Zum Inhalt springen

Welche Medikamente sind ausverkauft?

Gefragt von: Herr Dr. Helfried Weber  |  Letzte Aktualisierung: 18. Juli 2026
sternezahl: 4.8/5 (73 sternebewertungen)

Aktuell sind viele Medikamente in Deutschland knapp, darunter vor allem Kinder-Antibiotika (wie Amoxicillin), Fiebersäfte (Ibuprofen, Paracetamol) und Herz-Kreislauf-Mittel (Blutdrucksenker, z.B. Ramipril, Candesartan) sowie bestimmte Diabetes- und Schilddrüsenmedikamente, aber auch Antidepressiva und Antihistaminika, berichtet die Apotheke Adhoc und das BfArM. Die Engpässe betreffen oft Generika, da die Produktion günstiger Rohstoffe aus Asien verlagert wurde und die Nachfrage durch Corona und Grippewellen stark gestiegen ist, so INGOLSTADT und youtube.com.

Welche Medikamente sind derzeit nicht lieferbar?

Aktuell (Stand Anfang 2026) gibt es Lieferengpässe bei wichtigen Medikamentengruppen wie Antibiotika (besonders Kinder-Säfte), Schmerzmitteln (z.B. Ibuprofen), Blutdrucksenkern, Schilddrüsenpräparaten, Psychopharmaka (z.B. Venlafaxin, Fluoxetin), ADHS-Mitteln (z.B. Atomoxetin), Krebsmedikamenten (z.B. Lenalidomid, Hydromorphon) und bestimmten Impfstoffen; auch Glukagon-Fertigspritzen und Alzheimer-Medikamente (Galantamin) sind betroffen; spezifische Präparate wie Salbutamol leiden unter Versorgungsengpässen, während Kochsalzlösungen ebenfalls zeitweise knapp sind. Die Situation ändert sich ständig, daher sollten Sie die aktuellen Meldungen von Behörden (wie dem BfArM in Deutschland oder BASG in Österreich) und Fachseiten (wie Gelbe Liste) prüfen. 

Bei welchen Medikamenten gibt es zur Zeit Engpässe?

Aktuelle Listen von Medikamenten-Lieferengpässen finden Sie beim BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) und auf PharmNet.Bund, wobei das BfArM auch Maßnahmen wie Gestattungen veröffentlicht und die Gelbe Liste ebenfalls aktuelle Informationen bereitstellt, mit Beispielen wie Ethosuximid (Petinimid Sirup), Benperidol (Glianimon) oder Nimodipin (Nimotop) aktuell betroffen sind (Stand: Ende 2025/Anfang 2026). Es gibt auch österreichische Daten, etwa für Darunavir oder Escitalopram. 

Welche Medikamente werden jetzt knapp?

Die Arzneimittel der folgenden Medikamenten-Gruppen sind zurzeit am stärksten von den Lieferengpässen betroffen:

  • Antidepressiva.
  • Schilddrüsenmedikamente.
  • Schmerzmittel (Ibuprofen)
  • Blutdrucksenker.
  • Kochsalzlösungen.
  • Krebsmittel.
  • Hormonpräparate.
  • Impfstoffe.

Wie finde ich Medikamente, die vorrätig sind?

Ein Medikamentenfinder ist ein Online-Tool, mit dem Sie eine Apotheke finden können, die Ihr gewünschtes Medikament vorrätig hat . Wenn Sie beispielsweise eine Apotheke suchen, die ein Stimulans vorrätig hat, können Sie den Medikamentenfinder von Medfinder nutzen, um die passende Apotheke zu finden und das Medikament abzuholen.

Ausverkauft – warum uns in Europa die Medikamente ausgehen.

33 verwandte Fragen gefunden

Wo kann ich schauen, ob ein Medikament vorrätig ist?

In der MediNow-App sehen Sie auf einen Blick, ob Ihr benötigtes Medikament vorrätig ist. So sparen Sie Zeit und unnötige Wege.

Was tun, wenn keine Apotheke mein Medikament vorrätig hat?

Sollte das Medikament weiterhin nicht verfügbar sein, muss Ihnen möglicherweise ein alternatives Medikament verschrieben werden . Wenden Sie sich bitte so bald wie möglich an Ihre Hausarztpraxis oder eine ADHS-Ambulanz, falls Sie Ihr Rezept nicht in der Apotheke erhalten können.

Was kann ich tun, wenn mein Medikament nicht lieferbar ist?

Wenn ein Medikament nicht lieferbar ist, sollten Sie frühzeitig das Rezept einreichen, verschiedene Apotheken in Ihrer Nähe anrufen, um Vorräte zu prüfen, und mit Ihrem Arzt sprechen, um wirkstoffgleiche Alternativen (gleicher Wirkstoff, andere Stärke/Form) oder einen Umweg über andere Hersteller zu finden, da Apotheken und Ärzte oft gemeinsam Lösungen finden, um Ihre Versorgung sicherzustellen. 

Welche Schmerzmittel sind knapp?

Schmerzmittel, die Paracetamol mit Codein oder Oxycodon enthalten, werden zur Schmerzlinderung eingesetzt. Bei einigen dieser Medikamente kam es im Sommer zu Lieferengpässen.

Was ist das stärkste Medikament der Welt?

Es gibt nicht das eine stärkste Medikament, da "Stärke" je nach Kontext (Schmerz, Umsatz, Wirkung) variiert; stärkste Schmerzmittel sind oft synthetische Opioide wie Sufentanil oder Fentanyl (bis 100-mal stärker als Morphin), während Humira (Adalimumab) zu den umsatzstärksten gehört und Oxytocin (durch Umarmungen freigesetzt) als "natürliches" stärkstes Mittel für Wohlbefinden gilt. 

Welche Medikamente können derzeit nicht geliefert werden?

Lieferengpässe im Fokus

  • Acetylsalicylsäure. ...
  • Antibiotika für Kinder. ...
  • ALBVVG - Dringlichkeitsliste und Liste der notwendigen Kinderarzneimittel. ...
  • Fiebersäfte für Kinder. ...
  • Salbutamol in pulmonaler Darreichungsform. ...
  • Atomoxetinhaltige Arzneimittel. ...
  • GLP-1-Rezeptor-Agonisten.

Welches Medikament hat das höchste Suchtpotenzial?

Das höchste Suchtpotenzial besitzen dabei die sogenannten Benzodiazepine (Benzos) und die Z-Substanzen Zolpidem, Zopiclon und Zaleplon, die bereits in kleinen Dosen abhängig machen und bei Missbrauch Mehrfachabhängigkeiten bedingen können.

Was ist das teuerste Medikament in Deutschland?

Das teuerste Medikament in Deutschland ist eine Gentherapie wie Libmeldy oder Zolgensma, die bei seltenen Erbkrankheiten wie spinaler Muskelatrophie (SMA) eingesetzt wird und Preise von deutlich über 2 Millionen Euro pro Einmalgabe erreicht, wobei Libmeldy mit rund 2,88 Millionen Euro an der Spitze steht, dicht gefolgt von Zolgensma. Diese extrem hohen Kosten resultieren aus der neuartigen, einmaligen Gentherapie, die direkt an der genetischen Ursache ansetzt.
 

Welches Medikament haben sie aus dem Regal genommen?

Phenylephrin ist ein Bestandteil vieler bekannter Erkältungsmedikamente, darunter NyQuil, Benadryl und Sudafed . Die FDA schlägt vor, es vom Markt zu nehmen, nicht weil es unsicher ist, sondern weil es wirkungslos ist – zumindest nicht in Tabletten- oder Sirupform. Als Nasenspray angewendet, kann es jedoch wirksam sein.

Was ist die schwarze Liste Medikamente?

Arzneimittel, die unter zusätzlicher Überwachung stehen, sind seit 2013 in allen EU-Mitgliedstaaten mit einem schwarzen Dreieck gekennzeichnet. Das schwarze Dreieck zeigt an, dass dieses Mittel noch strenger überwacht wird als andere Arzneimittel. Es bedeutet aber nicht, dass das Arzneimittel nicht sicher ist.

Welche Lieferschwierigkeiten gibt es bei Presinol?

Der Lieferengpass für Presinol (Wirkstoff Methyldopa) scheint aktuell (Stand Anfang Januar 2026) beigelegt oder zumindest stark entspannt, da die Gelbe Liste meldet, dass die Engpässe für die 125mg, 250mg und 500mg Tabletten beendet sind. Frühere Lieferprobleme bestanden aufgrund von Produktionsschwierigkeiten, aber es sollte jetzt wieder verfügbar sein, wobei es bei bestimmten Stärken oder Chargen immer noch kurzfristig zu Lücken kommen kann; sprechen Sie am besten mit Ihrer Apotheke oder Ihrem Arzt über Alternativen oder die aktuelle Verfügbarkeit.
 

Welches Schmerzmittel wirkt sofort?

Für schnell wirkende Schmerzmittel eignen sich Präparate mit Ibuprofen-Lysinat (z.B. IBU-LYSIN, DOLORMIN Extra), die schon nach ca. 15 Minuten wirken, oder spezielle Ibuprofen-Weichkapseln (z.B. NUROFEN) mit gelöstem Wirkstoff für schnelle Aufnahme (ca. 30 Min.). Auch Paracetamol, oft mit Wirkbeschleunigern kombiniert (z.B. Paracetalgin), kann schnell helfen. Die Geschwindigkeit hängt auch von der Darreichungsform ab (z.B. flüssiger Kern), der Einnahme (nüchtern oder mit Essen) und der Körperlage (rechte Seitenlage beschleunigt die Freisetzung).
 

Welche drei Schmerzmittel sind die stärksten?

Opioide gelten als die stärksten verfügbaren Schmerzmittel, dazu zählen etwa Codein, Tramal, Tilidin, Oxycodon oder auch Fentanyl.

Wie heißt das neueste Schmerzmittel?

Suzetrigin – so wirkt das erste neuartige Schmerzmittel seit über 20 Jahren. Mit Suzetrigin lässt die US-Aufsicht erstmals seit mehr als zwei Jahrzehnten eine neue Schmerzmittelklasse zu. Die Tabletten helfen bei mittleren bis starken Schmerzen. Wie es wirkt und welche Hoffnungen damit verbunden sind.

Welche Medikamente sind aktuell nicht verfügbar?

Aktuell (Stand Anfang 2026) gibt es Lieferengpässe bei wichtigen Medikamentengruppen wie Antibiotika (besonders Kinder-Säfte), Schmerzmitteln (z.B. Ibuprofen), Blutdrucksenkern, Schilddrüsenpräparaten, Psychopharmaka (z.B. Venlafaxin, Fluoxetin), ADHS-Mitteln (z.B. Atomoxetin), Krebsmedikamenten (z.B. Lenalidomid, Hydromorphon) und bestimmten Impfstoffen; auch Glukagon-Fertigspritzen und Alzheimer-Medikamente (Galantamin) sind betroffen; spezifische Präparate wie Salbutamol leiden unter Versorgungsengpässen, während Kochsalzlösungen ebenfalls zeitweise knapp sind. Die Situation ändert sich ständig, daher sollten Sie die aktuellen Meldungen von Behörden (wie dem BfArM in Deutschland oder BASG in Österreich) und Fachseiten (wie Gelbe Liste) prüfen. 

Warum sind derzeit so viele Medikamente nicht lieferbar?

Die Hauptursache für die aktuellen Lieferengpässe sind also nicht die gestörten Transportwege des Wirkstoffs – es ist die Tatsache, dass sich zu viele Hersteller aus der Produktion zurückgezogen haben und die Verbliebenen die Versorgung nicht mehr stabil sicherstellen können.

Was kann ich tun, wenn ein Medikament nicht verfügbar ist?

Wenn ein Medikament nicht lieferbar ist, sollten Sie frühzeitig das Rezept einreichen, verschiedene Apotheken in Ihrer Nähe anrufen, um Vorräte zu prüfen, und mit Ihrem Arzt sprechen, um wirkstoffgleiche Alternativen (gleicher Wirkstoff, andere Stärke/Form) oder einen Umweg über andere Hersteller zu finden, da Apotheken und Ärzte oft gemeinsam Lösungen finden, um Ihre Versorgung sicherzustellen. 

Warum bekommt man keine Medikamente mehr?

Und wie lässt sich das ändern? Die Gründe für Lieferengpässe bei Medikamenten sind vielfältig: Mal sind es Verunreinigungen der Medikamente, mal stellt ein Hersteller die Produktion ein, mal sind es die Folgen der Corona-Pandemie.

Welche Medikamente sollte man in der Hausapotheke vorrätig haben?

Für eine gute Hausapotheke sollten Sie immer persönliche Medikamente, Schmerz- und Fiebermittel (wie Ibuprofen/Paracetamol), Mittel gegen Erkältung (Nasenspray, Lutschtabletten), Magen-Darm-Beschwerden (Durchfall, Elektrolyte, Sodbrennen), Insektenstiche/Sonnenbrand, sowie Wundversorgung (Pflaster, Desinfektion, Salben) und Verbandsmaterial bereithalten, um für alltägliche Notfälle und kleinere Krisen gerüstet zu sein.