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Was passiert wenn ein Haus unterspült wird?

Gefragt von: Evelyn Klemm  |  Letzte Aktualisierung: 24. Januar 2026
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Wenn ein Haus unterspült wird, wird der tragende Baugrund unter dem Fundament weggeschwemmt, was zu Bodenerosion, Rissen, Fundamentabsenkungen und im schlimmsten Fall zum teilweisen oder vollständigen Einsturz des Gebäudes führen kann, da die Last nicht mehr richtig abgeleitet wird. Erste Anzeichen sind Risse im Mauerwerk oder Absackungen, die durch steigendes Grundwasser, Starkregen oder undichte Rohre verursacht werden können. Schnelles Handeln, wie das Abpumpen von Wasser und spezialisierte Baugrundstabilisierung, ist entscheidend, wobei eine Gebäudeversicherung für die Schäden aufkommen kann.

Kann ein Haus unterspült werden?

Bei Überschwemmungen ist die unmittelbare Umgebung des Gebäudes sowie Keller und zumeist das Erdgeschoss stark überflutet. Durch Unterspülungen und Ausspülungen kann es zu frei- und unterspülten Fundamenten und Hohlräumen kommen.

Wer zahlt, wenn das Haus absackt?

Wer haftet für den Schaden am Haus? Die Frage der Haftung beim Absacken eines Hauses hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Als Grundsatz gilt, dass derjenige haftet, der den Schaden verursacht hat. Dies kann beispielsweise der Bauunternehmer, der Architekt oder ein Fachplaner sein.

Ist es normal, dass sich ein Haus im Boden setzt?

Hinweis: Bei Neubauten gilt es als normal, wenn sich das Gebäude 10 bis 15 Millimeter tief in den Boden absetzt. Dieser Prozess kann mehrere Jahre dauern. Dies bedeutet bei einer gleichmäßigen Festigkeit des Bodens kein Problem.

Was passiert, wenn ein Haus absackt?

Wenn ein Haus bereits abgesackt ist, können Fundamentabsenkungen oder Absackungen von Bauwerken und Bauteilen behoben werden, indem die abgesackte Konstruktion durch Verdichtungs- und Verstärkungsmaßnahmen im Baugrund möglichst wieder auf das Ursprungsniveau angehoben wird.

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Wie merkt man, ob ein Haus einsturzgefährdet ist?

Ein unmittelbar bevorstehender Einsturz kündigt sich oft durch wahrnehmbare Vorzeichen an:

  • Ächzen und Krachen von Bauteilen.
  • Abplatzen von Putz und Mörtel, Auftreten von Rissen.
  • Durchbiegen von Decken und Trägern.
  • Schlecht schließende oder klemmende Fenster und Türen.

Woran erkennt man, ob ein Haus einstürzen wird?

Anzeichen dafür, dass das Fundament Ihres Hauses einsturzgefährdet ist:

Risse in der Hausfassade . Fenster und Türen klemmen – sie lassen sich nicht reibungslos öffnen oder schließen. Risse in den Gipskartonwänden um diese klemmenden Türen/Fenster. Lange Risse oder Ausbeulungen in den Keller-/Kriechkellerwänden.

Kann ein Haus durch Setzrisse einstürzen?

Kann ein Haus durch Setzrisse einstürzen? In der Regel nicht direkt. Setzrisse allein führen meist nicht zum Einsturz, können aber ein ernstzunehmendes Warnsignal für Probleme im Fundament oder Baugrund sein.

Wie erkenne ich einen Spannungsriss?

Wie erkenne ich einen thermischen Spannungsriss? Charakteristisch für einen thermischen Spannungsriss ist der Verlauf des Risses. In der Regel beginnt der Riss am Rand der Scheibe und läuft im 90° Winkel Richtung Zentrum der Scheibe.

Ist es normal, dass sich mein Haus verschiebt?

Bewegungen des Hauses oder des Fundaments sind normal . Alle Häuser weisen diese auf, insbesondere Neubauten. Ungleichmäßige Bewegungen oder übermäßige Verschiebungen können jedoch auf ernsthafte Fundamentprobleme hinweisen.

Ist Wasser, das durch die Bodenplatte drückt, durch die Gebäudeversicherung abgedeckt?

Wasser, das durch die Bodenplatte drückt, wird von Versicherungen meist nicht übernommen, da dies als Baumangel (fehlerhafte Abdichtung) gilt und nicht als versichertes Naturereignis, es sei denn, es handelt sich um eine Überschwemmung durch oberirdisches Grundwasser nach Starkregen, was eine spezielle Elementarschadenversicherung erfordert. Sie benötigen dafür eine Wohngebäudeversicherung mit Elementarschadenschutz (Grundwasser/Überschwemmung) und eine Hausratversicherung mit dem gleichen Zusatz, aber nur, wenn das Wasser wirklich an die Erdoberfläche tritt und das Grundstück überflutet. Bei reinem Druck von unten zahlt oft nur der Bauträger oder es liegt ein Planungsfehler vor. 

Was kostet ein kompletter Hausabriss mit Entsorgung?

Die Abrisskosten für ein Einfamilienhaus liegen bei 10.000 bis 30.000 € mit Entsorgung. Für ein kleines Einfamilienhaus kostet der Abriss 10.000 bis 15.000 €. Bei einem größeren Haus steigen die Kosten auf 20.000 bis 30.000 €. Die genauen Kosten hängen von Hausgröße, vorhandenem Keller und Entsorgungsaufwand ab.

Wann zahlt die Gebäudeversicherung nicht?

Die Wohngebäudeversicherung kann ihre Leistung verweigern, wenn es sich um nicht mitversicherte Güter oder um ein nicht versichertes Schadensereignis handelt. Bei Unterversicherung und grober Fahrlässigkeit können Versicherer ihre Leistung kürzen.

Kann Wasser durch Mauerwerk dringen?

Im Erdreich ist i.d.R. Feuchtigkeit vorhanden. Dies entsteht durch Regen und Grundwasser. Ist das Mauerwerk nicht gegen das Eindringen der Feuchtigkeit geschützt kann diese ins Mauerwerk eindringen.

Ist drückendes Grundwasser versichert?

Wichtig: Grundwasserschäden sind nur dann versichert, wenn das Grundwasser das Grundstück überschwemmt und in das Haus eindringt. Dringt das Wasser durch Boden oder Wände z.B. in den Kellerbereich ein, gibt es meist keinen Versicherungsschutz. Der Schaden wird nicht übernommen.

Was ist eine Unterspülung?

Bei der Unterspülung wird Erdmaterial unter oder um die Rohre der Entwässerungsanlage durch Wasser verdrängt. Sie entsteht durch Leckage-Schäden in Rohren, aus denen Wasser ein- und austreten kann.

Welche Risse am Haus sind gefährlich?

Generell gilt, dass große tiefe Risse gefährlicher sind als kleine netzartige Risse in der Wand. Denn netzartige und feine Risse deuten oft auf oberflächliche Fehler hin, während tiefe Risse auf bauliche Mängel hinweisen. Werden die Risse in der Wand immer größer, beauftragen Sie eine Fachfirma für die Untersuchung.

Wer haftet für Spannungsrisse?

Wer genau für die Schäden durch einen Wandriss aufkommen muss, hängt von der Ursache ab. Je nach Situation leisten in der Regel Gebäude-, Bauherrenhaftpflicht- oder Betriebshaftpflichtversicherung. Als Mieter sollten Sie Risse in der Wand sofort dem Vermieter melden.

Wie lange können Setzrisse im Mauerwerk entstehen?

Geringe Setzungen können jedoch über 10 bis 20 Jahre andauern, besonders bei weichem oder nachgiebigem Untergrund. Wichtig ist: leichte Setzrisse sind normal, starke oder ungleichmäßige Setzungen sollten jedoch von einem Fachmann geprüft werden.

Wann ist ein Haus einsturzgefährdet?

Ein Haus ist einsturzgefährdet, wenn sichtbare, große Risse in tragenden Wänden, durchhängende Decken und Balken, Materialabplatzungen an Bauteilen oder verschobene Wände auftreten, oft verursacht durch Setzungen, Feuchtigkeit, Erschütterungen oder mangelhafte Bauausführung, was eine sofortige Expertise durch einen Fachmann erfordert, um die genaue Ursache und das Ausmaß zu klären.
 

Was sind die Ursachen für tiefe Risse in der Wand?

Ein tiefer Riss in der Wand ist ein ernstes Warnsignal, das auf strukturelle Probleme wie Setzungen des Baugrunds, Spannungen oder Feuchtigkeit hinweisen kann und sofortige fachmännische Begutachtung erfordert, besonders wenn er breiter als 5 mm, durch die Wand geht oder sich vergrößert. Beobachten Sie den Riss (Gipsmarke), aber bei tiefen, breiten oder sich verändernden Rissen sollten Sie einen Bausachverständigen hinzuziehen, um die Ursache zu klären und eine fachgerechte Sanierung (z.B. mit Spiralankern, Rissinjektion) durchführen zu lassen, da oberflächliche Reparaturen nicht ausreichen.
 

Wie kann man Risse im Mauerwerk verpressen?

Mauerwerk verpressen ist eine professionelle Technik zur dauerhaften Sanierung von Rissen durch Injektion von Kunstharzen (Epoxid-, Polyurethanharz) oder speziellen Mörteln, um die Statik wiederherzustellen und vor Feuchtigkeit zu schützen, wobei Packers gesetzt und das Material unter Druck eingefüllt wird. Diese Methode füllt den Riss vollständig und schafft eine kraftschlüssige Verbindung, die auch bei dynamischen Rissen eine langlebige Lösung darstellt.
 

Wie kann ein Gebäude einstürzen?

Auf Bauteile und Bauwerke unter der Erdoberfläche wirken Erddruck und Wasserdruck. Diese Einwirkungen nennt man auch ständige Einwirkungen. Das Wetter belastet das Bauwerk mit Schnee- und Windlasten sowie Zwängungen aus Temperaturveränderungen. Auch Nutzlasten (Personen, Möbel, Fahrzeuge) wirken auf das Tragsystem ein.

Was kann passieren, wenn mein Haus zu hoch gebaut ist?

Wer die Firsthöhe überschreitet, muss im schlimmsten Fall damit rechnen, dass das Bauamt ihn zum Abriss des kompletten Hauses oder zumindest des Dachstuhls verpflichtet. Um solch dramatische Maßnahmen von vornherein beim Hausbau zu vermeiden, ist die korrekte Berechnung der Firsthöhe wesentlich.

Wie erfahre ich, wann ein Haus gebaut wurde?

Um das Baujahr eines Hauses herauszufinden, sind das Bauamt (Bauakte, Baugenehmigung), das Grundbuchamt (Grundbuchauszug) und das Katasteramt die besten Anlaufstellen für offizielle Dokumente, aber auch der Energieausweis, alte Baupläne, Rechnungen oder Versicherungsunterlagen können Hinweise liefern, Rudkowski & Hag Immobilien. 

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