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Was passiert wenn der Selbstbehalt aufgebraucht ist?

Gefragt von: Herr Prof. Dr. Diethard Hesse  |  Letzte Aktualisierung: 29. Juli 2026
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Wenn der Selbstbehalt (oder die Franchise) in der Krankenversicherung aufgebraucht ist, übernimmt die Krankenkasse alle weiteren anfallenden Behandlungskosten, meistens zu 100 %, für den Rest des Jahres, wobei es in einigen Fällen (z.B. Generika) noch einen kleinen Anteil (z.B. 10 % oder 20 %) geben kann, bis auch ein maximaler Jahresbetrag erreicht ist, danach zahlt die Kasse vollständig. Es gibt auch Situationen in der Privatinsolvenz oder beim Unterhalt, wo der "Selbstbehalt" das Existenzminimum sichert, bis es aufgebraucht ist, was dann weitere Schritte auslösen kann (Sozialhilfe).

Was kann ich tun, wenn der Selbstbehalt nicht reicht?

Reicht der Selbstbehalt nicht zum Leben, können sowohl der notwendige als auch der angemessene Selbstbehalt erhöht werden, wenn Ihre Wohnkosten beim notwendigen Eigenbedarf 520 € und beim angemessenen Eigenbedarf 650 € übersteigen und nicht unangemessen sind.

Ist der Selbstbehalt immer 10%?

Wie hoch ist der Selbstbehalt? Der Selbstbehalt beträgt 10 Prozent. Für Originalmedikamente, für die es ein Generikum gibt, beträgt der Selbstbehalt 40 Prozent.

Wie genau prüft das Sozialamt mein Vermögen?

Das Sozialamt prüft bei Anträgen auf Sozialhilfe (z.B. Hilfe zur Pflege), ob und wie viel verwertbares Vermögen vorhanden ist, um die Kosten zu decken, wobei bestimmte Freibeträge gelten, das sogenannte Schonvermögen (aktuell 10.000 € pro Person für Geldvermögen), ein selbstgenutztes Haus und angemessener Hausrat geschützt bleiben. Die Prüfung umfasst Bankguthaben, Immobilien, Lebensversicherungen und Schenkungen der letzten 10 Jahre, wofür lückenlose Nachweise (Kontoauszüge etc.) erforderlich sind. Nicht geschütztes Vermögen muss zur Deckung der Kosten eingesetzt werden, was auch einen Verkauf von Immobilien oder die Rückforderung von Schenkungen beinhalten kann. 

Wie hoch ist der Selbstbehalt, der mir bleiben muss?

Der Selbstbehalt beträgt beim Ehegattenunterhalt bei Berufstätigkeit 1.600 Euro (Stand: 2025). Das bedeutet: Sie muss maximal 2.000 – 1.600 = 400 Euro Unterhalt an ihren Ehepartner zahlen. Denn 1.600 Euro müssen mindestens erhalten bleiben, um ihre eigenen Kosten zu decken.

Wahltarif - Selbstbehalt

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Wie viel Geld muss mir im Monat zum Leben bleiben?

Für eine Einzelperson in Deutschland braucht man im Monat durchschnittlich zwischen 1.800 und 2.000 Euro, um grundlegende Ausgaben wie Miete, Lebensmittel, Energie und Mobilität zu decken, wobei die Kosten je nach Wohnort (Großstadt vs. ländlich) und Lebensstil stark variieren; Familien benötigen entsprechend mehr. Ein Paar ohne Kinder kommt auf rund 3.400 € und eine vierköpfige Familie auf etwa 3.500 bis 4.000 €. 

Kann das Sozialamt mein Konto einsehen?

Ja, das Sozialamt kann Ihr Konto einsehen, aber nicht direkt nach Belieben; es kann einen automatisierten Abgleich durchführen, um Konten zu finden, und Sie müssen zur Prüfung von Einkommen und Vermögen Kontoauszüge vorlegen, wenn ein Antrag läuft, wobei das Amt keine Umsätze sieht, sondern nur die Existenz und ggf. Abweichungen prüft. Ziel ist die Feststellung Ihrer Bedürftigkeit, nicht die allgemeine Überwachung. 

Wie viel Geld darf man auf dem Konto beim Sozialamt haben?

Wie viel Geld darf man bei der Grundsicherung auf dem Konto haben? Für die Grundsicherung nach dem 12. Sozialgesetzbuch (SGB XII) gilt in der Regel ein Schonvermögen von 10.000 Euro für Alleinstehende. Das bedeutet, dass bis zu dieser Grenze vorhandene Ersparnisse in Bar oder auf dem Konto nicht angerechnet werden.

Wie schütze ich mein Geld vor dem Sozialamt?

Um Ihr Geld vor dem Sozialamt zu schützen, müssen Sie frühzeitig planen durch z.B. Schenkungen mit 10-Jahres-Frist, aber nicht kurzfristig Vermögen verschieben, da dies strafbar ist; erlaubt sind nur bestimmte Freibeträge (Schonvermögen) sowie Absicherungen wie Pflegezusatzversicherungen, die den Bedarf an Sozialhilfe reduzieren, wobei eine umfassende rechtliche und steuerliche Beratung unerlässlich ist, um die 10-Jahres-Frist zu beachten und die richtige Strategie zu wählen, wie z.B. Stiftungen oder Nießbrauchrechte bei Immobilien. 

Was bedeutet ein Selbstbehalt von 1000 Euro?

Statt eines festen Betrags legt der Versicherer einen prozentualen Anteil an den Kosten als Selbstbehalt fest. Dieser ist jedoch meist gedeckelt. Beispiel: Der Versicherungsnehmer zahlt 10 Prozent der Kosten, maximal jedoch 1.000 Euro pro Jahr aus eigener Tasche.

Wie funktioniert das mit dem Selbstbehalt?

Ein Selbstbehalt bei einer Teilkaskoversicherung ist eine vertraglich vereinbarte Summe, die im Schadensfall die versicherte Person übernimmt. Schließen Sie einen Selbstbehalt ab, tragen Sie also einen Teil der Kosten selbst. Infolgedessen verringert sich Ihre Versicherungsprämie.

Was bedeutet "ohne Selbstbehalt"?

"Ohne Selbstbehalt" bedeutet, dass Sie im Schadenfall keine oder nur sehr geringe eigene Kosten tragen müssen, da die Versicherung die gesamten Kosten übernimmt, im Gegensatz zu Tarifen mit Selbstbehalt (Eigenanteil), bei denen Sie einen vorher festgelegten Betrag selbst zahlen. Dies gilt oft für Mietwagen (volle Kostenübernahme bei Schäden) oder Reiserücktrittversicherungen (volle Stornokosten-Erstattung) und bietet maximale finanzielle Sicherheit, ist aber meist teurer. 

Was muss vom Selbstbehalt alles bezahlt werden?

Vom Selbstbehalt müssen Sie die Kosten für Ihren eigenen notwendigen Lebensbedarf zahlen, wie z.B. Miete, Ernährung, Kleidung, Versicherungen, und weitere Ausgaben, die Ihr monatlicher Mindestbetrag laut Düsseldorfer Tabelle abdeckt – alles, was über diesen Betrag hinausgeht, steht Ihnen zur freien Verfügung, während der Unterhaltspflichtige nur zahlen muss, was sein bereinigtes Nettoeinkommen nach Abzug des Selbstbehalts übriglässt. Der Selbstbehalt ist also der Betrag, den Sie mindestens behalten müssen, um Ihren eigenen Unterhalt zu sichern, bevor Sie Unterhalt zahlen. 

Warum steigt mein Selbstbehalt nicht?

Der Selbstbehalt steigt oft nicht mit den Lebenshaltungskosten, weil er sich an den sozialhilferechtlichen Regelsätzen (Bürgergeld) orientiert, die nicht immer sofort angepasst werden, was zu einer gefühlten Stagnation führt, auch wenn die Unterhaltstabellen selbst teils erhöht werden und ein Antrag auf Erhöhung bei nachweislich höheren Wohnkosten möglich ist, um eine Benachteiligung zu vermeiden. 

Wird Miete vom Selbstbehalt abgezogen?

Ja, die Miete ist im Unterhalts-Selbstbehalt enthalten, allerdings nur bis zu einer bestimmten Pauschale (z.B. 520 € für minderjährige Kinder, 650 € für volljährige Kinder). Übersteigt die tatsächliche Warmmiete diese Pauschale, kann der Selbstbehalt angehoben werden, wenn die höheren Wohnkosten unvermeidbar sind (z.B. bei Umzugsunfähigkeit), wobei aber auch erwartet wird, dass man sich um eine günstigere Wohnung bemüht oder Wohngeld beantragt. 

Wie prüft das Sozialamt, ob Vermögen vorhanden war?

Das Sozialamt prüft vorhandenes Vermögen durch Selbstauskunft und Dokumentenanforderung (Kontoauszüge, Versicherungen, etc.) und kann per Datenabruf (BZSt) Konten und Depots abfragen, um sicherzustellen, dass alles verwertbare Vermögen, bis auf das gesetzliche Schonvermögen (ca. 10.000 € pro Person), verbraucht wurde; bei verdächtigen Vermögensverschiebungen wird auch eine 10-Jahres-Frist für Schenkungen geprüft. 

Wie oft darf das Sozialamt Kontoauszüge verlangen?

Das Sozialamt darf in der Regel die Kontoauszüge der letzten drei Monate verlangen, um Ihre Bedürftigkeit zu prüfen, aber bei begründetem Verdacht auf Betrug oder zur Klärung konkreter Fragen auch für einen längeren Zeitraum (z. B. sechs Monate) fordern, muss dies aber begründen und kann nur leistungsrelevante Daten verlangen. Sie dürfen unwichtige Buchungen schwärzen, aber die Behörde muss das Prinzip der Datensparsamkeit beachten und darf nicht alles unbegrenzt speichern.
 

Wo liegt die Bedarfsgrenze?

Im Jahr 2020 liegt die Bedarfsgrenze, also das steuerfreie Mindesteinkommen, bei: 9.408 € für Alleinstehende. 15.540 € für Paare.

Werden Kontobewegungen überwacht?

Viele Steuerzahlende fragen sich, ob das Finanzamt tatsächlich die Zahlen und Bewegungen auf ihrem Konto einsehen können – und dürfen. Seit 2005 ist es dem Finanzamt rechtlich erlaubt, Ihre Kontodaten abzurufen.

Wie viel Geld darf man auf dem Konto haben, wenn man Sozialhilfe bekommt?

Vermögensfreibetrag SGB XII (Sozialhilfe)

Bei Leistungen nach dem SGB XII (z.B. Hilfe zur Pflege oder Hilfe zum Lebensunterhalt) liegt die Schonvermögensgrenze nun bei 10.000 EURO + 10.000 EURO für Ehe- bzw. Lebenspartner*in (vgl. § 1 Durchführungsverordnung zu § 90 Abs.

Kann Sozialhilfe auf mein Bankkonto überwiesen werden?

Sie können Ihre Zahlung bei jeder Bank oder Postfiliale Ihrer Wahl direkt auf Ihr Giro- oder Sparkonto erhalten, indem Sie das untenstehende Formular ausfüllen . Bitte senden Sie das Originalformular zurück – Scans oder Kopien werden nicht akzeptiert. Die korrekte Rücksendeadresse für Ihre Sozialleistung finden Sie auf dem Formular.

Wann kann der Selbstbehalt gekürzt werden?

Wann Ihr Selbstbehalt gekürzt werden kann: Die Voraussetzungen. Ihr Selbstbehalt als Unterhaltspflichtiger kann um bis zu 10% (manchmal auch mehr, je nach Einzelfall und OLG-Bezirk) gekürzt werden, wenn Sie mit einem neuen Partner in einem gemeinsamen Haushalt leben und wirtschaften.

Wie viel Geld muss mir übrig bleiben, wenn ich Unterhalt zahlen muss?

Wenn Sie Unterhalt zahlen müssen, bleibt Ihnen ein gesetzlich festgelegter Betrag, der sogenannte Selbstbehalt, für Ihren eigenen Lebensunterhalt übrig; dieser liegt für Erwerbstätige beim Kindesunterhalt oft bei 1.450 € (für minderjährige Kinder) und bei 1.600 € (für Ehegatten/Geschiedene/Eltern von Nicht-Ehepartnern), während er für Nicht-Erwerbstätige niedriger ist (z.B. 1.200 € bei Kindesunterhalt), wobei die genauen Beträge je nach Situation (Kindesalter, Erwerbsstatus) und der aktuellen Düsseldorfer Tabelle variieren können, um Ihren notwendigen Eigenbedarf zu decken. 

Bei welchem Einkommen muss ich keinen Unterhalt zahlen?

Um Ihren eigenen Lebensunterhalt zu gewährleisten, haben Sie Anspruch auf einen Selbstbehalt (Eigenbedarf). Dieser beträgt 1.450 EUR, wenn Sie berufstätig sind und 1.750 EUR, wenn Sie nicht arbeiten. Liegt Ihr Einkommen unter diesen Selbstbehalten, dürfen Sie den Kindesunterhalt verweigern.

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