Was muss ich beim Kauf von Fonds beachten?
Gefragt von: Herr Prof. Hubert Behrendt B.A. | Letzte Aktualisierung: 5. Februar 2026sternezahl: 4.5/5 (21 sternebewertungen)
Beim Fondskauf sollten Sie Ihre Risikobereitschaft und Anlageziele definieren, Kosten (TER, Ausgabeaufschlag) vergleichen, die Wertentwicklung und Volatilität prüfen, auf die Streuung achten und entscheiden, ob Sie aktiv beraten (Bank) oder günstiger online investieren möchten, wobei Fonds rechtlich Sondervermögen sind und somit sicher sind.
Wie funktioniert der Kauf eines Fonds?
Sie investieren in einen Fonds, indem Sie Anteile daran erwerben . Ein Kapitalgewinn entsteht, wenn der Kurs der Anteile den Kaufpreis übersteigt. Einige Fonds schütten Dividenden aus. Der Preis eines Anteils berechnet sich aus dem Nettoinventarwert (NAV) des Fonds, dividiert durch die Anzahl der ausstehenden Anteile.
Wie lange muss man Fonds halten, damit sie steuerfrei sind?
Auf Ihren Gewinn aus dem Verkauf müssen Sie dann Spekulationssteuer zahlen. Die zehn Jahre sind die sogenannte Haltefrist oder Spekulationsfrist. Sie umgehen also die Spekulationssteuer, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als zehn Jahre liegen.
Welche Kosten fallen beim Kauf von Fonds an?
Dabei bezeichnen sie Kosten, die durch den Kauf und Verkauf von Wertpapieren innerhalb des Fondsportfolios entstehen. Bei einem durchschnittlichen Aktienfonds liegen sie zwischen 0,5 und 3 Prozent pro Jahr. Seit 2021 sind sie fester Bestandteil der allgemeinen Kosteninformation in PRIIPs.
Was ist die 5 10 40 Regel?
Die 5-10-40-Regel ist eine EU-Vorschrift für Investmentfonds (UCITS), die die Risikostreuung sichert: Ein Fonds darf maximal 10 % seines Vermögens in ein einzelnes Wertpapier eines Emittenten investieren, wobei alle Positionen über 5 % des Fondsvermögens in der Summe nicht mehr als 40 % des Gesamtvermögens ausmachen dürfen, um eine breite Diversifikation zu gewährleisten.
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Kann man bei Investmentfonds Geld verlieren?
Kann man bei Fonds alles verlieren? Ein Fonds erleidet nur dann einen Totalverlust, wenn alle enthaltenen Vermögenswerte auf einen Schlag ihren Wert verlieren. Das ist jedoch sehr unwahrscheinlich. Aktive Fonds sind sogenannte Sondervermögen.
Wie lege ich 100.000 € am sichersten an?
Um 100.000 € sicher anzulegen, kombinieren Sie risikoarme Zinsanlagen (Tages-, Festgeld, geschützt durch Einlagensicherung bis 100.000 € pro Bank) mit renditestarken, aber volatileren Anlagen wie breit gestreuten ETFs (z. B. Welt-Aktien-ETFs), um langfristig Vermögen aufzubauen, idealerweise mit einer Mischung (z. B. 60 % Aktien-ETFs, 40 % Zinsanlagen), abhängig von Ihrer Risikobereitschaft und dem Anlagehorizont. Diversifikation über verschiedene Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Sachwerte) ist entscheidend.
Wann kauft man am besten Fonds?
Der beste Zeitpunkt, um in Fonds zu investieren, ist, wenn Sie ein klares Anlageziel vor Augen haben und mit den damit verbundenen Risiken einverstanden sind. Sie sollten auch die vom Fonds erhobenen Gebühren und die Performance des Fonds in der Vergangenheit berücksichtigen.
Wie hoch sind die Verwaltungsgebühren bei Fonds?
Oft wird eine feste Prozentzahl vom Fondsvolumen als Managementgebühr berechnet. Bei aktiv gemanagten Aktienfonds liegen die Kosten bei durchschnittlich 1,5% bis teilweise über 2,5%.
Kann man Fonds immer verkaufen?
Ja. Anteile an offenen Fonds und ETFs können grundsätzlich jederzeit verkauft werden – entweder über die Fondsgesellschaft (KAG) oder über die Börse. Eine Ausnahme bilden geschlossene oder Spezialfonds, bei denen Verkäufe nur in bestimmten Intervallen oder über Zweitmärkte möglich sind.
Wie muss ich Fonds bei der Steuererklärung angeben?
Fonds müssen wie Aktien angegeben werden und mit der Valorennummer eindeutig gekennzeichnet sein. Ausschüttende Fonds bringen Dividendeneinnahmen, die deklariert werden müssen. Thesaurierende Fonds legen solche Erträge gleich wieder an.
Wie kann ich die Abgeltungssteuer vermeiden?
Du kannst den Abzug von Abgeltungssteuer umgehen. Stelle hierfür bei Deinen Banken Freistellungsaufträge. Der Sparerpauschbetrag beträgt seit 2023 für Ledige 1.000 Euro und 2.000 Euro für Verheiratete, zuvor waren es 801 und 1.602 Euro.
Bei welchem Fonds sind die Erträge steuerfrei?
(1) Steuerfrei sind bei Aktienfonds 30 Prozent der Erträge (Aktienteilfreistellung). Bei natürlichen Personen, die ihre Investmentanteile im Betriebsvermögen halten, beträgt die Aktienteilfreistellung 60 Prozent. Bei Anlegern, die dem Körperschaftsteuergesetz unterliegen, beträgt die Aktienteilfreistellung 80 Prozent.
Wie lange dauert die Auszahlung eines Fonds für den Verkauf?
Verkaufsorders werden sofort weitergeleitet. Die Abwicklung erfolgt meist innerhalb von 2 bis 5 Bankarbeitstagen. Der Erlös wird nach Gutschrift 2 Bankarbeitstage später an das Referenzkonto überwiesen. Banklaufzeiten können die Auszahlung zusätzlich beeinflussen.
Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Investmentfonds zu kaufen?
Es gibt keinen idealen oder falschen Zeitpunkt, um mit dem Investieren in Investmentfonds zu beginnen . Sobald Sie Einkommen erzielen, sollten Sie einen Teil davon anlegen. Es gibt verschiedene Fondsarten, und Sie sollten sich von einem Anlageberater beraten lassen, welche Fonds für Ihre Anlageziele am besten geeignet sind.
Was wäre, wenn ich 5 Jahre lang monatlich 1000 Dollar investiere?
Wer fünf Jahre lang monatlich 1.000 US-Dollar in einen systematischen Sparplan investiert , könnte am Ende 83.156,62 US-Dollar ansparen . In diesem Artikel erklären wir, wie man eine solche Anlageform einrichtet.
Welche Gebühren fallen bei Fonds an?
Fondsgebühren sind die Kosten, die beim Investieren in Investmentfonds anfallen und die Rendite schmälern; sie umfassen einmalige Kosten wie den Ausgabeaufschlag (Provision beim Kauf) und laufende Kosten wie die jährliche Gesamtkostenquote (TER), die Management-, Verwaltungs- und Depotgebühren des Fonds bündelt, sowie weitere Kosten wie Ordergebühren beim Broker und Steuern, wobei besonders bei ETFs die TER deutlich niedriger ist als bei aktiv gemanagten Fonds.
Welche laufenden Kosten fallen bei einem Investmentfonds an?
Die „laufende Gebühr“ ist eine Gebühr, die sowohl für Investmentfonds als auch für börsengehandelte Fonds (ETFs) anfällt . Dieser Wert, der üblicherweise als Prozentsatz angegeben wird, gibt die Kosten an, die einem Anleger im Laufe eines Jahres durch die Anlage in diesen Fonds oder ETF entstehen.
Was sind laufende Kosten bei Fonds?
Laufende Kosten bei Fonds sind jährliche Gebühren, die automatisch vom Fondsvermögen abgezogen werden und die Rendite mindern; sie setzen sich aus Verwaltungs-, Management-, Depotbank-, Vertriebs-, Betriebs-, Prüf- und Transaktionskosten zusammen und werden in der Total Expense Ratio (TER) zusammengefasst, wobei die Kosten bei aktiv gemanagten Fonds oft zwischen 1,5–2,5 % und bei ETFs meist unter 1 % liegen können. Diese Kosten sind in den "Wesentlichen Anlegerinformationen" (KII) ausgewiesen und enthalten auch Transaktionskosten.
Was wird aus 10000 Euro in 10 Jahren?
In 10 Jahren wird die Kaufkraft schon nur noch bei circa 8.200 Euro liegen. Und hierbei ist noch nicht mit einkalkuliert, dass die Inflationsrate in den nächsten Jahren auch wieder deutlich ansteigen kann, wie wir es in den Jahren 2022 und 2023 gesehen haben.
Welche Fonds sollte man aktuell kaufen?
Welche Fonds Sie jetzt kaufen sollten, hängt stark von Ihrer Risikobereitschaft und Ihren Zielen ab, aber beliebte & oft empfohlene Optionen sind breit gestreute ETFs wie der Vanguard FTSE All-World (für globale Aktien), Qualitätsaktienfonds wie DWS Top Dividende (für Dividenden) oder spezielle Themen-Fonds wie Technologie-Fonds, wobei Edelmetallfonds (z.B. Bakersteel Precious Metals) aktuell starke Performance zeigen, aber auch risikoreich sind; entscheidend ist immer eine Mischung aus globaler Streuung (MSCI World/All-World) und individuellen Interessen wie Nachhaltigkeit oder Sektoren wie Tech.
Kann ich Geld aus einem Fonds entnehmen?
Grundsätzlich können Sie bei Bedarf börsentäglich Geld aus dem Fonds entnehmen. Eventuell müssen Sie dabei gesetzliche Fristen einhalten.
Was ist die 60/40 Regel Geld?
Das bedeutet: Die festen Ausgaben wie Miete, Kreditraten, Versicherungen usw. sollten insgesamt nicht mehr als 60 Prozent ausmachen, so dass noch 40 Prozent für eure täglichen, veränderlichen Ausgaben wie Lebensmittel, essen unterwegs, fahren, Freizeit … übrigbleiben.
Was ist das Beste, um Geldanlage zur Zeit zu bekommen?
Die beste Geldanlage hängt von Ihren Zielen ab, aber aktuell bieten Tages- und Festgeld durch höhere Zinsen eine sichere Option mit guter Liquidität (oft bis 3,2%+), während für langfristige Gewinne breit gestreute ETFs (Aktien-Indexfonds) und Immobilien weiterhin attraktiv sind, ergänzt durch sichere Anlagen wie Gold oder Anleihen für moderate Risiken. Schuldentilgung hat oft Vorrang.
Sind 50000 Euro Erspartes viel?
Ja, 50.000 € Erspartes sind in Deutschland viel und überdurchschnittlich, da sie eine solide finanzielle Basis darstellen, mit der Sie langfristige Ziele wie die Altersvorsorge, den Kauf einer Immobilie oder den Aufbau von Vermögen gut angehen können, und deutlich über dem Durchschnitt liegen, besonders für jüngere Menschen. Die Summe ermöglicht den Aufbau eines diversifizierten Portfolios (z.B. mit ETFs), schützt vor Inflation und sichert die finanzielle Unabhängigkeit.
Wie sagt man ja in der Schweiz?
Welches Feuerzeug benutzt James Bond?