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Was steht in der GuV?

Gefragt von: Daniel Reuter  |  Letzte Aktualisierung: 10. September 2026
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Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) stellt alle Erträge (Einnahmen) eines Unternehmens den gesamten Aufwendungen (Ausgaben) eines Geschäftsjahres gegenüber, um zu ermitteln, ob ein Jahresüberschuss (Gewinn) oder ein Jahresfehlbetrag (Verlust) erzielt wurde. Sie ist ein zentraler Bestandteil des Jahresabschlusses und zeigt den wirtschaftlichen Erfolg, indem sie Positionen wie Umsatzerlöse, Materialkosten, Personalkosten und Abschreibungen gegenüberstellt.

Was gehört alles in die GuV?

GuV mit Umsatzkostenverfahren (UKV)

  • Umsatzerlöse. ...
  • Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen. ...
  • Vertriebskosten. ...
  • Allgemeine Verwaltungskosten. ...
  • Sonstige betriebliche Erträge. ...
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen. ...
  • Erträge aus Beteiligungen.

Was kommt alles in die Gewinn- und Verlustrechnung?

So ist eine Gewinn- und Verlustrechnung aufgebaut

Bei der Staffelform werden die Kosten und Einnahmen nach Bruttoergebnis, Betriebsergebnis und Ergebnis nach Steuern berechnet. Dabei werden alle Positionen, egal ob Erlös oder Ausgabe, untereinander geschrieben und entsprechend hinzu- oder abgerechnet.

Was zeigt GuV?

Die GuV (Gewinn- und Verlustrechnung) stellt Erträge und Aufwendungen eines Unternehmens gegenüber, um den wirtschaftlichen Erfolg (Gewinn oder Verlust) in einer Periode zu ermitteln. Sie ist Pflichtbestandteil des Jahresabschlusses und gibt gemäß Handelsgesetzbuch (HGB) Auskunft über die Ertragsseite.

Wie rechne ich GuV aus?

Um das GuV-Konto abzuschließen, addieren wir die Salden im Soll und Haben und bilden dann die Differenz, welche den Saldo des GuV-Kontos darstellt. Dieser Saldo wird übertragen in die GuV-Rechnung, welche Aufwendungen und Erträge gegenüberstellt, somit gibt der Saldo des GuV-Kontos den Unternehmenserfolg an.

Gewinn- und Verlustrechnung leicht gemacht

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Wie lautet der Buchungssatz für das GuV-Konto?

Ein GuV Buchungssatz ist der Abschluss eines Erfolgskontos auf das Gewinn- und Verlustkonto (GuV-Konto) am Jahresende, wobei Aufwendungen auf der Soll-Seite ("GuV an Aufwendungen") und Erträge auf der Haben-Seite ("Erträge an GuV") gebucht werden, um den Unternehmenserfolg (Gewinn oder Verlust) zu ermitteln, der dann über das Eigenkapitalkonto verrechnet wird. 

Wo finde ich die Gewinn- und Verlustrechnung?

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist ein Teil der Bilanz und damit Bestandteil der doppelten Buchführung. Betriebswirtschaftlich gesehen ist das GuV-Konto ein Unterkonto des Kontos Eigenkapital, das sich auf der Passivseite der Bilanz findet.

Wo steht in der GuV der Gewinn?

Zum Jahresabschluss wird dieses Unterkonto geschlossen (die GuV wird erstellt) und je nach Ergebnis in das Konto Eigenkapital gebucht: Hast du einen positiven Abschluss (Gewinn), wird auf die Haben-Seite des Kontos Eigenkapital gebucht. Ein negativer Abschluss (Verlust) wird auf die Soll-Seite gebucht.

Sind BWA und GuV das Gleiche?

Nein, die BWA (Betriebswirtschaftliche Auswertung) und die GuV (Gewinn-und-Verlustrechnung) sind nicht das Gleiche; die BWA ist eine kurzfristige, interne Auswertung zur Unternehmenssteuerung, während die GuV Teil des Jahresabschlusses und gesetzlich vorgeschrieben ist.

Welche Steuern gibt es in der GuV?

– Steuern können in der GuV als Steueraufwand („Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“, „Sonstige Steuern“) oder als unselbstständiger Bestandteil von Erträgen (z.B. Kapitalertragsteuer auf Beteiligungserträge) und Aufwendungen (z. B. Teil der Herstellungskosten von fertigen und unfertigen Erzeugnissen) erscheinen.

Was kommt nicht in die GuV?

Die Abschreibungen auf die immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen können hier nach § 275 Abs. 3 HGB nicht direkt aus der GuV abgelesen werden. Das ist dadurch begründet, dass sie anteilig in den Herstellungskosten, Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten enthalten sind.

Wie stelle ich eine GuV auf?

Eine Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) erstellt man, indem alle betrieblichen Erträge und Aufwendungen eines Zeitraums gegenübergestellt werden, entweder in der Staffelform (linear, für Kapitalgesellschaften vorgeschrieben) oder der Kontoform (Soll/Haben). Sie erfasst Einnahmen (z.B. Umsatzerlöse) und zieht davon Aufwendungen (z.B. Material, Personal, Abschreibungen) ab, um Gewinn oder Verlust zu ermitteln, wobei Software wie Lexware oder sevdesk den Prozess automatisieren kann, indem sie Daten aus Buchhaltung oder Belegen zusammenführt.
 

Was sind Aufwendungen in der GuV?

Aufwendungen entstehen durch die Inanspruchnahme von Dienstleistungen oder den Verbrauch von Gütern. Auch Steuern und sonstige Abgaben zählen zu den Aufwendungen.

Wie ist eine Bilanz gegliedert?

Die Bilanz ist aufgeteilt in die Vermögensgegenstände (Aktiva) und das Fremd- und Eigenkapital (Passiva). Beide Seiten der Bilanz müssen immer ausgeglichen sein. Zu den Bilanzpositionen Aktiva und Passiva gehören bestimmte Teilbereiche der Bilanz.

Wie wirkt sich die GuV auf die Bilanz aus?

Die GuV ist wiederum ein eigener Bestandteil der Bilanz und zeigt den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens auf. Die Aufwände und Erträge werden gegenübergestellt und die Summe gibt dann Aufschluss darüber, ob Gewinne oder Verluste vorliegen.

Wo finde ich Abschreibungen in der GuV?

die Vorschrift des § 277 Abs. 3 Satz 1 HGB beachtenswert. Danach sind außerplanmäßige Abschreibungen auf den "niedrigeren beizulegenden Wert" beim Anlagevermögen (§ 253 Abs. 3 Sätze 5, 6 HGB) entweder in der GuV-Rechnung jeweils gesondert auszuweisen (Unterposten oder Vorspaltenvermerk) oder im Anhang anzugeben.

Was ist GuV einfach erklärt?

Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ist ein Finanzbericht, der Einnahmen (Erträge) den Ausgaben (Aufwendungen) einer bestimmten Zeitspanne (z.B. einem Jahr) gegenüberstellt, um den Erfolg eines Unternehmens zu ermitteln: entweder einen Gewinn, wenn Erträge überwiegen, oder einen Verlust, wenn Aufwendungen höher sind. Sie ist ein Kernstück des Jahresabschlusses und zeigt, ob ein Unternehmen Geld verdient hat. 

Werden Abschreibungen in der Bilanz ausgewiesen?

Die Abschreibung erfolgt im Handelsrecht nach der direkten Methode: die Abschreibungen werden von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten in Abzug gebracht und die dadurch im Wert geminderten Vermögensgegenstände werden auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen.

Wird die Umsatzsteuer in GuV gebucht?

Wenn Ihr Unternehmen umsatzsteuerpflichtig ist, werden die Einnahmen und Ausgaben mit ihren Nettowerten in der GuV dargestellt.

Welche Konten sind in der GuV?

Eine GuV-Kontenübersicht (Gewinn- und Verlustrechnung) zeigt Aufwendungen (Soll) und Erträge (Haben) eines Unternehmens, um den Gewinn oder Verlust zu ermitteln. Sie wird entweder in der Kontenform (T-Konto) oder der Staffelform (untereinander) dargestellt, wobei die Hauptkategorien z.B. Umsatzerlöse, Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge sind. 

Ist Gewinn dasselbe wie Gehalt?

Das Gehalt ist die Vergütung, die ein Arbeitgeber seinen Angestellten monatlich für ihre Arbeit zahlt. Der Gewinn hingegen ist der Überschuss, den Unternehmen nach Abzug ihrer Ausgaben von ihren Einnahmen erzielen .

Ist der Gewinn eine Soll- oder Habenbuchung?

Nach dem Prinzip der doppelten Buchführung werden Erträge im Gewinn- und Verlustkonto als Habenbuchungen (CR) und Aufwendungen als Sollbuchungen (DR) ausgewiesen. Ein Jahresüberschuss wird im Gewinn- und Verlustkonto als Habenbuchung (CR) verbucht, ein Jahresfehlbetrag als Sollbuchung (DR).

Wo kann man GuV einsehen?

Jede Kapitalgesellschaft (also z.B. jede AG und jede GmbH) muss einen Jahresabschluss veröffentlichen. Diese sind kostenfrei auf bundesanzeiger.de einsehbar. Wer sich nicht auskennt, kann mit einem kurzen Blick in die GuV (Gewinn- und Verlustrechnung) trotzdem schon ganz einfach einen super Einblick bekommen.

Wo werden Gewinn und Verlust erfasst?

Alle indirekten Aufwendungen und Erträge, einschließlich des Bruttogewinns bzw. -verlusts, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, um den Nettogewinn oder -verlust zu ermitteln. Sie zeigt den Nettogewinn oder -verlust des Unternehmens für einen bestimmten Zeitraum, für den sie erstellt wurde.

Wie viel Prozent vom Umsatz sollte Gewinn sein?

Wie viel Gewinn prozentual vom Umsatz übrigbleibt, hängt stark von der Branche ab: Während im Lebensmitteleinzelhandel 1-3 % normal sind, gelten für Software 20-40 % als üblich, und für Handwerksbetriebe sind 10-20 % eine gute Spanne; allgemein gilt eine Umsatzrendite von 10 % oder mehr als solide. Eine Marge unter 5 % ist oft niedrig, während über 10 % meist auf eine gute Effizienz hindeutet.