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Was wird im Notlagentarif bezahlt?

Gefragt von: Anna Kiefer  |  Letzte Aktualisierung: 12. April 2026
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Im Notlagentarif der Privaten Krankenversicherung (PKV) werden nur die Kosten für akute Erkrankungen, Schmerzzustände, Schwangerschaft und Mutterschaft bezahlt, sowie bei Kindern und Jugendlichen auch notwendige Vorsorge und Impfungen. Er ist eine reduzierte Form des Basistarifs, die den Versicherten bei Beitragsrückständen eine minimale Grundversorgung sichert, damit sie Schulden schneller tilgen können. Nicht abgedeckt sind z.B. Zahnersatz, Heilmittel oder umfangreiche Vorsorgeuntersuchungen.

Welche Leistungen sind im Notlagentarif abgedeckt?

Der Notlagentarif in der privaten Krankenversicherung (PKV) bietet nur eine grundlegende Versorgung für akute Fälle, wie akute Erkrankungen, Schmerzzustände und Mutterschaft (inkl. Geburt). Für Kinder und Jugendliche sind zusätzlich Früherkennung, Impfungen und Heilbehandlungen enthalten. Er deckt keine regulären Vorsorgeuntersuchungen oder umfangreiche Behandlungen ab und dient dazu, bei Beitragsausfällen eine Absicherung zu gewährleisten, bis der Versicherte seinen vollen Tarif wieder aufnehmen kann. 

Wie lange kann ich im Notlagentarif bleiben?

Die durchschnittliche Verweildauer im Notlagentarif beträgt etwa ein Jahr. Auch das ist ein klares Indiz dafür, dass der Tarif wie beabsichtigt dabei hilft, Schulden leichter tilgen zu können.

Was bekommt man von der Krankenkasse erstattet?

Generell gilt: Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt alle Kosten für die gesamte Behandlung von Krankheiten, einschließlich der notwendigen diagnostischen Maßnahmen, Medikamente, Heil- und Hilfsmittel, Vorsorge, Nachsorge, Krankengeldzahlungen und anderes mehr.

Wie hoch sind die Beiträge im Notlagentarif?

Der Notlagentarif in der privaten Krankenversicherung (PKV) kostet typischerweise zwischen 100 und 125 Euro pro Monat, kann aber je nach Versicherer und individueller Situation (z.B. Anwendung von Alterungsrückstellungen) variieren; der Durchschnitt liegt bei rund 155 Euro, wobei Leistungen nur für akute Schmerzen, Notfälle, Schwangerschaft und Mutterschaft gewährt werden. Er dient dazu, ausstehende Beiträge zu begleichen und ermöglicht einen grundlegenden, aber stark eingeschränkten Schutz, wobei keine neuen Alterungsrückstellungen gebildet werden. 

Was ist...?! Notlagentarif?! Definitionen der Versicherungswelt

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Was passiert, wenn ich im Alter die PKV nicht mehr bezahlen kann?

Wenn man die private Krankenversicherung (PKV) nicht bezahlt, verliert man nicht den Versicherungsschutz. Der Vertrag wird jedoch nach einiger Zeit in den Notlagentarif umgestellt, welcher ca. 100 bis 125 Euro pro Monat kostet. Hierbei gibt es ein gesetzlich vorgeschriebenes Mahnverfahren.

Was zahlt die private Krankenversicherung nach 6 Wochen?

Ab der 6. Woche der Erkrankung bekommt der/die Angestellte nur noch ein Krankengeld, das etwa 70 Prozent des Bruttogehalts entspricht. Die Differenz kann versichert werden.

Wie bekomme ich 500 Euro von der Krankenkasse?

Was musst du tun, um den 500 Euro BU Zuschuss zu erhalten? Das ist relativ simpel. Du musst mindestens 16 Jahre alt sein und die für dein Alter gesetzlich vorgeschriebenen Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen. Diese werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, weshalb dir keine zusätzlichen Kosten entstehen.

Welche Kosten werden von der Krankenkasse nicht übernommen?

Krankenkassen übernehmen nicht medizinisch notwendige Leistungen, wie Schönheits-OPs, nicht verschreibungspflichtige Medikamente, viele alternative Heilmethoden, professionelle Zahnreinigung oder vollumfänglichen Zahnersatz, sowie Kosten für Privatärzte, Chefarztbehandlung oder Fahrtkosten, und auch Dinge wie Brillen, Hörgeräte (nur Zuschuss), Empfängnisverhütungsmittel (außer Kondome) und häusliche Pflege über Grundbedarf hinaus. Grundsätzlich zahlen sie nur, was ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich ist (Regelleistung), alles andere sind Selbstzahlerleistungen (IGeL) oder erfordern eine Zusatzversicherung. 

Wie läuft die Kostenerstattung ab?

Um eine Kostenerstattung zu beantragen, reichen Sie bitte ein Erstattungsformular mit genauen Angaben und entsprechenden Belegen (z. B. Quittungen) bei Ihrem Vorgesetzten ein . Nach Genehmigung wird die Erstattung von der Finanz- oder Personalabteilung bearbeitet und Ihnen ausgezahlt.

Wie komme ich aus dem Notlagentarif raus?

Ein Wechseln vom Notlagentarif in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur dann möglich, wenn Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben. Ansonsten ist ein Wechsel nicht vorgesehen.

Was ist der AXA Krankenversicherung Notlagentarif?

Beim Notlagentarif handelt es sich um einen Versicherungstarif mit nur sehr eingeschränkten Leistungen, der Beitrag beträgt hier ca. 130 – 150 Euro monatlich.

Wie kommt man in den Notlagentarif?

Ein Notlagentarif kann nicht gewählt werden, sondern greift ein, wenn man seine Beitragsrückstände nach einem ca. 6 monatigen Mahnverfahren immer noch nicht beglichen hat. Erst wenn diese beglichen sind, kommt man automatisch wieder in seinen vorherigen Tarif.

Wann endet der Notlagentarif?

Wann endet der Notlagentarif? Hat ein Versicherter oder eine Versicherte im Notlagentarif alle Rückstände beglichen (Versicherungsbeiträge, Säumniszuschläge und Mahnkosten), so erfolgt automatisch ab dem ersten Tag des übernächsten Monats der Rückwechsel in den ursprünglichen Tarif.

Warum dürfen Patienten im Basistarif nur Vertragsärzte aufsuchen?

Warum dürfen Patienten im Basistarif nur Vertragsärzte aufsuchen? Weil der Basistarif sich inhaltlich an der gesetzlichen Krankenversicherung orientiert.

Was übernimmt meine Krankenkasse alles?

Sie beinhaltet auch die Versorgung mit Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmitteln sowie Zahnersatz. Auch die Gewährung von häuslicher Krankenpflege, einer Haushaltshilfe, Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und die palliative Versorgung schwerstkranker, beziehungsweise sterbender Menschen gehören dazu.

Welche gesetzliche Krankenkasse mögen Ärzte am liebsten?

Ärzte arbeiten am liebsten mit der BARMER zusammen. Deutschlands Ärzte arbeiten am liebsten mit der BARMER zusammen. Beim aktuellen Krankenkassenvergleich des Magazins Focus Money ist die BARMER zu "Doktors Liebling" gekürt worden.

Welche gesetzliche Krankenkasse ist die teuerste?

Die teuerste gesetzliche Krankenkasse ist nicht immer dieselbe, da die Zusatzbeiträge jährlich angepasst werden; für 2026 gehören jedoch die BKK Pfalz (mit bis zu 18,5% 2024, aber neuere Daten zeigen höhere Sätze für 2026 wie die BKK24 mit 4,39% Zusatzbeitrag) oder Mobil Krankenkasse, BKK VerbundPlus zu den Spitzenreitern mit über 18,4%, während andere Kassen wie BKK Wirtschaft & Finanzen oder die AOK Nordost ebenfalls sehr hohe Zusatzbeiträge erheben können, die den Gesamtbeitragssatz auf über 17% bringen. 

Welche Medikamente zahlt die Krankenkasse nicht?

Krankenkassen zahlen grundsätzlich keine rezeptfreien Medikamente (OTC), Lifestyle-Präparate (z.B. gegen Haarausfall, zur Potenzsteigerung, Raucherentwöhnung) und nicht notwendige oder unwirtschaftliche Arzneimittel, die der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) vom Leistungskatalog ausgeschlossen hat, aber Ausnahmen gibt es, z. B. für Kinder unter 12 (oder 18 bei Entwicklungsstörungen), bei schwerwiegenden Erkrankungen oder wenn der Arzt ein Grünes Rezept ausstellt. 

Wie hoch ist der AOK-Gesundheitsbonus von 500 Euro?

Die AOK bietet verschiedene Wege, um einen Bonus von bis zu 500 Euro oder mehr zu erhalten, meist über das AOK-Gesundheitskonto oder Bonusprogramme, die Gesundheitsleistungen wie Osteopathie, professionelle Zahnreinigung, Sportkurse oder Zuschüsse für Gesundheits-Apps belohnen und oft in Kombination mit einem Wahltarif oder dem AOK-StarterBonus für junge Leute verfügbar sind. Spezielle Pakete wie der SchwangerschaftPLUS der AOK PLUS bieten ebenfalls ein Budget von 500 Euro. 

Bin ich bei 600 € brutto krankenversichert?

Ja. In diesem Fall werden die Verdienste zusammengerechnet. Dabei gilt: Wenn Sie insgesamt - mit allen Ihren Jobs - mehr als 603 Euro monatlich verdienen, werden Sie als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig, und es fallen Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung an.

Was passiert, wenn ich nach 78 Wochen immer noch krank bin?

Wenn Sie nach 78 Wochen Krankheit immer noch arbeitsunfähig sind, endet der Krankengeldbezug durch die Krankenkasse (sogenannte Aussteuerung) und Sie müssen sich um neue Absicherungen kümmern, typischerweise über die Agentur für Arbeit (Arbeitslosengeld I über die Nahtlosigkeitsregelung, auch wenn Sie weiter krankgeschrieben sind) oder einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente bei der Rentenversicherung stellen, oft verbunden mit Rehabilitationsmaßnahmen. Kontaktieren Sie frühzeitig die Agentur für Arbeit und die Deutsche Rentenversicherung, um Lücken in der Absicherung zu vermeiden, da auch ein bestehendes Arbeitsverhältnis bei fehlender Meldung ruhen kann. 

Was kostet eine 1 Monat private Krankenversicherung?

Eine private Krankenversicherung (PKV) kostet monatlich zwischen ca. 150 € (für Studenten oder mit Beihilfe) und über 1.000 €, je nach Beruf, Alter, Gesundheitszustand und gewähltem Tarif, mit einem Durchschnitt von etwa 600 € pro Monat für Angestellte ohne Beihilfe; Selbstständige zahlen oft mehr, während Beamte durch die Beihilfe deutlich weniger zahlen (ca. 250 €). Günstige Einsteigertarife beginnen bei 350 €, während Premium-Tarife 700 € bis 1.100 € kosten können, aber für Gutverdiener kann die PKV günstiger sein als die GKV. 

Wann kommt man nicht mehr aus der privaten Krankenversicherung?

Man "fliegt" aus der PKV, wenn das Einkommen unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) fällt (ca. 73.800 € brutto für 2025), was einen Wechsel in die GKV auslöst, oder wenn man die Voraussetzungen für die Versicherungspflicht wieder erfüllt, z.B. durch Jobwechsel oder altersbedingt, wobei ein Wechsel über 55 Jahren nur mit Vorversicherungszeiten in der GKV (mindestens 30 Monate in den letzten 5 Jahren) möglich ist. Auch eine Kündigung durch den Versicherer bei Nichtzahlung oder ein vertraglich vereinbarter Wechselgrund (z.B. durch Familienstand) sind Gründe. 

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