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Was muss bei GEMA gemeldet werden?

Gefragt von: Philipp Esser  |  Letzte Aktualisierung: 12. September 2026
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Bei der GEMA müssen Sie jede öffentliche Musiknutzung melden, sei es durch Live-Musik, Tonträger (CDs, Streaming), Hintergrundmusik (Restaurants, Handel) oder im Internet, wenn die Musik auch für Außenstehende zugänglich ist, die keine persönliche Beziehung zum Veranstalter haben, wie z.B. bei Konzerten, Festivals, Vereinsfeiern, Messen oder Online-Streams. Wichtig ist, die Anmeldung rechtzeitig vor der Veranstaltung über das GEMA-Onlineportal vorzunehmen und die genutzten Werke (auch GEMA-freie) mit einer Setlist zu melden, damit die GEMA die Gebühren korrekt berechnen und die Künstler vergüten kann.

Welche Veranstaltungen müssen bei der GEMA angemeldet werden?

Generell sind nur öffentliche Veranstaltungen GEMA-gebührenpflichtig. Das Abspielen von Musik auf privaten Veranstaltungen wie Familienfeiern, privaten Partys oder Geburtstagsfeiern, ist nicht vergütungspflichtig.

Welche Nutzungen sind GEMA-pflichtig?

Welche Nutzungen sind GEMA-pflichtig? Wer in Deutschland Musik der Öffentlichkeit zugänglich macht, ist damit im Normalfall automatisch Kunde der GEMA. Bei Radio- und Fernsehsendern, Kinos oder Herstellern von bespielten Ton- und Bildtonträgern ist dies einleuchtend.

Wann wird eine GEMA-Gebühr fällig?

Man muss GEMA zahlen, wenn man urheberrechtlich geschützte Musik öffentlich nutzt, also z. B. in Gaststätten, Geschäften, bei Vereinen, Firmenfeiern oder Online-Streaming-Diensten, solange die Zuhörer nicht alle eine persönliche Beziehung zum Veranstalter haben. Bei rein privaten Feiern (z. B. Familienfeiern) mit persönlicher Einladung entfällt die Pflicht. Wichtig ist, die Nutzung vorher bei der GEMA anzumelden, um Gebühren zu entrichten.
 

Wie lange darf ich Musik abspielen ohne GEMA?

Bei der privaten Nutzung von lizenzierter Musik denken viele, dass die 15-Sekunden-Regel der Urheberrechtsreform Anwendung findet. Diese besagt, dass 15 Sekunden eines Filmes oder Musikstücks im Rahmen einer “geringfügigen Nutzung” ohne Einwilligung des Rechteinhabers genutzt werden dürfen.

Die GEMA in 2 Minuten

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Für welche Musik muss man keine GEMA zahlen?

GEMA freie Musik: Wann muss man keine GEMA Gebühren bezahlen? Sie müssen dann keine GEMA Gebühren zahlen, wenn Sie Musik nutzen, deren Urheber bzw. Urheberinnen mindestens 70 Jahre tot sind. In dem Fall ist die Musik lizenzfrei (man spricht auch von gemeinfrei oder eben auch von GEMA frei).

Wie viel von einem Lied darf man singen, ohne dass das Urheberrecht verletzt wird?

Merke: Es gibt keine feste Mindestmenge an Musik, die du ohne Erlaubnis verwenden kannst, wenn du sie benötigst.

Wer muss GEMA anmelden, Musiker oder Veranstalter?

Musik spielen

Wenn auf einer öffentlichen Veranstaltung Musik öffentlich gespielt werden soll, muss der Veranstalter prüfen, ob eine Anmeldung der Musiknutzung bei der GEMA notwendig ist. Dies ist der Fall, wenn urheberrechtlich geschützte Lieder genutzt werden.

Was passiert, wenn man keine GEMA anmeldet?

Wird dort Musik gespielt, die nicht davor bei uns angemeldet wurde, wird eine Nachzahlung fällig. Außerdem kommen zusätzliche Kosten auf Sie zu. Schließlich möchten wir die finanziellen Mehraufwände, die uns entstehen, weder unseren Mitgliedern noch Musiknutzenden anlasten, die korrekt ihren Beitrag zahlen.

Welche Musik ist gema frei?

GEMA-freie Musik ist Musik, deren Rechteverwaltung nicht über die GEMA läuft und umfasst hauptsächlich gemeinfreie Werke (z.B. klassische Stücke, wenn der Komponist über 70 Jahre tot ist) und Musik, deren Urheber keine GEMA-Mitglieder sind, die ihre Rechte selbst verwalten oder unter speziellen Lizenzen (wie Creative Commons mit NC-Zusatz für Nicht-Kommerz) veröffentlichen. Achten Sie darauf, dass auch Bearbeitungen oder neue Aufnahmen klassischer Werke oft GEMA-pflichtig sind und nutzen Sie seriöse Anbieter für rechtssichere Musik, da kostenlose Online-Tracks rechtliche Unsicherheiten bergen können. 

Welche Lieder sind nicht GEMA-pflichtig?

Musik ohne GEMA-Gebühren finden Sie durch die Nutzung gemeinfreier Werke (Urheber seit über 70 Jahren tot) oder durch GEMA-freie Musik von speziellen Anbietern (oft mit einmaliger Lizenz oder Abo), die nicht bei der GEMA gemeldet sind; auch anonyme Volksmusik ist GEMA-frei, muss aber oft trotzdem angemeldet werden, um eine Stornierung zu erhalten. Bei rein privaten Feiern fallen ebenfalls keine Gebühren an, bei öffentlichen Veranstaltungen sind aber oft Pauschalverträge (z.B. für Vereine) oder die Anmeldung über die GEMA erforderlich, selbst bei GEMA-freier Musik. 

Woher weiß ich, ob Musik gema frei ist?

Wie kann ich feststellen, ob ein bestimmtes Musikwerk zum GEMA-Repertoire gehört oder “gemafrei” ist? Gemäß § 10 WahrnG sind die Verwertungsgesellschaften verpflichtet, jedermann auf schriftliches Verlangen Auskunft darüber zu geben, ob ein bestimmtes Werk zum GEMA-Reportoire gehört.

Wie kontrolliert GEMA?

Die GEMA kontrolliert die Musiknutzung durch einen eigenen Außendienst, der Betriebe (Geschäfte, Clubs, Events) besucht, um die ordnungsgemäße Anmeldung und Lizenzierung öffentlicher Musikwiedergaben zu überprüfen. Zudem überwacht sie Medien und Internet, sammelt Nutzungsdaten von Sendern (mittels "Audio-Fingerprinting" und Meldungen), Online-Plattformen (z. B. YouTube) und nutzt das Diskotheken-Monitoring für Clubs. Bei Kontrollen bitten GEMA-Mitarbeiter um eine Liste der gespielten Titel (Musikfolgebogen) und prüfen, ob eine Lizenz vorliegt, wobei Betreiber verpflichtet sind, alle genutzten Werke zu melden, um hohe Nachzahlungen und Strafen zu vermeiden.
 

Ist Straßenmusik GEMA-pflichtig?

Nein, klassische Straßenmusik ist in der Regel GEMA-frei, da es einen Vertrag zwischen der GEMA und der Bundesvereinigung der Musikveranstalter gibt, der die GEMA-Ansprüche für solche Auftritte ausschließt – ABER: Es gelten strenge Regeln für Lautstärke (keine Verstärker), Dauer (oft 30-60 Min. pro Ort) und Genehmigungen der Stadt (Ordnungsamt). Gewerbliche Aktivitäten wie der Verkauf eigener CDs oder größere Events sind GEMA-pflichtig und erfordern separate Genehmigungen und Anmeldungen. 

Wann muss eine private Veranstaltung angemeldet werden?

Wenn Sie Ihre Veranstaltungen planen, sollten Sie diese im gleichen Zuge anmelden. Doch wann muss ich meine Veranstaltung genau anmelden? Das ist klar geregelt: Das Gaststättengesetz bedarf einer Genehmigung, welche Sie mindestens 14 Tage vor dem Termin beantragen müssen.

Sind eigene Lieder GEMA-pflichtig?

Ja, mit Abschluss des Berechtigungsvertrags übertragen Sie Ihre Nutzungsrechte vollständig an die GEMA. Daher müssen Sie, wenn sie selbst als Musiknutzerin oder Musiknutzer auftreten, immer eine GEMA Lizenz erwerben.

Was kostet GEMA für einen Abend?

Die Kosten für GEMA für einen Abend variieren stark je nach Art der Veranstaltung, Teilnehmerzahl und Musiknutzung, liegen aber oft zwischen 50 € für kleine DJ-Partys bis über 800 € für größere Events mit Live-Musik, wobei für private Feiern ohne externe Gäste meist keine Kosten anfallen, während öffentliche Veranstaltungen, wie z.B. Vereinsfeste, über Tarife wie U-V oder M-V abgerechnet werden, die oft pauschal berechnet werden.
 

Wer kontrolliert die GEMA-Gebühren?

Die GEMA wird intern durch ihren Aufsichtsrat (bestehend aus Mitgliedern aller Berufsgruppen) und den Vorstand kontrolliert, während die staatliche Aufsicht über die gesetzlich anerkannte Verwertungsgesellschaft durch das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) (als Aufsichtsbehörde) erfolgt, um sicherzustellen, dass sie ihre Aufgabe zum Wohl der Urheber erfüllt, ohne eine staatliche Behörde zu sein. Zudem verhandeln und kontrollieren auch Branchenverbände wie die Bundesvereinigung der Musikveranstalter (BVMV) und der DEHOGA die Tarife und Rahmenbedingungen. 

Wann zählt eine Veranstaltung als öffentlich?

In der Regel bedeutet es, dass eine Veranstaltung mit mehr als hundert Teilnehmern automatisch als öffentlich eingestuft wird, und nur unter der Angabe von guten Gründen als privat anerkannt wird. Beispielsweise bei einem Anlass, der eine große Teilnehmerzahl rechtfertigt, zum Beispiel eine Hochzeit.

Wie viel darf man als Musiker steuerfrei verdienen?

Für Musiker:innen OHNE Dienstverhältnis gilt: Steuerpflichtig wird man erst ab einem Jahresgewinn von 13.308€ (im Jahr 2025). Das heißt, nur wenn man in einem Jahr über 13.308€ Gewinn macht, bezahlt man Steuern.

Wann muss keine GEMA gezahlt werden?

Man muss keine GEMA-Gebühren zahlen, wenn man private Veranstaltungen ohne kommerziellen Zweck (z.B. Geburtstage, Hochzeiten) veranstaltet oder GEMA-freie Musik nutzt (z.B. Werke, deren Urheber seit 70 Jahren tot sind oder die explizit als GEMA-frei gekennzeichnet sind). Auch bestimmte soziale oder erzieherische Veranstaltungen von Jugendhilfe, Altenpflege etc. sind befreit, wenn sie nicht gewerblich sind, aber GEMA-freie Musik erfordert trotzdem eine Anzeige. Bei der Nutzung von GEMA-freier Musik besteht jedoch eine Anmeldepflicht bei der GEMA, sonst gilt die Vermutung, dass Gebühren fällig sind.
 

Welche Veranstaltungen muss man bei der GEMA anmelden?

Hintergrundmusik im Restaurant, Hotel oder Handel sein. Aber auch für Musik im Internet und auf Tonträgern, wie CDs oder Hörbücher, müssen Sie GEMA anmelden. Ein Klassiker sind öffentliche Veranstaltungen wie etwa Konzerte, Partys, Messen, Umzüge oder Sportevents, für die Sie natürlich eine GEMA Anmeldung brauchen.

Welche Lieder darf ich ohne Urheberrechtsverletzung singen?

Alle Lieder und Musikwerke, die 1930 oder früher veröffentlicht wurden, sind in den USA gemeinfrei. Derzeit sind in den USA keine Tonaufnahmen gemeinfrei. Tonaufnahmen, die 1922 oder früher veröffentlicht wurden, werden in den USA am 1. Januar 2022 gemeinfrei.

Woher weiß ich, ob ein Lied urheberrechtlich geschützt ist?

Es gibt einige Möglichkeiten, um herauszufinden, ob ein Song urheberrechtsfrei ist oder nicht. Du kannst beispielsweise auf der Website "PDinfo.com" die Liste der Gemeingut-Songs überprüfen. Alternativ kannst du auf der Creative Commons-Website überprüfen, ob der Song dort aufgelistet ist oder nicht.

Welche Lieder dürfen nicht gespielt werden?

Eine „verbotene Lieder Liste“ existiert nicht als einzige, feste Liste, sondern umfasst verschiedene Kategorien: historisch verbotene Lieder (z.B. NS-Propagandalieder wie das Horst-Wessel-Lied), radiotechnisch gebannte Titel (z.B. aufgrund von Skandalen wie bei der BBC oder im Kontext von Rassismus wie "L'Amour Toujours"), indizierte Tonträger (z.B. von Landser) und solche, die wegen strafrechtlicher Relevanz (Volksverhetzung) in Deutschland nicht öffentlich gespielt werden dürfen, wobei die juristische Einordnung oft vom Kontext abhängt, wie bei NS-Liedern mit Symbolwirkung oder extremen Rapsongs. 

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