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Was passiert mit dem Kindergeld wenn das Kind 18 wird?

Gefragt von: Frau Prof. Dr. Alwine Kluge B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 2. Juni 2026
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Kindergeld gibt es ab 18 weiterhin, wenn sich das Kind in einer Schul- oder Berufsausbildung (Erstausbildung), einem Studium, einem Freiwilligendienst oder der Suche nach einem Ausbildungsplatz befindet, bis maximal 25 Jahre. Wichtig ist, dass es keine "anspruchsschädliche" Erwerbstätigkeit ausübt (max. 20 Std./Woche nach Erstausbildung). Nach der Erstausbildung zählt nur noch die Art der Tätigkeit (z.B. Minijob) und die wöchentliche Stundenzahl (max. 20 Std.).

Wird Kindergeld mit 18 automatisch eingestellt?

Wenn das Kind bei der Bundesagentur für Arbeit oder beim Jobcenter als arbeitssuchend registriert ist, hat es bis zu seinem 21. Geburtstag Anspruch auf Kindergeld. Der Kindergeldanspruch besteht auch dann weiter, wenn sich das Kind mit einem Minijob (bis 556 Euro pro Monat) etwas dazuverdient.

Wie viele Monate vorher muss man Kindergeld ab 18 beantragen?

Wenn dein Kind 18 Jahre alt wird, endet der Kindergeldanspruch nicht automatisch – aber auch nicht automatisch weiter. Du musst aktiv werden. Wichtig dabei: Der Antrag auf Kindergeld ab 18 sollte möglichst früh gestellt werden, am besten noch vor dem 18. Geburtstag deines Kindes.

Kann ich Kindergeld direkt an mein volljähriges Kind auszahlen?

Ja, Kindergeld kann an ein Kind ausgezahlt werden, wenn es einen sogenannten Abzweigungsantrag stellt und bestimmte Voraussetzungen erfüllt (z.B. Ausbildung, Studium, Arbeitslosigkeit unter 21 Jahren), um die finanzielle Unterstützung direkt zu erhalten, anstatt über die Eltern. Hierfür muss das Formular KG11e „Antrag auf Auszahlung des Kindergeldes (Abzweigungsantrag)“ bei der Familienkasse eingereicht werden, mit entsprechenden Nachweisen wie Schulbescheinigung, Immatrikulationsbescheinigung oder Nachweis über Arbeitslosigkeit. 

Kann ich Kindergeld für mein volljähriges Kind bekommen, wenn es nicht arbeitet?

Ja, Sie können weiterhin Kindergeld bekommen, wenn Ihr Kind arbeitslos ist, solange es sich bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter als arbeitssuchend gemeldet hat und sich ernsthaft um eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle bemüht. Der Anspruch besteht grundsätzlich bis zum 21. Geburtstag des Kindes, sofern es nach der Schul- oder Berufsausbildung noch keine feste Anstellung gefunden hat und aktiv auf Jobsuche ist.
 

Kindergeld für über 18-jährige: So gehts!

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Wann verliere ich den Anspruch auf Kindergeld?

Kindergeld gibt es grundsätzlich bis zum 18. Geburtstag, aber auch darüber hinaus, wenn das Kind sich in Schul- oder Berufsausbildung, Studium oder Freiwilligendienst befindet, meist bis maximal 25 Jahre, mit Ausnahmen bei Behinderung oder bestimmten Übergangszeiten. Nach dem 25. Geburtstag endet der Anspruch in der Regel, es sei denn, es liegt eine Behinderung vor, die den Lebensunterhalt beeinträchtigt. 

Was muss man beachten, wenn das Kind 18 wird?

Wenn ein Kind 18 wird, ändert sich rechtlich alles: Es wird voll geschäftsfähig, Eltern haben keine automatische Vertretung mehr (Verträge, Medizin, Bank), das Kind ist für sich selbst verantwortlich, darf selbstständiger Entscheidungen treffen (Wohnort, Ausbildung, Alkohol/Rauchen), braucht aber eventuell eine Vollmacht von den Eltern, um sie zu unterstützen, und Kindergeld muss neu beantragt werden (mit Nachweisen). Wichtig ist, Verträge, Vollmachten und Finanzen zu besprechen und die Familienkasse zu informieren. 

Wem steht Kindergeld für ein volljähriges Kind zu?

Das Kindergeld steht volljährigen Kindern ab 18 Jahren zu, wenn sie sich in einer Schul- oder Berufsausbildung, einem Studium, einem Freiwilligendienst (FSJ/BFD) befinden oder sich in einer Ausbildungsplatzsuche befinden, wobei es bis zum 25. Geburtstag gezahlt wird. Auch bei Arbeitslosigkeit besteht Anspruch bis 21, wenn das Kind bei der Agentur für Arbeit gemeldet ist. Kinder mit Behinderung können auch über das 25. Lebensjahr hinaus Kindergeld erhalten. 

Warum gibt es ab 2025 kein Kindergeld mehr?

Die Bundesregierung hat eine Reform des Kindergeldes beschlossen, die ab 2025 in Form der Kindergrundsicherung umgesetzt wird. Diese Reform zielt darauf ab, bis zu 5,6 Millionen von Armut bedrohte Kinder und ihre Familien durch eine einfachere und schnellere Bereitstellung finanzieller Leistungen zu unterstützen.

Wer bekommt das Kindergeld, wenn das volljährige Kind auszieht?

Kindergeld wird für ein Kind immer nur einem Elternteil gezahlt. Wenn die Eltern getrennt leben, dann bekommt das Elternteil das Kindergeld, bei dem das Kind die meiste Zeit lebt. Wenn der andere Elternteil Unterhalt zahlen muss, dann verringert sich der Unterhalt um die Hälfte des Kindergeldes.

Was benötige ich, um Kindergeld ab 18 zu beantragen?

Formulare für den Kindergeldantrag ab 18

  • Antrag auf Kindergeld (KG1) ...
  • Anlage Kind zum Hauptantrag Kindergeld (KG1-AnK) ...
  • Schulbescheinigung für das Kindergeld (KG 5a) ...
  • Erklärung zum Ausbildungsverhältnis (KG 5b) ...
  • Erklärung zu den Verhältnissen eines volljährigen Kindes (KG 5d) ...
  • Erklärung zur Hochschulausbildung (KG 7e)

Wird Kindergeld ab 18 rückwirkend gezahlt?

Ja, Kindergeld kann auch für Kinder über 18 rückwirkend beantragt werden, aber nur für maximal sechs Monate vor dem Monat der Antragstellung, solange die Voraussetzungen (z. B. Ausbildung, Studium, Freiwilligendienst, Übergangszeit) erfüllt waren. Wichtig ist, den Antrag so bald wie möglich bei der Familienkasse einzureichen und alle Nachweise (z.B. Immatrikulationsbescheinigung) beizufügen, da nur sechs Monate rückwirkend gezahlt werden, auch wenn ein Anspruch länger bestand. Für die Zeit nach dem 18. Geburtstag müssen spezifische Voraussetzungen erfüllt sein, z. B. die Erstausbildung oder eine Übergangszeit von bis zu vier Monaten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten. 

Kann ich das Kindergeld direkt auf das Konto meines Kindes überweisen lassen?

Ja, Kindergeld kann auf das Konto des Kindes überwiesen werden, aber meist nur unter bestimmten Voraussetzungen über einen sogenannten „Abzweigungsantrag“, wenn die Eltern keinen oder zu wenig Unterhalt zahlen; ansonsten bleiben die Eltern die Berechtigten und Verantwortlichen, auch wenn das Kind ein eigenes Konto hat, wobei das Kindergeld generell nur überwiesen, nicht bar ausgezahlt wird. Bei volljährigen Kindern, die für sich selbst sorgen, kann die Auszahlung auch direkt auf ihr Konto erfolgen, wenn sie einen entsprechenden Antrag stellen. 

Wem steht das Kindergeld nach dem 18. Geburtstag zu?

Sie haben Anspruch auf Kindergeld, bis Ihr Kind 18 Jahre alt wird - aber: Macht es dann eine Ausbildung, beginnt ein Studium oder ein Freiwilliges Soziales Jahr, bekommen Sie die Zahlungen der Familienkasse sogar weiterhin. Das sind die Voraussetzungen dafür.

Können volljährige Kinder selbst Kindergeld beantragen?

Ja, volljährige Kinder können das Kindergeld selbst beantragen und direkt ausgezahlt bekommen, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen (z. B. in Ausbildung, Studium, arbeitslos) und einen sogenannten Abzweigungsantrag bei der Familienkasse stellen; ohne Abzweigungsantrag müssen die Eltern den ursprünglichen Antrag stellen, können aber die Auszahlung an sich nicht verhindern, wenn das Kind anspruchsberechtigt ist und die Abzweigung beantragt. 

Sind meine Eltern verpflichtet mir mein Kindergeld zu geben?

Nein, Eltern müssen das Kindergeld nicht grundsätzlich an ihre Kinder auszahlen, es sei denn, sie zahlen keinen oder zu wenig Unterhalt, da das Kindergeld die Unterhaltslast der Eltern mindert. Wenn volljährige Kinder in Ausbildung sind und die Eltern den Unterhaltspflichten nicht nachkommen, können sie bei der Familienkasse einen sogenannten Abzweigungsantrag stellen, um das Kindergeld direkt zu erhalten, da es zur Finanzierung der Ausbildung dient. 

Wer bekommt 2025 noch Kindergeld?

Wer Kindergeld bekommt, sind grundsätzlich alle Eltern (oder Erziehungsberechtigte) für ihre Kinder, bis diese 18 sind, und darüber hinaus bei Ausbildung, Studium, Freiwilligendienst oder Arbeitssuche bis 21 bzw. 25 Jahre, je nach Situation, wobei 2025 der Betrag einheitlich auf 255 € pro Monat pro Kind steigt, unabhängig vom Einkommen. Für Kinder mit Behinderung gibt es sogar altersunabhängig Kindergeld. Auch Stief-, Pflege-, Enkel- und Geschwisterkinder können anspruchsberechtigt sein, wenn die Eltern in Deutschland leben oder steuerpflichtig sind. 

Wann wird das Kindergeld abgelöst?

Kindergeld wurde ab 2025 um fünf Euro auf 255 Euro je Kind erhöht und steigt nach aktuellem Stand ab 2026 weiter auf 259 Euro. Davor fand die letzte Erhöhung zum 01.01.2023 statt. Seither erhalten alle Kinder einen einheitlichen monatlichen Betrag.

Wann erlischt der Anspruch auf Kindergeld?

Kindergeld gibt es grundsätzlich bis 18, aber auch länger, wenn sich das Kind in Ausbildung (Schule, Studium, Berufsausbildung) befindet, bis maximal 25 Jahre, bei Arbeitslosigkeit bis 21, oder bei Behinderung auch über 25 Jahre hinaus, wobei für die Verlängerung Nachweise bei der Familienkasse erforderlich sind und eine Erwerbstätigkeit über 20 Wochenstunden schädlich ist. Seit dem 1. Januar 2026 steigt das Kindergeld auf 259 Euro pro Kind, ohne dass ein neuer Antrag nötig ist. 

Wird das Kindergeld mit 18 automatisch eingestellt?

Das Verfahren ist sehr einfach: Das Kindergeld muss zwar schriftlich beantragt werden – aber dies nur einmal nach der Geburt des Kindes! Danach wird das Kindergeld automatisch bis zum 18. Geburtstag weiter gezahlt.

Wann gibt es Kindergeld bis 27 Jahre?

Kindergeld gibt es grundsätzlich bis 25 für Kinder in Ausbildung (Schule, Studium, Lehre, Freiwilligendienste), aber auch in Übergangszeiten nach dem Schulabschluss für maximal 4 Monate oder wenn sich das Kind aktiv um einen Platz bemüht. Eine Ausweitung bis zum 27. Lebensjahr war bis 2007 möglich, wird aber von Verbänden gefordert, aktuell jedoch nicht gesetzlich festgeschrieben, außer bei bestimmten Fällen wie Behinderung oder bestimmten Freiwilligendiensten. 

Wer bekommt Kindergeld bei erwachsenen Kindern?

Das Kindergeld steht volljährigen Kindern ab 18 Jahren zu, wenn sie sich in einer Schul- oder Berufsausbildung, einem Studium, einem Freiwilligendienst (FSJ/BFD) befinden oder sich in einer Ausbildungsplatzsuche befinden, wobei es bis zum 25. Geburtstag gezahlt wird. Auch bei Arbeitslosigkeit besteht Anspruch bis 21, wenn das Kind bei der Agentur für Arbeit gemeldet ist. Kinder mit Behinderung können auch über das 25. Lebensjahr hinaus Kindergeld erhalten. 

Was bedeutet bis einschließlich 18 Jahre?

"Bis einschließlich 18 Jahre" bedeutet, dass die Altersgruppe alle Personen bis zum letzten Tag vor dem 19. Geburtstag umfasst, also auch Personen, die bereits 18 Jahre alt sind – bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, danach ist man volljährig und gehört nicht mehr dazu; es schließt also den 18. Geburtstag mit ein, aber nicht den Tag danach. Es definiert den höchsten erlaubten oder genannten Altersbereich, oft im Sinne von "unter 19" oder "bis zum 18. Geburtstag". 

Was ändert sich, wenn ein Kind 18 Jahre alt wird?

Sofern der 18-Jährige nicht seine Einwilligung erteilt, können Eltern keine rechtlichen Entscheidungen mehr für ihn treffen oder private Informationen erhalten . Gesetzlich haben Eltern nicht mehr denselben Zugriff auf die finanziellen, schulischen und medizinischen Daten ihrer volljährigen Kinder und auch nicht mehr dieselbe Befugnis darüber.

Kann ich Kindergeld für mein volljähriges Kind beantragen?

Nach der Volljährigkeit (18 Jahre) gibt es Kindergeld nur unter bestimmten Voraussetzungen weiter: Solange sich das Kind in einer Schul- oder Berufsausbildung (bis 25 Jahre) oder einem Studium befindet, bei Arbeitslosigkeit (bis 21 Jahre, wenn bei der Agentur für Arbeit gemeldet) oder in einer Übergangszeit (max. 4 Monate) zwischen zwei Ausbildungsabschnitten; bei Behinderung kann es sogar über das 25. Lebensjahr hinaus gezahlt werden. Die Zahlung endet spätestens mit 25 Jahren, wenn keine Ausbildung mehr vorliegt, es sei denn, das Kind hat eine Behinderung.