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Was tun wenn ein fremder Hund meinen Hund angreift?

Gefragt von: Isabell Hempel  |  Letzte Aktualisierung: 23. Januar 2026
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Wenn dein Hund angegriffen wird, bleib ruhig, schaffe Distanz (nicht wegrennen!), deeskaliere mit lauten Geräuschen oder Gegenständen (nicht schießen), schütze deinen Hund mit einer Jacke/einem Sprühstoß, aber bring dich nicht selbst in Gefahr. Melde den Vorfall bei Polizei/Ordnungsamt, um weitere Angriffe zu verhindern, und kümmere dich nachher tierärztlich und um die psychische Betreuung deines Hundes.

Was kann ich tun, wenn mein Hund von einem anderen Hund angegriffen wurde?

Wenn der eigene Hund von einem anderen Hund angegriffen wurde, besteht zunächst ein Schadensersatzanspruch nach § 833 BGB gegen den Hundehalter und zwar unabhängig davon, ob der Hundehalter gerade die Aufsicht über den Hund hatte. Hundehalter ist grundsätzlich derjenige, der für das Wohl des Tieres verantwortlich ist.

Was kann ich tun, wenn mein Hund andere Hunde angreift?

Wenn Ihr Hund andere Hunde angreift, müssen Sie sofort handeln, indem Sie Abstand halten, Ihren Hund sichern (Maulkorb erwägen) und professionelle Hilfe (Trainer/Psychologe) suchen, um die Ursache (Angst, Unsicherheit, Territorialverhalten) zu finden, da dies oft tiefere Probleme sind, die mit Geduld und gezieltem Training, wie positiver Verstärkung und schrittweiser Gewöhnung (Counter-Conditioning), gelöst werden können, um Vertrauen aufzubauen und negative Verknüpfungen zu durchbrechen. 

Was soll ich tun, wenn der Hund meines Nachbarn meinen Hund angreift?

Notieren Sie sich unbedingt die Daten des Hundehalters, der Ihren Hund angegriffen hat – Kontaktdaten, Versicherungsinformationen und den Namen des Hundes. Melden Sie den Hundebiss außerdem Ihrem örtlichen Tierschutzverein (Informationen dazu finden Sie auf unserer Seite „Hundebisse“).

Wie töte ich einen angreifenden Hund?

Versuche zu deeskalieren. Langsame, kontrollierte Bewegungen sind entscheidend, um die Situation zu deeskalieren. Bewege dich seitlich von ihm weg, um den Abstand zu vergrößern. Laute Geräusche wie Schreie oder Kommandos können den Hund abschrecken, aber schreie ihn nicht an, da dies die Aggression verstärken kann.

Was tue ich nur wenn mein Hund angegriffen wird???? Hilfreiche Selbstverteidigungs Tipps von Cindy

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Wie reagiere ich, wenn mein Hund mich angreift?

Verhaltenstipps Auf keinen Fall Angst zeigen: So verhalten Sie sich richtig, wenn ein Hund angreift

  1. Ruhe bewahren: Am besten bleiben Sie sofort stehen und verbreiten keine Hektik. ...
  2. Blick abwenden: Starren Sie den Hund auf keinen Fall an. ...
  3. Keine Angst zeigen: Treten Sie selbstbewusst auf.

Was bedeutet die 3-3-3 Regel bei Hunden?

Die 3-3-3-Regel ist eine Faustregel für die Eingewöhnung von Adoptivhunden und besagt, dass ein Hund nach 3 Tagen (Orientierung), 3 Wochen (Routinen verstehen) und 3 Monaten (echtes Vertrauen, sich fallen lassen) verschiedene Phasen durchläuft, wobei Geduld entscheidend ist. In den ersten 3 Tagen ist der Hund meist überwältigt und unsicher, nach 3 Wochen kennt er die grundlegenden Abläufe, und nach 3 Monaten hat er sich vollständig eingelebt und zeigt sein wahres Wesen.
 

Was soll ich tun, wenn ein fremder Hund meinen Hund angreift?

Wenn ein freilaufender Hund Ihren angreift, bleiben Sie ruhig (nicht schreien oder wegrennen), nutzen Sie laute Geräusche (Stampfen, Schreien), um ihn zu verunsichern, lenken Sie ihn ab (Wasser, Gegenstände werfen), und trennen Sie die Hunde vorsichtig (z.B. mit Jacke), ohne sich dazwischen zu stellen; danach melden Sie den Vorfall bei der Polizei oder Behörde. 

Was tun bei aggressivem Hund in der Nachbarschaft?

Bleib ruhig stehen. Schrei nicht und fuchtle nicht mit den Armen. Benimm dich so unauffällig wie möglich – so stehen die Chancen gut, dass der Hund das Interesse verliert. Nutzt das alles nichts und der Hund ist wild entschlossen, zu beißen, halt ihm ein Ersatzobjekt, etwa eine Handtasche, entgegen.

Was kann ich tun, wenn mein Hund meinen Besitzer attackiert?

Wenn ein Hund seinen Besitzer angreift, ist das ein ernstes Zeichen für tieferliegende Probleme, oft durch Überforderung, Angst oder schlechte Erfahrungen verursacht, nicht Bosheit; es erfordert sofortiges Handeln wie Ruhe bewahren, Abstand schaffen (ggf. mit Maulkorb/Gitter), professionelle Hilfe (Hundetrainer, Tierarzt) suchen und die Ursache finden, da Ignorieren das Problem verschlimmert und rechtliche Folgen drohen können. 

Warum flippt mein Hund bei anderen Hunden aus?

Dein Hund rastet bei anderen Hunden oft aus, weil er überfordert, unsicher, frustriert oder territorial ist – oft verstärkt durch mangelnde Sozialisierung oder schlechte Erfahrungen, aber auch durch Energieüberschuss oder fehlendes Vertrauen. Das Verhalten ist oft eine Mischung aus Angst (Kampf-oder-Flucht-Reaktion) und Frustration, weil er nicht zu dem anderen Hund kann (Leinenaggression). 

Wie gewöhne ich meinem Hund aggressives Verhalten ab?

Hundeaggression abtrainieren erfordert Geduld, Verständnis und professionelle Hilfe; es geht darum, die Ursache (Angst, Frustration, Territorialität) zu finden, Stressfaktoren zu minimieren, klare Führung zu zeigen (ohne Strafen) und durch gezieltes, positives Training (Gegenkonditionierung) die emotionale Reaktion zu ändern, um Vertrauen und Sicherheit aufzubauen, anstatt die Aggression zu verstärken.
 

Warum verhält sich mein Tierschutzhund aggressiv?

Wenn sich Dein Tierschutzhund auffällig, aggressiv oder ängstlich verhält, dann nicht, weil er "kaputt" ist – sondern weil er seine Vergangenheit mitbringt. Mit Verständnis, Zeit, Struktur und der passenden natürlichen Begleitung kannst Du ihm helfen, Vertrauen zu fassen und zur Ruhe zu kommen.

Was tun, wenn der Hund andere Hunde angreift?

Wenn Ihr Hund andere Hunde angreift, müssen Sie sofort handeln, indem Sie Abstand halten, Ihren Hund sichern (Maulkorb erwägen) und professionelle Hilfe (Trainer/Psychologe) suchen, um die Ursache (Angst, Unsicherheit, Territorialverhalten) zu finden, da dies oft tiefere Probleme sind, die mit Geduld und gezieltem Training, wie positiver Verstärkung und schrittweiser Gewöhnung (Counter-Conditioning), gelöst werden können, um Vertrauen aufzubauen und negative Verknüpfungen zu durchbrechen. 

Soll man einen Hund für das Schnappen bestrafen?

Das Schnappen ist für ihn ein Mittel, um zu zeigen, dass er sich bedroht fühlt und der Situation entkommen will – Sie sollten ihn deshalb nicht bestrafen, sondern zunächst versuchen, zu verstehen, was Ihr Hund mit seinem Verhalten erreichen will.

Was hilft gegen Zerstörungswut beim Hund?

Maßnahmen: Um der Zerstörungswut des Hundes entgegenzuwirken, sollten Hunde beispielsweise ausreichend Bewegung und Beschäftigung erhalten, konsequent erzogen und regelmäßig tierärztlich untersucht werden. Geeignete Kauspielzeuge können ebenfalls helfen, das Verhalten zu verbessern.

Wie verhalte ich mich, wenn ein Hund angreift?

Um einen Hundeangriff abzuwehren, bleiben Sie ruhig, drehen sich seitlich ab, vermeiden Sie Blickkontakt und rennen Sie nicht weg, da Hunde schneller sind und Weglaufen als Aufforderung interpretieren. Nutzen Sie laute Kommandos wie „Nein!“, fuchteln Sie nicht hektisch, sondern halten Sie einen Gegenstand (Tasche, Stock) zwischen sich und den Hund, um ihn abzulenken. Bei eskalierender Gefahr sind Tierabwehrsprays oder Pfeffersprays wirksam.
 

Was ist die 20-40 Regelung bei Hunden?

Ein "20/40-Hund" ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für einen großen Hund, der in einigen deutschen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen und Brandenburg gesetzlich definiert wird: Erreicht ein Hund ausgewachsen eine Widerristhöhe von mindestens 40 cm ODER ein Gewicht von mindestens 20 kg, gilt er als 20/40-Hund. Halter solcher Hunde müssen oft einen Sachkundenachweis erbringen und den Hund bei der Behörde melden, da sie besondere Auflagen erfüllen müssen.
 

Wie zeige ich meinem Hund, dass ich der Chef bin?

Um Ihrem Hund zu zeigen, dass Sie der Chef sind, geht es nicht um Dominanz durch Gewalt, sondern um klare Führung, Vertrauen und Kompetenz, indem Sie durch konsequente Regeln, Körpersprache und positive Verstärkung vermitteln, dass Sie die Verantwortung tragen und die Situation im Griff haben, was ihm Sicherheit gibt. Seien Sie ruhig und selbstbewusst, setzen Sie klare Grenzen (z.B. beim Durchgehen von Türen) und belohnen Sie gutes Verhalten, damit er Ihnen gerne folgt, anstatt aus Angst zu reagieren. 

Wie stoppt man einen angreifenden Hund?

Um einen Hundeangriff abzuwehren, bleiben Sie ruhig, drehen sich seitlich ab, vermeiden Sie Blickkontakt und rennen Sie nicht weg, da Hunde schneller sind und Weglaufen als Aufforderung interpretieren. Nutzen Sie laute Kommandos wie „Nein!“, fuchteln Sie nicht hektisch, sondern halten Sie einen Gegenstand (Tasche, Stock) zwischen sich und den Hund, um ihn abzulenken. Bei eskalierender Gefahr sind Tierabwehrsprays oder Pfeffersprays wirksam.
 

Was sind die rechtlichen Konsequenzen, wenn ein Hund einen anderen Hund beißt?

Wenn ein Hund einen anderen beißt, haftet der Halter des bissgebenden Hundes für Schäden wie Tierarztkosten des gebissenen Hundes, basierend auf der sogenannten Tierhalterhaftung nach § 833 BGB, unabhängig vom Verschulden. Der geschädigte Hundehalter kann Schadensersatz fordern; der bissgebende Halter muss zahlen, oft über seine Hundehaftpflicht, und es können behördliche Auflagen (z.B. Wesenstest, Maulkorb) drohen, je nach Bundesland. 

Sind Ärzte verpflichtet, Hundebisse zu melden?

Ja, in Deutschland müssen Ärzte Hundebisse melden, insbesondere wenn die Verletzung erheblich ist, um Infektionskrankheiten wie Tollwut zu überwachen und die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten, wobei die Meldung meist anonym an das Gesundheitsamt geht. Auch wenn es für den Geschädigten keine direkte Meldepflicht gibt, ist ein Arztbesuch ratsam, um die Verletzung zu versorgen und zu dokumentieren, was später für Schadenersatzansprüche wichtig ist. 

Was ist die 7-Sekunden-Regel beim Hund?

Die Sieben-Sekunden-Regel

Lege deinen Handrücken für sieben Sekunden auf den Asphalt. Ist diese Zeit für dich gut aushaltbar, dann kann dein Hund bedenkenlos auf dem Boden gehen. Kannst du es nicht aushalten, weil der Boden zu heiß ist, dann ist die Temperatur auch für deinen Hund zu heiß.

Wann ist ein Hund schlecht sozialisiert?

Anzeichen einer fehlenden Sozialisation

Ein nicht sozialisierter Hund zeigt häufig Verhaltensweisen wie: Angst oder Unsicherheit in neuen Situationen. Aggressives Verhalten gegenüber Fremden oder anderen Tieren. Übermäßiges Bellen, Hecheln oder Zurückziehen.

Was ist 20/40?

Große Hunde

Hunde, die ausgewachsen ein Gewicht von mindestens 20 kg oder eine Widerristhöhe von mindestens 40 cm erreichen (sogenannte 20/40 Hunde).

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