Was spricht gegen die Riester-Rente?
Gefragt von: Corinna Gross | Letzte Aktualisierung: 6. April 2026sternezahl: 4.5/5 (72 sternebewertungen)
Gegen die Riester-Rente sprechen vor allem hohe Kosten und geringe Renditen, mangelnde Flexibilität, die nachgelagerte Besteuerung, eingeschränkte Vererbbarkeit und die Abhängigkeit von staatlichen Zulagen, wodurch sie sich für viele Geringverdiener nicht lohnt oder die Vorteile durch Gebühren aufgezehrt werden; zudem führt eine Kündigung oft zu hohen Verlusten durch die Rückzahlung der staatlichen Förderung.
Warum macht Riester keinen Sinn?
Die Aussage "Riester-Rente lohnt sich nicht" ist pauschal falsch, aber die Kritikpunkte (hohe Kosten, niedrige Zinsen, Komplexität, Beitragsgarantie, Besteuerung) machen sie für viele unattraktiv, insbesondere für Gutverdiener; sie kann sich aber für Geringverdiener, Familien mit Kindern und Berufseinsteiger lohnen, wenn Zulagen voll ausgeschöpft werden und der richtige Vertrag gewählt wird. Die Rendite ist oft geringer als bei Alternativen wie ETFs, da die gesetzliche Garantie die Anbieter zu risikoarmer, zinsarmer Anlage zwingt.
Welche Nachteile hat die Riester-Rente?
Die Hauptnachteile der Riester-Rente sind hohe Kosten, niedrige Renditen aufgrund der Beitragsgarantie (die zu zinsarmen Anlagen zwingt), komplexe Verträge, die volle Besteuerung der Rentenzahlungen im Alter und eingeschränkte Verfügbarkeit des Kapitals, was die Attraktivität gegenüber Alternativen wie ETFs mindert. Auch Geringverdiener haben oft wenig Vorteil, da die Grundsicherung ihre „Aufstockung“ mindert.
Ist die Riester-Rente heute noch sinnvoll?
Wenn Sie gut verdienen, lohnt sich eine Riester-Rente besonders für Sie. Für die volle Riester-Zulage zahlen Sie höhere Sparbeiträge ein (4 Prozent aus dem Einkommen des Vorjahrs, begrenzt auf 2.100 Euro, abzüglich eventueller Zulagen). Dies wirkt sich aber auch positiv auf Ihren Steuervorteil aus.
Warum scheiterte die Riester-Rente?
Die Riester-Rente gilt oft als gescheitert wegen hoher Kosten, Intransparenz und niedriger Renditen, die den Nutzen schmälern, besonders bei Versicherungsverträgen. Kritisiert werden auch bürokratische Hürden, die vielen Sparern die volle staatliche Zulage verwehren und Verträge unattraktiv machen, wodurch viele Riester-Verträge stillgelegt oder gekündigt werden.
Kostenfalle Riestervertrag - kündigen oder laufen lassen?
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Warum ist die Riester-Rente ein Flop?
Die Hauptnachteile der Riester-Rente sind hohe Kosten, niedrige Renditen aufgrund der Beitragsgarantie (die zu zinsarmen Anlagen zwingt), komplexe Verträge, die volle Besteuerung der Rentenzahlungen im Alter und eingeschränkte Verfügbarkeit des Kapitals, was die Attraktivität gegenüber Alternativen wie ETFs mindert. Auch Geringverdiener haben oft wenig Vorteil, da die Grundsicherung ihre „Aufstockung“ mindert.
Warum kündigen so viele die Riester-Rente?
Hohe Kosten und niedrige Renditen machen diese Option zunehmend unattraktiv. Bestehende Verträge werden zudem vielfach nicht mehr bespart. Für Finanztip-Chefredakteur Saidi Sulilatu ist das Vorhaben, eine verlässliche Altersvorsorge durch die staatlich geförderte Riester-Rente zu ermöglichen mittlerweile gescheitert.
Welche Nachteile hat es, die Riester-Rente beitragsfrei zu stellen?
Eine Riester-Rente beitragsfrei zu stellen bedeutet, dass Sie keine Zahlungen mehr leisten, aber auch keine neuen staatlichen Zulagen oder Steuervorteile erhalten; die Hauptnachteile sind das Entfallen der Förderung, das langsame „Auffressen“ des Guthabens durch laufende Kosten, der mögliche Verlust des Pfändungsschutzes sowie die Gefahr, dass die spätere Rente durch geringere Renditen und Gebühren sehr niedrig ausfällt und die Versorgungslücke nicht schließt, während ältere Verträge mit hohem Garantiezins aber oft auch hohen Kosten bestehen bleiben.
Wie alt muss man werden, damit sich Riester lohnt?
Die Riester-Rente sieht abgesehen von wenigen Ausnahmen die Zahlung einer lebenslangen Rente durch einen Versicherer vor. Die rechnet sich oft nur, wenn man 95 Jahre und älter wird. Ein Riester-Vertrag muss auch Ihrem Bedarf entsprechen. Es gibt oft passendere Optionen, für das Alter vorzusorgen.
Wann wird Riester abgeschafft?
Ab 2027 können allerdings keine Verträge mehr nach altem Riester-Modell abgeschlossen werden.
Was ist besser als Riester-Rente?
Rürup kann also eine sinnvolle Alternative zu Riester sein. Die Rürup–Rente richtet sich unter anderem an Personen, die nicht pflichtversichert sind. Also Personen, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen müssen, aber dürfen. Sie ist demnach nicht auf bestimmte Personengruppen beschränkt.
Kann man bei Riester Geld verlieren?
Ihr Geld dient nicht mehr der Altersvorsorge und Sie verlieren Ihren Anspruch auf staatliche Förderung, in Form Ihrer vorhandenen Zulagen und Steuerermäßigungen. Bevor Sie sich also für diesen Schritt entscheiden, prüfen Sie zunächst, ob nicht eine der Alternativen für Sie infrage kommt.
Welche Jahrgänge haben Nachteile bei der Rente?
Zu den größten Rentenverlierern zählen Jahrgänge ab 1964, die die volle "Rente mit 67" tragen, sowie Jahrgänge der späten 1950er/frühen 1960er, die unter Strukturwandel und Arbeitslosigkeit litten, sowie oft Frauen (Jahrgänge 1955-1970) wegen Teilzeit und Lücken, und statistisch auch einige Jahrgänge Ende der 1940er/Anfang der 1950er, die in eine Phase mit niedrigerem Rentenniveau fielen. Sie alle sehen sich mit sinkenden Rentenniveaus, langen Erwerbsbiografien oder Lücken konfrontiert, was zu geringeren Absicherungen führt.
Welche Alternativen gibt es zur Riester-Rente?
Alternativen zur Riester-Rente sind unter anderem die Rürup-Rente (Basisrente) (Steuervorteile), die betriebliche Altersvorsorge (bAV) (oft mit Arbeitgeberzuschuss), private Rentenversicherungen (klassisch oder fondsgebunden), ETFs und Fonds-Sparpläne (flexibel) sowie für Selbstständige die freiwillige gesetzliche Rentenversicherung, je nach individueller Situation und Bedürfnissen. Auch eine Kombination verschiedener Modelle ist sinnvoll, wobei die Regierung plant, die Riester-Rente durch eine flexiblere, staatlich geförderte Alternative zu ersetzen.
Warum hat Riester einen schlechten Ruf?
Die Hauptnachteile der Riester-Rente sind hohe Kosten, niedrige Renditen aufgrund der Beitragsgarantie (die zu zinsarmen Anlagen zwingt), komplexe Verträge, die volle Besteuerung der Rentenzahlungen im Alter und eingeschränkte Verfügbarkeit des Kapitals, was die Attraktivität gegenüber Alternativen wie ETFs mindert. Auch Geringverdiener haben oft wenig Vorteil, da die Grundsicherung ihre „Aufstockung“ mindert.
Soll man Riester-Rente kündigen?
Nein, eine Kündigung der Riester-Rente ist in den allermeisten Fällen nicht sinnvoll, da sie zu erheblichen finanziellen Verlusten führt: Sie müssen alle staatlichen Zulagen und bereits erhaltenen Steuervorteile zurückzahlen, erhalten oft weniger Geld zurück als eingezahlt, verlieren den Pfändungsschutz und müssen Erträge versteuern. Bessere Alternativen sind die Beitragsfreistellung, die Beitragsreduzierung oder ein Anbieterwechsel, um Verluste zu vermeiden und die Förderung zu erhalten.
Was passiert mit Riester, wenn ich sterbe?
Bei Tod des Riester-Sparers geht das Guthaben an Hinterbliebene: Ehepartner können es steuerbegünstigt in einen eigenen Riester-Vertrag übertragen, Kinder (solange kindergeldberechtigt) können es als Waisenrente erhalten; andere Erben müssen die staatlichen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen; nach Rentenbeginn kann eine Rentengarantiezeit die Auszahlung an Ehepartner sichern.
Kann ich mir die Riester-Rente komplett auszahlen lassen?
Nein, eine vollständige Auszahlung der Riester-Rente ist grundsätzlich nicht möglich, da sie als lebenslange Rente gedacht ist; Sie können sich aber zu Rentenbeginn einmalig bis zu 30 % des Kapitals als Einmalbetrag auszahlen lassen (den Rest als Rente), oder bei sehr geringem Guthaben (Kleinbetragsrente) das gesamte Kapital auf einmal erhalten, was dann aber voll versteuert wird und die Förderung beeinträchtigt. Eine vorzeitige Kündigung ist auch möglich, aber förderschädlich, da Sie alle Zuschüsse und Steuervorteile zurückzahlen müssen.
Wie hoch ist die Steuererstattung durch die Riester-Rente?
Steuer: Bei einer Riester-Rente sind 4,00 % des jährlichen Bruttoeinkommens, aber maximal 2.100 € inklusive der staatlichen Zulagen, von der Steuer absetzbar (Stand: 2025).
Was ist das Problem mit der Riester-Rente?
Die größten Probleme der Riester-Rente sind hohe Kosten (Abschluss- und Verwaltungskosten), die Renditeschwäche durch die gesetzliche Beitragsgarantie, die zu konservativen Investments zwingt, und die Komplexität der Verträge, die zu Fehlern bei der Zulagenbeantragung führt. Dies resultiert oft in einer niedrigen Nettorendite, bei der die staatlichen Förderungen die hohen Kosten kaum ausgleichen, sowie in einer nachträglichen Besteuerung der Renten im Alter. Auch die eingeschränkte Vererbbarkeit und die Intransparenz sind Kritikpunkte, weshalb die Verträge tendenziell sinken.
Wird die Riester-Rente vom Gehalt abgezogen?
Auch hier lautet die Antwort: Nein, die Riester-Rente wird nicht auf die Pension angerechnet. Allerdings sind Altersbezüge nicht steuerfrei. Das bedeutet, dass auf Pensionen, gesetzliche und private Renten Steuern gezahlt werden müssen.
Wie lange zahlt man in die Riesterte ein?
Ihre Riester-Rente: lebenslang und garantiert
Mit einem Riester-Vertrag können Sie sich auf eine lebenslange Rente in Form einer monatlichen Rentenzahlung verlassen. Lebenslang bedeutet, dass Ihnen die Riester-Rente nicht nur bis zu einem bestimmten Alter, sondern bis zu Ihrem Lebensende gezahlt wird.
Was bleibt von der Riester-Rente übrig?
Von der Riester-Rente bleibt nach Renteneintritt ein monatlicher Betrag übrig, der durch den sogenannten Grundfreibetrag und einen Teil der Rente steuerfrei ist (ca. 100 € Grundfreibetrag plus 30 % des Restbetrags). Bei vollständiger Auszahlung oder Kündigung vor Rentenbeginn müssen alle staatlichen Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden, es bleibt meist nur das eingezahlte Kapital abzüglich hoher Kosten und Steuern übrig, weshalb eine Kündigung meist nicht sinnvoll ist.
Warum ist Riester-Rente gescheitert?
Die Riester-Rente gilt als gescheitert, weil sie oft durch hohe Kosten, intransparente Strukturen, versteckte Provisionen und niedrige Renditen gekennzeichnet ist, die die staatlichen Zulagen und die Inflation auffressen, was sie für viele unattraktiv macht und zu Kündigungen führt. Die eingebaute Beitragsgarantie verhinderte hohe Gewinne, während die komplexen Verträge und Bürokratie die Verbraucher abschreckten, weshalb eine Nachfolgeregelung geplant wird.
Soll man Riester beitragsfrei stellen?
Ja, eine Riester-Rente stillzulegen (beitragsfrei zu stellen) ist oft sinnvoller als eine Kündigung, da Sie das angesparte Guthaben und die staatlichen Zulagen nicht zurückzahlen müssen und das Kapital weiter verzinst wird, auch wenn keine neuen Zulagen fließen und Sie die Beiträge pausieren können. Eine Kündigung führt fast immer zu Verlusten, da erhaltene Zulagen und Steuervorteile zurückgefordert werden, was sie zur schlechtesten Option macht, besonders bei Verträgen mit langer Laufzeit.
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