicht nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV), da er als geschützte Art gilt, die bei der zuständigen Naturschutzbehörde gemeldet werden muss (Anschaffung, Abgabe, Umzug, Todesfall), was kostenfrei ist, aber eine genaue Dokumentation (Ring- oder Transpondernummer) erfordert, da Ausnahmen nur für Wellensittiche, Nymphensittiche etc. gelten.
Welche Reptilien sind meldepflichtig?
Meldepflichtige Reptilien in Deutschland sind vor allem geschützte heimische Arten (z.B. Äskulapnatter, Kreuzotter, Europäische Sumpfschildkröte) sowie exotische Arten, die unter das Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) fallen, wie Griechische Landschildkröten oder bestimmte Geierschildkröten. Die Meldung erfolgt an die lokale Naturschutzbehörde (untere Naturschutzbehörde) und ist für bestimmte Arten verpflichtend, die unter strengen Artenschutz fallen, oft unter Nennung von Daten wie Herkunft, Geschlecht und Kennzeichnung.
Mitten in der Stadt: Warum schlafen 4.000 Halsbandsittiche so gerne in Wiesbaden? | hessenschau
20 verwandte Fragen gefunden
Sind Edelpapageien meldepflichtig?
Alle Papageien sind aufgrund von Artenschutzbestimmungen (Washingtoner Artenschutzabkommen, Bundesartenschutzverordnung) kennzeichnungs- und meldepflichtig (ausgenommen die meisten Sittiche und Agaporniden).
Wie viel kostet ein Ziegensittich?
Ein Ziegensittich kostet meist zwischen 20 und 80 Euro, abhängig von Alter, Geschlecht und Farbe, wobei Jungtiere oft um die 40 bis 70 Euro angeboten werden, wie Anzeigen auf Tier-Kleinanzeigen-Plattformen und im Zooplus Magazin zeigen. Seltenere Farbmutationen können teurer sein.
Sind Fasane meldepflichtig?
In den meisten Bundesländern meldepflichtig:
Puten. Enten. Gänse. Fasane.
Sind Mohrenkopfpapageien meldepflichtig?
Auch die Abgabe oder der Tod von Tieren ist meldepflichtig. Die Meldepflicht dient auch dazu, seitens der Behörde die rechtmäßige Herkunft eines Tiers überprüfen zu können. Die Meldung ist für den Tierhalter kostenfrei.
Für welche Vögel braucht man eine Zuchtgenehmigung?
Wer Wellensittiche züchten möchte, benötigt hierfür keine Genehmigung. Bei „besonders geschützten Arten“ wie anderen Sittichen oder Papageien sieht das etwas anderes aus. Um mit diesen Vögeln zu züchten, benötigt man vorab eine Zuchtgenehmigung.
Sind tote Vögel meldepflichtig?
Ja, tote Vögel sollte man melden, besonders wenn es mehrere sind oder es sich um größere Arten (Gänse, Schwäne, Greifvögel) handelt, um Krankheiten wie die Vogelgrippe frühzeitig zu erkennen; die Meldung geht an das zuständige Veterinäramt, eventuell auch an Polizei oder Feuerwehr, wobei man die Tiere nicht ungeschützt anfassen und Haustiere fernhalten sollte. Einzelne kleine Vögel (Spatzen, Amseln) sind oft natürliche Todesfälle, können aber auch bei speziellen Portalen wie dem des NABU gemeldet werden, insbesondere bei verdächtigen Krankheitsbildern.
Ist die Haltung von L46-Zebrawelsen meldepflichtig?
Der L46 (Zebrawels, Hypancistrus zebra) unterliegt seit dem 23. Februar 2023 einer Meldepflicht nach dem Artenschutz, da er in Anhang II des CITES-Abkommens aufgenommen wurde. Halter müssen ihren Bestand und jede Bestandsveränderung unverzüglich der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde melden und einen Herkunftsnachweis (Legalität) für die Tiere erbringen, um sie legal zu halten und weiterzugeben.
Sind alle Pfeilgiftfrösche meldepflichtig?
Der Pfeilgiftfrosch ist eine streng geschützte Art. Da alle Arten meldepflichtig sind, benötigst du einen Nachweis über die Herkunft zur Vorlage bei der jeweiligen Naturschutzbehörde.
Welche Vögel muss man melden?
Meldepflichtige Vögel sind primär CITES-geschützte Arten (z.B. viele Papageien wie Aras, Kakadus) und invasive Arten (z.B. Nilgans), sowie in Deutschland bestimmte Wildvogelarten, die aufgrund von Artenschutz (z.B. Gänse, Enten) oder avifaunistischer Meldepflichten (z.B. seltene Unterarten wie Grönländische Blässgans) gemeldet werden müssen, wobei die Listen je nach Bundesland (z.B. BW) oder Verband (DDA) variieren; die Meldepflicht dient dem Schutz der Artenvielfalt und der Seuchenprävention.
Sind Chamäleons meldepflichtig?
Ja, Chamäleons unterliegen in Deutschland grundsätzlich der Meldepflicht bei der zuständigen Naturschutzbehörde, da sie geschützte Arten sind (oft Anhang B der EG-Verordnung), was den Erwerb, Besitz, die Abgabe und den Tod eines Exemplars betrifft. Diese Meldung muss beim Erwerb (mit Herkunftsnachweis wie Kaufvertrag/CITES-Papieren), bei Umzug oder Tod erfolgen, wobei die genauen Prozesse je nach Bundesland variieren können und teilweise über Online-Portale (z.B. MelBA-online) abgewickelt werden.
Welche Seuchen sind anzeigepflichtig?
Folgende Tierseuchen sind anzeigepflichtig:
- Affenpocken, 1a. ...
- Afrikanische Schweinepest, 2a. ...
- Ansteckende Blutarmut der Einhufer, 3a. ...
- (weggefallen)
- Aujeszkysche Krankheit bei Hausrindern und Hausschweinen, 5a. ...
- Beschälseuche der Pferde,
- Blauzungenkrankheit,
- Bovine Herpesvirus Typ 1-Infektion (alle Formen), 8a.
Welche Tiere darf man ohne Genehmigung halten?
Bei Kleintieren, zum Beispiel Meerschweinchen, ist keine Genehmigung erforderlich. Die Haltung von gefährlichen Tieren wie Giftschlangen und „Kampfhunden“ kann untersagt werden. Verbietet der Mietvertrag jegliche Tierhaltung oder die Haltung von Hund und Katze, ist das unwirksam.
Sind Gänse meldepflichtig?
Weitere nicht melde- und beitragspflichtige Tierarten sind: Esel. Ziegen. Enten, Gänse, Tauben.
Kann man Ziegensittiche in der Wohnung halten?
Aufgrund ihres enormen Bewegungsdranges ist es für sie eine Qual diesen nicht ausleben zu dürfen. In Zimmerhaltung ist mehrstündiger Freiflug deshalb unabdingbar und in Freilandhaltung eine entsprechende Volierengröße Voraussetzung für ein zufriedenes Laufsittichleben.
Wie viel kostet eine Sittiche?
Hier sind einige Preisspannen pro Wellensittich: Zoohandlungen: Zwischen 35 und 50 Euro. Züchter: Zwischen 20 und 60 Euro, wobei seltenere Farbschläge teurer sein können. Tierheim oder Tierschutzorganisationen: Oftmals eine Schutzgebühr zwischen 10 und 30 Euro.
Wie teuer ist eine Zwergziege?
Eine Zwergziege kostet in der Anschaffung meist zwischen 80 und 250 Euro, abhängig von Züchter, Abstammung und Alter; junge Zicklein können auch etwas mehr kosten, bis zu 300 Euro, aber auch günstigere Angebote sind möglich, zum Beispiel für Böcke. Die Kosten können je nach Rasse (z. B. Afrikanische Zwergziege) variieren, und man sollte immer mindestens zwei Tiere halten, da Ziegen sozial sind.
Was passiert, wenn man Tiere nicht anmeldet?
Geldbußen sind bis 25.000 Euro möglich, bei Tierquälerei kann sogar eine Haftstrafe drohen. Wer mit der Haltung seines Haustiers überfordert ist, sollte es auf gar keinen Fall aussetzen, sondern sich mit einem Tierheim in Verbindung setzen.
Sind Amazonen meldepflichtig?
Ob Vierzehen-Landschildkröte, Jemenchamäleon oder Venezuela-Amazone, diese Tiere zählen (wie unzählige andere Tiere auch) zu den besonders geschützten Arten. Besonders geschützte Wirbeltiere sind bei der Unteren Naturschutzbehörde anzumelden.
Sind Nymphensittiche meldepflichtig?
Nymphies sind "Kleintiere" und müssen daher niemandem gemeldet werden. Rein prinziepiell ist es so: - Nymphen sind Kleintiere und dürfen, auch bei juristisch gültigen Klauseln ohne Extra-Genehmigung oder Meldung angeschafft und gehalten werden.
Was verdient ein Friseur?
Wie wird man Filialleiter bei McDonalds?