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Welche Knochendichte in welchem Alter?

Gefragt von: Arnold Sander B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 8. März 2026
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Die Knochendichte erreicht ihren Höhepunkt im jungen Erwachsenenalter (ca. 20-30 Jahre) und nimmt danach altersbedingt ab, wobei Frauen nach den Wechseljahren schneller Knochenmasse verlieren als Männer, was zu Osteopenie (T-Score -1 bis -2,5) und Osteoporose (T-Score -2,5 oder weniger) führt, wobei die Diagnose anhand des T-Scores relativ zum jungen Erwachsenen-Mittelwert gestellt wird.

Welche Knochendichte ist in welchem Alter normal?

Je mehr Standardabweichungen unter 0 liegen, die als negative Zahlen angegeben werden, desto niedriger ist deine Knochendichte und desto höher ist dein Frakturrisiko. Ein T-Score zwischen +1 und -1 gilt als normal oder gesund.

Welche Knochendichte sollte man haben?

Eine normale Knochendichte liegt bei einem T-Wert größer als -1 (also z.B. 0 bis -0,9), während Werte zwischen -1 und -2,5 als Osteopenie (minderwertige Knochendichte) und Werte kleiner oder gleich -2,5 als Osteoporose (Knochenschwund) gelten, laut Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Der T-Wert vergleicht die eigene Knochendichte mit der eines gesunden 30-Jährigen; je niedriger der Wert, desto höher das Frakturrisiko.
 

Welche altersbedingten Knochenkrankheiten gibt es?

Osteoporose ist nicht nur eine altersbedingte Krankheit, sondern kann auch in jungem Alter auftreten. Ernährung und Sport sind wichtige Faktoren für die Gesundheit der Knochen. Osteoporose ist die häufigste Knochenerkrankung im höheren Lebensalter.

Wie hoch ist die normale Knochendichte?

Eine normale Knochendichte liegt bei 150 mg/ml mit einer Standardabweichung von 20 mg/ml für beide Geschlechter und unabhängig vom Alter bis zum Eintritt in die Pubertät. Ein Wert unter 80 mg/ml gilt als pathologisch.

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Was ist ein guter Wert für Knochendichte?

Je größer der Unterschied ist, desto weniger dicht ist der Knochen und desto höher das Frakturrisiko. Ein Wert von 0 heißt, dass die Knochendichte der Knochendichte eines jungen gesunden Erwachsenen entspricht. Werte zwischen −1 und 1 gelten als normal oder gesund.

Kann sich Knochendichte wieder verbessern?

Ja, Knochendichte kann wieder aufgebaut oder zumindest der Abbau gestoppt und verbessert werden, besonders durch Sport (Krafttraining), gesunde Ernährung (Calcium, Eiweiß, Vitamin D) und Lebensstiländerungen (Rauchstopp, moderater Alkoholkonsum). Bei Osteoporose ist ein vollständiger Wiederaufbau des ursprünglichen Knochenzustandes oft nicht möglich, aber Medikamente und gezielte Therapien können die Dichte erhöhen und Frakturen verhindern.
 

Welche Knochen brechen zuerst bei Osteoporose?

Bei Osteoporose brechen am häufigsten Wirbelkörper (oft spontan), gefolgt vom Oberschenkelhals (meist nach Stürzen) und dem Handgelenk (Speiche), aber auch der Oberarmkopf ist gefährdet. Diese Knochen werden aufgrund ihrer Struktur und der Alltagsbelastung besonders anfällig für Brüche (Fragilitätsfrakturen), selbst bei geringer Einwirkung.
 

Ist Osteoporose mit 80 Jahren häufig?

Mit zunehmendem Alter wird die Erkrankung immer häufiger: Im Alter von 80 Jahren besteht bei rund 40 % aller Menschen eine Osteoporose. Auch die Be- deutung der Osteoporose-Folgen nimmt mit der steigenden Lebenserwartung zu. Häufiger werden insbesondere Wirbel- und Oberschenkelhalsbrüche.

Welche Krankheit ist ähnlich wie Osteoporose?

Das Wort Osteomalazie stammt aus dem Griechischen und bedeutet Knochenerweichung. Bei Kindern spricht man von einer Rachitits. Die Erkrankten klagen über Knochen-, Gelenk- und Muskelschmerzen, weshalb die Osteomalazie oft mit der Osteoporose verwechselt wird, bei der ähnliche Schmerzen auftreten.

Was verfälscht die Knochendichtemessung?

Da bei der Methode letztlich der Unterschied zwischen Knochen und umgebendem Weichteilgewebe gemessen wird, kann die Knochendichtemessung durch eine falsche Positionierung, degenerative Veränderungen und Artefakte beeinflusst werden.

Wie schnell ändert sich die Knochendichte?

Bei jungen Erwachsenen überwiegt der Knochenaufbau durch die Osteoblasten, mit 30 Jahren ist dann die höchste Knochendichte erreicht. Anschließend überwiegt der Knochenabbau durch die Osteoklasten und die Knochendichte sinkt pro Jahr um circa 0,5 Prozent.

Wie oft soll man die Knochendichte messen lassen?

Die Knochendichtemessung kann nach fünf Jahren wiederholt werden, in begründeten Ausnahmefällen auch früher. Vertragsärztinnen und -ärzte müssen die Knochendichtemessung als Kassenleistung anbieten.

Warum kein Joghurt bei Osteoporose?

Milch und Milchprodukte enthalten besonders viel Calcium.

Falls Sie Milch nicht mögen, eignen sich Joghurt und Quark als Ersatz. Da Calcium nur in begrenzten Mengen aufgenommen wird, ist eine optimale Calciumzufuhr nur dann gewährleistet, wenn Sie Ihren Verzehr an Milchprodukten gleichmäßig über den Tag verteilen.

Wie merkt man schlechte Knochendichte?

Osteoporose verursacht erstmal keine Symptome. Der Verlust der Knochendichte erfolgt sehr langsam. Bei manchen Menschen treten nie Symptome auf. Wenn die Osteoporose zu Knochenbrüchen (Frakturen) führt, können die Patienten, je nachdem, wo die Fraktur auftritt, Schmerzen haben.

In welchem Alter sind die Knochen am stabilsten?

Im Alter von etwa 30 Jahren sind die Knochen am stabilsten. Danach wird langsam mehr Knochen ab- als aufgebaut. Ungefähr ab 50 beschleunigt sich dieser Prozess, vor allem bei Frauen: Bis zu den Wechseljahren schützt das weibliche Geschlechtshormon Östrogen die Knochen, denn es verlangsamt ihren Abbau.

Hat man mit Osteoporose eine normale Lebenserwartung?

Die Lebenserwartung mit Osteoporose ist nicht geringer.

Welche Menschen sind anfällig für Osteoporose?

Osteoporose betrifft vor allem ältere Menschen: Die Knochenstabilität nimmt im Alter generell ab. In manchen Fällen ist der Knochenschwund krankhaft erhöht. Dann steigt das Risiko für Knochenbrüche.

Kann man trotz Osteoporose alt werden?

Grundsätzlich ist die Lebenserwartung bei Osteoporose nicht geringer. Allerdings können Komplikationen wie schwerwiegende Brüche dazu führen, dass die Lebenserwartung verkürzt wird. Bei Osteoporose kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz.

Wie merkt man Knochenabbau?

Die deutlichsten Anzeichen einer Osteoporose sind Schmerzen, die durch Knochenbrüche nach harmlosen Anlässen verursacht werden, so genannte Spontanfrakturen. Dazu zählen vor allem Wirbelkörper- und Oberschenkelhalsbrüche. Aber auch der Bruch der Speiche am Unterarm ist ein typisches Symptom.

Welche drei Knochen sind am stärksten von Osteoporose betroffen?

Osteoporosebedingte Knochenbrüche treten am häufigsten an Hüfte, Handgelenk oder Wirbelsäule auf. Knochen sind lebendes Gewebe, das ständig abgebaut und ersetzt wird. Osteoporose entsteht, wenn der Knochenaufbau nicht mit dem Abbau alter Knochen mithalten kann.

Kann sich Osteoporose zurückbilden?

Grundsätzlich ist eine Osteoporose bis heute nicht vollständig heilbar, lediglich ihr Fortschreiten kann durch eine Behandlung verzögert werden. Allerdings kann bereits ein verzögerter Knochenabbau eine deutliche Verbesserung des Krankheitsbildes bewirken.

Welches Getränk stärkt die Knochen?

Ein einfacher und natürlicher Tipp, um die Knochen zu stärken: Heilwasser und Sonne tanken. Gehen Sie möglichst täglich raus, denn bei Tageslicht wird in unserer Haut Vitamin D gebildet. Und trinken Sie jeden Tag einen Liter Heilwasser mit viel Kalzium und Magnesium.

Was darf man mit Osteoporose nicht machen?

Bei Osteoporose sollten Sie starke Rumpfbeugen, intensive Drehbewegungen des Oberkörpers (wie bei Golf/Tennis), High-Impact-Sportarten, Rauchen, übermäßigen Alkoholkonsum sowie viel Kochsalz, Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel meiden, da diese das Risiko für Knochenbrüche erhöhen. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Calcium und Vitamin D und reduzieren Sie Oxalsäure- (Spinat, Rhabarber) und Phosphat-reiche Lebensmittel (Cola, Fertigprodukte). 

Was ist das beste Mittel gegen Osteoporose?

Das "beste" Medikament gegen Osteoporose gibt es nicht; die Wahl hängt von Ihrem individuellen Gesundheitszustand, dem Frakturrisiko und der Krankheitsphase ab, wobei Bisphosphonate (z.B. Alendronat, Risedronat) oft die erste Wahl sind, aber auch Biologika wie Denosumab (Prolia®) und Romosozumab (Evenity®) sowie knochenaufbauende Mittel wie Teriparatid oder neuere wie Abaloparatid (Eladynos®) bei hohem Risiko eingesetzt werden, immer in Kombination mit Calcium und Vitamin D als Basistherapie.