Was kostet es ein Testament zu machen?
Gefragt von: Frau Prof. Natalja Reimann | Letzte Aktualisierung: 22. Februar 2026sternezahl: 4.2/5 (17 sternebewertungen)
Die Kosten für ein Testament variieren je nach Art: Ein handschriftliches Testament ist kostenlos (wenn nicht anwaltlich/notariell erstellt), während ein notarielles Testament vom Nachlasswert abhängt (z.B. ca. 150 € bei 10.000 € Nachlass, bis über 1.000 € bei hohem Vermögen), plus einmalig 75 € für die Hinterlegung beim Amtsgericht und ca. 18 € für die Registrierung. Es fallen also einmalige Gebühren für Hinterlegung und Registrierung an, sowie Beurkundungsgebühren, wenn ein Notar beteiligt ist, die sich nach dem Wert des Erbes richten.
Was kostet es, ein Testament beim Notar machen zu lassen?
Die Kosten für ein notarielles Testament richten sich nach dem Wert Ihres Nachlasses, wobei ein Einzeltestament günstiger ist als ein Gemeinschaftstestament. Beispielsweise kostet die Beurkundung bei einem Nachlasswert von 50.000 € etwa 165 € (Einzel-) oder 330 € (Gemeinschaft). Hinzu kommen immer 75 € für die amtliche Verwahrung sowie Gebühren für die Eintragung ins Zentrale Testamentsregister (ca. 15 €) und Mehrwertsteuer.
Ist ein handgeschriebenes Testament auch ohne Notar gültig?
Ja, ein handschriftliches Testament ist ohne Notar gültig, wenn es vollständig eigenhändig verfasst, datiert, am Ort der Niederschrift versehen ist und eigenhändig unterschrieben wurde. Es muss klar formulieren, wer Erbe wird und sollte nicht am Computer getippt, sondern von Anfang bis Ende mit der Hand geschrieben sein, um Formfehler zu vermeiden.
Was ist besser, Testament beim Notar oder Rechtsanwalt?
Für ein einfaches Testament ist der Notar oft ausreichend und günstiger, da er die Beurkundung übernimmt und das Testament sicher verwahrt. Bei komplexen Fällen, Patchwork-Familien, steuerlichen Fragen oder dem Wunsch nach individueller Gestaltung ist ein spezialisierter Rechtsanwalt für Erbrecht der bessere Partner, da er maßgeschneiderte Lösungen entwickelt und auch steuerliche Aspekte berücksichtigt, bevor das Testament notariell beurkundet wird. Oft ist eine Kombination ideal: Beratung beim Anwalt, Beurkundung beim Notar.
Wie hoch sind die Notarkosten bei 150.000 €?
Bei einem Immobilienkauf von 150.000 € liegen die reinen Notarkosten (ohne Grundbuchkosten) je nach Art des Vorgangs und Notar schnell zwischen ca. 1.200 € und 1.700 € brutto, wobei die Gesamtkosten (inkl. Grundbuch) oft um die 1,5 % des Kaufpreises betragen, also rund 2.250 €, hinzu kommen Kosten für die Grundschuldbestellung, die variieren.
Testamentseröffnung: Bedeutung, Ablauf, Dauer, Kosten.
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Was kostet es, ein Haus vom Notar überschreiben zu lassen?
Die Notarkosten für eine Hausüberschreibung richten sich nach dem Immobilienwert und betragen meist etwa 1,5 bis 2 % des Wertes, zuzüglich etwa 0,5 % Grundbuchkosten, wobei zusätzlich Kosten für Auflagen wie Wohn- oder Nießbrauchrecht anfallen können, aber auch Schenkungssteuer (wenn nicht innerhalb der Familie mit Freibeträgen) und Grunderwerbsteuer je nach Bundesland zu beachten sind. Bei einem Wert von 300.000 € können Notar- und Grundbuchkosten rund 3.000 € betragen, während die Schenkungssteuer und Grunderwerbsteuer je nach Situation deutlich höher ausfallen kann, aber oft durch Freibeträge und Rechte (Wohnrecht) gemindert wird.
Wie hoch sind die Notarkosten bei einer Erwachsenenadoption?
Auswirkungen auf die Kosten
Die Notarkosten für die erforderliche Beurkundung beginnen bei 60 Euro für Vermögen bis 7.000 Euro und steigen entsprechend mit höherem Verfahrenswert.
Was ist besser, handschriftliches Testament oder notarielles Testament?
Das Wichtigste in Kürze: Das notarielle Testament bietet mehr Rechtssicherheit als ein handschriftliches Testament. Ein notarielles Testament verursacht in der Regel keine höheren Kosten als ein handschriftliches Testament (zumindest wenn auch Immobilien vererbt werden).
Ist es sinnvoll, ein Testament beim Notar zu machen?
Das notarielle Testament hat den Vorteil, dass der Erbe später nicht extra einen Erbschein beantragen muss, den er ansonsten braucht, wenn Grundstücke vererbt worden sind. Da das Erbrecht kompliziert ist und seine Tücken hat, ist es ohnehin sinnvoll, sich fachkundig beraten lassen.
Was kostet eine Beratung wegen Testament?
Die Kosten anwaltlicher Beratung liegen zwischen Euro 3.708,- Euro und 7.132,- Euro jeweils plus Mehrwertsteuer je nachdem welchen Schwierigkeitsgrad der Sache der Anwalt annimmt.
Welches Testament ist für Ehepaare das beste?
Für Ehepaare ist oft das Berliner Testament (eine Form des gemeinschaftlichen Testaments) die beste Wahl, da es den länger lebenden Partner wirtschaftlich absichert, indem dieser zunächst alles erbt und erst nach seinem Tod die Kinder (Schlusserben) drankommen; es verhindert so eine Erbengemeinschaft und sichert die Versorgung, kann aber bei hohen Vermögen steuerlich ungünstig sein und den Kindern den Pflichtteil verwehren. Alternativen sind Einzeltestamente oder das Sylter Testament, die eine andere Verteilung vorsehen, um Kinder früher zu beteiligen.
Wie lange gilt ein handschriftliches Testament?
Testament Gültigkeit ohne Notar? Ein handschriftliches Testament, das zuhause aufbewahrt wird, ist so lange gültig, bis es durch ein neues Testament widerrufen oder vernichtet wird. Probleme tauchen in der Regel auf, wenn der Erblasser mehrere private Testamente verfasst und dabei das alte Testament nicht vernichtet.
Wie schreibe ich ein Testament richtig ohne Notar?
Ja, ein Testament kann ohne Notar erstellt werden, muss dafür aber vollständig handschriftlich (kein Computer), gut leserlich und mit Vor- und Nachname unterschrieben werden, idealerweise versehen mit Ort und Datum, um die Gültigkeit zu sichern und spätere Erbstreitigkeiten zu vermeiden. Die Formvorschriften sind streng, da ein Computer- oder Schreibmaschinen-Testament nicht gültig ist. Bei Unklarheiten oder komplexen Fällen ist ein notarielles Testament oft besser, aber eine Hinterlegung beim Nachlassgericht ist auch für eigenhändige Testamente möglich.
Was ist billiger, Notar oder Anwalt?
Ob Notar oder Anwalt günstiger ist, hängt stark vom Einzelfall ab; oft sind Notarkosten bei Standardfällen wie Testamenten oder Immobilienkaufverträgen durch das gesetzliche Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) pauschaler und somit günstiger, da die Beratung oft inklusive ist, während Anwaltskosten (nach RVG) verhandelbar sind, aber bei komplexen, parteiischen Interessen (z.B. bei Scheidung) oft notwendig werden und sich auch in höheren Kosten niederschlagen können. Für Standard-Beurkundungen ist der Notar meist preiswerter, bei komplexen, individuellen Streitigkeiten der Anwalt.
Welches Vermögen muss man beim Notar angeben?
Das Aktivvermögen ergibt sich aus der Summe des Werts aller Vermögensgegenstände wie Immobilien, Gesellschaftsbeteiligungen, Sparguthaben und Wertpapiere. Verbindlichkeiten können nicht abgezogen werden. Als Geschäftswert fließt allerdings nur die Hälfte dieses Werts in die Berechnung ein.
Was kostet eine Testamentserrichtung beim Notar?
Ein einfaches Testament bei einem Notar oder einer Notarin kostet inklusive Beratung, Hinterlegung und Registrierung im Zentralen Testamentsregister der Notare zwischen 250 und 500 Euro. Bei Notar:innen gibt es immer eine kostenlose Erstberatung, in der Sie das genaue Honorar erfragen können.
In welchem Alter sollte man ein Testament machen?
Die Testierfähigkeit beginnt mit Vollendung des 16. Lebensjahres. Allerdings kann der Minderjährige sein Testament nur wirksam als öffentliches Testament durch mündliche Erklärung vor einem Notar oder Übergabe einer offenen Schrift errichten. Er bedarf hierfür nicht der Zustimmung seines gesetzlichen Vertreters.
Welche Nachteile hat ein notarielles Testament?
Nachteile eines notariellen Testaments:
- Kosten. Ein notarielles Testament ist immer mit Kosten verbunden. ...
- Inflexibilität. Ein privates Testament kann jederzeit und ohne größeren Aufwand abgewandelt, überarbeitet oder vernichtet werden. ...
- Erhöhter Aufwand.
Kann ich mein Testament auch zu Hause aufbewahren?
Ihr Testament können Sie selbstverständlich auch zu Hause aufbewahren.
Welche Unterlagen brauche ich für ein Testament beim Notar?
Zur Beurkundung benötigen wir Ihren gültigen Personalausweis oder Reisepass sowie zur Registrierung des Testamentes im zentralen Testamentsregister die Geburtsurkunden der Testierenden oder bei Eheleuten deren Heiratsurkunde.
Ist ein Erbschein erforderlich, wenn ein handschriftliches Testament vorhanden ist?
Wenn der Erblasser das Testament selbst geschrieben hat, wird für die Berichtigung eines Grundbuchs ein Erbschein benötigt. Für die Vorlage bei Banken/Versicherungen etc. reicht in der Regel das eröffnete Testament aus. Erkundigen Sie sich bitte bei dem entsprechenden Institut.
Wie viel kostet es, ein Testament beim Notar zu machen?
Die Kosten für ein notarielles Testament richten sich nach dem Wert Ihres Nachlasses, wobei ein Einzeltestament günstiger ist als ein Gemeinschaftstestament. Beispielsweise kostet die Beurkundung bei einem Nachlasswert von 50.000 € etwa 165 € (Einzel-) oder 330 € (Gemeinschaft). Hinzu kommen immer 75 € für die amtliche Verwahrung sowie Gebühren für die Eintragung ins Zentrale Testamentsregister (ca. 15 €) und Mehrwertsteuer.
Welche Nachteile hat die Erwachsenenadoption?
Nachteile einer Erwachsenenadoption sind erhöhte Unterhaltspflichten (potenziell für bis zu vier Elternteile), eine Namensänderung (oft obligatorisch) und komplexe erbrechtliche Konsequenzen; die Adoption hat zudem nur schwache Wirkungen (keine Verwandtschaft zu den Großeltern), während die Kinder des Adoptierten zu Enkeln der Adoptiveltern werden, was neue Verpflichtungen schafft und eine Adoption wegen rein finanzieller Motive scheitern kann, da eine „sittliche Rechtfertigung“ nötig ist.
Was kostet eine Beratung beim Notar wegen Erbrecht?
Der Notar hält für diese Beratung einen Gebührensatz von 0,3 für angemessen. Bei einem Nachlasswert von 100.000,- Euro entstehen so Beratungsgebühren von rund 80,- Euro zuzüglich Auslagen und Mehrwertsteuer.
Wie lange muss man adoptiert sein, um zu erben?
Wie lange muss man adoptiert sein, um zu erben? Es gibt hier keine Zeitgrenze. Ein Adoptivkind muss nur überhaupt adoptiert sein, um zu erben.
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