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Was versteht man unter Katzengold?

Gefragt von: Sabina Horn  |  Letzte Aktualisierung: 23. Januar 2026
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Katzengold ist der umgangssprachliche Name für das Mineral Pyrit (auch Eisenkies oder Narrengold genannt), ein häufig vorkommendes Gestein mit goldähnlichem Glanz, das aus Eisen und Schwefel besteht und fälschlicherweise oft für Gold gehalten wird, obwohl es deutlich härter und wertloser ist. Es bildet oft würfelförmige Kristalle, hinterlässt einen schwarzen Strich auf einer Strichtafel und wird wegen seiner Ähnlichkeit zu Gold und seiner vielfältigen Formen (z. B. als Pyritsonne oder Würfel) von Sammlern geschätzt, dient aber auch als Erz zur Schwefelgewinnung.

Wie viel ist 1 Gramm Katzengold wert?

Katzengold (Pyrit) hat keinen intrinsischen Edelmetall-Wert wie echtes Gold, da es hauptsächlich aus Eisensulfid besteht, aber gut ausgebildete Kristalle oder besondere Stücke können für Sammler je nach Qualität, Größe und Herkunft einen kleinen bis moderaten Preis von wenigen Euro pro Gramm erzielen, oft im Bereich von wenigen Cent bis zu über einem Euro pro Gramm bei hochwertigen Sammlerstücken. Der Wert hängt stark vom Aussehen und Seltenheit ab, nicht vom Goldpreis.
 

Warum sagt man Katzengold?

"Katzengold" (auch Pyrit oder Narrengold) heißt so, weil es wie Gold glänzt, aber keins ist – der Name kommt wahrscheinlich vom Wort "Ketzer" (falscher Glaube), ähnlich wie "falsches" oder "unechtes" Gold, oder vom althochdeutschen "Kazzungold" (goldgelbes Kirschharz), eine andere Art von glitzerndem Material, das kein Gold ist. Es hat nichts mit echten Katzen zu tun, sondern bezeichnet ein Mineral (Eisen-Schwefel-Verbindung), das oft fälschlicherweise für echtes Gold gehalten wurde, weil es eine ähnliche Farbe und einen metallischen Glanz hat.
 

Warum ist Katzengold wertlos?

Im Gegensatz zum weichen, formbaren Gold ist Katzengold hart und spröde. Auf der Mohs-Härte-Skala erreicht es Werte zwischen 6 und 6,5, während Gold nur eine Härte von 2,5 bis 3 aufweist. Diese höhere Härte macht Pyrit widerstandsfähiger gegen Abnutzung, aber auch schwieriger zu bearbeiten.

Ist Katzengold magnetisch?

Nein, reines Katzengold (Pyrit, FeS2cap F e cap S sub 2𝐹𝑒𝑆2) ist von Natur aus nicht stark magnetisch, aber es enthält Eisen, wodurch es eine schwache magnetische Anziehungskraft hat und an einem starken Magneten haften kann. Beim Erhitzen oder Zersetzen des Pyrit können jedoch magnetische Eisensulfide entstehen, und Wissenschaftler haben Wege gefunden, es temporär stark magnetisch zu machen.
 

Die meisten Goldsucher scheitern, weil sie den Felsgrund ignorieren (Geologen tun das nicht).

33 verwandte Fragen gefunden

Kann man mit Essig prüfen, ob es Gold ist?

Ergebnis: Echtes Gold wird nicht auf Essig reagieren. Es behält seine ursprüngliche Farbe und Glanz bei.

Warum ist Pyrit schlechter als Gold?

Pyrit unterscheidet sich von gediegenem Gold durch seine Härte, Sprödigkeit und Kristallform . Pyrit bricht sehr unregelmäßig, manchmal muschelförmig, da es nicht entlang einer bevorzugten Spaltebene spaltet. Gediegene Goldnuggets oder -glitter brechen nicht, sondern verformen sich duktil. Pyrit ist spröde, Gold ist formbar.

Wie erkennt man, ob es Gold ist oder nicht?

Der Test beim Juwelier

Dieser kann mit Hilfe eines Säuretests, der nicht zu Hause durchgeführt werden sollte, die Echtheit bestimmen. Hierbei wird Salpetersäure auf das Gold gegeben und wenn es hierbei zu keiner farblichen Reaktion der Säure kommt, handelt es sich um echtes Gold.

Welche Wirkung hat Katzengold?

Katzengold (Pyrit) wird in der Esoterik und Naturheilkunde eine stärkende Wirkung für Psyche und Körper zugeschrieben, indem es Selbstvertrauen, Mut und innere Stärke fördert, Blockaden und Ängste auflösen hilft, die Selbsterkenntnis steigert und vor negativen Energien schützt; wissenschaftlich sind diese Effekte jedoch nicht belegt. Es soll helfen, Ursachen von Problemen zu erkennen, Stress zu lindern und neue Lebenswege zu ermöglichen, oft durch die Aufdeckung verborgener Erinnerungen und Schwächen.
 

Was ist ein Beispiel für Katzengold?

Katzengold kann aus drei verschiedenen Mineralien bestehen. Das am häufigsten mit Gold verwechselte Mineral ist Pyrit . Auch Chalkopyrit kann goldähnlich aussehen, und verwitterter Glimmer kann Gold imitieren.

Was ist mit schwarzem Gold gemeint?

"Schwarzes Gold" ist eine Metapher für wertvolle, meist dunkle Rohstoffe oder Produkte, am häufigsten für Erdöl (wegen seiner Bedeutung und Farbe) und Kohle. Der Begriff kann aber auch für andere wertvolle schwarze Dinge stehen, wie spezielle Gewürze (Trüffel, Vanille), Kaviar, Kaffee, Vinyl-Schallplatten, eine rhodiniert-schwarze Goldlegierung oder sogar eine aktuelle ARD-Serie. 

Wie viel Gramm Gold sind in einer Zahnkrone?

Eine Zahnkrone aus Gold wiegt typischerweise zwischen 1,5 und 4 Gramm, wobei das genaue Gewicht vom Material (z. B. Vollgoldkrone oder verblendet) und der Zahnposition abhängt, aber der reine Goldanteil (Feingehalt) liegt oft bei 50 % bis 90 %, da es sich um eine Legierung handelt. 

Wie erkenne ich Katzengold?

Bei einem Test mit einem Magneten haftet Pyrit wegen seines hohen Eisengehalts am Magneten, während Gold nicht am Magneten haften bleibt. Bei einer chemischen Probe mit Salpetersäure verfärbt sich das Eisenpyrit schwarz wohingegen Gold seine Farbe nicht verändert.

Was kostet 1 kg Gold 999 aktuell?

Kurs: Goldbarren (1 kg) in Gold

Der Tagespreis für Goldbarren (1 kg) Goldbarren liegt heute bei ca. 119.697,18 EUR im Verkauf und ca. 117.749,03 EUR im Ankauf. Der Durchschnittspreis lag in den letzten 30 Tagen bei 119.373,78 EUR.

Warum ist Pyrit Katzengold?

Pyrit wird „Katzengold“ (oder Narrengold) genannt, weil sein goldgelber, metallischer Glanz und Funkeln Menschen im Mittelalter dazu verleiteten, es fälschlicherweise für wertvolles Gold zu halten; es ist ein häufiges Eisen-Schwefel-Mineral (FeS2cap F e cap S sub 2𝐹𝑒𝑆2), das aber ganz andere Eigenschaften hat und praktisch wertlos ist, aber von Sammlern geschätzt wird. Der Name leitet sich vom althochdeutschen "Kazzungold" (goldgelbes Kirschharz) ab oder vom Wort „Ketzer“, da es „anders“ als echtes Gold ist, so Martina Rüter und Mineralienatlas.
 

Ist Pyrit gefährlich?

Pyrit reagiert sehr langsam mit Sauerstoff und bildet Rost. Dies kann zu einer Anlaufschicht auf der Oberfläche führen, stellt aber keine Gefahr dar.

Wie hoch ist der Goldgehalt von Pyrit?

Gold. Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass Pyrit Gold enthalten kann . Diese Exemplare, die als goldhaltiger Pyrit bezeichnet werden, können einen Goldgehalt von über 0,25 Prozent aufweisen.

Kann Pyrit rosten?

95% aller Natursteine enthalten Metalle, zum Beispiel Pyrit, Hämatit, Pegmatit usw. Wenn diese mit Feuchtigkeit und saurem Regen in Verbindung kommen, beginnen sie zu oxidieren (rosten).

Welche Hausmittel gibt es, um echtes Gold zu erkennen?

Um echtes Gold mit Hausmitteln zu erkennen, nutzen Sie den Magnet-Test (Gold ist nicht magnetisch), den Klang-Test (echtes Gold "klingt" länger), den Essig-Test (keine Farbveränderung), oder den Kratz-Test auf einer unglasierten Keramik (Gold-Streifen, kein schwarzer). Beachten Sie, dass diese Methoden nur Hinweise geben; für eine sichere Bestimmung sind professionelle Prüfungen notwendig.
 

Kann Gold ohne Stempel echt sein?

Ja, es gibt Gold ohne Stempel, oft bei sehr altem, handgefertigtem oder repariertem Schmuck, aber die Echtheit ist dann schwerer zu prüfen; professionelle Tests beim Juwelier sind am zuverlässigsten, um den Goldgehalt zu bestimmen, da das Fehlen eines Stempels nicht automatisch Fälschung bedeutet, aber eine genaue Bestimmung erfordert. 

Wie lange sollte Gold in Essig liegen?

Lege dafür dein Schmuckstück einfach in eine Schüssel und bedecke es mit Essig. Je nach Verschmutzungsgrad kannst du den Goldschmuck dann bis zu zwei Stunden in der Essiglösung liegen lassen. Voilà! Schon glänzt dein Schmuckstück wieder.