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Was zählt nicht zum Elterngeld?

Gefragt von: Traute Decker  |  Letzte Aktualisierung: 25. April 2026
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Zum Elterngeld zählen nicht: Einkommenersatzleistungen wie Arbeitslosengeld (ALG I), Krankengeld oder Kurzarbeitergeld, steuerfreie Einnahmen (z.B. Übungsleiterpauschale), steuerrechtliche „sonstige Bezüge“ wie Weihnachtsgeld oder Abfindungen sowie Gewinne aus selbstständiger Tätigkeit (abzüglich Betriebsausgaben). Auch Einkommen aus Minijobs und bestimmte Rentenarten werden nicht als reguläres Einkommen für die Elterngeldhöhe herangezogen.

Was wird nicht aufs Elterngeld angerechnet?

Nicht berücksichtigt werden sonstige Bezüge. Dazu zählen Lohnbestandteile, die nicht fortlaufend gezahlt werden, zum Beispiel Abfindungen oder Leistungsprämien, Provisionen, 13. Monatsgehälter, Urlaubsgelder und Weihnachtsgelder.

Welches Einkommen zählt für die Berechnung des Elterngeldes?

Für das Elterngeld zählt in der Regel das Nettoeinkommen aus nicht-selbstständiger Arbeit (Gehalt, Lohn) der letzten 12 Monate vor Mutterschutz/Geburt, wobei steuerfreie Zulagen, Abfindungen und Lohnersatzleistungen (wie Krankengeld, ALG I) nicht einbezogen werden, aber Nebeneinkünfte (Minijobs) schon; auch Einkommen aus Selbstständigkeit wird berücksichtigt, aber nach Abzug von Freibeträgen, während z.B. Stipendien und BAföG nicht angerechnet werden. 

Was ist der Elterngeld Trick?

Der "Elterngeld-Trick" (Elterngeld-Optimierung) bezieht sich oft darauf, das Elterngeld beim zweiten Kind zu erhöhen, indem man gezielt den Bemessungszeitraum verschiebt, meist durch kurzfristige nebengewerbliche Selbstständigkeit oder die Verteilung von Einmalzahlungen, um das Einkommen vor der Geburt zu steigern und die 12 Monate vor dem ersten Kind als Basis zu nutzen, um die Elterngeld-Nachteile der zweiten Schwangerschaft auszugleichen. Weitere Tricks umfassen das Steuerklassen-Wechseln kurz vor der Geburt und die Nutzung des Geschwisterbonus, um den Anspruch zu erhöhen.
 

Welche Leistungen fallen neben Elterngeld an?

Aufstockung des Elterngeldes vom Arbeitsamt

Wenn dein Einkommen auch mit den zusätzlichen Sozialleistungen nicht ausreicht, kannst du Bürgergeld beantragen. Das Bürgergeld ist eine staatliche Leistung, die du immer dann bekommst, wenn all deine Einnahmen zusammen nicht für den Lebensunterhalt deiner Familie ausreichen.

Elterngeld einfach erklärt (explainity® Erklärvideo)

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Wer bekommt ab April 2025 kein Elterngeld mehr?

April 2025 ist die Einkommensgrenze für Paare und Alleinerziehende gleichermaßen auf 175.000 Euro gesunken. Wenn die Grenze überschritten wird, besteht kein Anspruch mehr auf Elterngeld. Das zu versteuernde Einkommen ist nicht das Bruttoeinkommen.

Wird ein 520 € Job auf Elterngeld angerechnet?

Dir steht ohne vorheriges Einkommen nur das Mindestelterngeld in Höhe von 300 Euro beim Basiselterngeld zu. Arbeitest du im gesamten Bemessungszeitraum als Minijobber und verdienst 520 Euro dazu, steigerst du dein Elterngeld. Du bist laut Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz mit diesem Einkommen „Geringverdiener“.

Wie hole ich das meiste aus Elterngeld raus?

Um Elterngeld zu maximieren, nutzt man ElterngeldPlus für längere Bezugsdauer (doppelte Zeit, halber Betrag), kombiniert es mit Teilzeitarbeit für volles Einkommen, optimiert die Steuerklasse vor der Geburt (z.B. III/V), nimmt den Partnerschaftsbonus und den Geschwisterbonus mit, zahlt sich Überstunden aus statt sie abzufeiern und plant den Bezug mit dem Besserverdiener für höhere Grundbeträge (bis 1.800 €). Frühe Planung der Steuerklasse ist entscheidend.
 

Wie viel muss ich verdienen, um 1800 € Elterngeld zu bekommen?

Um 1800 € Basiselterngeld zu bekommen, müssen Sie vor der Geburt im maßgeblichen Bemessungszeitraum ein durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen von mindestens ca. 2.770 € erzielt haben, da der Höchstbetrag gedeckelt ist. Einkommen über dieser Grenze führt zu keiner Erhöhung über die 1.800 € hinaus. Es gelten zudem Einkommensgrenzen für den Anspruch: Für Geburten ab dem 1. April 2025 liegt die Grenze bei 175.000 € zu versteuerndem Jahreseinkommen (für Paare und Alleinerziehende), sonst entfällt der Anspruch ganz.
 

Warum gibt es beim zweiten Kind weniger Elterngeld?

Der Grund für das geringere Elterngeld beim 2. Kind liegt im Bemessungszeitraum. Für die Berechnung des Elterngeldes werden die letzten 12 Monate vor dem Mutterschutz herangezogen.

Wann bekommt man kein Elterngeld?

Man bekommt kein Elterngeld mehr, wenn das zu versteuernde Jahreseinkommen die Grenze überschreitet: Für Kinder, die ab dem 1. April 2025 geboren werden, liegt die Grenze bei 175.000 Euro; für Kinder, die zwischen dem 1. April 2024 und dem 31. März 2025 geboren wurden, gilt eine Grenze von 200.000 Euro. Auch wer andere Voraussetzungen nicht erfüllt, wie z. B. nicht in Deutschland wohnt, kann kein Elterngeld erhalten. 

Was zählt alles als Einkommen?

Einkommen zählt grundsätzlich alle Einnahmen in Geld oder geldwerten Leistungen, die Ihnen zur Verfügung stehen, wie Lohn, Gehalt, Renten, Mieteinnahmen, Unterhalt, aber auch Sozialleistungen (Arbeitslosengeld, Kindergeld), Zinsen und Sachbezüge (z.B. mietfreies Wohnen). Im steuerrechtlichen Sinne werden Einkünfte aus verschiedenen Quellen (z.B. Selbstständigkeit, Vermietung, Kapital) zusammengefasst, wobei der Gesamtbetrag nach Abzug von Ausgaben das zu versteuernde Einkommen ergibt.
 

Welche 12 Monate werden für Elterngeld berechnet?

Für die Elterngeldberechnung zählen grundsätzlich die 12 Kalendermonate vor dem Monat der Geburt (bei Vätern) bzw. vor dem Mutterschutz (bei Müttern); Monate mit sehr niedrigem oder keinem Einkommen (z.B. wegen Elterngeldbezug oder Krankheit) können "ausgeklammert" und durch weiter zurückliegende Monate ersetzt werden, um ein höheres Durchschnittseinkommen zu erzielen. Bei Selbstständigen werden die 12 Kalendermonate des letzten abgeschlossenen Wirtschaftsjahres vor der Geburt herangezogen.
 

Welche Einkünfte zählen zum Elterngeld?

Für das Elterngeld zählt in der Regel das Nettoeinkommen aus nicht-selbstständiger Arbeit (Gehalt, Lohn) der letzten 12 Monate vor Mutterschutz/Geburt, wobei steuerfreie Zulagen, Abfindungen und Lohnersatzleistungen (wie Krankengeld, ALG I) nicht einbezogen werden, aber Nebeneinkünfte (Minijobs) schon; auch Einkommen aus Selbstständigkeit wird berücksichtigt, aber nach Abzug von Freibeträgen, während z.B. Stipendien und BAföG nicht angerechnet werden. 

Wie viel Elterngeld erhält man bei 2000 € netto?

Bei 2.000 € Nettoeinkommen vor der Geburt beträgt das Basiselterngeld in der Regel 1.300 € monatlich (65 % von 2.000 €), da dies über dem 1.200 €-Grenzwert liegt, wobei der Mindestbetrag von 300 € und der Höchstbetrag von 1.800 € nicht überschritten werden. Bei ElterngeldPlus gibt es die Hälfte, also 650 € monatlich, dafür aber doppelt so lange. Bei Teilzeitarbeit reduziert sich der Betrag entsprechend dem Einkommensunterschied, bei 1.200 € Einkommen nach Geburt wären es 520 € Basiselterngeld (65 % von 800 € Differenz). 

Wann muss ich Elterngeld zurückzahlen?

Man muss Elterngeld zurückzahlen, wenn man zu viel erhalten hat, weil Einkommensänderungen (z.B. durch Arbeit) oder höhere Einkommen im Bemessungszeitraum erst später bekannt werden oder wenn man Einkommensgrenzen überschritten hat, die Rückforderung ist auch noch nach vielen Jahren möglich. Vor allem bei vorläufiger Bewilligung, z.B. wegen fehlendem Steuerbescheid, wird nach der endgültigen Prüfung eine zu viel gezahlte Summe fällig. 

Ab welchem ​​Gehalt hat man keinen Anspruch mehr auf Elterngeld?

Paare mit einem zu versteuernden Einkommen über 175.000 € haben ab dem 1. April 2025 keinen Anspruch mehr auf Elterngeld. Für Alleinerziehende bleibt die Einkommensgrenze bei 150.000 € (Familienportal, 2024). Eltern können das Basiselterngeld in den ersten zwölf Lebensmonaten des Kindes nur noch einen Monat gemeinsam beziehen.

Wann wird das Elterngeld gekürzt?

Elterngeld wird gekürzt, wenn das zu versteuernde Einkommen bestimmte Grenzen überschreitet (ab 2025: 175.000 € für Paare/Alleinstehende), wenn Einkommen während des Bezugs angerechnet wird (z.B. durch Teilzeit, über 32 Wochenstunden), oder bei zu früher Überschneidung der Bezugszeiten der Eltern (maximal 1 Monat gleichzeitig für Neugeborene ab April 2024). Auch geldwerte Vorteile, wie ein Firmenwagen, können zu Kürzungen führen, da sie als Einkommen zählen.
 

Wie hoch ist das maximale Einkommen, das für Elterngeld berücksichtigt wird?

Die Elterngeld-Einkommensgrenze liegt für Geburten ab dem 1. April 2025 bei 175.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen (für Paare und Alleinerziehende), davor (für Geburten bis 31. März 2025) galt eine Grenze von 200.000 Euro. Bei Überschreitung dieser Grenze entfällt der Anspruch auf Elterngeld vollständig, wobei das zu versteuernde Einkommen aus dem Steuerbescheid des Jahres vor der Geburt maßgeblich ist. 

Wie übersteht man die Elternzeit finanziell?

Sie können aber Elterngeld beantragen. Das ist eine finanzielle Unterstützung vom Staat, die einen Ausgleich schafft, falls Sie nach der Geburt des Kindes zeitweise weniger oder gar nicht mehr arbeiten. Dadurch hilft das Elterngeld, die finanzielle Lebensgrundlage der Familien zu sichern.

Wie bekommt man 100% Elterngeld?

Eltern, die im maßgeblichen Bemessungszeitraum ein durchschnittliches Netto-Einkommen von weniger als 1.000 Euro erzielten, bekommen davon bis zu 100 Prozent durch das Elterngeld ersetzt.

Wann 2 Kinder damit volles Elterngeld?

25.08.2009/dbb/UBO/Berlin: Wer ein zweites Kind plant, sollte sich damit nicht allzu viel Zeit lassen. Denn Anspruch auf volles Elterngeld haben Eltern nur dann, wenn maximal zwölf Monate Elternzeit mit Elterngeldanspruch zwischen der Ge- burt des ersten und zweiten Kindes liegen.

Was darf ich zu meinem Elterngeld dazuverdienen?

Man darf zum Elterngeld dazuverdienen, aber es gibt eine wichtige Einkommensgrenze: Für Geburten ab dem 1. April 2025 liegt die Grenze für das zu versteuernde Jahreseinkommen bei 175.000 € (für Paare und Alleinerziehende), darunter gibt es Anspruch. Beim ElterngeldPlus kann man in etwa die Hälfte des vorherigen Nettoeinkommens anrechnungsfrei dazuverdienen, aber der Gesamtverdienst wird individuell berechnet; generell sollte man nicht mehr als 32 Stunden pro Woche arbeiten, um das Elterngeld nicht zu verlieren, und die Elterngeldstelle muss informiert werden.
 

Wie viele Stunden darf ich während der Elternzeit arbeiten?

Während der Elternzeit dürfen Sie bis zu 32 Stunden pro Woche arbeiten (bei Kindern, die nach dem 1. September 2021 geboren wurden; davor waren es 30 Stunden) – entscheidend ist dabei der monatliche Durchschnitt. Sie müssen dies mit Ihrem Arbeitgeber vereinbaren und Ihre Elterngeldstelle informieren, da der Verdienst auf das Elterngeld angerechnet wird. 

Wie kann ich in Elternzeit Geld verdienen?

Ja, Sie können in der Elternzeit Geld verdienen, indem Sie einen Minijob (bis 520 €/Monat) oder eine Teilzeitbeschäftigung (max. 32 Std./Woche) aufnehmen, wobei Sie auf die Stundenbegrenzung achten und Einkünfte der Elterngeldstelle melden müssen, um Kürzungen zu vermeiden; flexible Jobs wie Texter, Virtuelle Assistenz oder Online-Umfragen sind ideal, erfordern aber oft die Zustimmung Ihres Arbeitgebers für Nebentätigkeiten. 

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