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Was tun wenn Venlafaxin nicht mehr wirkt?

Gefragt von: Renate Baier-Wimmer  |  Letzte Aktualisierung: 4. Juli 2026
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Wenn Venlafaxin nicht mehr wirkt, sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt, da eine Anpassung der Therapie nötig ist; dies kann eine Dosiserhöhung, die Kombination mit einem anderen Medikament (Lithium, atypische Antipsychotika), ein Wechsel zu einem anderen Antidepressivum (z. B. Duloxetin, Desvenlafaxin) oder die Integration einer Psychotherapie bedeuten kann. Brechen Sie die Einnahme niemals selbstständig ab.

Kann die Wirkung von Venlafaxin nachlassen?

Ja, Venlafaxin kann mit der Zeit seine Wirkung verlieren, was als Toleranzentwicklung oder Wirksamkeitsverlust bekannt ist und bei Antidepressiva generell vorkommen kann, wobei auch frühere Behandlungen die zukünftige Wirksamkeit beeinflussen. Dies erfordert oft eine Anpassung der Therapie durch den Arzt, wie eine Dosiserhöhung (obwohl Studien dies nicht immer unterstützen) oder ein Wechsel zu einem anderen Medikament, da ein abrupter Stopp starke Entzugserscheinungen auslösen kann. 

Warum wirkt mein Venlafaxin nicht?

Das liegt daran , dass es etwa eine Woche dauert, bis sich ein ausreichender Venlafaxin-Spiegel im Körper aufbaut, und anschließend noch einige Wochen, bis sich der Körper daran gewöhnt hat . Brechen Sie die Einnahme von Venlafaxin nicht ab, nur weil Sie das Gefühl haben, dass es Ihre Symptome nicht lindert. Geben Sie dem Medikament mindestens sechs Wochen Zeit, um zu wirken.

Was tun, wenn Antidepressiva nicht mehr wirken?

Wenn Antidepressiva nicht mehr wirken, spricht man mit dem Arzt über Therapiewechsel (anderes AD), Kombinationstherapien (z.B. mit Lithium, Antipsychotika), Psychotherapie oder andere Verfahren wie Hirnstimulation (rTMS, EKT) oder Esketamin, um die Depression zu behandeln. Wichtig ist, nicht eigenmächtig Medikamente zu ändern, sondern die Ursachen mit dem Facharzt zu besprechen und gemeinsam neue Strategien zu entwickeln, da oft eine Kombination von Ansätzen nötig ist.
 

Was kann man anstelle von Venlafaxin nehmen?

Alternativen zu Venlafaxin sind andere SNRI wie Duloxetin und Milnacipran, sowie SSRI wie Escitalopram, die oft bei ähnlichen Indikationen eingesetzt werden; auch ältere trizyklische Antidepressiva (z.B. Imipramin) sind möglich, aber Medikamentenwechsel erfordern ärztliche Abwägung wegen unterschiedlicher Wirkung und Verträglichkeit. 

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Kann man von einem Antidepressiva auf ein anderes wechseln?

Nein, Antidepressiva kann man nicht einfach so wechseln; ein Umstieg muss immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da ein plötzliches Absetzen zu starken Absetzsymptomen führen kann. Der Wechsel erfolgt meist durch langsames Ausschleichen des alten Medikaments und gleichzeitiges, langsames Einschleichen des neuen, wobei das Tempo je nach Medikament und Verträglichkeit variiert, manchmal sogar ein direkter Wechsel möglich ist, wenn die Präparate ähnlich wirken, aber das ist die Ausnahme. 

Wie heißt das neue Venlafaxin?

Mit Desveneurax (Desvenlafaxin) kommt zum 1. August 2022 der aktive Metabolit von Venlafaxin in Form von Retardtabletten zur Behandlung einer Major Depression auf den deutschen Markt.

Was tun, wenn keine Antidepressiva helfen?

Wenn Antidepressiva nicht mehr wirken, spricht man mit dem Arzt über Therapiewechsel (anderes AD), Kombinationstherapien (z.B. mit Lithium, Antipsychotika), Psychotherapie oder andere Verfahren wie Hirnstimulation (rTMS, EKT) oder Esketamin, um die Depression zu behandeln. Wichtig ist, nicht eigenmächtig Medikamente zu ändern, sondern die Ursachen mit dem Facharzt zu besprechen und gemeinsam neue Strategien zu entwickeln, da oft eine Kombination von Ansätzen nötig ist.
 

Was ist das neueste Antidepressivum?

Das "neueste" Antidepressivum ist ein dynamischer Begriff, aber als bedeutende neuere Entwicklungen gelten Spravato (Esketamin) für therapieresistente Depressionen (seit 2021 in DE) und Zuranolon (GABA-Modulator, kürzlich EU-weit zugelassen), die schnelle Wirkungen versprechen; ältere, aber moderne Alternativen sind Vortioxetin (multimodal, seit 2015). Viele "neue" Medikamente sind eigentlich Weiterentwicklungen oder bringen neue Wirkansätze (z.B. auf GABA-Rezeptoren oder schneller wirkende Ketamin-Derivate). 

Kann man ein Antidepressivum wieder einnehmen, wenn es seine Wirkung verloren hat?

Sie können dasselbe Antidepressivum wieder einnehmen, das Sie vor dem Absetzen eingenommen haben , insbesondere wenn es Ihre Symptome wirksam gelindert und wenige Nebenwirkungen verursacht hat. Ihr Arzt kann Ihnen aber auch ein anderes Antidepressivum vorschlagen, falls sich Ihr Zustand, Ihr Gesundheitszustand oder Ihre Behandlungsbedürfnisse geändert haben.

Warum fühle ich mich trotz Venlafaxin immer noch depressiv?

Es kommt häufig vor, dass Depressionssymptome trotz Behandlung wiederkehren oder sich verschlimmern. Dies wird als Durchbruchsdepression bezeichnet. Die Symptome können durch Stress ausgelöst werden oder ohne erkennbare Ursache auftreten . Die aktuelle Medikamentendosis reicht möglicherweise nicht aus, um die Symptome zu lindern, wenn sich die Depression verschlimmert.

Woran erkennt man, ob Venlafaxin wirkt?

Es dauert in der Regel 4 bis 6 Wochen, bis Venlafaxin seine volle Wirkung entfaltet, obwohl Sie sich bereits nach 1 bis 2 Wochen besser fühlen sollten . Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwitzen und Mundtrockenheit. Diese sind meist mild und klingen nach einigen Wochen wieder ab.

In welchen Schritten kann man Venlafaxin reduzieren?

Das Reduzieren von Venlafaxin muss immer schrittweise und unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, um starke Absetzsymptome (Entzugserscheinungen) wie Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen, innere Unruhe, grippeähnliche Symptome oder sogar "Stromschläge" zu vermeiden, da ein plötzliches Absetzen zu schweren Beschwerden führen kann. Ihr Arzt wird einen individuellen, langsamen Ausschleichplan erstellen, der Wochen bis Monate dauern kann, wobei die Dosis immer kleiner und die Schritte immer länger werden, besonders bei langer Einnahme.
 

Kann Venlafaxin plötzlich seine Wirkung verlieren?

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Antidepressivum nicht mehr wirkt, sind Sie nicht allein. Es kommt häufig vor, dass ein Medikament, das einst sehr gut geholfen hat, wirkungslos wird, insbesondere nach längerer Einnahme . Bei bis zu 33 % der Antidepressiva-Anwender kehren die Symptome zurück – dies wird als Durchbruchdepression bezeichnet.

Warum geht es mir trotz Antidepressiva schlecht?

Allerdings wirken die Medikamente nicht bei allen Betroffenen: Ein Teil der Patientinnen und Patienten hat trotz eines Antidepressivums wei- ter depressive Beschwerden. Daher ist es ratsam, dass Sie regelmäßig mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen, ob sich Ihre Beschwerden bessern.

Wann kommt die Besserung bei Venlafaxin?

Eine erste, stimmungsaufhellende Wirkung setzt frühestens nach 2–4 Wochen ein. Auch wenn die Symptome verschwunden sind, wird die Behandlung noch für mindestens 6 Monate weitergeführt. Zur Vorbeugung neuer depressiver Episoden ist auch eine Langzeitbehandlung möglich.

Was ist das stärkste Mittel gegen Depressionen?

Als am wirksamsten erwiesen sich Agomelatin, Amitriptylin, Escitalopram, Mirtazapin, Paroxetin, Venlafaxin und Vortioxetin. Als die am wenigsten wirksamsten Substanzen kristallisierten sich Fluoxetin, Fluvoxamin, Reboxetin und Trazodon heraus.

Was ist das stärkste Antidepressivum der Welt?

Das wirksamste Antidepressivum im Vergleich zu Placebo war das trizyklische Antidepressivum Amitriptylin , das die Chancen auf ein Ansprechen auf die Behandlung um mehr als das Zweifache erhöhte (Odds Ratio [OR] 2,13, 95%-Credible-Intervall [CrI] 1,89 bis 2,41).

Warum wirken Antidepressiva nicht sofort?

Gehirn wird wieder offener für Neues

Sie ist unter anderem deswegen attraktiv, weil sie erklären kann, warum Antidepressiva nicht sofort wirken. Denn Neuroplastizität ist – anders als beispielsweise die Serotonin-Wiederaufnahmehemmung – ein längerfristiger Prozess.

Was hilft gegen extreme Depressionen?

Bei schweren Depressionen sind professionelle Hilfe, meist eine Kombination aus Psychotherapie und Medikamenten (Antidepressiva), entscheidend, ergänzt durch Selbsthilfe wie Struktur, Bewegung und soziale Kontakte, wobei die Stiftung Deutsche Depressionshilfe (Telefon 0800-111 0 111) und der Hausarzt (116117) erste wichtige Anlaufstellen sind. 

Was kann ich tun, wenn die Therapie nicht hilft?

Wenn Therapie nicht hilft, sollten Sie den Therapeuten wechseln (über 116117 oder Hausarzt), andere Therapieformen prüfen (z.B. Online-Therapie, Hirnstimulation, Ketamin-Behandlung bei schweren Fällen), sich an Hausarzt/Psychiater für Medikamente wenden oder Krisen-Hotlines wie die Telefonseelsorge (0800 1110111) nutzen und aktiv soziale Unterstützung suchen. Wichtig ist, die Hoffnung nicht zu verlieren, da oft Anpassungen nötig sind. 

Wie äußert sich eine hochfunktionale Depression?

Symptome einer hochfunktionalen Depression sind oft innere Leere, tiefe Erschöpfung, Perfektionismus, ständige Selbstzweifel und Reizbarkeit, während Betroffene äußerlich den Alltag scheinbar mühelos bewältigen und eine "soziale Maske" tragen, was zu Schlafproblemen, Grübeln und körperlichen Beschwerden führt, bis hin zum drohenden Zusammenbruch, da die Fassade bröckelt, wie die Wicker-Klinik, deprexis, Oberberg Kliniken, die NÜRNBERGER Versicherung, Heiligenfeld Kliniken, LIMES Schlossklinik, Fachzentrum Psychotherapie, Vetline, AOK und MindDoc erklären. 

Welches Medikament ähnelt Venlafaxin?

Medikamente, die Venlafaxin ähneln, sind andere Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) wie Duloxetin und Desvenlafaxin, die einen ähnlichen dualen Wirkmechanismus auf Serotonin und Noradrenalin haben, sowie Milnacipran; sie werden zur Behandlung von Depressionen und Angststörungen eingesetzt, wobei Duloxetin auch bei somatischen Beschwerden genutzt wird. 

Ist Venlafaxin ähnlich wie Xanax?

Obwohl sowohl Venlafaxin als auch Xanax zur Behandlung bestimmter Angststörungen eingesetzt werden können, wirken sie auf unterschiedliche Weise . Venlafaxin beeinflusst Serotonin und Noradrenalin und reguliert so die Stimmung, während Xanax auf GABA wirkt, um beruhigende Effekte zu erzielen und Symptome von Depressionen und Angstzuständen zu lindern.

Welches Medikament bei Major Depression?

Zur Behandlung der Major Depression werden hauptsächlich Antidepressiva verschiedener Klassen eingesetzt, darunter besonders häufig Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) wie Escitalopram, Sertralin, Fluoxetin, Paroxetin und Citalopram, aber auch Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) wie Venlafaxin sowie ältere Wirkstoffe wie Amitriptylin und neuere wie Vortioxetin, oft kombiniert mit Psychotherapie, wobei die Wahl vom individuellen Ansprechen und den Nebenwirkungen abhängen kann.