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Was muss ich tun wenn ich abtreiben möchte?

Gefragt von: Frau Dana Krauß MBA.  |  Letzte Aktualisierung: 19. Februar 2026
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Die Schwangere muss den Schwangerschaftsabbruch verlangen. Sie muss mindestens drei Tage vor dem Eingriff eine Schwangerschaftskonfliktberatung durch eine staatlich anerkannte Beratungsstelle wahrgenommen und von dort den für einen Abbruch vorgeschriebenen Beratungsschein erhalten haben.

Wie läuft es ab, wenn ich abtreiben will?

In der Regel wird ein Schwangerschaftsabbruch ambulant vorgenommen, d.h. Sie können 1-2 Stunden nach dem Eingriff wieder nach Hause gehen. Sie können dann jedoch nicht alleine Auto fahren. Eine Begleitperson kann in den meisten Einrichtungen nach dem Abbruch bei Ihnen sein.

Wie viel kostet abtreiben?

Schwangerschaftsabbruch auf eigenen Wunsch

Die Kosten für eine ambulante Abtreibung liegen zwischen 350 und 500 Euro. Ein stationärer Schwangerschaftsabbruch kostet mehr als 500 Euro. Die Kosten können nicht von der AOK übernommen werden; sie sind von der Frau selbst zu bezahlen.

Wo melde ich mich, wenn ich abtreiben will?

Die Schwangerschaftsberatungsstellen der AWO sind gesetzlich anerkannte Beratungsstellen nach § 219 Strafgesetzbuch (StGB) und § 5 Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG). Wenn Sie eine Schwangerschaft abbrechen lassen möchten, brauchen Sie einen Beratungsschein von einer solchen staatlich anerkannten Beratungsstelle.

Kann man direkt beim Frauenarzt abtreiben?

Eine Schwangerschaft kann operativ oder mit Medikamenten abgebrochen werden („Abtreibung“). Der operative Schwangerschaftsabbruch (Absaugung) wird in der Regel ambulant in einer Klinik oder Arztpraxis durchgeführt.

Schwangerschaftsabbruch: Was Ärzte nicht sagen dürfen | Quarks Exklusiv

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Wie schnell ist der Abtreibungstermin?

Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch („Abtreibung“) ist bis zum Ende der 9. Schwangerschaftswoche (63. Tag) seit Beginn der letzten Monatsblutung möglich.

Wie beantrage ich einen Schwangerschaftsabbruch?

Um einen Termin zu vereinbaren, wenden Sie sich bitte an: Ihren Hausarzt/Ihre Hausärztin – falls dieser/diese Einwände gegen einen Schwangerschaftsabbruch hat, muss er/sie Sie an einen anderen Arzt/eine andere Ärztin überweisen. Eine örtliche Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit, auch Familienplanungs- oder GUM-Klinik (Klinik für Geschlechtskrankheiten) genannt. Direkt an einen Anbieter für Schwangerschaftsabbrüche wie BPAS, MSI oder NUPAS.

Wem soll ich von meiner Abtreibung erzählen?

Studien von MSI Reproductive Choices ergaben, dass nur jede dritte Person ihrer Familie von einem Schwangerschaftsabbruch erzählt und etwa 62 % ihrem Sexualpartner davon berichten. Ob Sie Ihrem Partner, Ihrer Familie und Ihren Freunden davon erzählen, ist ganz allein Ihre Entscheidung.

Wie sage ich meinem Frauenarzt, dass ich abtreiben will?

Wenn die Ärztin oder der Arzt nicht selbst Schwangerschaftsabbrüche vornimmt, kann sie oder er informieren, wo ein Abbruch möglich ist. Auch Beratungsstellen haben meist Listen von Praxen und Kliniken in der Region.

Wie viele Frauen bereuen ihren Schwangerschaftsabbruch?

Auch in der Realität scheinen nur wenige Frauen ihren Abbruch zu bereuen. So zeigt zumindest eine Studie aus den USA, dass fünf Jahre nach dem Eingriff mehr als 95 Prozent der Frauen sagen, es sei die richtige Entscheidung gewesen.

Welche Strafe droht bei Abtreibung?

(1) Wer eine Schwangerschaft abbricht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Handlungen, deren Wirkung vor Abschluß der Einnistung des befruchteten Eies in der Gebärmutter eintritt, gelten nicht als Schwangerschaftsabbruch im Sinne dieses Gesetzes.

Ist die erste Abtreibung gratis?

Die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch sind privat zu zahlen. Die Krankenversicherung übernimmt die Kosten nur bei medizinischen Gründen und bei Mädchen unter 14 Jahren. In einem privaten Ambulatorium kostet ein Schwangerschaftsabbruch zwischen 490 und 660 Euro (Stand: Juni 2025).

Kann man im 2. Monat abtreiben?

nach der „Beratungsregelung“ bis spätestens 12 Wochen nach der Empfängnis (Ende der 14. Schwangerschaftswoche): Voraussetzung ist, dass sich die Frau mindestens drei Tage vor dem Abbruch in einer staatlich anerkannten Schwangerschaftskonflikt-Beratungsstelle hat beraten lassen und dies nachweisen kann.

Wie schnell darf man abtreiben?

Eine Ärztin oder ein Arzt muss den Schwangerschaftsabbruch innerhalb von zwölf Wochen nach der Empfängnis vornehmen. Das entspricht dem Ende der 14. Schwangerschaftswoche, gerechnet ab dem Beginn der letzten Regelblutung (Menstruation).

Woher weiß ich, ob ich wirklich eine Abtreibung will?

Worüber kann ich nachdenken, um mir bei meiner Entscheidung zu helfen? Familie, Beziehungen, Schule, Arbeit, Lebensziele, Gesundheit, Sicherheit und persönliche Überzeugungen – Menschen denken sorgfältig über diese Dinge nach, bevor sie eine Abtreibung vornehmen lassen.

Wie schmerzhaft ist eine Abtreibung?

Beide Methoden können Schmerzen verursachen. Der medikamentöse Abbruch kann mit starken Menstruationsschmerzen verbunden sein, während beim operativen Abbruch meist nur geringe Schmerzen nach dem Eingriff auftreten, da dieser unter Narkose erfolgt.

Was muss man zuerst machen, wenn man abtreiben will?

Die Schwangere muss den Schwangerschaftsabbruch verlangen. Sie muss mindestens drei Tage vor dem Eingriff eine Schwangerschaftskonfliktberatung durch eine staatlich anerkannte Beratungsstelle wahrgenommen und von dort den für einen Abbruch vorgeschriebenen Beratungsschein erhalten haben.

Muss ich angeben, ob ich eine Abtreibung hatte?

Es gibt kein Gesetz, das Sie verpflichtet, einem Arzt oder Krankenhaus von einem Schwangerschaftsabbruch zu berichten . Sie entscheiden selbst, welche Details Sie preisgeben. Dies gilt grundsätzlich für jede medizinische Behandlung.

Wo meldet man sich, wenn man abtreiben will?

In Deutschland ist ein Schwangerschaftsabbruch bis zur zwölften Schwangerschaftswoche straffrei, wenn Sie zuvor eine Beratung in einer staatlich anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle in Anspruch genommen haben.

Kann ein Arzt eine Abtreibung ablehnen?

Ohne Ärzte, die bereit sind, Schwangerschaften zu beenden, keine Abbrüche – so einfach ist das. Gar nicht so einfach ist die persönliche Entscheidung jeder Gynäkologin, ob sie den Eingriff machen möchte. Das Gesetz stellt es Ärztinnen und Ärzten frei, ob sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen oder nicht.

Wie bricht man eine geplante Schwangerschaft ab?

Medikamente können eingesetzt werden, um eine frühe Schwangerschaft zu beenden. In vielen Fällen darf der erste Tag Ihrer letzten Periode nicht länger als elf Wochen zurückliegen . Sind Sie bereits über die elfte Schwangerschaftswoche hinaus, ist möglicherweise ein Schwangerschaftsabbruch in einer Klinik erforderlich. Einige Kliniken bieten medikamentöse Schwangerschaftsabbrüche auch nach der elften Woche an.

Soll ich meinem Mann von einer Abtreibung erzählen?

Rechtlich gesehen müssen Sie Ihren Partner nicht informieren, wenn Sie einen Schwangerschaftsabbruch planen . Die Entscheidung, die Schwangerschaft fortzusetzen oder abzubrechen, liegt bei Ihnen. Niemand – weder Partner, Eltern noch Freunde – kann Ihnen diese Entscheidung abnehmen. Dennoch profitieren Beziehungen in der Regel von offener Kommunikation.

Welche Unterlagen brauche ich für einen Schwangerschaftsabbruch?

Für einen Schwangerschaftsabbruch nach der Beratungsregelung wird eine Beratungsbescheinigung benötigt. Sie belegt, dass die Schwangere in einer staatlich anerkannten Beratungsstelle umfassend beraten wurde.

Was tun bei einer ungewollten Schwangerschaft?

Bei einer ungeplanten oder ungewollten Schwangerschaft haben Sie drei Möglichkeiten: Sie können das Kind selbst aufziehen, es zur Adoption freigeben oder einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen . Es ist wichtig, mit vertrauten Personen zu sprechen und sich verlässliche Informationen zu beschaffen.

Kann man einfach einen Schwangerschaftsabbruch machen?

Natürliche Abtreibung – die Rechtslage in Deutschland

Es ist verboten, einen Schwangerschaftsabbruch selbst herbeizuführen – egal ob dafür Kräuter oder andere Hausmittel verwendet werden. Denn Abtreibungen mit Pflanzen, Giften oder Hausmitteln haben über Jahrhunderte zu vielen Komplikationen und Todesfällen geführt.