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Welche Grundierung wofür?

Gefragt von: Frau Dr. Babette Schmidt B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 27. Januar 2026
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Grundierungen werden je nach Untergrund und Ziel eingesetzt: Tiefengrund (oder Tiefgrund) ist für stark saugende Wände (Putz, Gipskarton) zur Regulierung der Saugfähigkeit, Haftgrund für glatte, nicht saugende Flächen (Beton, Holz) zur Verbesserung der Haftung und Sperrgrund zum Blockieren von Flecken (Wasser, Nikotin), während spezielle Rostschutzgrundierungen Metalle schützen und Holzschutzmittel Holz vor Feuchtigkeit bewahren. Die Wahl hängt vom Material und dem gewünschten Ergebnis (z.B. Schimmelprävention, Fleckenblockade) ab.

Welche Art von Grundierung sollte ich verwenden?

Die beste Fleckenblockiergrundierung hängt von der Oberfläche und den zu behandelnden Flecken ab. Ölbasierte Fleckenentferner eignen sich am besten für Wasserflecken und zur punktuellen Grundierung . Latexgrundierungen sind besser für große Flächen geeignet und widerstandsfähiger auf Außenflächen.

Wann sollte man Haftgrund und wann Tiefengrund verwenden?

Ganz einfach: Tiefengrund eignet sich für saugende und sandende Untergründe. Er sorgt dafür, dass die Oberfläche stabil wird und keine Feuchtigkeit zu schnell aufsaugt. Haftgrund hingegen kommt bei nicht saugenden, glatten Flächen zum Einsatz.

Welche Grundierung sollte ich vor dem Streichen verwenden?

Um eine Grundierung zu streichen, bereiten Sie die Wand vor, mischen Sie die Grundierung (Tief- oder Haftgrund je nach Untergrund) gut durch und tragen Sie sie mit einer Rolle oder Bürste gleichmäßig und dünn auf (Kreuzgang), vermeiden Sie Laufnasen, lassen Sie sie vollständig trocknen, bis sie nicht mehr glänzt, und streichen Sie dann die Farbe auf; Tiefengrund festigt sandende Wände, Haftgrund sorgt für Haftung auf glatten Flächen, und ein 2-in-1 Produkt kann Arbeit sparen.
 

Was passiert, wenn man ohne Tiefengrund streicht?

Wird ein poröser, sandender, stark saugender oder feuchter Untergrund vor dem Streichen der Wandfarbe nicht grundiert, kann diese nicht optimal haften. Die Folgen sind oftmals Abblättern bzw. Abplatzungen, Flecken- oder Streifenbildung.

Grundierung: Haftgrund oder Tiefengrund? Wir erklären dir den Unterschied.

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Was ist der Unterschied zwischen Tiefengrund und Haftgrund?

Der Hauptunterschied liegt im Anwendungsbereich: Tiefengrund ist für stark saugende, sandende Untergründe (Putz, Gipskarton) gedacht, um sie zu verfestigen und die Saugfähigkeit auszugleichen, damit Farbe nicht „verbrennt“. Haftgrund hingegen wird auf glatten, nicht saugenden Flächen (Beton, glatter Estrich, Fliesen) verwendet, um eine griffige Oberfläche zu schaffen, damit Farbe, Putz oder Tapete besser haften. Tiefengrund dringt tief ein, Haftgrund wirkt oberflächlich als Haftvermittler.
 

Was passiert bei zu viel Tiefengrund?

Den Tiefengrund nimmt man nur bei saugenden Untergründen. Meistens 1:3 oder 1:4 mit Wasser gemischt. Wenn das Verhältnis nicht stimmt oder zu viel aufgebracht wird, verglast die Oberfläche. Da hilft nur noch abschleifen und neu beginnen.

Wann sollte man Tiefengrund streichen?

Nach dem Auftragen von Tiefengrund sollte man je nach Produkt und Bedingungen 2 bis 24 Stunden warten, bevor gestrichen wird; idealerweise lässt man ihn 12 bis 24 Stunden trocknen, damit er tief einziehen kann, die Oberfläche verfestigt und die spätere Farbe gleichmäßig haftet, insbesondere auf porösen Untergründen wie Gipskarton oder Putz. Die genaue Trockenzeit (oft 4-8 Stunden oberflächlich, aber länger durchtrocknend) hängt von Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit ab, daher immer die Herstellerangaben beachten.
 

Welche Grundierung vor Farbe?

Welche Grundierung vor Streichen? Als Grundierung vor dem Streichen verwendet man den Aviva Tiefengrund. Eine Grundierung, die sich leicht verarbeiten lässt, geruchsarm ist. Danach kann eine Wandfarben auf Dispersionsbasis gestrichen werden.

Welche Arten von Grundierung gibt es?

Es gibt verschiedene Grundierungsarten wie Tiefengrund (für saugende Untergründe wie Gips), Haftgrund (für glatte, nicht saugende Oberflächen), Sperrgrund/Fleckenblocker (isoliert Flecken wie Nikotin), Putzgrund (verbessert Haftung von Dekorputz) und spezielle Grundierungen (z.B. Epoxidharz gegen Feuchtigkeit oder Anti-Schimmel), die je nach Untergrund (Holz, Metall, mineralisch) und Problem (Saugfähigkeit, Flecken, Feuchtigkeit) ausgewählt werden, um eine gleichmäßige Haftung und Deckung der Farbschicht zu gewährleisten.
 

Wann braucht man keine Grundierung?

Tapeten benötigen einen gleichmäßig saugenden Untergrund, der nicht sandet oder kreidet. Sind diese Voraussetzungen bereits erfüllt, können Sie auf die Grundierung verzichten. Grundsätzlich empfehlenswert ist eine Grundierung dafür, dass die Tapete sich später wieder leichter vom Untergrund lösen lässt.

Kann man auch ohne Grundierung lackieren?

Mit sogenannten 2-in-1-Produkten lassen sich viele Kunststoffe auch ohne separate Grundierung lackieren. Bei extrem glatten Oberflächen ist aber zumindest das Anschleifen mit feinkörnigem Schleifpapier zum Verbessern der Lackhaftung empfehlenswert.

Wofür wird Tiefengrund verwendet?

Tiefengrund ist eine Grundierung, die in saugende Untergründe (Putz, Beton, Gips) eindringt, um deren Saugfähigkeit zu reduzieren, die Oberfläche zu verfestigen, Baustaub zu binden und eine optimale Haftung für nachfolgende Arbeiten wie Tapezieren, Verputzen oder Fliesenlegen zu schaffen. Er gleicht das Saugverhalten aus, verhindert ein zu schnelles Antrocknen und erleichtert später das Entfernen von Tapeten. 

Welche Grundierung auf alte Farbe?

Für alte Farbe benötigen Sie je nach Zustand einen Haftgrund (für glatte, nicht saugende Untergründe wie Latexfarbe), einen Sperrgrund (gegen Flecken und Nikotin) oder einen Tiefengrund (bei sandendem Putz), nachdem lose Farbschichten entfernt und die Fläche gereinigt wurde, um eine tragfähige Basis für den neuen Anstrich zu schaffen. Bei gleichbleibendem Farbton ist eine Grundierung oft nicht nötig, aber bei Farbwechseln, Flecken oder schlechter Haftung ist sie ratsam, um das Durchscheinen alter Farben zu verhindern und die Deckkraft zu verbessern. 

Was passiert ohne Grundierung?

Vor allem bei problematischen Untergründen sollte eine Grundierung vor dem neuen Anstrich angewendet werden. Ohne Grundierung lösen sich die neuen Beläge oftmals wieder ab, sind nicht deckend oder bilden Streifen.

Wie viel Zeit zwischen Grundieren und Streichen?

Nach der Grundierung sollten Sie je nach Produkttyp und Umgebungsbedingungen warten: Oft sind 3 bis 12 Stunden für die Oberflächentrocknung nötig, aber eine vollständige Trocknung kann 12 Stunden oder länger (bis zu 24 Stunden) dauern, besonders bei Tiefengrund, dicker Schicht oder kühler, feuchter Luft; lesen Sie immer die Herstellerangaben, um ein optimales Ergebnis zu erzielen und Läufer oder schlechte Haftung zu vermeiden. 

Welche Nachteile hat Tiefengrund?

Der lösungsmittelhaltige Tiefengrund dringt tiefer in den Untergrund ein und trägt besser zur Festigung bei. Zudem ist er mit Lösemittel verdünnbar. Ein Nachteil ist, dass Lösungsmittelreste einige Wochen lang ausgasen können was zu einer Geruchsbelastung führt und möglicherweise die Gesundheit beeinträchtigen.

Warum Streifen nach dem Streichen?

Der Grund: Wenn Sie die Farbe nicht verstreichen, ist an den Kanten und Ecken im Vergleich zur restlichen Wand mehr Farbe. Dadurch wirken die Stellen dunkler und streifig.

Wie lange muss man Tiefengrund einwirken lassen?

Die Einwirkzeit von Tiefengrund ist kürzer als die vollständige Trockenzeit; er ist oft schon nach 1 bis 3 Stunden staubtrocken, aber für die Weiterverarbeitung (Streichen, Tapezieren) muss er je nach Produkt und Bedingungen mindestens 12 bis 24 Stunden durchtrocknen, damit das Bindemittel seine volle Wirkung entfaltet und sich keine Trennschicht bildet. Beachten Sie immer die spezifischen Herstellerangaben, da Temperatur und Luftfeuchtigkeit die Trocknungszeit beeinflussen.
 

Was ist besser, Grundierung oder Tiefengrund?

Für glatte Oberflächen eignet sich ein Haftgrund, für poröse oder saugende Untergründe ein Tiefengrund. Planen Sie, die Wände nach dem Grundieren zu Verputzen, Tapezieren oder Fliesen zu legen, gibt es auch dafür spezielle Grundierungen.

Was bedeutet LF bei Tiefengrund?

Tiefengrund LF ist eine lösungsmittelfreie Grundierung auf Wasserbasis (LF = Low/No Formaldehyde, lösemittelfrei), die in den Untergrund eindringt, um seine Saugfähigkeit zu reduzieren, poröse Stellen zu verfestigen und eine bessere Haftung für nachfolgende Beschichtungen (Farbe, Tapete, Fliesenkleber) zu schaffen. Das „LF“ bedeutet, dass es emissionsarm und umweltfreundlich ist, ideal für Innenräume.
 

Wann brauche ich Tapetengrund?

Wollen Sie durchscheinende Tapeten (zum Beispiel helle oder dünne Vliestapeten) an Wand oder Decke bringen, benötigen Sie eine spezielle Grundierung, damit die Tapete anschließend eine perfekte Optik erzielt.