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Was passiert wenn man die Polizei filmt?

Gefragt von: Margarethe Schulze  |  Letzte Aktualisierung: 6. August 2026
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Wenn Sie die Polizei filmen, dürfen Sie dies grundsätzlich tun, solange Sie die Beamten nicht behindern und sich im öffentlichen Raum befinden; allerdings kann es zu rechtlichen Problemen kommen, insbesondere bei heimlichen Tonaufnahmen (§ 201 StGB) oder wenn die Aufnahme den höchstpersönlichen Lebensbereich verletzt (§ 201a StGB) – was bei Polizisten im Einsatz selten der Fall ist. Die Veröffentlichung kann den Datenschutz (DSGVO) verletzen, wenn die Beamten erkennbar sind und kein überwiegendes öffentliches Interesse (z.B. bei Fehlverhalten) besteht, was eine Abwägung erfordert und im Einzelfall zu Bußgeldern führen kann.

Ist es illegal, die Polizei zu filmen?

Das bloße Anfertigen von Foto- oder Videoaufnahmen bei Polizeieinsätzen ist grundsätzlich erlaubt, solange keine Anhaltspunkte für eine widerrechtliche Veröffentlichung vorliegen. Die Polizei darf in solchen Fällen nicht gegen die Aufnahmen vorgehen, um keine abschreckende Wirkung zu erzielen.

Ist es strafbar, eine Straftat zu filmen?

Ja, Sie dürfen eine Straftat filmen, um Beweise zu sichern, insbesondere wenn es sich um eine Gefahr handelt (rechtfertigender Notstand), aber die Veröffentlichung ist stark eingeschränkt und oft strafbar, besonders bei Eingriff in den höchstpersönlichen Lebensbereich oder bei heimlichen Aufnahmen. Die Aufnahmen sind primär für Polizei und Gericht gedacht, nicht zur öffentlichen Bloßstellung; das bloße Filmen in der Öffentlichkeit ist meist erlaubt, die Veröffentlichung bedarf aber der Einwilligung der abgebildeten Personen (KunstUrhG). 

Wann macht sich ein Polizist strafbar?

Wer unbefugt sich mit der Ausübung eines öffentlichen Amtes befaßt oder eine Handlung vornimmt, welche nur kraft eines öffentlichen Amtes vorgenommen werden darf, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Wann darf man filmen ohne Erlaubnis?

Schon fürs bloße Knipsen gilt: Sie dürfen nur Menschen fotografieren oder filmen, die damit auch einverstanden sind. Wer Foto- oder Filmaufnahmen von Personen ohne deren Einverständnis veröffentlicht, dem droht sogar eine Strafe. So steht es ausdrücklich in Paragraf 22 und 32 des Kunsturhebergesetzes.

15 Dinge, die Polizisten NICHT dürfen und was ihr dagegen tun könnt! | Kanzlei WBS

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Welche Strafe droht bei unerlaubten filmen?

Welche Strafe droht beim Verbreiten oder Erstellen von heimlichen Bildaufnahmen? Der Straftatbestand § 201a StGB sieht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren vor. Sollte die Geldstrafe über 90 Tagessätze betragen, erfolgt eine Eintragung im Führungszeugnis.

Kann ich jemanden anzeigen, weil er mich gefilmt hat?

Das Strafgesetzbuch (§ 201a StGB) verbietet es ausdrücklich, heimlich Bildaufnahmen (Fotos oder Videos) von jemandem zu machen oder zu verbreiten, wenn dadurch dieser höchstpersönliche Lebensbereich verletzt wird.

Ist Bulle sagen strafbar?

Ja, man darf "Bulle" sagen, aber es kommt stark auf den Kontext an: Alleinstehend wird es oft als umgangssprachliches Synonym für Polizisten akzeptiert, aber in Verbindung mit beleidigenden Wörtern wie "blöder Bulle" ist es eine strafbare Beleidigung, die Geldstrafen nach sich ziehen kann; Gerichte entscheiden je nach Situation und Absicht. 

Was ist das häufigste Fehlverhalten von Polizisten?

Übermäßige Gewalt

Dies ist eine der häufigsten Formen polizeilichen Fehlverhaltens. Personen, die von Polizeibeamten übermäßiger Gewalt ausgesetzt waren, können schwere Verletzungen erleiden. Sie müssen nachweisen, dass bei ihrer Festnahme oder in Gewahrsam unnötige körperliche Gewalt angewendet wurde.

Was darf die Polizei nicht machen?

Die Polizei darf nicht ohne richterlichen Beschluss oder konkreten Verdacht Durchsuchungen (Wohnung, Auto, Handy), Personenkontrollen ohne Anlass und das Erzwingen von Selbstbelastung (z. B. freiwillige Atemtests, Koordinationstests) durchführen; sie darf auch keine Falschaussagen machen, um ein Geständnis zu erzwingen, muss aber Grundrechte wie das Recht auf Aussageverweigerung und die Unschuldsvermutung respektieren. 

Was tun, wenn man unerlaubt gefilmt wird?

Wenn Sie heimlich gefilmt wurden, bewahren Sie Ruhe, sichern Sie Beweise (Fotos/Videos der Kamera), erstatten Sie sofort Strafanzeige bei der Polizei, da dies eine Straftat ist (§ 201a StGB) und Sie Ansprüche auf Löschung sowie Schadensersatz haben, und kontaktieren Sie idealerweise einen Fachanwalt für Straf- und Medienrecht, um Ihre Rechte durchzusetzen. Konfrontieren Sie den Täter nicht direkt, um Beweismittelvernichtung zu vermeiden. 

Kann man fürs Filmen Ärger bekommen?

Wenn ein Video jemanden an einem privaten Ort zeigt (und damit dessen Recht auf Achtung des Privatlebens verletzt), verstoßen Sie wahrscheinlich gegen dessen Rechte . In solchen Fällen kann die gefilmte Person Sie auffordern, das Video zu entfernen, oder rechtliche Schritte zur Durchsetzung ihrer Rechte einleiten.

Sind Blicke strafbar?

Stalking (§ 238 StGB), sexuelle Nötigung/Übergriffe oder Vergewaltigung (§ 177 StGB) sind ebenso als eigenständige Straftatbestände im StGB aufgeführt wie die sexuelle Belästigung. Wichtig!

Kann man einen Polizisten anzeigen?

Ja, man kann einen Polizisten anzeigen, entweder durch eine Strafanzeige bei Straftaten (z.B. Körperverletzung, Beleidigung) oder durch eine Dienstaufsichtsbeschwerde bei dienstlichem Fehlverhalten, wobei Strafanzeigen online, persönlich oder schriftlich möglich sind und Beschwerden an interne Stellen gehen. Beide Wege sind kostenlos und führen zu unterschiedlichen Verfahren: Die Strafanzeige leitet ein Strafverfahren ein, die Beschwerde zielt auf disziplinarische Maßnahmen ab. 

Darf man in Deutschland Fotos von der Polizei machen?

Sie dürfen die Polizei filmen – das gilt also selbstverständlich auch für das Ordnungsamt –, aber Sie dürfen Fotos oder Videos nicht ohne deren Einverständnis veröffentlichen oder teilen. Weitere Informationen finden Sie im unten verlinkten Artikel: https://allaboutberlin.com/guides/photography-laws-germany. Das reicht als Beweismittel aus und kann kurzfristig das Verhalten der Beamten verbessern.

In welche Zimmer darf die Polizei bei einer Hausdurchsuchung?

Die Durchsuchung darf Räume betreffen, die der verdächtigen Person zugeordnet sind, darunter auch Zweitwohnungen, Geschäftsräume oder Kraftfahrzeuge. Räumlichkeiten Dritter dürfen nur unter engen Voraussetzungen durchsucht werden.

Was tun, wenn Polizisten lügen?

Zeugen sind zur Wahrheit verpflichtet. Wenn sie falsche Angaben vor einer Stelle machen, die für die eidliche Vernehmung von Zeugen zuständig ist (z.B. dem Gericht), so machen sie sich gem. §§ 153 ff. StGB der Falschaussage strafbar.

Was bedeutet „4 Finger hoch“ für Polizisten?

Das am häufigsten verwendete Handzeichen unter Streifenpolizisten ist das Zeigen von vier Fingern (Code 4), was bedeutet, dass sie keine Hilfe benötigen .

Was passiert, wenn man einen Polizisten angreift?

Strafe bei tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte. Der tätliche Angriff auf Vollstreckungsbeamte wird als Vergehen oder Verbrechen eingestuft, je nach Schwere des Angriffs. Im Falle des Vergehens sieht das Gesetz eine Strafe von mindestens drei Monaten bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe gedroht.

Ist es erlaubt, einen Polizisten zu duzen?

Wusstest du, dass das Duzen eines Polizisten als Beleidigung gewertet werden kann? Aber es kommt auf die Situation an: Soll das „Du“ abwertend wirken, könnte das ein Bußgeld nach sich ziehen. Ein spannendes Beispiel: Dieter Bohlen wurde angezeigt, weil er einen Polizisten geduzt hat.

Welche Schimpfwörter sind nicht strafbar?

Es gibt keine allgemeingültige Liste nicht strafbarer Schimpfwörter, da die Strafbarkeit stark vom Kontext, der Absicht und der Wirkung abhängen – oft bewegen sich Grenzen zwischen Meinungsfreiheit und Beleidigung. Generell sind Beleidigungen in der Familie oder im privaten Kreis oft nicht strafbar, wenn die beleidigte Person es nicht erfährt. Auch „Dummschwätzer“, „Stinkefinger“ (nach Provokation), „Bulle“ (je nach Kontext) oder die Kritik am Verhalten statt der Person („Korinthenkackerei“) wurden von Gerichten als nicht beleidigend eingestuft, wenn sie im Rahmen der Meinungsfreiheit oder bei Sachkritik fallen. 

Ist es strafbar, zu sagen, dass man Polizist ist?

Die Amtsanmaßung ist eine Straftat und kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder einer Geldstrafe bestraft werden.

Ist es erlaubt, eine Polizeikontrolle zu filmen?

Ja, Sie dürfen die Polizei bei einer Kontrolle filmen, um sich zu schützen, aber es gibt Einschränkungen: Das reine Filmen ist erlaubt, aber die Tonaufnahme kann wegen des Verbots der Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes (§ 201 StGB) strafbar sein, und das Veröffentlichen der Aufnahmen (auch ohne Ton) ist oft nicht zulässig, da es das Recht am eigenen Bild der Beamten verletzen kann (§ 22 KUG). Eine Störung der Kontrolle oder das Filmen unspektakulärer Routinevorgänge kann die Aufnahmen rechtswidrig machen, insbesondere wenn die Beamten die Einwilligung verweigern. 

Haben Polizisten das Recht am eigenen Bild?

Bildaufnahmen von Polizisten können grundsätzlich nach § 33 Abs. 1 Kunsturhebergesetz (KunstUrhG) strafbar sein. Das reine Anfertigen der Bildaufnahmen ist nicht rechtswidrig. Vielmehr müssen die Bildaufnahmen verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden.

Ist Abhören strafbar?

Ja, Abhören ist in Deutschland grundsätzlich strafbar, besonders im privaten Bereich, da es die Vertraulichkeit des Wortes verletzt (§ 201 StGB) und mit Geld- oder sogar Haftstrafen (bis zu 3 Jahre) geahndet werden kann; auch der Versuch ist strafbar, es sei denn, alle Beteiligten stimmen zu oder es handelt sich um staatliche Überwachung bei schweren Straftaten. Das umfasst nicht nur das Mithören mit Abhörgeräten, sondern auch heimliche Aufnahmen und das Weitergeben dieser Aufnahmen.
 

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