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Welche Gasheizung wird verboten?

Gefragt von: Antonius Becker  |  Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2026
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Es gibt kein sofortiges, komplettes Verbot für Gasheizungen, aber neue Regeln schränken deren Einbau ein und fordern eine Umstellung auf erneuerbare Energien, wobei ab 2045 fossile Heizungen generell verboten sind. Seit 2024 müssen neue Heizungen in Neubauten 65 % erneuerbare Energien nutzen. Bestehende Gasheizungen haben Bestandsschutz, müssen aber bei Defekten oft ersetzt werden, wobei ab 2029 schrittweise der Einsatz von Biogas oder Wasserstoff vorgeschrieben wird.

Wie lange ist es noch erlaubt, mit Gas zu Heizen?

Bestehende Gasheizungen dürfen grundsätzlich bis 2044 betrieben werden, müssen aber ab 2029 steigende Anteile erneuerbarer Brennstoffe (Biogas, Wasserstoff) nutzen; ab 2045 dürfen nur noch Heizungen mit 100 % erneuerbaren Energien betrieben werden. Der Einbau neuer Gasheizungen ist nur noch in Übergangsfristen erlaubt (bis Mitte 2026 in Großstädten, bis Mitte 2028 in kleineren Städten) und nur mit Beratung und unter Auflagen bezüglich der Nutzung erneuerbarer Energien. Generell gilt: Funktionsfähige Heizungen dürfen weiterlaufen, 30 Jahre alte Kessel müssen ausgetauscht werden (mit Ausnahmen). 

Welche Gasheizung hat Bestandsschutz?

Grundsätzlich „genießen" alle funktionsfähigen Gasheizungen in Deutschland Bestandsschutz. Eine Ausnahme gilt nur für Konstanttemperaturkessel, die älter als 30 Jahre sind – diese müssen ausgetauscht werden.

Kann ich 2025 noch eine neue Gasheizung einbauen?

Kein Verbot alter Öl- und Gasheizungen

Heizungen, die ausschließlich mit Öl oder Gas laufen, können nach den Regeln des derzeitigen Heizungsgesetzes in Bestandsbauten und Neubauten in Baulücken spätestens ab Mitte 2026 beziehungsweise Mitte 2028 nicht mehr eingebaut werden.

Welche Gasheizung darf man noch einbauen?

Eine neue Gasheizung darf noch eingebaut werden, muss aber ab 2029 schrittweise auf mindestens 65 % erneuerbare Energien (Biogas, Wasserstoff) umgestellt werden können und spätestens 2045 komplett fossilfrei sein, wobei reine Erdgasheizungen in Neubauten ab 2024 nicht mehr erlaubt sind und im Bestand Übergangsfristen gelten. Nach einer verpflichtenden Beratung über Risiken und CO₂-Preise, die eine Härtefallklausel ermöglicht, sind Hybridlösungen (Gas/Erneuerbare) oder der Einbau unter bestimmten Bedingungen (z. B. Wärmeplanungs-Zusage) möglich, aber mit hohen finanziellen Risiken verbunden.
 

Properly filling the heating system - that is now FORBIDDEN!

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Was passiert, wenn ich meine Heizung nach 30 Jahren nicht tausche?

Wenn Sie einen älteren Heizungskessel haben und diesen laut der seit 2023 geltenden Austauschpflicht nach 30 Jahren erneuern müssen, dies jedoch nicht tun, droht Ihnen ein Bußgeld. Die Höhe dieser Strafen kann bis zu 50.000 Euro betragen, je nach Bundesland und Schwere des Verstoßes.

Ist eine Gas-Hybridheizung noch sinnvoll?

Ja, eine Gas-Hybridheizung ist besonders im Altbau oder bei unsanierten Bestandsgebäuden sehr sinnvoll, da sie die Schwächen einer reinen Wärmepumpe (hoher Stromverbrauch bei Kälte) ausgleicht und gleichzeitig den Gasverbrauch sowie die CO2-Emissionen reduziert, indem sie erneuerbare Energien (Solarthermie, Wärmepumpe) mit Gas kombiniert und so die gesetzlichen Vorgaben erfüllt, Versorgungssicherheit bietet und die Heizkosten senkt. Sie ermöglicht eine schrittweise Umstellung und nutzt die jeweils günstigere Energiequelle.
 

Was kostet eine neue Gasheizung komplett mit Einbau?

Eine neue Gasheizung mit Montage kostet im Einfamilienhaus meist zwischen 6.000 und 15.000 Euro, je nach Gerätetyp (Therme vs. Kessel), Leistung und Zusatzarbeiten wie Schornsteinsanierung oder Warmwasserspeicher, wobei einfache Brennwertthermen eher am unteren Ende und bodenstehende Brennwertkessel eher am oberen Ende liegen; reine Gasheizungen sind aufgrund des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) kaum noch förderfähig, weshalb Hybridlösungen (mit Solar) teurer sind, aber mehr staatliche Unterstützung erhalten. 

Wann legt Schornsteinfeger die Heizung still?

Stellt der Bezirksschornsteinfeger bei der nächsten Kontrolle Deiner Heizung fest, dass Dein Standardkessel schon länger als 30 Jahre läuft, setzt er Dir eine Frist, ihn stillzulegen.

Welche Heizung baut man jetzt in ein altes Haus?

Für einen Altbau eignen sich besonders Wärmepumpen (oft mit Dämmung), Hybridheizungen (z.B. Wärmepumpe + Gas) und Biomasseheizungen (Pellets) wegen der 65%-Regel, aber auch (grüne) Gas-Brennwertheizungen als Übergangslösung oder Brennstoffzellenheizungen, die gut mit dem Gasanschluss im Altbau funktionieren; die beste Wahl hängt stark vom Dämmzustand des Hauses ab.
 

Soll man jetzt noch schnell eine Gasheizung einbauen?

Aktuell ist der Einbau von Gasheizungen weiterhin erlaubt. Allerdings sind damit auch einige Nachteile verbunden. Das überarbeitete Gebäudeenergiegesetz (GEG), oft als Heizungsgesetz bezeichnet, verbietet Gasheizungen nicht direkt, schränkt jedoch den Einbau neuer Systeme erheblich ein.

Welche Gasheizungen müssen nicht ausgetauscht werden?

Nicht jede Heizung fällt automatisch unter die Austauschpflicht. Es gibt ein paar Ausnahmen: Niedertemperatur- oder Brennwertkessel müssen nicht ausgetauscht werden, da sie effizient genug sind. Heizungen mit einer Leistung unter 4 kW oder über 400 kW.

Wie teuer wird Heizen mit Gas ab 2027?

Heizen mit Gas wird ab 2027 durch den EU-weiten Emissionshandel (ETS II) teurer, da der CO2-Preis von den bisherigen Festpreisen (ca. 65 €/Tonne 2026) in einen markt-basierten Preis übergeht, der je nach Nachfrage und politischen Entscheidungen deutlich steigen könnte, mit Prognosen von bis zu 100 €/Tonne oder mehr für das Jahr 2027, was die Heizkosten erheblich erhöht, besonders in schlecht isolierten Gebäuden, wobei der genaue Preis noch unsicher ist.
 

Welche Heizungen dürfen länger als 30 Jahre laufen?

Heizungen, die älter als 30 Jahre sind: Öl- oder Gas-Heizungen, die 30 Jahre alt sind, müssen ausgetauscht werden. Dies gilt nicht für Niedertemperatur- und Brennwertkessel und wenn sie eine Konstanttemperaturtechnik verwenden und eine Nennleistung von weniger als 4 oder mehr als 400 kW haben.

Wird es im Jahr 2050 noch Gas geben?

Ausgehend vom aktuellen politischen Szenario steigt der globale LNG-Markt von rund 560 Mrd. m³ im Jahr 2024 auf 880 Mrd. m³ im Jahr 2035 und auf 1.020 Mrd. m³ im Jahr 2050 , angetrieben durch die steigende Nachfrage im Energiesektor, die durch das Wachstum von Rechenzentren und KI befeuert wird.

Was ändert sich 2026 für Hausbesitzer?

Für Hausbesitzer ändern sich 2026 vor allem Heizungsrecht (Ölheizungsverbot für Neubauten, strengere GEG-Regeln), höhere CO₂-Kosten für fossile Heizungen, strengere EU-Vorgaben zur Energieeffizienz und neue Förderungen für Sanierungen (z.B. „Jung kauft Alt“), während Strompreis-Senkungen und das Wegfallen der Gasspeicherumlage Entlastung bringen könnten. Auch Solarpflichten (z.B. in NRW bei Dachsanierung) und die Pflicht zu fernablesbaren Heizkostenverteilern werden relevant.
 

Was passiert, wenn ich meine Heizung nicht austausche?

Falls Ihr Heizungskessel gemäß Gebäudeenergiegesetz austauschpflichtig sein sollte, und Sie dies ignorieren, kann ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro verhängt werden. Zudem ist die Schornsteinfegerin bzw. der Schornsteinfeger berechtigt, Ihre Heizungsanlage aufgrund gesetzeswidrigen Betriebs stillzulegen.

Was sind die Kosten für die Stilllegung einer Gasheizung?

Um eine Gasheizung auszuschalten, nutzen Sie am besten den Sommer-Modus oder die Warmwasser-Funktion (ECS) am Gerät selbst, um nur die Heizung zu stoppen, aber Warmwasser zu behalten. Ein komplettes Abschalten erfordert das Drücken des Hauptschalters am Kessel (oft auf 0), das Ziehen der Stecker der Umwälzpumpen und das Zudrehen des Gashahns am Zähler (meist nach oben). Bei längerer Abwesenheit oder im Sommer ist das komplette Abschalten aber oft weniger effizient und kann Probleme verursachen, da das Wiederanfahren viel Energie kostet und Schimmelgefahr besteht, weshalb ein leicht reduzierter Betrieb oder der Sommer-Modus meist besser ist. 

Wie alt darf eine Gasheizung maximal sein?

Eine Gasheizung darf maximal 30 Jahre alt sein, dann muss sie nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) ausgetauscht werden, es sei denn, es handelt sich um eine Niedertemperatur- oder Brennwertheizung (die länger betrieben werden darf) oder die Heizung ist in einem selbst bewohnten Ein- oder Zweifamilienhaus eingebaut, das seit 2002 bewohnt wird (Bestandsschutz) – aber auch diese müssen spätestens 2044 ersetzt werden. Nach 15 Jahren gilt sie bereits als ineffizient und es wird ein Austausch empfohlen, um Energie zu sparen und CO2 zu reduzieren. 

Was kann ich tun, wenn meine Gasheizung 2025 kaputtgeht?

Wenn Ihre Gasheizung 2025 kaputtgeht, müssen Sie sie meist durch ein Heizsystem ersetzen, das zu 65 % erneuerbare Energien nutzt (z.B. Wärmepumpe, Hybridheizung, Holzheizung, Fernwärme), da Reparaturen begrenzt sind und die 65%-Regel bei Totalschaden greift, wobei Sie Förderungen nutzen können, es aber auch Übergangsfristen und Optionen für Mietheizungen gibt. 

Was kostet eine Gasheizung für 120 Quadratmeter?

Eine Gasheizung für 120 qm kostet in der Anschaffung meist zwischen 9.000 € und 15.500 € (inkl. Installation), wobei reine Geräte ab ca. 3.500 € erhältlich sind und Gesamtkosten bis zu 12.500 € (plus Speicher) für ein typisches Einfamilienhaus realistisch sind, abhängig von Dämmung und Leistung (8-20 kW), wobei staatliche Förderung für reine Gasheizungen entfällt.
 

Was ist der Unterschied zwischen einer Gastherme und einer Gasheizung?

Eine Gasheizung ist der Oberbegriff für alle mit Gas betriebenen Heizsysteme, während die Gastherme eine spezifische, meist wandhängende Unterart ist, die Warmwasser bedarfsgesteuert als Durchlauferhitzer erzeugt, im Gegensatz zum bodenstehenden Gasheizkessel mit Speicher, der Wasser bevorratet. Der Hauptunterschied liegt im Warmwasserprinzip (Durchlauf vs. Speicher) und der Bauform (wandhängend vs. bodenstehend), wobei moderne Thermen und Kessel oft Brennwerttechnik nutzen und effizienter sind.
 

Soll man jetzt noch eine neue Gasheizung einbauen lassen?

Man darf noch Gasheizungen einbauen, aber nur mit klaren Auflagen: Sie müssen „H2-ready“ (auf Wasserstoff umrüstbar) sein, ab 2029 schrittweise mit Biogas/Wasserstoff (bis 100% bis 2045) betrieben werden und erfordern vorab eine verpflichtende Beratung. Verbraucherschützer raten wegen steigender CO2-Preise, fehlender Förderung und langfristiger Klimaziele vom Einbau ab, da die Kostenrisiken hoch sind und erneuerbare Alternativen langfristig günstiger werden, auch wenn der Tausch kurzfristig günstiger sein kann. 

Was kostet eine Gas-Hybridheizung für ein Einfamilienhaus?

Die Kosten für eine Gas-Hybridheizung in einem Einfamilienhaus variieren stark je nach Kombination, liegen aber meist zwischen 10.000 € und 50.000 € für Anschaffung und Installation, ohne Förderung, mit Optionen wie Gas-Wärmepumpe (13-30k €) oder Gas-Solarthermie (10-19k €). Zusätzliche Ausgaben für Speicher und Installation addieren sich, wobei staatliche Förderungen die Gesamtkosten deutlich senken können, da Hybridheizungen zukunftssicher sind, aber steigende CO2-Preise beachten müssen.
 

Ist es möglich, eine Gasheizung mit einer Holzheizung zu kombinieren?

Eine Gasheizung mit Holzheizung zu kombinieren, ist eine effektive Hybridlösung, die Unabhängigkeit schafft und Kosten senken kann, indem der Holzofen (idealerweise ein wasserführender Holzvergaser mit Pufferspeicher) die Gasheizung unterstützt oder ersetzt; dafür braucht man einen geeigneten Schornstein und eine intelligente Regelung, damit die Holzheizung priorisiert wird, bevor die Gastherme zuschaltet. Wichtig sind eine gute Planung, die richtige Technik (Pufferspeicher, Holzvergaser) und ein passender Schornsteinzug, um effizient und komfortabel zu heizen.