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Welche Medikamente können abtreiben?

Gefragt von: Frau Elise Reich B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 9. März 2026
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Medikamentöse Abtreibungen erfolgen in der Regel mit zwei Medikamenten: Mifepriston (blockiert schwangerschaftserhaltende Hormone) gefolgt von einem Prostaglandin (löst Gebärmutterkontraktionen aus), um eine frühe Schwangerschaft (bis ca. 9. Woche) abzubrechen. Diese Medikamente sind nicht frei verkäuflich, müssen ärztlich verordnet werden und sind Teil eines ärztlich begleiteten Prozesses, nicht für den Eigengebrauch gedacht, um Risiken zu vermeiden.

Welches Medikament stoppt eine frühe Schwangerschaft?

Mifepriston wird zur Beendigung einer frühen Schwangerschaft angewendet. Es senkt den Progesteronspiegel im Körper und verhindert so das Fortschreiten der Schwangerschaft. Dieses Arzneimittel kann auch für andere Zwecke verwendet werden; wenden Sie sich bei Fragen an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was führt zu einem natürlichen Abort?

Medizinische Probleme wie z.B. ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), hormonelle Veränderungen, anatomische Veränderungen der Gebärmutter, Gerinnungsstörungen und Infektionen können eine Rolle spielen.

Welche Medikamente führen zu Fehlgeburten?

Die Schmerzmittel Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen können das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen, auch wenn sie in den ersten 20 Wochen der Schwangerschaft genommen werden.

Ist die Abtreibungspille rezeptfrei erhältlich?

Die Abtreibungspille nehmen Sie unter ärztlicher Aufsicht bei den Fachleuten ein, die den Schwangerschaftsabbruch durchführen. Denn das Medikament ist nicht frei verkäuflich oder auf Rezept erhältlich.

Abtreibung - wie funktioniert ein Schwangerschaftsabbruch mit Tabletten?

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Welche Tabletten eignen sich zum Abtreiben?

Mifegyne® blockiert die Wirkung von Progesteron. Es kommt zu einer Blutung und zum Schwangerschaftsabbruch. Zusätzlich bewirkt Mifegyne® eine Erweichung und Öffnung des Gebärmutterhalses. 36 bis 48 Stunden nach der Einnahme von Mifegyne® muss zusätzlich ein Prostaglandinpräparat eingenommen werden.

Wie viel kostet eine Abtreiben-Pille?

Die Kosten für eine ambulante Abtreibung liegen zwischen 350 und 500 Euro. Ein stationärer Schwangerschaftsabbruch kostet mehr als 500 Euro. Die Kosten können nicht von der AOK übernommen werden; sie sind von der Frau selbst zu bezahlen.

Was regt eine Fehlgeburt an?

Fehlgeburten entstehen oft durch Chromosomenanomalien des Embryos (Hauptursache), aber auch durch mütterliche Faktoren wie Alter, hormonelle Störungen (Diabetes, Schilddrüse), anatomische Probleme der Gebärmutter, Infektionen, Autoimmunerkrankungen, Stress, Nikotin, Alkohol, Drogen sowie Übergewicht, und äußere Einflüsse wie bestimmte Medikamente, Schadstoffe und Schichtarbeit. In vielen Fällen bleibt die genaue Ursache jedoch unklar, da der Körper den Abbruch einer nicht lebensfähigen Schwangerschaft als natürlichen Schutzmechanismus einleitet.
 

Kann Ibuprofen eine Schwangerschaft abbrechen?

Im Gegensatz zu Paracetamol darf Ibuprofen aber nur bis zur 28. Schwangerschaftswoche eingenommen werden, weil danach der fetale Kreislauf geschädigt werden könnte. Es gibt kaum ein Medikament, dessen Risiko so hoch ist, das nach einer Einnahme unbesehen ein Schwangerschaftsabbruch angezeigt wäre.

Was führt schnell zu einer Fehlgeburt?

Chronische Erkrankungen der Schwangeren wie Diabetes mellitus, Übergewicht, Schilddrüsenfunktionsstörungen oder Bluthochdruck erhöhen das Risiko einer Fehlgeburt. Infektionen in der Schwangerschaft können dazu führen, dass die Fruchtblase vorzeitig platzt und die Wehen zu früh ausgelöst werden.

Was fördert eine Fehlgeburt in der Frühschwangerschaft?

Frühe Fehlgeburten haben oft harmlose, aber auch ernste Ursachen, meist liegen sie in zufälligen Chromosomenstörungen des Embryos oder mütterlichen Faktoren wie Infektionen, hormonellen Problemen (z.B. Schilddrüse, Diabetes), Gebärmutteranomalien, Autoimmunerkrankungen, Stress, ungesunder Lebensweise (Rauchen, Alkohol) und erhöhtem Alter der Mutter. Oft findet sich aber auch keine eindeutige Ursache, insbesondere in den ersten Wochen, da die meisten Fälle durch natürliche Fehler in der Entwicklung bedingt sind. 

Kann Petersilie zur Abtreibung verwendet werden?

Die Wirkung von Petersiliensud auf die Gebärmutter wurde bereits im Mittelalter in der Gynäkologie und Geburtshilfe genutzt. Zur Anwendung kam er bei Menstruationsbeschwerden, ausgebliebener Regelblutung und zur Abtreibung. Schwangere sollten speziell Petersilien-Öl meiden, da es abortiv wirken kann.

In welcher Woche ist Abgang am häufigsten?

Die meisten Fehlgeburten ereignen sich in den ersten 12 Schwangerschaftswochen, insbesondere in den Wochen 7 bis 10, da dies eine kritische Phase der Organentwicklung ist und chromosomale Anomalien häufiger auftreten. Danach sinkt das Risiko mit jeder Woche erheblich; nach der 10. Woche liegt es nur noch bei etwa 0,5 %. 

Welche Medikamente erschweren die Schwangerschaft?

Zu den am häufigsten verwendeten Medikamenten gehören Antiemetika, Antazida, Antihistaminika, Analgetika, antimikrobielle Mittel, Diuretika, Antidepressiva und Tranquilizer. Drogenkonsum und -missbrauch sind ebenfalls häufig.

Wie kann man eine Schwangerschaft medikamentös beenden?

Bei einem medikamentösen Abbruch nimmt die Frau zwei Medikamente im Abstand von 24 bis 48 Stunden ein – das erste in der Arztpraxis, das zweite ebenfalls dort oder zu Hause. Die Medikamente lösen eine Blutung aus, die die Schwangerschaft beendet.

Welches Medikament hilft gegen Schwangerschaft?

Tabletten gegen eine bereits bestehende Schwangerschaft gibt es nicht; stattdessen gibt es die "Pille danach" als Notfallverhütung, die eine Befruchtung verhindern soll (Wirkstoffe wie Ulipristalacetat oder Levonorgestrel) und innerhalb von Tagen nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eingenommen wird, sowie schwangerschaftsabbruch-tabletten (medikamentöser Abbruch), die nur unter ärztlicher Aufsicht bei bestätigter Schwangerschaft angewendet werden, um diese zu beenden. Für die tägliche Verhütung gibt es die reguläre Pille (Kombipille oder Minipille). 

Welche Medikamente helfen, um die Schwangerschaft abzubrechen?

Misoprostol wurde 2015 von Swissmedic für den medikamentösen Abbruch einer frühen intrauterinen Schwangerschaft unter dem Namen MisoOne® (enthält 400µg Misoprostol) zugelassen und ist seit 2018 auf dem Markt. Mifepriston entfaltet seine abortive Wirkung am besten in der Frühschwangerschaft.

Welche Tabletten sollte man nicht in der Schwangerschaft nehmen?

In der Schwangerschaft sind viele Medikamente eingeschränkt oder verboten, insbesondere NSAR wie Ibuprofen (nach Woche 28), einige Antibiotika (z.B. Tetracycline), bestimmte Epilepsie-Mittel (z.B. Carbamazepin), Retinoide (Vitamin A-Derivate) und Opioide, da sie Risiken für Fehlbildungen, Wachstumsprobleme oder Herzschäden des Babys bergen können; stets ärztlichen Rat einholen ist oberstes Gebot, auch bei rezeptfreien Mitteln und pflanzlichen Präparaten.
 

Kann Ibuprofen zu Fehlgeburten führen?

Ja, Ibuprofen kann das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen, besonders bei Einnahme in der Frühschwangerschaft, da es zu den NSAR gehört, die die Plazentadurchblutung beeinträchtigen können; im letzten Schwangerschaftsdrittel ist es strikt verboten, da es den fetalen Kreislauf schädigt. Während die frühen Studienergebnisse auf ein erhöhtes Risiko hinwiesen, sind die Daten widersprüchlich, doch Experten raten zur Vorsicht und empfehlen Alternativen wie Paracetamol, besonders nach Rücksprache mit einem Arzt. 

Welcher Tee unterstützt eine Fehlgeburt?

Hirtentäschel ist wirksam und hilfreich bei einer starken, dunklen Menstruationsblutung vor allem bei Frauen, die dazu neigen, sich für andere über ihre Grenzen hinweg zu verausgaben. Auch zur Unterstützung der Rückbildung für die Gebärmutter nach Fehlgeburten und Geburten ist Hirtentäschelkraut gut geeignet.

Was führt zu einer Fehlgeburt in den ersten Wochen?

Fehlgeburten in den ersten Wochen werden meist durch genetische Anomalien (Chromosomenstörungen) beim Embryo verursacht, die eine normale Entwicklung verhindern. Weitere Gründe sind mütterliche Faktoren wie Infektionen (Röteln, Zytomegalievirus), hormonelle Störungen (Schilddrüse, Progesteronmangel), unbehandelte Krankheiten (Diabetes, Bluthochdruck), anatomische Probleme der Gebärmutter sowie äußere Einflüsse wie Alkohol, Nikotin und Drogen. 

Wie kann man eine Fehlgeburt auffangen?

Möchte man das Schwangerschaftsgewebe auffangen, empfiehlt es sich auf dem WC ein Sieb zur Hand zu haben. Nach dem Abgang der Frucht geht die Blutung in der Regel zurück. Das Allgemeinbefin- den und der Kreislauf sind im Auge zu behalten. Eine sehr starke, langanhaltende Blutung sollte ärztlich kontrolliert werden.

Welche Strafe droht bei Abtreibung?

Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland grundsätzlich nach § 218 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht, aber in der Praxis meist strafbar, wenn er innerhalb von 12 Wochen nach der Empfängnis nach einer verpflichtenden Beratung durch einen Arzt durchgeführt wird (Beratungsregelung, § 218a StGB) oder bei medizinischer/kriminologischer Indikation. Wer den Abbruch durchführt (Arzt/Arzthelfer) wird härter bestraft, wenn die Schwangere nicht einwilligt oder die Regeln verletzt, während die Schwangere selbst bei der „Beratungsregelung“ nicht strafbar ist. 

Ist die erste Abtreibung gratis?

Nein, eine erste Abtreibung ist in Deutschland grundsätzlich nicht automatisch kostenlos, aber die Kosten können für Frauen mit geringem Einkommen übernommen werden; die ärztliche Beratung und Nachsorge zahlt die Krankenkasse immer. Die Kosten für den Eingriff selbst (ca. 300–800 €) trägt man selbst, wenn das Einkommen über einer bestimmten Grenze liegt (oft < 1.500 € netto/Monat), aber man kann eine Übernahme beantragen, wenn man bedürftig ist, wobei dann das Bundesland oder die Krankenkasse zahlt. 

Kann man direkt beim Frauenarzt abtreiben?

Eine Schwangerschaft kann operativ oder mit Medikamenten abgebrochen werden („Abtreibung“). Der operative Schwangerschaftsabbruch (Absaugung) wird in der Regel ambulant in einer Klinik oder Arztpraxis durchgeführt.