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Was tun wenn Azubi unentschuldigt fehlt?

Gefragt von: Frau Karola Hartmann MBA.  |  Letzte Aktualisierung: 14. April 2026
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Wenn ein Azubi unentschuldigt fehlt, sollten Sie zuerst das Gespräch suchen, um die Gründe zu klären; wenn das Verhalten anhält, folgt in der Regel eine schriftliche Abmahnung mit Androhung weiterer Schritte, da wiederholtes unentschuldigtes Fehlen die betrieblichen Abläufe stört und nach zwei einschlägigen Abmahnungen eine Kündigung möglich ist. Dokumentieren Sie jeden Vorfall genau und ziehen Sie bei Bedarf die IHK-Ausbildungsberatung hinzu.

Was passiert, wenn man in der Ausbildung unentschuldigt fehlt?

unentschuldigte Fehltage im Betrieb = Kündigung einschlägig, weil gleichartiges vertragswidriges Verhalten (unentschuldigtes Fehlen) vorliegt. Kündigung ist wirksam. Unentschuldigter Fehltag im Betrieb = Kündigung nicht einschlägig, da das jeweilige vertragswidrige Verhalten verschiedenartig ist.

Was tun, wenn Azubi nicht zur Arbeit erscheint?

Eine Pflichtverletzung kann die Grundlage für eine Abmahnung sein. Vor allem, wenn Auszubildende wiederholt unpünktlich zur Arbeit erscheinen. Noch wichtiger ist es jedoch, dieses Verhalten abzustellen, indem Sie die Situation klären und das Gespräch mit den Auszubildenden suchen.

Was macht man als Azubi, wenn man nichts zu tun hat?

Langeweile in der Ausbildung? Schnelle Hilfe für Azubis, die nix zu tun haben!

  1. Sprich das Problem an.
  2. Frage nach einem Sonderprojekt.
  3. Schreibe an deinem Berichtsheft.
  4. Schaue einem Kollegen über die Schulter.
  5. Lerne für die Berufsschule.

Welche Gründe können einen Azubi abmahnen?

Gründe für eine Abmahnung in der Ausbildung sind meist Verstöße gegen Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag, wie unentschuldigtes Fehlen oder Fehlen in der Berufsschule, mangelhafte Führung des Berichtshefts, Arbeitsverweigerung, Verspätungen, Störung des Betriebsfriedens, nicht genehmigte Nebentätigkeiten oder unangemessenes Verhalten gegenüber Ausbildern und Kollegen. Sie dient dazu, auf Fehlverhalten hinzuweisen, damit der Azubi sein Verhalten ändern kann, bevor es zu einer Kündigung kommt. 

Abfindung: der SCHLIMMSTE Verhandlungstrick des Arbeitgebers

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Welches Verhalten ist abmahnfähig?

Jedes andere Fehlverhalten kann abgemahnt werden

wiederholte Unpünktlichkeit. unentschuldigtes Fehlen. ungenehmigte Nutzung des Internets am Arbeitsplatz. Ausübung privater Tätigkeiten am Arbeitsplatz.

Wie viele Abmahnungen bis zur Kündigung als Azubi?

Für eine verhaltensbedingte Kündigung eines Azubis sind meist zwei einschlägige Abmahnungen nötig, die sich auf das gleiche Fehlverhalten beziehen (z.B. zweimal unentschuldigtes Fehlen), da Arbeitgeber in der Regel erst alle milderen Mittel ausschöpfen müssen; bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen (z.B. Diebstahl, Betrug) kann aber auch ohne Abmahnung sofort gekündigt werden. Die genaue Zahl ist nicht gesetzlich festgelegt, aber zwei sind die übliche Praxis, bevor die Kündigung als letzte Option kommt, wenn der Azubi sich nicht ändert. 

Was ist die meist abgebrochene Ausbildung?

In einigen Ausbildungsberufen liegt die Abbruchquote bei über 50 Prozent. Spitzenreiter ist das Friseurhandwerk – nur einer von drei Auszubildenden beendet die Lehre erfolgreich.

Wie kann man einen Azubi loswerden?

Grundsätzlich haben Sie als Azubi drei Möglichkeiten, Ihr Ausbildungsverhältnis zu beenden – entweder durch eine fristlose Kündigung aus wichtigem Grund, eine ordentliche Kündigung oder einen Aufhebungsvertrag.

Bei welchen Anzeichen sollte man den Job wechseln?

Anzeichen für einen Jobwechsel sind chronische Unzufriedenheit, mangelnde Entwicklungsperspektiven, schlechte Work-Life-Balance, fehlende Wertschätzung, finanzielle Unzufriedenheit oder gesundheitliche Probleme wie ständiger Stress und Burnout. Wenn Sie sich jeden Tag müde fühlen, demotiviert sind, Ihre Werte nicht mit denen des Unternehmens übereinstimmen oder Sie sich im Hamsterrad fühlen, ist es Zeit, über eine Veränderung nachzudenken. 

Was tun, wenn ein Mitarbeiter unentschuldigt fehlt?

Eine Abmahnung besteht bei wiederholtem unentschuldigtem Fehlen. Der Arbeitnehmer muss den Arbeitgeber rechtzeitig informieren. Die Abmahnung muss schriftlich und eindeutig formuliert sein. Der Arbeitnehmer hat ein Recht auf eine Gegendarstellung.

Was ist ein sofortiger Kündigungsgrund in der Ausbildung?

Eine fristlose Kündigung ist nur möglich, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Für Arbeitgeber bedeutet das: Ein solcher Grund besteht, wenn das Ausbildungsziel gefährdet ist und eine Fortsetzung der Ausbildung für das Unternehmen unzumutbar ist. Wichtige Gründe können sein: Störung des Betriebsfriedens.

Wie viele Fehltage darfst du als Azubi haben?

Du erhältst bis zu sechs Wochen Lohnfortzahlung, sofern dein Ausbildungsverhältnis mehr als vier Wochen bestanden hat. Bei längerer Erkrankung gibt es Krankengeld. Selbstverschuldete Arbeitsunfähigkeit bietet keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung.

Sind unentschuldigte Fehltage in der Berufsschule schlimm?

Unentschuldigtes Fehlen in Berufsschule und Betrieb: Eine Abmahnung droht. Wie bereits erwähnt, gilt in der Ausbildung eine Teilnahmepflicht. Unentschuldigtes Fehlen in der Ausbildung, ob in der Berufsschule oder direkt im Ausbildungsbetrieb, wird kein Ausbilder lange tolerieren.

Ist unentschuldigtes Fehlen ein fristloser Kündigungsgrund?

Ja, unentschuldigtes Fehlen kann eine fristlose Kündigung rechtfertigen, aber in der Regel erst nach einer Abmahnung; ein einmaliger Tag reicht meist nicht aus. Eine fristlose Kündigung ist nur bei einem "wichtigen Grund" nach § 626 BGB möglich, der das Arbeitsverhältnis unzumutbar macht, was bei Wiederholung, besonders schweren Fällen oder Vertrauenspositionen auch ohne vorherige Abmahnung der Fall sein kann.
 

Wie viel kostet ein unentschuldigter Fehltag in der Schule?

In den meisten Bundesländern kann das Amt Bußgelder bis zu 1.000 Euro verlangen, in Berlin sind sogar bis zu 2.500 Euro möglich. Andere Bundesländer, so z.B. Baden-Württemberg, verhängen die Bußgelder pro Fehltag und verlangen dann je nach Einzelfall 50 bis 300 Euro je unentschuldigten Fehltag.

Was sind Kündigungsgründe für Azubis?

Kündigungsgründe in der Ausbildung sind je nach Phase unterschiedlich: Während der Probezeit kann ohne Grund gekündigt werden; nach der Probezeit benötigt der Betrieb einen wichtigen Grund (z. B. Diebstahl, wiederholtes Schwänzen, beharrliche Arbeitsverweigerung) oder es muss ein betriebsbedingter Grund vorliegen (z. B. Schließung der Abteilung). Der Auszubildende kann jederzeit aus wichtigem Grund (z. B. unzumutbare Bedingungen) oder mit 4 Wochen Frist kündigen, wenn er die Ausbildung aufgibt oder den Beruf wechselt.
 

Wann darf ein Lehrling gekündigt werden?

Während der ersten drei Monate ist eine Auflösung ohne Angabe von Gründen möglich. Danach ist eine einvernehmliche Auflösung jederzeit erlaubt, wenn der Lehrling vorher rechtsbelehrt wurde. Auch eine vorzeitige Beendigung aus wichtigem Grund ist möglich, etwa bei Pflichtverletzungen.

Wie wird man einen Azubi los?

In der Probezeit

Während der Probezeit können die Vertragspartner den Ausbildungsvertrag jederzeit ohne Angabe von Gründen fristlos kündigen (§ 22 Abs. 1 BBiG). Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und dem Vertragspartner vor Ablauf der Probezeit zugegangen sein.

Was sind die 10 schwersten Ausbildungsberufe?

Die „schwersten“ Ausbildungsberufe sind oft eine Mischung aus hoher Verantwortung, komplexen Inhalten, Stress und körperlicher Belastung; dazu zählen typischerweise Fluglotse, Pflegefachkraft, Steuerfachangestellter, Mechatroniker, Fluggerätemechaniker, Soldat, Polizist, Dachdecker/Maurer sowie Berufe in der Sonderpädagogik/Heilerziehungspflege, da diese oft psychisch und physisch extrem fordernd sind, wie die Statista-Daten zeigen. 

Was ist die leichteste Ausbildung?

Die "leichteste" Ausbildung gibt es nicht pauschal, aber die kürzesten Ausbildungen sind oft einjährig oder kürzer, wie zum Beispiel als Altenpflegehelfer, Kosmetiker, Rettungssanitäter (oft 1 Jahr), Flugbegleiter (wenige Wochen bis 4 Monate) oder Nageldesigner (wenige Wochen), die einen schnellen Einstieg ermöglichen, während Verkäufer oder Fachlagerist (2 Jahre) etwas länger dauern, aber als weniger anspruchsvoll gelten können. Der Begriff "leicht" ist subjektiv und hängt von deinen Stärken (z.B. wenig Mathe, wenig Stress, soziale Nähe) ab. 

Was ist der unbeliebteste Beruf in Deutschland?

Versicherungsvertreter sind der unbeliebteste Beruf in Deutschland, mit 45 Prozent der Bevölkerung, die sich eine Tätigkeit in diesem Beruf nicht vorstellen können, geprägt von Vorurteilen wie “Übers Ohr hauen” und “Aufquatschen”.

Kann ein Lehrling für unentschuldigtes Fehlen abgemahnt werden?

Ein Azubi, der unentschuldigt fehlt, verletzt seine vertraglichen Pflichten und kann dafür zu Recht abgemahnt werden, sowohl für das Fehlen im Betrieb als auch in der Berufsschule, was die betrieblichen Abläufe stört und eine formelle Rüge darstellt, die auf eine mögliche Kündigung bei Wiederholung hinweisen soll, so die AEVO Akademie und Chevalier Rechtsanwälte. Eine Abmahnung muss präzise sein (Datum, Uhrzeit, Ort des Fehlens) und enthält eine Aufforderung zur Verhaltensänderung sowie eine Warnung vor Kündigung, falls das Fehlverhalten erneut auftritt. Wiederholtes unentschuldigtes Fehlen, auch nach Abmahnungen, kann zur Kündigung führen, wobei Azubis einen besonderen Schutz genießen. 

Woran erkennt man, ob man bald gekündigt wird?

Viele Arbeitgeber beginnen den Kündigungsprozess mit einer Art „Entzugstaktik“. Sie könnten feststellen, dass Ihnen weniger Befugnisse, weniger Berichtspflichten, weniger Aufgaben oder sogar weniger Arbeit übertragen werden . Wenn Sie merken, dass Ihre Position durch gezielte Maßnahmen Ihres Vorgesetzten eingeschränkt wird, sollten Sie hellhörig werden.

Was sind Abmahnungsgründe in der Ausbildung?

Gründe für eine Abmahnung in der Ausbildung sind meist Verstöße gegen Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag, wie unentschuldigtes Fehlen oder Fehlen in der Berufsschule, mangelhafte Führung des Berichtshefts, Arbeitsverweigerung, Verspätungen, Störung des Betriebsfriedens, nicht genehmigte Nebentätigkeiten oder unangemessenes Verhalten gegenüber Ausbildern und Kollegen. Sie dient dazu, auf Fehlverhalten hinzuweisen, damit der Azubi sein Verhalten ändern kann, bevor es zu einer Kündigung kommt.