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Welche Blutgruppe wird vererbt?

Gefragt von: Hanns Schramm  |  Letzte Aktualisierung: 12. Januar 2026
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Blutgruppen werden nach den Gesetzen der Genetik vererbt, wobei jeder Elternteil ein Merkmal (A, B oder 0) an das Kind weitergibt. Die Merkmale A und B sind dominant, 0 ist rezessiv. Ein Kind kann also z. B. die Blutgruppe A haben, wenn es die Merkmale A und 0 erbt (A0), da A dominant ist. Die Kombination der Eltern-Blutgruppen bestimmt die möglichen Blutgruppen des Kindes, wobei AB-Blutgruppen entstehen, wenn beide Antigene (A und B) vererbt werden, und 0-Blutgruppen nur, wenn beide Eltern mindestens ein 0-Merkmal vererben.

Welche Blutgruppen können von der Mutter auf das Kind vererbt werden?

Die Blutgruppe von Mutter und Kind hängt von den vererbten Merkmalen (Allelen) der Eltern ab, wobei jedes Elternteil ein Merkmal (A, B oder 0) weitergibt, die zusammen die Blutgruppe des Kindes bilden. Während bei der AB0-Vererbung eine große Vielfalt möglich ist, können Rhesus-Unverträglichkeiten (Rh-) zu Problemen führen, wenn eine Rh-negative Mutter ein Rh-positives Kind erwartet, was aber durch moderne Medizin (Anti-D-Prophylaxe) gut behandelbar ist.
 

Welche Blutgruppe haben Kinder von den Eltern?

Die Blutgruppe eines Kindes wird durch die Kombination der Blutgruppenmerkmale (Allele) von Mutter und Vater bestimmt: Jedes Elternteil gibt ein Merkmal (A, B oder 0) weiter, wobei A und B dominant gegenüber 0 sind. So können Eltern mit Blutgruppe A und B Kinder mit den Blutgruppen A, B, 0 oder AB haben, während Eltern mit 0 und 0 nur Kinder mit 0 bekommen können. Die Kombinationsmöglichkeiten sind vielfältig und hängen von den spezifischen Genotypen (z. B. AA, A0, B0, 00) ab.
 

Haben Geschwister immer die gleiche Blutgruppe?

Nein, Geschwister haben nicht immer die gleiche Blutgruppe, da sie die Gene ihrer Eltern zufällig erben, was zu unterschiedlichen Kombinationen führen kann, obwohl sie von denselben Eltern stammen; nur wenn beide Eltern Blutgruppe 0 haben, sind auch alle Kinder Blutgruppe 0. Bei eineriigen Zwillingen ist die Blutgruppe jedoch immer identisch, da sie aus derselben Eizelle hervorgehen und exakt die gleichen genetischen Anlagen haben.
 

Können 2 Rhesus positive Eltern ein Rhesus negatives Kind bekommen?

Wenn ein Elternteil Rhesus-positiv (DD oder Dd) und der andere Rhesus-negativ (dd) ist, wird das Kind immer Rhesus-positiv sein. Wenn beide Eltern Rhesus-positiv sind, aber mischerbig (Dd, dD), kann das Kind sowohl Rhesus-positiv als auch Rhesus-negativ sein, abhängig von den vererbten Genen.

Blutgruppen - AB0- und Rhesus-System einfach erklärt

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Wie entsteht ein Rhesus negatives Kind?

Sind beide Eltern Rhesus-negativ (dd) ist auch das Kind in jedem Fall Rhesus-negativ, da es von beiden Eltern nur das d-Gen erben kann. Ein Rhesus-positives Kind kann also nicht von einem Elternpaar stammen, das Rhesus-negativ ist.

Was wenn Mutter Rhesus-positiv und Vater Rhesus-negativ?

Wenn Mutter Rhesus-positiv (Rh+) und Vater Rhesus-negativ (Rh-) ist, ist das Kind immer Rhesus-positiv, da Rh+ dominant ist, aber es besteht kein Risiko einer Rhesus-Unverträglichkeit, da das mütterliche Blut keine Antikörper gegen das mütterliche Rh-Protein bildet. Das Problem (Rhesus-Inkompatibilität) entsteht nur, wenn die Mutter Rh-negativ und das Kind Rh-positiv (vom Vater vererbt) ist, was medizinisch behandelt wird, aber bei dieser Konstellation (Rh+ Mutter, Rh- Vater) nicht vorkommt.
 

Hat der Sohn immer die Blutgruppe des Vaters?

Die Mutter hat Blutgruppe A (AA), der Vater B (BB). In diesem Fall haben beide Eltern nur jeweils ein Blutgruppenmerkmal, nämlich A (Mutter) und B (Vater). Werden diese miteinander kombiniert, entsteht immer Blutgruppe AB. Eine Ausnahme besteht, wenn beide Eltern Blutgruppe 0 haben.

Was vererbt die Mutter an die Tochter?

Eine Tochter erbt von der Mutter das X-Chromosom (zusätzlich zum X-Chromosom vom Vater) und die gesamte mitochondriale DNA (mtDNA), welche Energieversorgung und Stoffwechsel beeinflusst, sowie Merkmale wie Haarfarbe, Augenfarbe, Gesichtszüge und Stoffwechselneigungen (z.B. Fettabbau), basierend auf der Kombination mütterlicher und väterlicher Gene. Die Vererbung ist eine Mischung aus beiden Elternteilen, wobei jedes Elternteil 50 % seines Erbmaterials weitergibt, die spezifischen Gene jedoch zufällig ausgewählt werden. 

Wo steht im Mutter-Kind-Pass die Blutgruppe?

Die Blutgruppe steht im Mutterpass auf Seite 2, wo sie direkt zu Beginn eingetragen wird, zusammen mit dem Rhesusfaktor, um wichtige medizinische Informationen für Mutter und Kind zu dokumentieren, insbesondere wegen möglicher Rhesus-Unverträglichkeiten. 

Bei welchen Blutgruppen ist eine Vaterschaft ausgeschlossen?

Bei der Blutgruppe 0 sind jedoch beide Allele 0, sodass eine Vaterschaft hier ausgeschlossen werden kann.

Was wird vom Vater vererbt?

Vom Vater werden das Geschlecht (durch das Y-Chromosom bei Söhnen), das X-Chromosom mit potenziellen rezessiven Merkmalen wie Farbenblindheit, sowie Merkmale wie Gesichtsausdruck, Fingerabdrücke und bestimmte Gesundheitsrisiken (z.B. Fruchtbarkeit, Übergewicht des Vaters) vererbt; Kinder erhalten aber immer 50% ihrer Gene von jedem Elternteil, auch wenn der Vater spezifische Eigenschaften prägt, wie eine längere Lebensdauer durch Alter des Vaters.
 

Welche Blutgruppe ist die goldene Blutgruppe?

Die goldene Blutgruppe, offiziell Rh-Null (Rhnull), ist die seltenste Blutgruppe der Welt, da roten Blutkörperchen alle 55 Antigene des Rhesus-Systems fehlen. Sie ist extrem wertvoll, da sie universell an jeden gespendet werden kann, aber Träger können nur Rh-Null-Blut empfangen, was Transfusionen sehr schwierig macht. Nur etwa 43 Menschen weltweit tragen diese Blutgruppe, die ihren Namen von ihrer Seltenheit (nicht Farbe) hat.
 

Kann es sein, dass ein Kind eine andere Blutgruppe haben als die Eltern?

Ja, ein Kind kann eine andere Blutgruppe haben als die Eltern, da die Vererbung nach den Mendelschen Regeln funktioniert: Jeder Elternteil gibt ein von zwei Genen für die Blutgruppe (A, B oder 0) weiter, und die Kombination dieser Gene bestimmt die Blutgruppe des Kindes (z. B. können zwei Eltern mit Blutgruppe A auch ein Kind mit Blutgruppe 0 bekommen, wenn beide das rezessive 0-Gen tragen).
 

Haben zweieiige Zwillinge die gleiche Blutgruppe?

Die Kinder sehen also auch gleich aus und haben die gleiche Blutgruppe. Zweieiige Zwillinge oder Drillinge entstehen aus zwei verschiedenen Eizellen, die von verschiedenen Spermien befruchtet wurden. Jeder Fötus hat entsprechend seine eigene Plazenta und seine eigene Fruchthöhle.

Wieso ist es gefährlich, wenn eine Frau Rhesus negativ ist und zum zweiten Mal schwanger wird?

Wird sie aber erneut schwanger und erwartet wieder ein rhesus- positives Kind, können die Antikörper dessen Entwicklung beeinträchtigen. Die soge- nannte Anti-D-Prophylaxe soll dies vermeiden: Dabei bekommen rhesus-negative Schwangere eine Spritze mit Anti-D-Immunglobulinen.

Wer vererbt Attraktivität?

Denn Schönheit vererbt sich offenbar, so fanden die Forscher heraus, vom Vater nur auf die Tochter. Söhne erben meist nur die markanten Gesichtszüge ihres Vaters, nicht aber seine Attraktivität. Somit haben gutaussehende Männer grössere Chancen, hübsche Töchter zu zeugen - egal, ob die Mutter attraktiv ist oder nicht.

Wem gleicht das erste Kind?

Das erste Kind ähnelt oft der Mutter in den ersten Lebensmonaten, aber spätestens mit 2-3 Jahren entwickelt sich die Ähnlichkeit bei Jungen stärker zum Vater und bei Mädchen bleibt die Ähnlichkeit zur Mutter bestehen, was durch Hormone und genetische Faktoren beeinflusst wird, wobei die Wahrnehmung der Mütter oft zu den Vätern neigt, wie Studien zeigen. Es gibt auch die Theorie, dass Erstgeborene stärker dem Vater ähneln, aber die Forschung deutet auf eine Mutter-Ähnlichkeit bei Neugeborenen hin. 

Welche Gene werden nur von der Mutter vererbt?

Nur die mitochondriale DNA (mtDNA) wird ausschließlich von der Mutter vererbt, da die Mitochondrien in der Eizelle (von der Mutter) überleben, während die Mitochondrien im Spermium (vom Vater) beim Eintritt in die Eizelle verloren gehen. Diese mtDNA ist verantwortlich für bestimmte mitochondriale Erbkrankheiten, die daher immer mütterlicherseits weitergegeben werden, aber auch Gene für Intelligenz (teilweise), Alterungsprozesse und Gewichtsverlust werden stark von der Mutter beeinflusst. 

Welche Blutgruppe wird an Kinder vererbt?

Die Blutgruppe Ihres Kindes hängt von den Kombinationen der Blutgruppen der Eltern ab, da es von jedem Elternteil ein Gen vererbt bekommt; Sie können die möglichen Blutgruppen Ihres Kindes mit Tabellen oder Online-Rechnern ermitteln, indem Sie die Blutgruppen der Eltern eingeben (z.B. Eltern A und B können Kinder mit A, B, 0 oder AB haben). Die Vererbung folgt festen Erbregeln (Mendelsche Regeln), wobei A und B dominant gegenüber 0 sind, aber beide auch die Blutgruppe AB ergeben können.
 

Welche Blutgruppe ist die seltenste?

Die seltenste Blutgruppe der Welt ist Rh-Null, auch bekannt als "goldenes Blut", bei der alle Antigene des Rhesus-Systems fehlen, wovon weltweit nur wenige Dutzend Menschen betroffen sind; in Deutschland gilt AB negativ (ca. 1 %) als eine der seltensten klassischen Blutgruppen, während die seltenen Bombay-Blutgruppe und bestimmte Kell-negative Varianten noch seltener sind.
 

Können Eltern die gleiche Blutgruppe haben?

Welches Merkmal wir an unsere Kinder weitervererben, entscheidet der Zufall. Da ein Mensch mit einer reinerbigen Blutgruppe zweimal das gleiche Merkmal besitzt, kann er auch nur dieses weitergeben. Ein Mensch mit einer mischerbigen Blutgruppe (z.B. A0) könnte entweder das Merkmal A weiter vererben, oder das Merkmal 0.

Können Rhesus positive Eltern ein negatives Kind bekommen?

Ja, ein Kind kann Rhesus-negativ (Rh-) sein, auch wenn beide Elternteile Rhesus-positiv (Rh+) sind, vorausgesetzt beide Eltern sind mischerbig (heterozygot, Genotyp Dd); sie tragen also beide das rezessive Gen für negativ und können es an das Kind weitergeben, was zu einer 25%igen Chance führt, dass das Kind Rh- ist. Da der Rh-positive Faktor dominant ist, haben beide Eltern das Merkmal, können aber das negative rezessive Gen vererben. 

Was bedeutet es, wenn man die Blutgruppe D positiv hat?

Eine Blutgruppe mit "D positiv" bedeutet, dass die roten Blutkörperchen das sogenannte Rhesus-Antigen D auf ihrer Oberfläche tragen, was eine Person als Rhesus-positiv kennzeichnet; dies ist der häufigste Rhesusfaktor (ca. 85 % der Bevölkerung) und wichtig für Bluttransfusionen und Schwangerschaften, wobei Rhesus-negative Personen Antikörper bilden können, wenn sie mit Rhesus-positivem Blut in Kontakt kommen.
 

Welche Blutgruppe wird nach der Geburt gespritzt?

Nach der Geburt eines Rhesus-positiven Kindes wird Rhesus-negativen Müttern eine Injektion mit Anti-D Immunglobulin gegeben, um eine Antikörperbildung zu verhindern. Denn diese Antikörper könnten in einer zukünftigen Schwangerschaft die roten Blutkörperchen eines Rhesus-positiven Kindes angreifen.