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Was wenn man Kind nicht will?

Gefragt von: Miroslaw Sander-Reichert  |  Letzte Aktualisierung: 28. März 2026
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Wenn man kein Kind möchte, gibt es in Deutschland die Möglichkeit einer Schwangerschaftsberatung (z.B. bei Pro Familia, Caritas, staatl. anerkannte Stellen), die über alle Optionen informiert, auch über einen Schwangerschaftsabbruch, der nach Beratung und innerhalb der Fristen möglich ist. Alternativen sind die Adoption oder die Pflegekindschaft, falls eine Geburt geplant ist, man die Erziehung aber nicht übernehmen möchte, wobei professionelle Hilfen auch bei der Entscheidung und den nächsten Schritten unterstützen.

Was tun, wenn ich das Kind nicht will?

Die Schwangere muss den Schwangerschaftsabbruch verlangen. Sie muss mindestens drei Tage vor dem Eingriff eine Schwangerschaftskonfliktberatung durch eine staatlich anerkannte Beratungsstelle wahrgenommen und von dort den für einen Abbruch vorgeschriebenen Beratungsschein erhalten haben.

Was tun, wenn man sein Kind nicht will?

Viele Menschen, die ihre Kinder nicht mehr erziehen möchten , unterzeichnen freiwillig eine Einwilligungserklärung zur Adoption und schließen sich einem privaten oder einem festgelegten Adoptionsverfahren an . In solchen Fällen wählen die leiblichen Eltern die Adoptiveltern mit Unterstützung eines Anwalts aus oder kennen jemanden, der ihr Kind adoptieren möchte.

Was macht man, wenn man ungewollt schwanger ist?

Eine erste Anlaufstelle kann das kostenlose zentrale Hilfetelefon Schwangere in Not 0800 40 40 020 sein. Hier finden Sie weitere Informationen zur Bundeskampagne und zum Beratungsangebot. Wichtig und hilfreich sind auch die Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen in Ihrer Nähe .

Ist es normal, wenn man keine Kinder will?

Aufgeschoben ist oft aufgehoben

So vielfältig wie Lebensstile und Lebensläufe, so vielfältig sind auch die Gründe für Kinderlosigkeit und der Umgang damit. Im Alter von etwa 30 Jahren, wenn die Fruchtbarkeit der Frau deutlich zu sinken beginnt, haben 38 % der Frauen und 62 % der Männer (noch) kein Kind.

Schwangerschaftsabbruch: Was Ärzte nicht sagen dürfen | Quarks Exklusiv

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Ist es normal, dass ich keine Kinder möchte?

Manche Menschen wünschen sich keine Kinder, und das ist völlig normal . Nicht jeder hat von Geburt an den Wunsch, Eltern zu werden. Manche möchten sich auf ihre persönlichen Ziele, ihre psychische Gesundheit oder andere Lebensbereiche konzentrieren. Für manche Menschen lassen sich die Zukunftspläne nicht mit einer Familie vereinbaren.

Ist es glücklicher, mit oder ohne Kinder?

Im Gegenteil: Eine Studie der Universitäten Freiburg im Breisgau und Jena zeigt, dass Paare ohne Kinder genauso glücklich sind wie mit Kindern. Erkenntnisse von Glücksforschern der Dartmouth University legen sogar nahe, dass kinderlose Menschen mehr Lebenszufriedenheit empfinden.

Ist Abtreiben moralisch vertretbar?

Die moralische Vertretbarkeit von Abtreibung ist eine tiefgreifende ethische Frage ohne einfache Antwort, die verschiedene Perspektiven einbezieht: Während einige die Selbstbestimmung und das Recht der Frau auf körperliche Autonomie betonen und Abtreibung in bestimmten Situationen als ethisch notwendig sehen (z.B. bei Gefährdung der Gesundheit), argumentieren andere, dass das menschliche Leben ab der Empfängnis geschützt werden muss, was Abtreibung moralisch verwerflich macht, insbesondere aus religiösen Sichtweisen (wie im Katholizismus). Der deutsche Gesetzgeber sieht Abtreibung grundsätzlich als strafbar, ermöglicht aber unter der Fristen- und Beratungsregelung sowie bei Indikationen eine Straffreiheit, was einen Kompromiss darstellt, der verschiedene ethische Positionen zu vereinen versucht. 

Welche Strafe droht bei Abtreibung?

Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland grundsätzlich nach § 218 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht, aber in der Praxis meist strafbar, wenn er innerhalb von 12 Wochen nach der Empfängnis nach einer verpflichtenden Beratung durch einen Arzt durchgeführt wird (Beratungsregelung, § 218a StGB) oder bei medizinischer/kriminologischer Indikation. Wer den Abbruch durchführt (Arzt/Arzthelfer) wird härter bestraft, wenn die Schwangere nicht einwilligt oder die Regeln verletzt, während die Schwangere selbst bei der „Beratungsregelung“ nicht strafbar ist. 

Wie viel kostet abtreiben?

Die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch in Deutschland liegen meist zwischen 300 und 800 Euro, abhängig von Methode (medikamentös günstiger) und Narkose, aber sie können bei geringem Einkommen von der Krankenkasse übernommen werden, wenn ein Antrag gestellt wird, oder bei medizinischer/kriminologischer Indikation erstattet werden, oft nur mit Gesundheitskarte. 

Was tun, wenn ein Partner keine Kinder will?

Wenn der Partner keine Kinder will, ist offene, druckfreie Kommunikation entscheidend, um die Gründe zu verstehen (Ängste, Prioritäten) und gemeinsam eine Lösung zu suchen, eventuell mit Paartherapie; letztlich muss eine Entscheidung getroffen werden: Entweder Kompromiss finden (Zeit geben, aber Grenzen setzen), Trennung in Kauf nehmen (mit Kinderwunsch) oder die Beziehung ohne Kinder fortführen, da niemand sich zum Elternteil überreden lassen sollte, betont.
 

Was kann ich tun, wenn mein Kind nur zur Mutter will?

Dass ein Kind nur zur Mama möchte, ist eine ganz normale Entwicklungsphase (die sogenannte „Mama-Phase“), die meist zwischen 1 und 3 Jahren auftritt, da die Mama oft die Hauptbezugsperson ist und dem Kind in Zeiten von Unsicherheit Sicherheit vermittelt. Es ist wichtig, die Gefühle des Kindes ernst zu nehmen, nicht persönlich zu reagieren, als Team mit dem Partner zusammenzuarbeiten, dem Kind konsequent Sicherheit zu geben und auch andere Bezugspersonen (wie den Papa) aktiv einzubinden, um die Welt des Kindes zu erweitern.
 

Was kann ich tun, wenn das Kind nicht zum Vater will?

Wenn ein Kind nicht zum Vater will, ist das eine sensible Situation, die eine Mischung aus emotionaler Unterstützung, professioneller Hilfe (Jugendamt, Mediation, Familientherapie) und rechtlichen Schritten (wenn nötig) erfordert, wobei immer das Kindeswohl im Vordergrund steht und der Kindeswille mit zunehmendem Alter mehr Gewicht hat; wichtig ist, den Kontakt aufrechtzuerhalten, ohne das Kind zu zwingen, und professionelle Unterstützung für die Familie zu suchen, um die Ursachen zu verstehen und eine Lösung zu finden. 

Welches Bedürfnis steckt hinter Kinderwunsch?

Welches Bedürfnis steckt hinter einem Kinderwunsch? Der Kinderwunsch beschreibt grundsätzlich das Verlangen eines Menschen, Kinder zu haben. Dieser Wunsch ist oft mit tiefen emotionalen Bedürfnissen verbunden, wie dem Streben nach Liebe und Zugehörigkeit und der Erfüllung von Lebenszielen.

Was führt zu einem natürlichen Abort?

Medizinische Probleme wie z.B. ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), hormonelle Veränderungen, anatomische Veränderungen der Gebärmutter, Gerinnungsstörungen und Infektionen können eine Rolle spielen.

Wie viel Prozent der Paare bleiben ungewollt kinderlos?

Weniger als 5% aller Paare in Deutschland bleiben dauerhaft ungewollt kinderlos.

Kann man im 4. Monat abtreiben?

Das bedeutet, dass eine Schwangerschaft innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate ohne Vorliegen eines medizinischen Grundes abgebrochen werden kann. Voraussetzung ist, dass vor dem Abbruch ein Aufklärungsgespräch stattfindet und der Abbruch von einer Ärztin oder einem Arzt durchgeführt wird.

Kann pro Familie eine Abtreibung ablehnen?

Schwangerschaftsabbruch mit medizinischer Indikation

beraten und im Einvernehmen mit der Schwangeren Kontakt zu Beratungsstellen zu vermitteln. kann auch abgelehnt werden. Indikation ausstellt. Diese Frist gilt nicht, wenn akute Gefahr für das Leben der Schwangeren besteht.

Wann ist die Spättabtreibung?

Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
 

Hat Abtreibung seelische Folgen?

Psychische Folgen einer Abtreibung sind sehr individuell: Viele Frauen empfinden Erleichterung, andere Trauer oder gemischte Gefühle; häufige Reaktionen sind kurzfristige Verstimmungen oder Schlafstörungen. Langfristige Probleme wie Depressionen, Angststörungen, Schuldgefühle oder Suchtverhalten können auftreten, insbesondere wenn die Entscheidung unter Druck, bei moralischer Ablehnung oder bei Vorbelastungen getroffen wurde. Studien zeigen ein erhöhtes Risiko für psychische Probleme bei Frauen nach einem Abbruch, aber die Betreuung spielt eine große Rolle.
 

Ist abtreiben eine Sünde?

Ob Abtreibung eine Sünde ist, hängt stark von der religiösen Überzeugung ab; im Christentum wird sie meist als Sünde gegen das Leben gesehen, besonders in der katholischen Kirche, die das Leben ab der Empfängnis schützt, während es im Protestantismus differenziertere Ansichten gibt und im Judentum und Islam die Sichtweisen variieren, oft mit Ausnahmen bei Gefährdung von Mutter oder Kind. 

Was sind die Hauptgründe für Abtreibungen?

Gründe für eine Abtreibung

  1. Persönliche Gründe. Ungeplante Schwangerschaft. Kein Partner oder instabile Partnerschaft. ...
  2. Medizinische Gründe. Körperliche Behinderung des Embryo. Gefährdung der Gesundheit der Frau.
  3. Kriminologische Gründe. Vergewaltigung. Sexueller Missbrauch von Minderjährigen.

Was sind Delfin-Eltern?

Delfin-Eltern – tierische wie menschliche – behandeln ihre Jungen liebevoll und fürsorglich. Sie zwingen ihren Nachwuchs zu nichts, sondern bieten Schutz und Freiraum. Dabei gelten sie zwar als Autoritätspersonen und legen Regeln fest, sie diskutieren sie aber mit ihren Kindern und gehen auf deren Bedürfnisse ein.

Was ist die 3,6,9,12 Regel?

Die 3-6-9-12-Regel ist eine Orientierungshilfe für Eltern, um den Medienkonsum von Kindern altersgerecht zu steuern: Kein Bildschirm unter 3 Jahren, keine eigene Spielekonsole vor 6, kein eigenes Smartphone vor 9 und kein unbeaufsichtigter Internetzugang vor 12 Jahren. Sie gibt Empfehlungen für Medienbegleitung und -zeiten (z. B. 30 Min. tägl. für 3-6-Jährige, 45-60 Min. für 6-9-Jährige) und betont die Wichtigkeit, Eltern als Vorbilder und Begleiter in der digitalen Welt zu sehen, anstatt sich nur auf feste Zeiten zu verlassen.