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Welche Leistungen erbringt eine Risikolebensversicherung?

Gefragt von: Lisbeth Geißler  |  Letzte Aktualisierung: 3. November 2026
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Eine Risikolebensversicherung erbringt im Todesfall der versicherten Person eine festgelegte Geldsumme (Versicherungssumme) an die bezugsberechtigten Hinterbliebenen, um deren finanzielle Existenz zu sichern, laufende Kosten (Miete, Kredite, Lebenshaltung) zu decken, die Ausbildung der Kinder zu finanzieren oder die Immobilie zu halten. Oft können durch optionale Zusatzbausteine auch Leistungen bei Berufsunfähigkeit, Pflegebedürftigkeit oder schwere Erkrankungen abgesichert werden.

Welche Leistungen deckt eine Risikolebensversicherung ab?

Eine Risikolebensversicherung deckt primär den finanziellen Schutz der Hinterbliebenen im Todesfall des Versicherten ab, indem eine vorher festgelegte Summe ausgezahlt wird, um z.B. Kredite (Immobilien, Privat), laufende Kosten (Miete, Lebenshaltung) oder Ausbildungskosten der Kinder zu finanzieren. Sie sichert also den Wegfall des Einkommens ab, oft als Bedingung für eine Baufinanzierung gefordert, und kann durch Zusatzbausteine um Risiken wie Berufsunfähigkeit, schwere Krankheiten (Dread Disease) oder einen Unfalltod erweitert werden. 

In welchen Fällen zahlt die Risikolebensversicherung nicht?

Eine Risikolebensversicherung zahlt nicht, wenn der Todesfall außerhalb der Vertragslaufzeit eintritt, der Vertrag gekündigt wurde, bei vorvertraglicher Anzeigepflichtverletzung (z. B. Verschweigen von Krankheiten) oder bei Suizid innerhalb der ersten drei Jahre, es sei denn, die Versicherung hat eine Klausel, die auch dann zahlt. Auch grobe Fahrlässigkeit oder ein vorsätzlicher Tod können die Auszahlung verhindern.
 

Was sind die Nachteile einer Risikolebensversicherung?

Nachteil: Der Nachteil der Risikolebensversicherung ist, dass die Versicherungssumme nur dann an Deine Hinterbliebenen ausgezahlt wird, wenn Du während der vereinbarten Laufzeit stirbst. Endet die Laufzeit und Du bist am Leben, bekommst Du die eingezahlten Beiträge nicht zurück.

Ist eine Risikolebensversicherung mit 60 Jahren noch sinnvoll?

Ja, eine Lebensversicherung ist auch mit 60 Jahren noch möglich, oft als Risikolebensversicherung zur Absicherung von Hinterbliebenen oder als Sterbegeldversicherung für die Bestattungskosten, wobei die Beiträge mit dem Alter steigen und Gesundheitsfragen relevant sind, aber auch Alternativen wie kombinierte Policen oder separate Absicherungen existieren. Während die klassische Kapitallebensversicherung für Senioren oft weniger attraktiv ist, bieten Risikolebensversicherungen (bis ca. 75 Jahre möglich) und Sterbegeldversicherungen (oft ohne Gesundheitsprüfung) gute Möglichkeiten, um finanzielle Lücken zu schließen und Angehörige zu entlasten.
 

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Ist eine Risikolebensversicherung für Rentner noch sinnvoll?

Ja, Rentner können noch eine Risikolebensversicherung (RLV) abschließen, oft bis 70 oder 75 Jahre, aber die Beiträge sind höher. Sie ist sinnvoll bei Restschulden (z. B. Immobilienkredit) oder zur Absicherung finanziell abhängiger Partner (z. B. geringe eigene Rente, unverheiratet), um die Hinterbliebenen finanziell abzusichern, da keine Kapitalbildung stattfindet und keine Witwenrente gezahlt wird. Alternativen sind Sterbegeldversicherungen für kleinere Summen ohne Gesundheitsprüfung. 

Ist eine Risikolebensversicherung besser als eine Lebensversicherung?

Die Risikolebensversicherung ist dann die richtige Wahl, wenn Du vorrangig Deine Familie im Todesfall finanziell absichern willst. Auch als Sicherheit für einen Bankkredit ist sie bestens geeignet. Sie ist zudem weitaus günstiger als eine kapitalbildende Lebensversicherung, da sie nur im Todesfall leistet.

Wie lange soll ich eine Risikolebensversicherung laufen lassen?

Die Laufzeit einer Risikolebensversicherung legt man individuell fest, oft zwischen 10 und 45 Jahren, passend zum Absicherungsbedarf wie der Dauer der Ausbildung der Kinder, der Abzahlung eines Kredits (z.B. Haus) oder der Absicherung des Partners bis zum Renteneintritt, wobei eine längere Laufzeit oft ratsam ist, da eine Verlängerung schwierig sein kann und die Kündigung jederzeit möglich ist, wobei die Obergrenze oft das 75. Lebensjahr des Versicherten ist.
 

Was ist die beste Versicherung im Todesfall?

Für die Absicherung Ihrer Familie ist vor allem die Risikolebensversicherung gut geeignet. Sie können die Versicherungssumme an Ihre Bedürfnisse anpassen und bezahlen nur die Kosten für das tatsächliche Risiko. Auf Veränderungen können Sie relativ flexibel reagieren und die Risikolebensversicherung anpassen.

Kann man sich die Risikolebensversicherung auszahlen lassen?

Nein, eine Risikolebensversicherung wird normalerweise nicht zu Lebzeiten ausgezahlt, da sie keine Spar- oder Kapitalbildung beinhaltet, sondern nur im Todesfall eine Leistung für die Hinterbliebenen erbringt. Bei Kündigung gibt es in der Regel keine Auszahlung oder nur einen geringen Rückkaufswert nach Abzug der Kosten, und die Absicherung endet. Eine Ausnahme können spezielle Klauseln oder unheilbare Krankheiten sein, die eine vorgezogene Leistung ermöglichen. 

Worauf sollte ich bei einer Risikolebensversicherung achten?

Bei der Risikolebensversicherung müssen Sie vor allem die richtige Versicherungssumme (oft 3-5 Bruttojahresgehälter) und Laufzeit wählen, Ihre Gesundheit wahrheitsgemäß angeben (sonst kein Schutz!), die Nachversicherungsgarantie für spätere Anpassungen prüfen und Tarife genau vergleichen, um die Hinterbliebenen optimal gegen finanzielle Risiken wie Kredite oder den Verlust des Familieneinkommens abzusichern.
 

Ist die Auszahlung einer Risikolebensversicherung steuerpflichtig?

Während Sie Ihre Beiträge zur Risikolebensversicherung zurzeit nur begrenzt steuerlich geltend machen können, bleibt die Risikolebensversicherung im Leistungsfall, also bei der Auszahlung der Versicherungssumme an die bezugsberechtigte Person, uneingeschränkt einkommensteuerfrei: Es fällt also keine Einkommensteuer an.

Ist eine Risikolebensversicherung bei Bluthochdruck möglich?

In der Risikolebensversicherung stellt Bluthochdruck oder Hypertonie für Versicherer ein erhöhtes Risiko dar. Der Abschluss einer Risikolebensversicherung kann jedoch trotz Bluthochdruck möglich sein. Der Versicherer prüft Dein individuelles Risiko, um den bestmöglichen Schutz für Dich und Deine Liebsten zu finden.

Wann zahlt eine Risikolebensversicherung nicht?

Stirbt die versicherte Person nach Ablauf der Vertragslaufzeit, zahlt die Risikolebensversicherung nicht. Die Risikolebensversicherung zahlt die Leistungen an denjenigen, der in der Police als Bezugsberechtigter festgelegt wurde. Diese Verfügung ist im Todesfall bindend und ist auch der Erbfolge übergeordnet.

Ist eine Risikolebensversicherung mit 57 Jahren noch sinnvoll?

Risikolebensversicherung für Senioren: Das Wichtigste auf einen Blick. Altersgrenze: Der Abschluss einer Risikolebensversicherung ist auch noch mit 60 oder mehr Jahren möglich. Die Versicherer legen aber eine Altersgrenze für Risikolebensversicherungen fest – diese liegt meistens bei 75 Jahren.

Für wen lohnt sich eine Risikolebensversicherung?

Eine Risikolebensversicherung ist sinnvoll, wenn Sie Angehörige (Partner, Kinder) finanziell absichern möchten, um deren Lebensstandard bei Ihrem Tod zu sichern, oder wenn Sie eine große Finanzierung (z.B. Hauskredit) absichern wollen, damit Hinterbliebene diese weiter bedienen können. Sie schützt vor finanziellen Notlagen bei Verdienstausfall und sichert die Zukunft von Familien durch die Übernahme von Ausbildungskosten oder laufenden Kosten ab, insbesondere bei Alleinerziehenden oder Lebensgemeinschaften, die gesetzlich nicht abgesichert sind.
 

Wann macht eine Todesfallversicherung Sinn?

Eine Todesfallversicherung macht nur dann Sinn, wenn Sie im Falle Ihres Todes Menschen hinterlassen, die von Ihnen finanziell abhängig sind.

Kann man mit 60 noch eine Sterbeversicherung abschließen?

Das gilt auch für Rentner bzw.

Nach dem Renteneintritt mit Anfang, Mitte 60 oder auch noch mit 70 ist es in der Regel problemlos möglich, eine Sterbegeldversicherung als Rentner abzuschließen.

Kann ich mit 60 noch eine Risikolebensversicherung abschließen?

Ja, eine Risikolebensversicherung lässt sich auch mit 60 Jahren noch abschließen, aber die Beiträge sind aufgrund des höheren Altersrisikos teurer; Anbieter haben meist eine Altersgrenze um 70-75 Jahre, aber die Laufzeit verkürzt sich, und eine Gesundheitsprüfung ist unerlässlich, wobei die Sterbegeldversicherung eine Alternative für kleinere Summen darstellt. 

Was kostet eine Risikolebensversicherung ab 50?

Eine Risikolebensversicherung ist eine reine „Todesfallabsicherung“. Sie dient der finanziellen Absicherung des Partners und der Kinder sowie der Absicherung von Krediten oder Darlehen.

Wie viel kostet eine Risikolebensversicherung mit einer Versicherungssumme von 150.000 Euro?

Eine Lebensversicherung über 150.000 € ist oft eine Risikolebensversicherung (RLV), die Hinterbliebene absichert und bei jungen Menschen schon für wenige Euro monatlich erhältlich ist, wobei Kosten von Faktoren wie Alter, Beruf, Gesundheitszustand und Laufzeit abhängen. Für die richtige Summe sollte man das 3- bis 5-fache des Brutto-Jahreseinkommens absichern und eventuelle Restschulden (z.B. Immobilienkredit) addieren. Es gibt auch spezielle Klauseln (Nachversicherungsgarantie) für spätere Erhöhungen, ohne erneute Gesundheitsprüfung, erklärt die Hannoversche. 

Wer bekommt das Geld bei einer Risikolebensversicherung?

Die Auszahlung der Risikolebensversicherung erfolgt im Fall des Todes des Versicherten in der Regel an den im Vertrag festgelegten Bezugsberechtigten. Der Bezugsberechtigte kann eine bestimmte Person oder auch mehrere Personen sein, wie beispielsweise der Ehepartner, die Kinder oder andere Verwandte.

Was ist besser, Sterbeversicherung oder Risikolebensversicherung?

Die Wahl zwischen Risikolebens- und Sterbegeldversicherung hängt vom Zweck ab: Die Risikolebensversicherung (RLV) sichert eine hohe Summe zur Existenzsicherung für Angehörige (z.B. bei Krediten) und ist oft für Jüngere mit begrenzter Laufzeit; die Sterbegeldversicherung deckt zweckgebunden nur die Bestattungskosten, ist für Ältere geeignet, oft mit langer Laufzeit (bis zum Tod) und weniger strenger Risikoprüfung, aber niedrigerer Summe. Wählen Sie die RLV für umfassende finanzielle Absicherung, die Sterbegeldversicherung für die reine Bestattungsvorsorge, besonders bei höheren Eintrittsaltern. 

Auf was muss ich bei einer Risikolebensversicherung beachten?

Bei der Risikolebensversicherung sollten Sie auf die passende Versicherungssumme (3- bis 5-faches Bruttojahreseinkommen plus Restschulden) und die richtige Laufzeit (bis finanzielle Unabhängigkeit der Kinder/Haus abbezahlt) achten, die Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten und auf Flexibilitätsoptionen wie die Nachversicherungsgarantie achten, um den Vertrag an Lebenssituationen anpassen zu können, sowie die Tarife vergleichen (Leistung vs. Preis). 

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