Was sagt ein LDH Wert aus?
Gefragt von: Kathrin Lang | Letzte Aktualisierung: 25. September 2026sternezahl: 4.9/5 (74 sternebewertungen)
Ein erhöhter LDH-Wert (Laktatdehydrogenase) bedeutet, dass Zellen im Körper geschädigt wurden oder vermehrt absterben, da dieses Enzym normalerweise in den Zellen und nur wenig im Blut vorkommt. Es ist ein unspezifischer Marker, der auf eine Vielzahl von Problemen hinweisen kann, wie Herzinfarkt, Lungenembolie, Leberentzündungen, Blutarmut (Anämie), Muskelschäden, Infektionen, Entzündungen oder auch bestimmte Krebsarten (Lymphome, Leukämien). LDH hilft dabei, den Krankheitsverlauf zu kontrollieren, aber eine alleinige Diagnose ist damit nicht möglich.
Bei welchen Krankheiten ist LDH erhöht?
Was bedeuten zu hohe Werte? Zu hohe LDH-Werte können auf einen Herzinfarkt, Lungenembolie, akute Leberentzündung (Hepatitis), Blutarmut (hämolytische Anämien), Krebserkrankungen oder Muskelentzündungen (Myositis) hindeuten.
Was bedeutet ein erhöhter LDH-Spiegel?
LDH-4 ist ein spezifisches Isoenzym der Laktatdehydrogenase (LDH), das hauptsächlich in der Leber und den Skelettmuskeln vorkommt und aus einer Kombination von Muskel- (M) und Herz- (H) Untereinheiten besteht (H₁M₃). Erhöhte Werte für LDH-4 (oft zusammen mit LDH-5) können auf Leberschäden (z.B. Hepatitis) oder Muskelerkrankungen hindeuten, während die Analyse der verschiedenen LDH-Isoenzyme helfen kann, die Ursache einer allgemeinen LDH-Erhöhung genauer zu lokalisieren.
Ist LDH ein Tumormarker?
LDH wird als Hämolyseparameter und als unspezifischer Tumormarker verwendet.
Was bedeutet ein erhöhter LDH-Wert im Blut?
Der LDH-Wert (Laktatdehydrogenase) im Blut ist ein Enzym, das in fast allen Körperzellen vorkommt und bei Zellschäden freigesetzt wird. Er dient als unspezifischer Marker dafür, dass Zellen (z. B. in Herz, Leber, Nieren, Muskeln oder roten Blutkörperchen) beschädigt oder zerstört wurden, aber nicht genau, wo der Schaden liegt. Ein erhöhter Wert kann auf viele Krankheiten hinweisen, einschließlich Infektionen, Entzündungen, Gewebeschäden oder Krebs.
Laborwerte erklärt Folge 6: LDH
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Was soll ich tun, wenn mein LDH-Wert zu hoch ist?
Ein zu hoher LDH-Wert deutet auf Zellschäden irgendwo im Körper hin (z.B. Herz, Leber, Muskeln, Blut) und erfordert immer eine ärztliche Abklärung, da die Ursachen vielfältig sind (z.B. Herzinfarkt, Leberentzündung, Blutarmut, Tumore, Verletzungen, aber auch falsche Blutabnahme). Handeln Sie, indem Sie umgehend Ihren Arzt aufsuchen, der weitere Tests (LDH-Isoenzyme) veranlasst, um die Ursache zu lokalisieren, und Lebensstiländerungen wie Rauchstopp, wenig Alkohol und mehr Bewegung in Betracht ziehen, die allgemeine Gesundheit fördern.
Welcher Wert zeigt einen Herzinfarkt an?
Der entscheidende Wert, der einen Herzinfarkt anzeigt, ist Troponin (speziell hs-Troponin), ein Eiweiß, das bei Herzmuskelschädigung ins Blut freigesetzt wird, wobei Werte über bestimmten Grenzwerten (z. B. > 2,3 µg/l für Troponin T) auf einen Infarkt hindeuten können. Weitere Werte wie CK-MB oder BNP können ebenfalls erhöht sein, aber Troponin ist der spezifischste Marker für einen akuten Herzinfarkt.
Welche Krebsarten erhöhen LDH?
Ein erhöhter LDH-Wert (Laktatdehydrogenase) tritt häufig bei schnell wachsenden Tumoren oder in fortgeschrittenen Krebsstadien auf, besonders stark bei Blutkrebsarten (Leukämien, Lymphome), Keimzelltumoren (z.B. Hodenkrebs) und Melanomen, aber auch bei Lungen-, Leber- und anderen soliden Tumoren sowie Metastasen. Der Wert dient oft als prognostischer Marker zur Verlaufskontrolle, da er auf die Zellteilungsrate hinweist und einen Therapieversagen anzeigen kann.
Was bedeutet es, wenn LDH und CK erhöht sind?
Erhöhte LDH- und CK-Werte deuten meist auf eine Schädigung von Muskelgewebe hin (Skelett- oder Herzmuskel), was durch Verletzungen, Entzündungen, intensive Belastung oder Krankheiten wie Muskeldystrophien verursacht werden kann, aber auch auf Herzinfarkt, Lebererkrankungen, Blutarmut (Hämolyse) oder Tumore hinweisen kann. Die Kombination deutet oft auf Muskelfaseruntergang hin, wobei der genaue Schweregrad und die Ursache durch weitere Untersuchungen (z.B. klinische Symptome, Elektrolyte, weitere Enzyme) geklärt werden müssen, da beide Enzyme unspezifische Marker für Zellschäden sind.
Ist LDH ein Tumormarker beim Melanom?
Beim malignen Melanom im fortgeschrittenen Stadium werden in der Regel die Tumormarker S100B und Lactatdehydrogenase (LDH) bestimmt. Sind diese erhöht, kann das auf einen schlechteren Krankheitsverlauf (Prognose) hindeuten. Beide Werte können jedoch auch bei anderen Erkrankungen erhöht sein.
Ist LDH das gute Cholesterin?
Das HDL nimmt Cholesterin von den Körperzellen auf und bringt es zur Leber zurück. LDL wird häufig als „schlechtes" Cholesterin bezeichnet, HDL als „gutes" Cholesterin.
Wie hoch ist der LDH-Wert bei Herzinfarkt?
Bei massiven Schäden des Herzmuskels, wie sie etwa bei einem Herzinfarkt oder Myokarditis (Herzmuskelentzündung) entstehen, steigt der Gesamt-LDH-Wert nach sechs bis zwölf Stunden an. Entsprechend der Verteilung im Körper steigt vor allem die LDH-1-Konzentration. Sie macht etwa 45 Prozent des Gesamt-LDH-Spiegels aus.
Wie lange ist die LDH nach dem Sport erhöht?
Hierdurch ist ca. 2 h nach der Belastung der Anstieg der Kreatininkinase (CK) und der Laktatdehydrogenase (LDH) im Blut als Indikator für die Muskelbeanspruchung messbar.
Was verfälscht den LDH-Wert?
Lebererkrankungen: Hepatitis, Leberzirrhose oder andere Leberschäden führen zu erhöhten LDH-Werten, oft mit einem Anstieg von LDH-5. Krebserkrankungen: Besonders bei Leukämien, Lymphomen oder Tumoren mit hohem Zellumsatz ist die LDH erhöht, da Krebszellen schnell wachsen und abgebaut werden.
Welche Tumore erhöhen Leukozyten?
Bei einer Leukämie, das heißt einer Krebserkrankung des blutbildenden Systems im Knochenmark, wird das Blut oft mit einer erhöhten Anzahl von Leukozyten (weißen Blutkörperchen) überschwemmt. Die Anzahl der weißen Blutkörperchen im Blut kann bei der Diagnose jedoch auch normal oder sogar niedrig sein.
Wie kann LDH differenziert werden?
Die LDH (Laktat-Dehydrogenase) wird aus den genetisch determinierten Untereinheiten H (Herztyp) und M (Muskeltyp) gebildet. Es lassen sich 5 zytoplasmatisch vorkommende Isoenzyme (LDH 1-5) unterscheiden. Eine Differenzierung dieser Isoenzyme ist mittels elektrophoretischer Trennung möglich.
Ist ein erhöhter LDH-Wert gefährlich?
Ein erhöhter LDH-Wert allein bedeutet aber nicht automatisch Krebs. Er kann auch bei Infektionen, Entzündungen oder Gewebeschäden ansteigen. Deshalb wird LDH immer in Kombination mit anderen Untersuchungen bewertet. Bei bestimmten Krebsarten kann ein sehr hoher LDH-Wert auf eine aggressivere Erkrankung hindeuten.
Was kann ich tun, wenn mein LDH-Wert erhöht ist?
Ein zu hoher LDH-Wert deutet auf Zellschäden irgendwo im Körper hin (z.B. Herz, Leber, Muskeln, Blut) und erfordert immer eine ärztliche Abklärung, da die Ursachen vielfältig sind (z.B. Herzinfarkt, Leberentzündung, Blutarmut, Tumore, Verletzungen, aber auch falsche Blutabnahme). Handeln Sie, indem Sie umgehend Ihren Arzt aufsuchen, der weitere Tests (LDH-Isoenzyme) veranlasst, um die Ursache zu lokalisieren, und Lebensstiländerungen wie Rauchstopp, wenig Alkohol und mehr Bewegung in Betracht ziehen, die allgemeine Gesundheit fördern.
Was zeigt LDH im Blut?
Ein erhöhter LDH-Wert (Laktatdehydrogenase) im Blut deutet auf Zellschäden oder vermehrten Zellabbau in verschiedenen Organen hin, da LDH ein Enzym ist, das fast überall im Körper vorkommt. Ursachen können Herzinfarkt, Leberentzündungen (Hepatitis), Blutarmut (Hämolyse), Muskelverletzungen, Infektionen oder bestimmte Krebsarten sein. Der Wert ist unspezifisch und dient als Orientierung; zur genauen Diagnose sind weitere Untersuchungen notwendig, da er nicht auf ein bestimmtes Organ hinweist.
Ist der LDH-Wert ein Tumormarker?
LDH / Laktatdehydrogenase
Dieser Marker ist ziemlich unspezifisch, zeigt bei Erhöhung aber an, dass irgendwo im Körper Zellen absterben. Bei einer aktiven Krebserkrankung ist dieser Marker oftmals erhöht.
Welche Blutwerte sind bei Darmkrebs erhöht?
Bei Darmkrebs können Blutwerte wie der Tumormarker CEA, Entzündungswerte wie CRP oder eine Blutarmut (Anämie) durch niedrigen Hämoglobinwert auffällig sein, aber diese sind oft erst in fortgeschrittenen Stadien erhöht und nicht spezifisch, weshalb sie keine alleinige Diagnose ermöglichen. Bluttests dienen primär der Verlaufskontrolle nach der Diagnose, während eine sichere Erkennung weiterhin die Darmspiegelung (Koloskopie) erfordert, auch wenn neue, zuverlässigere Bluttests (Liquid Biopsies) erforscht werden.
Wie hoch ist der CRP-Wert bei Tumoren?
Der CRP-Wert bei Tumoren kann variabel erhöht sein, von leichten Anstiegen (z. B. bis 40 mg/l) bis zu Werten über 100 mg/l bei schwereren Erkrankungen oder Komplikationen, da CRP ein unspezifischer Entzündungsmarker ist, der auch durch Infektionen oder Gewebeschäden verursacht wird, aber bei vielen Krebsarten (z.B. Lungen-, Darm-, Pankreaskrebs) auch als prognostischer Faktor für die Schwere und den Verlauf der Erkrankung gilt.
Welche Blutwerte zeigen Erschöpfung an?
Bei Erschöpfungssyndromen (Fatigue) werden oft Blutwerte wie Eisen (Ferritin, Transferrin), Schilddrüsenhormone (TSH, fT3, fT4), Vitamine (B12, D, Folsäure), Cortisol, Entzündungsparameter (CRP) und ein großes Blutbild untersucht, um Mängel, Anämie, Schilddrüsen- oder Nebennierenprobleme und Entzündungen als Ursachen auszuschließen oder zu finden, da es keinen einzelnen spezifischen Bluttest für chronische Erschöpfung gibt.
Welcher Blutwert deutet auf Herzprobleme hin?
Wichtige Blutwerte, die auf Herzprobleme hindeuten, sind Troponin (bei Herzinfarkt), BNP und NT-proBNP (bei Herzschwäche) sowie Cholesterin, Triglyceride und Blutzucker (als Risikofaktoren), während erhöhte CRP-Werte auf Entzündungen hinweisen können und ein niedriges Hämoglobin (Blutarmut) die Herzleistung beeinträchtigen kann. Ein Arzt interpretiert diese Werte immer im Gesamtkontext.
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