Zum Inhalt springen

Was tun bei Unfall mit leasingfahrzeug?

Gefragt von: Johanne Neumann  |  Letzte Aktualisierung: 25. Januar 2026
sternezahl: 4.3/5 (36 sternebewertungen)

Nach einem Unfall mit dem Leasingfahrzeug: Sofort Unfallstelle sichern, Erste Hilfe leisten, Polizei rufen (bes. bei Fremdverschulden/Unklarheit) und alles genau dokumentieren (Fotos!), dann umgehend Leasinggeber UND Versicherung informieren; die Reparatur muss meist in einer freigegebenen Werkstatt erfolgen, und du zahlst die Raten weiter, bekommst aber bei Fremdverschulden Ersatzmobilität oder Nutzungsausfallentschädigung und musst eventuelle Wertminderung beachten.

Was passiert, wenn ich mit einem Leasingfahrzeug einen Unfall habe?

Wenn Sie mit einem Leasingauto einen Unfall bauen, müssen Sie sofort den Leasinggeber und Ihre Versicherung informieren, da der Leasinggeber Eigentümer ist. Bei selbst verschuldeten Schäden zahlt die Kaskoversicherung (ggf. mit Selbstbeteiligung). Bei Totalschaden kann eine Lücke zwischen Wiederbeschaffungswert und Restwert entstehen, die durch eine GAP-Versicherung geschlossen wird – ohne diese haften Sie für die Differenz. Bei fremdverschuldeten Schäden übernimmt die gegnerische Versicherung die Kosten, aber Sie müssen oft vorab zahlen und das Geld zurückfordern. 

Wer zahlt die Wertminderung nach einem Unfall im Leasing?

Bei einem Unfall mit einem Leasingfahrzeug zahlt grundsätzlich der Unfallverursacher bzw. dessen Versicherung die Wertminderung, aber das Geld steht dem Leasinggeber (Fahrzeugeigentümer) zu. Beim selbstverschuldeten Unfall muss der Leasingnehmer die Wertminderung an den Leasinggeber erstatten, oft auch wenn eine Kaskoversicherung zahlt. Bei Fremdverschulden fordert der Leasingnehmer die Wertminderung von der gegnerischen Versicherung, muss diese aber an den Leasinggeber weiterleiten, der die Schäden reguliert.
 

Wer zahlt bei einem Unfall mit einem geliehenen Auto?

Wenn Sie einen Schaden an einem fremden Auto verursachen, zahlt grundsätzlich die Kfz-Haftpflichtversicherung des Fahrzeughalters für Schäden am Drittfahrzeug, unabhängig davon, wer gefahren ist. Für Schäden am geliehenen Fahrzeug selbst springt die Teil- oder Vollkaskoversicherung des Halters ein (falls vorhanden), wobei der Fahrer je nach Verschulden (z. B. bei grober Fahrlässigkeit) Regress zahlen muss, es sei denn, es gibt ein Familienprivileg, erklärt der ADAC. Ihre eigene Privathaftpflicht deckt Schäden an geliehenen Fahrzeugen normalerweise nicht ab, es sei denn, Sie haben einen speziellen Baustein dafür, der auch Schäden beim Fahren, Be- oder Entladen sowie beim Tanken abdeckt, wie die VHV und AXA beschreiben. 

Was soll ich tun, wenn mein Leasingfahrzeug Schaden hat?

Bei einem Schaden am Leasingfahrzeug musst du Ruhe bewahren, die Unfallstelle sichern, den Schaden sofort dokumentieren (Fotos!), den Leasinggeber und deine Versicherung informieren und den Schaden in einer vom Leasinggeber vorgegebenen Werkstatt reparieren lassen, da der Leasinggeber die Kosten trägt, aber die Reparatur vorgibt; bei Fremdverschulden zahlt die gegnerische Versicherung ggf. Mietwagen und Wertminderung. 

unverschuldeter Unfall mit Leasingfahrzeug

40 verwandte Fragen gefunden

Was passiert, wenn ein Leasingauto Kratzer hat?

Bei Kratzern am Leasingauto: Prüfen Sie zuerst Ihren Vertrag, ob es sich um normalen Verschleiß handelt (kleine Kratzer sind oft akzeptiert) oder um größere Schäden. Melden Sie größere Schäden dem Leasinggeber, dokumentieren Sie alles und lassen Sie Tiefenschäden in einer Fachwerkstatt (Smart Repair ist oft günstiger als Nachzahlung) reparieren, um Nachzahlungen zu vermeiden, besonders bei Felgen, die oft teuer werden können.
 

Was sind die 5 größten Fehler beim Autoleasing?

Die 5 größten Fehler beim Auto-Leasing sind: Falsche Einschätzung der jährlichen Kilometerleistung, Abschluss eines riskanten Restwertleasings ohne ausreichende Absicherung, Vernachlässigung der vertraglichen Wartungspflichten in Vertragswerkstätten, mangelnde Absicherung durch eine GAP-Versicherung und unzureichende Vorbereitung auf die Rückgabe, was zu teuren Nachzahlungen führt. Vermeiden Sie hohe Kosten, indem Sie Kilometerleistung realistisch wählen, auf Kilometerleasing ohne Restwert-Klausel setzen, immer eine GAP-Versicherung abschließen und den Wagen bei Rückgabe gut prüfen. 

Wer bezahlt den Schäden, wenn ich mein Auto verleihe?

Bei Schäden am geliehenen Auto zahlt grundsätzlich der Verursacher, aber die Absicherung hängt stark von den Versicherungen des Halters ab: Die Kfz-Haftpflicht des Halters deckt Schäden an Dritten, während der Halter für Schäden am eigenen Wagen eine Kaskoversicherung benötigt, die auch einen Fahrer wie Sie (als berechtigter Fahrer) absichert, oft mit Selbstbeteiligung und Rückstufung der Schadensfreiheitsklasse (SF-Klasse). Ihre Private Haftpflichtversicherung zahlt meist nicht bei Schäden am Fahrzeug selbst, kann aber bei manchen Policen Schäden am geliehenen Auto abdecken, falls der Halter eine Rückstufung erleidet (z.B. die VHV). 

Wann zahlt die private Haftpflichtversicherung nicht?

Die Haftpflichtversicherung zahlt nicht bei vorsätzlich verursachten Schäden, Schäden im Berufsleben, selbst zugefügten Personenschäden und Schäden, die durch Straftaten entstehen; auch Schäden durch grobe Fahrlässigkeit (z.B. nicht angeleinter Hund, abgelaufener TÜV beim Kfz) können zu Kürzungen oder Verweigerungen führen, ebenso wie Schäden am eigenen Hausrat oder gemieteten Sachen, je nach Tarif (Schlüsselverlust, Mietsachschäden).
 

Wer übernimmt die Kosten für einen Unfall?

Je nachdem, ob ein Unfall oder eine Krankheit vorliegt, übernimmt die Unfallversicherung oder die Krankenkasse die Kosten.

Wer ist bei einem Unfall mit einem Leasingfahrzeug geschädigt?

Wenn Sie Ihr Auto bei einem Leasingunternehmen geleast haben, gibt es bei Verkehrsunfällen sogar 3 Unfallparteien: Sie als Leasingnehmer und Nutzer des Fahrzeugs, der Leasinggeber als Eigentümer des Fahrzeugs und der Unfallgegner.

Wer übernimmt Reparaturkosten bei Leasing?

Beim Leasing zahlt grundsätzlich der Leasingnehmer die Kosten für Reparaturen, Inspektionen und Verschleiß, da er für die Instandhaltung verantwortlich ist. Ausnahmen bestehen, wenn ein Servicepaket (Wartung & Verschleiß) inkludiert ist oder wenn ein Schaden durch Garantie oder Hersteller abgedeckt wird, wie etwa bei Mängeln, die schon bei Übergabe bestanden haben. Bei unverschuldeten Unfallschäden übernimmt die gegnerische Versicherung die Kosten, aber Sie müssen die Reparatur eventuell vorstrecken.
 

Wer trägt das Restwertrisiko beim Leasing?

Beim Restwertvertrag trägt der Leasingnehmer das sogenannte Restwertrisiko. Das bedeutet, er oder sie muss für die Differenz zwischen dem kalkulierten Restwert und dem tatsächlichen Wert des Autos geradestehen, wenn das Auto weniger wert ist, als bei Vertragsschluss vereinbart.

Wer zahlt die Wertminderung bei einem Leasingfahrzeug?

Die Wertminderung bei einem Leasingfahrzeug steht grundsätzlich dem Leasinggeber (dem Eigentümer) zu, da er den Schaden tragen muss, wenn er das Fahrzeug am Vertragsende zurückerhält; der Leasingnehmer muss den Schaden aber melden und an den Leasinggeber weiterleiten, der dann entscheidet, ob er die Entschädigung einfordert oder den Betrag bei der Rückgabe verrechnet, wobei bei unverschuldetem Unfall die Versicherung des Verursachers zahlt, sonst der Leasingnehmer.
 

Sind Dellen Gebrauchsspuren?

Lackschäden bis zur Grundierung, Beulen und Dellen an der Karosserie über 1 mm Eindringtiefe sowie über 20 mm Durchmesser oder auch Korrosionsschäden gehören zum Beispiel zu nicht akzeptierten Gebrauchszuständen.

Ist ein Leasingfahrzeug bereits versichert?

Die KFZ-Versicherung ist nicht Bestandteil des Leasingvertrags und auch nicht über die Leasingrate abgegolten. Somit ist es Aufgabe des Leasingnehmers, eine Versicherung abzuschließen und für die entsprechenden Beiträge aufzukommen. Dabei ist neben der KFZ-Haftplicht- eine Vollkaskoversicherung in der Regel Pflicht.

Wann zahlt die Versicherung nur den Nettobetrag?

Wenn man nach einem Unfall das Auto nicht reparieren lässt oder es in Eigenregie erledigt, erstattet die gegnerische Versicherung nur den Nettobetrag der Reparaturkosten, d.h. den Betrag ohne Mehrwertsteuer. Dies wird als Mehrwertsteuerabzug bezeichnet.

Wann übernimmt die Versicherung den Schäden nicht?

Grundsätzlich gilt: Bei absichtlich verursachten Schäden wird nicht gezahlt. Auch bei grober Fahrlässigkeit, wie bei Unfällen infolge von Alkohol- oder Drogenkonsum, kann die Versicherung ihre Leistung reduzieren.

Wann übernimmt die private Haftpflichtversicherung die Kosten?

Die private Haftpflichtversicherung greift immer dann, wenn Sie fahrlässig (versehentlich) Dritten Personen-, Sach- oder Vermögensschäden zufügen, für die Sie gesetzlich haften müssen. Sie schützt Sie vor hohen Kosten bei Missgeschicken im Alltag, wie z.B. ein umgestoßenes Weinglas beim Nachbarn, Schäden als Fußgänger oder Fahrradfahrer oder auch Mietsachschäden, nicht aber bei absichtlich verursachten Schäden oder Schäden durch das Führen eines Autos. 

Wer zahlt bei Unfall mit geliehenem Auto?

Wenn Sie einen Schaden an einem fremden Auto verursachen, zahlt grundsätzlich die Kfz-Haftpflichtversicherung des Fahrzeughalters für Schäden am Drittfahrzeug, unabhängig davon, wer gefahren ist. Für Schäden am geliehenen Fahrzeug selbst springt die Teil- oder Vollkaskoversicherung des Halters ein (falls vorhanden), wobei der Fahrer je nach Verschulden (z. B. bei grober Fahrlässigkeit) Regress zahlen muss, es sei denn, es gibt ein Familienprivileg, erklärt der ADAC. Ihre eigene Privathaftpflicht deckt Schäden an geliehenen Fahrzeugen normalerweise nicht ab, es sei denn, Sie haben einen speziellen Baustein dafür, der auch Schäden beim Fahren, Be- oder Entladen sowie beim Tanken abdeckt, wie die VHV und AXA beschreiben. 

Warum sollte man sein Auto nicht verleihen?

Wer sein Auto verleiht, aber im Versicherungsvertrag nur sich selbst als Fahrer angegeben hat, riskiert Prämienerhöhungen und Strafzahlungen. Verursacht der Entleiher mit dem Fahrzeug einen Unfall, greift die Versicherung des Fahrzeuges, nicht die des Entleihers.

Hat ein Mietwagenunfall Auswirkungen auf Ihre Versicherung?

Die Versicherung des Unternehmens deckt normalerweise Schäden an Dritten ab, während Reparaturen am Mietwagen bis zur Höhe der Selbstbeteiligung in Rechnung gestellt werden. Falls Sie eine Selbstbeteiligungsversicherung abgeschlossen haben, können Sie diesen Betrag später zurückfordern. Selbst wenn alle Kosten gedeckt sind, kann ein selbstverschuldeter Unfall Ihre zukünftigen Versicherungsprämien beeinflussen .

Was ist der Haken am Leasing?

Leasing lohnt sich finanziell in vielen Fällen – ganz gleich, ob Sie Privat- oder Gewerbekunde sind. Einen Haken gibt es beim Leasing nicht. Folgende Punkte sollten Leasingnehmer jedoch beachten: Das Leasingfahrzeug geht am der Vertragslaufzeit zurück an die Leasinggesellschaft.

Wer zahlt den Schaden am Leasingfahrzeug?

Ist der Schaden am Leasingfahrzeug fremdverschuldet, haftet dafür die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers und kommt für die Reparaturkosten auf. Den Anspruch auf Schadensersatz stellt als Eigentümer der Leasinggeber.

Warum macht Leasing keinen Sinn?

Wie andere Arten der Finanzierung hat auch Leasing nicht nur Vorteile, sondern kann auch mit Nachteilen verbunden sein: Leasingnehmer sind nicht Eigentümer des Leasingobjektes. Leasingnehmer trägt Kosten für Reparaturen am geleasten Objekt. Kündigung eines Mietvertrags oft nur mit hohen Kosten möglich.

Vorheriger Artikel
Welcher Name bedeutet braun?