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Welche Butter gab es zu DDR Zeiten?

Gefragt von: Ilona Hess B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 13. Januar 2026
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Zu DDR-Zeiten gab es verschiedene Buttervarianten, darunter die beliebte, aber oft knappe "gute Butter" (Süßrahmbutter) und die preiswertere, kalorienreduzierte "Frische Rahmbutter" (FRB), die eher ein Brotaufstrich war, sowie die fettärmere "Cama" Margarine, die als Delikatess-Alternative galt. Die Butterversorgung war oft eine Herausforderung, und es gab Unterschiede zwischen der "normalen" Butter und der "Plastebutter" (ebenfalls FRB), die günstiger war.

Welche Butter gab es in der DDR?

Frische Rahmbutter (Kurzzeichen FRB) war der Markenname einer in der DDR von ca. 1970 bis 1990 produzierten kalorienreduzierten Buttersorte. Die Butter bestand aus einem Gemisch von entrahmter Frischmilch und Wasser und war nur als Brotaufstrich geeignet.

Was kam zu DDR-Zeiten ein Stück Butter?

Bei uns in der DDR hieß sie Plastebutter. Jeder Ex-DDR-Bürger dürfte sie kennen. Das war die preiswerte Butter für 1,75 pro halbes Pfund. Die „gute“ Butter – von der viele Bundesbürger glaubten, es gab sie nicht – kostete je nach Einwickelpapier 2,30M (Pergaminpapier) bzw.

Wie hieß die Margarine in der DDR?

In der DDR gab es verschiedene Margarinen, die bekanntesten waren Cama (eine kalorienarme Delikatessmargarine), Sahna (eine angereicherte Feinmargarine), sowie die beliebten Würfel-Margarinen Marina, Sana und Sonja. Diese wurden unter dem Dach des VEB Kombinat Öl und Margarine produziert und waren Teil des DDR-Lebensmittelangebots, wobei Cama ab 1971 eingeführt wurde und Qualitätssiegel erhielt.
 

Welche Marken gab es in der DDR?

DDR-Marken sind die bekannten Produkte und Konsumgüter aus der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, die oft bis heute überlebt haben und Kultstatus genießen, darunter Lebensmittel wie Rotkäppchen-Sekt, Bautz'ner Senf, Halloren-Schokolade, Vita Cola, Zetti-Kuchen, Nudossi und Pfeffi, aber auch bekannte Marken wie Diamant-Fahrräder, Florena-Kosmetik, Spee-Waschmittel, Multicar-Fahrzeuge und die Kameras der Marke Exa/Exakta. Diese Marken sind entweder direkt weitergeführt oder haben als „Ostprodukte“ eine treue Kundschaft, die ihre Qualität und Nostalgie schätzt.
 

Food prices in the GDR: 20 purchases that are unimaginable today

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Wann wurden in der DDR die Buttermarken abgeschafft?

Erst am 28. Mai 1958 wurde dann auch im Osten die Lebensmittelkarte abgeschafft. Aus Angst vor einer Lebensmittelknappheit wurden Brot, Milch, Eier, Zucker und andere Nahrungsmittel im Zweiten Weltkrieg rationiert.

Was waren typische DDR-Produkte?

Typische DDR-Produkte waren vor allem bekannte Lebensmittel wie Soljanka, Jägerschnitzel (aus Jagdwurst), "Tote Oma" (gebratene Grützwurst), BINO-Würze, Feffi-Bonbons und Komet-Grütze, aber auch Konsumgüter wie der Sodastream-Sprudler, Diamant-Fahrräder, die "Putzi"-Zahnpasta oder Stiftkappen in Tierform für die Schule; viele Produkte, darunter Nivea-Creme oder Teile für Versandhauskataloge, wurden auch für den Westen produziert, während der Osten oft Mangelware war, aber eigene Kult-Marken hervorbracht রূপ.
 

Was ist typisches Ossi essen?

DDR-Rezepte | Gerichte aus dem Osten

  • Schichtkraut oder Krautgulasch.
  • Tote Oma – Grützwurst mit Kartoffeln und Sauerkraut.
  • Schmorgurken | Einfaches Rezept mit Speck.
  • DDR-Jägerschnitzel aus Jagdwurst.
  • Würzfleisch | Fleisch-Ragout mit Käse überbacken.
  • Senfeier | Originalrezept aus dem Osten.

Wie hieß Lätta früher?

Die Herstellerfirma firmierte zunächst unter dem Namen Upfield und ab 2024 als Flora Food Group.

Ist Fleischmanns Butter oder Margarine?

Fleischmann's Original Margarine | Hy-Vee Aisles Online-Lebensmitteleinkauf.

Welche Lebensmittel konnte man in der DDR nicht kaufen?

In der DDR gab es Mangelwirtschaft, daher fehlten oft Südfrüchte (Bananen, Orangen, Kiwis, Mangos), Kaffee, Kakao, Mandeln, bestimmte hochwertige Elektronik (oft nur "Bückware" oder Westprodukte über Quellen), sowie eine große Auswahl an Markenprodukten und westliche Konsumgüter, da Importe wegen Devisenmangels stark eingeschränkt waren, was zu langen Schlangen und "Erfindungsreichtum" bei Ersatzstoffen führte. 

Wie viel hat ein Brötchen in der DDR gekostet?

Preise für Lebensmittel blieben über Jahrzehnte gleich, denn das entsprach dem sozialistischen Prinzip einheitlicher Verbraucherpreise. So kostete ein Brötchen stets 5 Pfennig, ein Stück Butter (weil es zu den "gehobeneren" Lebensmitteln gehörte) 2,50 Mark oder 100 Gramm Schnitzel 1 Mark.

Warum ist amerikanische Butter weiß?

Farbunterschiede in Milch und Butter sind hauptsächlich auf die Rasse der Milchkühe zurückzuführen . Manche Rassen liefern weiße, andere gelbe Butter. Die in den Vereinigten Staaten am weitesten verbreitete Milchkuhrasse, die Holstein-Rasse, produziert weiße Butter.

Welche Nachspeise wurde in der DDR oftmals serviert?

Wackelpudding / Götterspeise

Auch die Götterspeise ist ein typisches Dessert in der DDR gewesen. Damals auch gerne Wackelpudding oder Wackelpeter genannt.

Was ist ein typisches DDR-Essen?

Typische DDR-Gerichte sind herzhafte Hausmannskost wie Soljanka, Königsberger Klopse, Jägerschnitzel (oft aus Jagdwurst), Eier in Senfsoße, Letscho, Tote Oma (Blutwurst mit Sauerkraut), Würzfleisch, Quarkkeulchen und einfache, aber beliebte Süßspeisen wie Eierkuchen (Plinsen) oder der Kuchen Kalter Hund, oft geprägt durch Kreativität mit verfügbaren Zutaten und Einflüsse aus Osteuropa.
 

Wie heißt deutsche Butter?

Deutsche Markenbutter . Frankenland Deutsche Markenbutter ist eine klassische, hochwertige deutsche Butter, die die Bezeichnung „Markenbutter“ trägt und somit die strengen Qualitätsstandards für Milchprodukte in Deutschland erfüllt.

Welche Margarine gab es in der DDR?

Cama war eine kalorienarme Margarine. Die erste Delikatessmagarine der DDR wurde ab 1971 im VEB Thüringer Öl- und Margarinewerke Gotha hergestellt und 1973 mit dem Qualitätssiegel der Leipziger Messe und der Goldmedaille für Spitzenerzeugnisse ausgezeichnet.

Warum darf sich Rama nicht mehr Margarine nennen?

Oder, dass Rama eigentlich gar keine Margarine ist? Zumindest nicht mehr. Seit der frühere Hersteller Unilever Rapsöl durch Wasser ersetzt hat, um die Marge zu erhöhen, handelt es sich bei Rama nicht mehr um Margarine. Lediglich die Bezeichnung „Dreiviertelmargarine“ oder Streichfett wäre angemessen.

Was geschah mit der Latta-Plantage?

Das gesamte Naturschutzgebiet umfasst rund 1.540 Hektar. Der Landkreis schloss die Latta Plantation im Jahr 2021 nach einem rassistischen Beitrag der gemeinnützigen Organisation, die das Gelände betrieb, und beendete den Vertrag mit Historic Latta Place Inc.

Welches Obst gab es in der DDR nicht?

Alles, was auf heimischem Boden wuchs, war meist auch erhältlich: Äpfel, Birnen und Kirschen genauso wie Kartoffeln oder Kohl, seltener Tomaten oder Paprika. Während im Westen aber neben der bald allgegenwärtigen Banane auch Kiwis, Mangos oder Lychees in die Läden kamen, waren diese in der DDR ganz unbekannt.

Was war ein typisches Abendbrot in der DDR?

Abendbrot in der DDR

  • Abendbrot in der DDR war sicher für jeden anders. Je nach Region und Generation fiel das Abendbrot in der DDR unterschiedlich aus. ...
  • Eiersalat-Brötchen.
  • Omas Fettbemme.
  • Soljanka.
  • Gefüllte Hackbrötchen.
  • Scomber Mix.
  • Sülze mit Bratkartoffeln.
  • Hack-Bratschnitte mit Letscho.

Was war in der DDR beliebt?

Mineralwasser, Saft und Limonade trank man in der DDR genauso wie in der Bundesrepublik. Kaffee, Kakao und Tee waren als Heißgetränke beliebt.

Was war in der DDR Mangelware?

Auch Fleisch und Wurst waren Mangelware. Bis 1958 erhielten die Menschen Lebensmittelkarten, mit denen sie ihre Rationen an Grundnahrungsmitteln abdecken konnten. Zusätzlich gab es sogenannte Exquisit- und Delikat-Läden.

Wie hießen die DDR Zigaretten?

Die DDR-Juwel, im Volksmund nun „Alte Juwel“, „Kurze Juwel“ oder einfach nur „Alte“ genannt, war fortan teilweise schwerer erhältlich. Nach 1990 wurde die Marke zunächst von den „Vereinigten Zigarettenfabriken Dresden GmbH“ weiter produziert, einer Tochterfirma der Philip Morris GmbH.

Wie hießen die Jeans in der DDR?

Die ersten Hosen in blau werden 1978 produziert. Diese Naht- oder Niethosen, wie sie in der DDR genannt werden sollen, heißen "Boxer" und "Wisent", "Shanty" und "Goldfuchs". Ihre Qualität lässt zu wünschen übrig, an die Originale aus dem Westen reichen sie nicht heran.