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Was verlangt der Notar?

Gefragt von: Herr Dr. Hans-Christian Schmid MBA.  |  Letzte Aktualisierung: 4. Juni 2026
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Das Honorar eines Notars richtet sich nach dem Geschäftswert (z. B. Kaufpreis bei Immobilien, Vermögen bei Testamenten) und wird durch das Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) gesetzlich festgelegt, nicht nach Stundenaufwand. Bei Immobilienkäufen sind es oft 1,2 bis 2 Prozent des Kaufpreises, inklusive Vollzugskosten. Bei Testamenten liegen die Kosten je nach Wert gestaffelt, z.B. um die 200 € bei 20.000 € Wert oder ca. 500 € bei 50.000 €.

Wie berechnen sich die Gebühren eines Notars?

Beim Haus- und Wohnungskauf fallen Gebühren für Notar und Grundbucheintrag an. Diese betragen seit der letzten Gebührenerhöhung zum 1.8.2013 ca. 1,5 bis 2 % des Kaufpreises, davon etwa 1,0 bis 1,5 % Notarkosten und 0,5 % Grundbuchkosten zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

Wie ermittelt der Notar mein Vermögen?

Ein Notar prüft Vermögen durch {\"Auskunftspflicht der Beteiligten\"}, {\"Einsichtnahme in öffentliche Register\"} (Grundbuch, Finanzamt) und {\"gesetzliche Wertmaßstäbe\"}, wobei er sich auf die Angaben der Beteiligten stützt, aber auch {\"Plausibilitätsprüfungen\"} durchführt und bei Bedarf selbst schätzt oder externe Gutachten anfordern kann, um den korrekten Geschäftswert für die Gebührenberechnung zu ermitteln.
 

Wie hoch sind die Notarkosten bei 150.000 €?

Bei einem Immobilienwert von 500.000 Euro belaufen sich die Notargebühren auf 1.870 Euro und die Kosten für den Eintrag ins Grundbuch auf 975 Euro. Für eine Immobilie im Wert von 150.000 Euro fallen 654 Euro Notarkosten und 327 Euro für die Eintragung der Grundbuchänderung an.

Was kostet ein Testament beim Notar 400000 Euro?

Für ein Testament mit einem Nachlasswert von 400.000 € liegen die Notarkosten für ein Einzeltestament grob zwischen 700 € und 1.000 € (inkl. MwSt., zzgl. Auslagen), abhängig davon, ob es sich um eine einfache Beurkundung oder eine komplexere Errichtung handelt, während ein gemeinschaftliches Testament (z. B. Ehegattentestament) entsprechend teurer ist und etwa das Doppelte kosten kann (z. B. um die 1.900 €). Die genauen Kosten richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) und dem konkreten Geschäftswert. 

Der Notar als unabhängiger Rechtsberater

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Was kostet es, ein Haus vom Notar überschreiben zu lassen?

Die Notarkosten für das Überschreiben eines Hauses (Schenkung/Übertragung) berechnen sich nach dem Wert der Immobilie und umfassen Notargebühren (ca. 1–1,5 % des Wertes) sowie Grundbuchkosten (ca. 0,5 % des Wertes), insgesamt also etwa 1,5 % bis 2 % des Immobilienwerts, zuzüglich eventueller Schenkungssteuer oder Kosten für Wohnrechte. Bei einem Wert von 300.000 € liegen die reinen Kosten (Notar + Grundbuch) oft bei rund 1.800 € bis 2.500 €, abhängig vom genauen Wert und den Leistungen. 

Welchen Wert muss ich beim Notar angeben?

Der Notar muss den gesetzlichen Höchstwert von 10 Millionen Euro als Geschäftswert ansetzen. Bei der erstmaligen notariellen Beurkundung eines privatschriftlichen Vertrages ist der volle Wert des Rechtsverhältnisses maßgeblich.

Wie hoch sind die Notarkosten für eine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht?

Die Kosten für eine notariell beurkundete Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung variieren stark nach Ihrem Vermögen, beginnen aber oft bei einer Mindestgebühr von ca. 60 € und können je nach Vermögenshöhe auch mehrere hundert Euro betragen, da die Gebühren sich nach dem Geschäftswert richten. Die Patientenverfügung wird oft günstiger beurkundet (ca. 60 €), während die Vorsorgevollmacht sich nach Ihrem Vermögen richtet (mindestens 60 €, aber potenziell deutlich mehr). Kombinierte Dokumente verursachen meist nur geringe Mehrkosten. 

Was ist der häufigste Fehler, der einem Notar unterläuft?

Einer der häufigsten Fehler von Notaren ist, dass sie ihren Namen nicht genau so drucken oder unterschreiben, wie er auf ihrer Notarbestellung erscheint .

Haben alle Notare die gleichen Preise?

Nein, Notarkosten sind nicht immer gleich, aber ihre Grundstruktur ist bundesweit einheitlich und nicht verhandelbar durch das Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) festgelegt, was bedeutet, sie sind bei jedem Notar gleich hoch, variieren aber je nach Geschäftswert (z. B. Kaufpreis) und Art des Geschäfts (z. B. einfacher Kaufvertrag vs. komplexe Vertragsgestaltung). Zusätzliche Kosten wie Auslagen und Mehrwertsteuer kommen hinzu, und in seltenen, komplexen Fällen können höhere Gebührensätze anfallen, aber ein klassischer Immobilienkauf hat meist einheitliche Kosten. 

Welche Tabelle für Notarkosten?

2 GNotKG geregelt:

  • 0,5-10 Mio. €: Jede weitere 50.000 € kosten 80 €.
  • 10–20 Mio. €: Jede weitere 200.000 € kosten 130 €
  • 20–30 Mio. €: Jede weitere 250.000 € kosten 150 €
  • über 30 Mio. €: Jede weitere 1.000.000 € kosten 120 €

Was kann ich tun, wenn die Notarrechnung zu hoch ist?

Man kann also als Betroffener mit der Notarkostenrechnung bewaffnet zum Landgericht gehen und dort auf der Geschäftsstelle eine Überprüfung der Rechnung beantragen. Es ist nicht notwendig, einen Anwalt für diesen Antrag einzuschalten.

Wie rechnet man Notarkosten aus?

So belaufen sich heute die Notarkosten bei einem Hauskauf im Schnitt auf ca. 1,5 % des Kaufpreises, wobei davon 1 % die Notarkosten und 0,5 % Grundbuchkosten sind. In den Notarkosten, die Sie am Ende zahlen, sind Honorar nach Gebührenordnung und die Gerichtskosten für die Eintragung ins Grundbuch enthalten.

Wie kann man Notarkosten sparen?

Kosten sparen beim Notar

  1. Verzicht auf eine Auflassungsvormerkung: Die Auflassungsvormerkung ist eine Sicherheit für den Käufer, dass der Verkäufer die Immobilie in der Zwischenzeit nicht an Dritte veräußert. ...
  2. Verzicht auf das Notaranderkonto: Das Treuhandkonto des Notars heißt Notaranderkonto.

Wie hoch sind die Notarkosten für ein Erbrecht?

Notarkosten bei Erbschaft richten sich nach dem Wert des Nachlasses und dem benötigten Dokument (Testament, Erbvertrag, Erbschein), wobei ein notarielles Testament oder Erbvertrag Gebühren verursacht, die je nach Wert des Erbes gestaffelt sind (z.B. bei 100.000 € ca. 440 € für Einzeltestament, 780 € für Gemeinschaftst.) und die einmalige Verwahrung 75 € kostet, während ein Erbschein eigene Notar- und Gerichtskosten hat, die ebenfalls wertabhängig sind und sich oft addieren. 

Soll man eine Patientenverfügung beim Notar machen?

Nein, eine Patientenverfügung ist gesetzlich nicht zwingend notariell zu erstellen, sie wird bereits durch Ihre eigenhändige Unterschrift rechtswirksam. Allerdings bietet die Beratung und Beurkundung durch einen Notar oder Fachanwalt erhebliche Vorteile, da sie die Rechtssicherheit erhöht, Unklarheiten vermeidet und die Dokumentation Ihrer Geschäftsfähigkeit sichert, was die Akzeptanz im Ernstfall steigert. 

Wie viel kostet eine Vorsorgevollmacht beim Notar?

Für die öffentliche Beglaubigung durch einen Notar fallen ca. 20 bis 80 Euro an. Etwas günstiger ist die öffentliche Beglaubigung durch eine Betreuungsbehörde. Die Kosten für die notarielle Beurkundung der Vorsorgevollmacht richten sich nach Ihrem Vermögen, sie kostet aber mindestens 60 Euro.

Welches Vermögen muss man beim Notar angeben?

Das Aktivvermögen ergibt sich aus der Summe des Werts aller Vermögensgegenstände wie Immobilien, Gesellschaftsbeteiligungen, Sparguthaben und Wertpapiere. Verbindlichkeiten können nicht abgezogen werden. Als Geschäftswert fließt allerdings nur die Hälfte dieses Werts in die Berechnung ein.

Kann ich Notarkosten steuerlich absetzen?

Notarkosten steuerlich absetzen

Bei einer privaten Eigennutzung sind die Kosten in der Regel nicht absetzbar. Vermietest du die Immobilie hingegen, gelten die Notarkosten als Werbungskosten. Sie zählen zu den Anschaffungsnebenkosten und reduzieren deine steuerliche Bemessungsgrundlage für die Vermietungseinkünfte.

Wie hoch sind die Kosten für eine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung beim Notar?

Die Kosten für eine notariell beurkundete Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung variieren stark nach Ihrem Vermögen, beginnen aber oft bei einer Mindestgebühr von ca. 60 € und können je nach Vermögenshöhe auch mehrere hundert Euro betragen, da die Gebühren sich nach dem Geschäftswert richten. Die Patientenverfügung wird oft günstiger beurkundet (ca. 60 €), während die Vorsorgevollmacht sich nach Ihrem Vermögen richtet (mindestens 60 €, aber potenziell deutlich mehr). Kombinierte Dokumente verursachen meist nur geringe Mehrkosten. 

Warum Haus vor Tod überschreiben?

Warum ist es sinnvoll, ein Haus vor dem Tod zu überschreiben? Die Überschreibung eines Hauses vor dem Tod kann erhebliche steuerliche und rechtliche Vorteile mit sich bringen. Indem die Immobilie bereits zu Lebzeiten aus der Erbmasse herausgelöst wird, können Freibeträge für die Schenkungssteuer optimal genutzt werden.

Ist es sinnvoll, mein Haus zu Lebzeiten auf meine Kinder zu überschreiben?

Ein Haus an Kinder zu überschreiben, geschieht durch eine notariell beurkundete Schenkung (vorweggenommene Erbfolge), die im Grundbuch eingetragen wird, um Steuern zu sparen oder frühzeitig für Klarheit zu sorgen. Wichtig sind die 10-Jahres-Frist für die Berücksichtigung im Erbe, mögliche Ausgleichszahlungen für andere Kinder, steuerliche Freibeträge (bis 400.000 € pro Kind) und die Sicherung eigener Rechte durch z.B. Nießbrauch oder Wohnrecht. Eine frühzeitige Planung mit Notar, Steuerberater und Einbeziehung aller Beteiligten ist entscheidend.
 

Ist es besser, ein Haus zu Schenkung oder zu überschreiben?

Eine Haus-Überschreibung ist meist eine Schenkung und es gibt rechtlich kaum einen Unterschied, aber der Begriff „Schenkung“ betont die Unentgeltlichkeit und das Ziel, durch die Nutzung hoher Schenkungssteuer-Freibeträge alle 10 Jahre (Kinder 400.000 €) Erbschaftssteuer zu sparen und Vermögen vorab zu übertragen, was oft vorteilhafter ist als Vererben. Ob Schenkung oder (mit Gegenleistung) Überschreibung besser ist, hängt von individuellen Zielen ab, z.B. ob ein Wohnrecht oder Nießbrauch eingetragen werden soll, was den Wert mindert und Steuern spart. 

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