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Was sind Traufkinder?

Gefragt von: Hüseyin Riedel-Hoffmann  |  Letzte Aktualisierung: 2. Mai 2026
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Traufkinder sind ungetaufte Kinder, die nach altem Volksglauben unter der Dachtraufe (Regenrinne) von Kirchen oder Kapellen begraben wurden, weil man glaubte, das herabfallende, geweihte Wasser der Traufe spendete ihnen symbolisch eine nachträgliche Taufe und ebnete so den Weg in den Himmel, um sie vor dem Verdammnis zu bewahren. Diese Praxis war eine Reaktion auf die strenge kirchliche Lehre, die ungetaufte Kinder vom Paradies ausschloss, und diente als eine Art Ersatzhandlung, um das Seelenheil des Kindes zu sichern.

Wie nennt man sein Taufkind?

Pate ist ein Ehrenamt in verschiedenen Konfessionen des Christentums. Der Taufpate bzw. die Taufpatin begleitet oder trägt den Täufling bei der Taufe und ist Zeuge der Sakramentsspendung.

Welche Bedeutung hat das Taufbecken?

Das Taufbecken ist der Ort, an dem Menschen die Taufe empfangen. Wurde zunächst an natürlichen Wasserstellen getauft, errichtete man schon sehr früh eigenen Taufbecken innerhalb der christlichen Kulträume.

Werden totgeborene Kinder getauft?

Im Marienheiligtum von Oberbüren (BE) bot die katholische Kirche des Mittelalters ganz besondere Dienste an: Tot geborene oder bei der Geburt gestorbene Kinder wurden kurz zum Leben erweckt, um getauft und danach bestattet werden zu können.

Welche Konfession hat mein Kind ohne Taufe?

Heute ist es nicht mehr selbstverständlich, dass ein Kind getauft wird. Damit stellt sich für viele Eltern die Frage, ob ihr Kind einer Konfession angehören soll und wenn ja, welcher. Denn wenn ein Kind nicht getauft ist, bedeutet dies nicht, dass es keine Konfession hat.

Taufe erklärt für Kinder: Aufnahme in die christliche Gemeinschaft

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Was gebe ich bei Konfession ein?

Gehört man keiner Religionsgemeinschaft an, wird als Kürzel VD eingetragen. Für die Religionsgemeinschaften gibt es folgende Abkürzungen: Evangelisch EV. Römisch-katholisch RK.

Kommen Babys in den Himmel, ohne getauft zu sein?

Die römisch-katholische Lehre besagt, dass die Taufe für die Erlösung notwendig ist und den Taufbewerber von der Erbsünde befreit. Ungetaufte Kinder, die nicht von der Erbsünde befreit werden, kommen nach der römisch-katholischen Tradition in den Limbus (lateinisch: limbus infantium), einen Zustand nach dem Tod, der sich von der Hölle unterscheidet.

Kann ein totgeborenes Baby getauft werden?

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Kirche ganz klar feststellt , dass es unangebracht und sogar unmöglich ist, einen Verstorbenen zu taufen .

Kann man sein Kind taufen, wenn nur ein Elternteil in der Kirche ist?

Ja, ein Kind kann oft getauft werden, wenn nur ein Elternteil in der Kirche ist, besonders in der evangelischen Kirche, wo oft die Mitgliedschaft eines Elternteils für die evangelische Erziehung genügt, aber auch katholische Regelungen sind oft flexibel, solange beide Eltern zustimmen, was in der Praxis bedeutet: Ein Kirchenmitglied muss mit dem anderen Elternteil (auch wenn nicht kirchlich gebunden) über die Taufe sprechen und die gemeinsame Entscheidung treffen, idealerweise im Gespräch mit dem Pfarrer, der die Details regelt. Bei unterschiedlichen Konfessionen der Eltern wird die Konfession des taufwilligen Elternteils meist für das Kind gewählt. Bei unterschiedlichen Konfessionen der Eltern oder wenn ein Elternteil ausgetreten ist, wird die Entscheidung oft vor Ort getroffen, wobei der Taufwunsch des Kirchenmitglieds meist berücksichtigt wird, aber immer im Dialog mit dem Pfarrer zu klären ist. 

Bis wann ist es ein Sternenkind?

Im medizinischen Kontext spricht man von Fehl- oder Totgeburt, Betroffene bevorzugen die Bezeichnung „Sternenkind“. Der Begriff umfasst all jene Kinder, die noch während der Schwangerschaft, bei oder nach der Geburt verstorben sind.

Ist im Taufbecken Weihwasser?

In der Regel handelt es sich dabei um Tauf- oder Weihwasser, das vom Pfarrer zu Ostern in einem eigenen Ritus gesegnet wurde. Vor allem in größeren Kirchen hat das Taufbecken einen baulich besonders gestalteten Ort, teilweise in einer eigenen Taufkapelle.

Wie heißt die Wanne, in der man getauft wird?

Ein Taufbecken ist ein kirchliches Architekturelement, das als Behälter für das Taufwasser dient, das zur Taufe verwendet wird, als Teil der christlichen Initiation sowohl für die Säuglings- als auch für die Erwachsenentaufe.

Warum befinden sich 12 Ochsen unter dem Taufbecken?

Sie haben sicher schon bemerkt, dass die Taufbecken in den Tempeln auf dem Rücken von zwölf Ochsen ruhen. Die zwölf Ochsen symbolisieren zweierlei: die Stämme Israels und die Stärke und Macht, auf der Gottes Werk ruht .

Was sind stille Paten?

Wollen die Eltern aber auch gute Freunde oder Familienmitglieder zum Patenonkel bzw. zur Patentante erklären, die nicht gläubig sind oder keine Konfirmation oder Firmung gefeiert haben, so können sie Taufzeugen oder stille Paten für ihr Kind benennen.

Unter welchem ​​Namen sollst du getauft werden?

Bei unserer ersten Wassertaufe werden wir im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft, und wenn wir Jesus wirklich annehmen, werden wir im Heiligen Geist im Namen Jesu getauft.

Was ist der Unterschied zwischen einem Taufzeuge und einem Taufpaten?

Der Hauptunterschied liegt in der Konfession und der rechtlichen Anerkennung in der katholischen Kirche: Ein Taufpate muss katholisch getauft und gefirmt sein und hat eine offizielle Rolle bei der Begleitung im Glauben, während ein Taufzeuge (z. B. ein evangelischer Christ) eine getaufte Person aus einer anderen Konfession ist, die ebenfalls die Glaubensbegleitung unterstützt, aber nur als "Zeuge" der Taufe fungiert, wenn nicht genug katholische Paten da sind oder zur Ergänzung. Beide begleiten das Kind auf seinem Lebens- und Glaubensweg, aber der Pate hat eine rechtlich verankerte, die Kirche anerkannte Patenschaft. 

Wie viel kostet eine Taufe?

Eine kirchliche Taufe ist für Gemeindemitglieder meist kostenlos, da Sakramente nicht verkauft werden dürfen; Kosten können aber für freiwillige Spenden (z. B. 50 €) oder zusätzliche Leistungen (Organist, Küster) entstehen, besonders wenn man einen Sondertermin wünscht. Die eigentlichen Kosten fallen bei der anschließenden Feier (Raum, Essen, Deko, Taufkleidung, Kerze, ca. 40-100 €) und für Taufgeschenke (20-150 € je nach Verwandtschaft) an, während eine freie Taufe mit Redner zwischen 700 und 1.200 € kosten kann.
 

Kann ich trotz Kirchenaustritt Taufpate werden?

Wenn ein Taufpate aus der Kirche austritt, kann er offiziell nicht mehr Pate sein, da das Amt die Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche voraussetzt, aber oft bleibt die symbolische Patenschaft bestehen, wobei Eltern in Absprache mit dem Pfarrer zusätzliche Paten (Taufzeugen) ernennen können, die auch ohne Kirchenmitgliedschaft wirken dürfen, um das Kind im Glauben zu begleiten, aber der „offizielle“ Status ruht.
 

Kann man ein Kind taufen, wenn die Eltern nicht verheiratet sind?

Die Taufe eines Kindes kann nicht verweigert werden, wenn die Eltern nicht kirchlich getraut wurden . Sie müssen beabsichtigen, Ihr Kind kirchlich zu erziehen (erkundigen Sie sich gegebenenfalls, ob Ihre Ehe gleichzeitig gesegnet werden kann). Die Taufe findet in Ihrer Pfarrei statt.

Können uneheliche Kinder katholisch getauft werden?

Formal gibt es keine Voraussetzungen für die Taufe. Auch Kinder, von denen ein oder kein Elternteil in der Kirche ist, können getauft werden.

In welchem Alter sollte ein Kind getauft werden?

Es ist soweit: Richtige Zeitpunkt zum Taufen

Viele Eltern fragen sich, wann der richtige Zeitpunkt zum Taufen ist. Häufig werden Babys in ihrem ersten Lebensjahr in einem Alter von drei bis acht Monaten getauft. Allgemein gilt jedoch keine Altersbeschränkung für die Taufe.

Kann ein Kind getauft werden, wenn Eltern nicht in der Kirche sind?

Ja, ein Kind kann auch getauft werden, wenn die Eltern nicht in der Kirche sind oder ausgetreten sind, insbesondere in der evangelischen Kirche, wo dies oft möglich ist, wenn auch mit Gesprächen über die Glaubensgrundlage verbunden; in der katholischen Kirche kann die Taufe bei ausgetretenen Eltern schwieriger sein, da eine Erziehung im katholischen Glauben erwartet wird, aber auch hier gibt es individuelle Lösungen, sodass der Pfarrer/Priester der richtige Ansprechpartner ist.
 

Wer hält das Kind während der Taufe?

Wer hält das Kind bei der Taufe? Früher hielt die Patin das Kind, weil die Taufe meist in den ersten Tagen nach der Geburt stattfand und die Mutter bei der Taufe noch nicht dabei sein konnte. Eine Vorschrift gibt es dafür nicht.

Was passiert ohne Taufe?

Ohne Taufe wurde ihnen sowohl eine würdige Beisetzung, Ritualbücher verboten eine kirchliche, feierliche Bestattung mit Gebeten (das „Rituale Viennense“, 1774, zählte die „infantibus mortuis absque Baptismo“ eindeutig zu jenen Verstorbenen, „quibus non licet dare ecclesiasticam sepulturam“), als auch eine selige Bleibe ...

Was sagt die Bibel über Babytaufe?

Die Bibel enthält keine expliziten Anweisungen zur Kindertaufe, aber verschiedene Stellen werden als Grundlage herangezogen, um sie zu rechtfertigen, wie die Erwähnung getaufter "ganzer Hausstände" (Apostelgeschichte 16,15) und die Bedeutung von Gottes bedingungslosem Segen als Geschenk, das Eltern an ihre Kinder weitergeben, die später selbst Glaubensentscheidungen treffen können. Die Taufe wird als Aufnahme in die Gemeinschaft und als Beginn des neuen Lebens in Christus verstanden, wobei Eltern und Paten die Rolle des Glaubenszeugnisses übernehmen, bis das Kind selbst religionsmündig wird und sich bewusst entscheiden kann.