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Was kostet eine Wärmepumpe im Altbau?

Gefragt von: Regina Kiefer B.A.  |  Letzte Aktualisierung: 25. Januar 2026
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Eine Wärmepumpe im Altbau kostet inklusive Installation meist zwischen 20.000 und 50.000 €, wobei die Preise stark von Gebäudegröße, Dämmung, Wärmepumpentyp (z.B. Luft-Wasser ist günstiger als Sole-Wasser) und notwendigen Sanierungsarbeiten abhängen. Luft-Wasser-Wärmepumpen beginnen oft bei ca. 15.000–25.000 €, während Erdwärmepumpen deutlich teurer sind. Förderungen können die Anschaffungskosten erheblich senken, manchmal auf unter 10.000 € effektive Kosten nach Förderung.

Was kostet eine Wärmepumpe im Altbau mit Einbau?

Eine Wärmepumpe mit Einbau im Altbau kostet je nach Typ und Zustand des Hauses meist zwischen 20.000 und 40.000 €, wobei Luft-Wasser-Pumpen (ca. 15.000–25.000 €) günstiger sind und Sole-Wasser-Systeme teurer sein können, da oft noch Zusatzkosten für Dämmung oder Heizkörper-Austausch hinzukommen können. Förderungen können die Kosten erheblich senken, aber es empfiehlt sich ein finanzieller Puffer für unvorhergesehene Sanierungsarbeiten. 

Ist eine Wärmepumpe im Altbau wirklich sinnvoll?

Ja, eine Wärmepumpe lohnt sich im Altbau oft, wenn das Gebäude energetisch ertüchtigt wird (Dämmung, Fenster) und die Heizkörper groß genug für niedrige Vorlauftemperaturen (< 50°C) sind, um effizient zu arbeiten, wobei hohe staatliche Förderungen die Anschaffungskosten senken und sich die Investition amortisiert. Ohne Dämmung und mit kleinen Heizkörpern kann der Betrieb teuer werden, dann sind eine Sanierung oder eine Hybridlösung besser, aber die Kombination ist meist der Schlüssel zum Erfolg. 

Welche ist die beste Wärmepumpe für den Altbau?

Ein besonders geeignetes Wärmepumpen-Modell für den Altbau ist die Vaillant aroTHERM plus, die Raatschen als zertifizierter Fachbetrieb anbietet. Diese Wärmepumpe nutzt die Umgebungsluft als Energiequelle und liefert hohe Effizienz – selbst an kalten Tagen.

Kann man eine Wärmepumpe auch mit normalen Heizkörpern betreiben?

Ja, eine Wärmepumpe funktioniert grundsätzlich auch mit Heizkörpern, aber die Effizienz hängt stark von der Art der Heizkörper und der Dämmung des Gebäudes ab. Moderne Niedertemperatur-Heizkörper oder größere Plattenheizkörper sind ideal, da sie auch bei den niedrigeren Vorlauftemperaturen einer Wärmepumpe (oft 35-55°C) genug Wärme abgeben; ältere, kleinere Heizkörper benötigen höhere Temperaturen und müssen eventuell durch einen hydraulischen Abgleich optimiert oder gegen größere Modelle ausgetauscht werden, um effizient zu sein.
 

Wärmepumpe statt Ölheizung im Altbau (BJ 1935) – echte Erfahrungen & Kosten

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Sind Wärmepumpen in alten Häusern überhaupt sinnvoll?

Schließen Sie eine Luft-Wasser-Wärmepumpe nicht gleich aus, nur weil Sie in einem älteren Haus wohnen – sie funktionieren absolut ! Um jedoch die Vorteile einer Luft-Wasser-Wärmepumpe optimal zu nutzen, müssen Sie sicherstellen, dass Ihr Haus gut isoliert ist und Ihr Warmwassersystem kompatibel ist.

Wie groß muss eine Photovoltaikanlage sein, um eine Wärmepumpe zu betreiben?

Um eine Wärmepumpe zu betreiben, braucht man meist eine PV-Anlage mit 8 bis 12 kWp, da eine Wärmepumpe zusätzlich zum Haushaltsstrom 2.000-4.000 kWh/Jahr benötigt, was bei einer Faustregel von 1 kWp pro 1.000 kWh zu einer Gesamtleistung von 8-12 kWp führt, abhängig von Dämmung und Verbrauch. Eine größere Anlage (>10 kWp) erhöht den Eigenverbrauch und die Wirtschaftlichkeit, besonders mit Stromspeicher und E-Auto.
 

Ist es günstiger, eine Wärmepumpe den ganzen Tag laufen zu lassen?

Laufzeit: Je länger Ihr Gerät läuft, desto höher sind die Kosten. Der Betrieb einer Wärmepumpe bei moderater Temperatur ist jedoch in der Regel wirtschaftlicher als der Betrieb mit maximaler Leistung. Hausdämmung: Ein gut gedämmtes Haus hält die Wärme besser und entlastet so Ihre Wärmepumpe.

Was kostet eine Wärmepumpe für 120 Quadratmeter Haus?

Für ein 120 m² Haus kostet eine Wärmepumpe typischerweise zwischen 14.000 € und 40.000 €, wobei die tatsächlichen Gesamtkosten stark vom Wärmepumpentyp (Luft-Wasser, Sole-Wasser, Wasser-Wasser), dem Zustand des Hauses und dem Installationsaufwand abhängen, wobei staatliche Förderungen (BEG) die effektiven Kosten erheblich senken können. Einfache Luft-Wasser-Wärmepumpen beginnen oft bei etwa 12.000 € – 20.000 € für Gerät und Einbau, während komplexere Erdwärmesysteme teurer sind. 

Was ist der größte Nachteil einer Wärmepumpenanlage?

Wärmepumpen wird oft eine erhebliche Geräuschentwicklung nachgesagt, die von Menschen als belastend empfunden werden kann. Richtig ist: Luftwärmepumpen sind hörbar, weil sie im Betrieb Außenluft ansaugen. Gegenüber den praktisch nicht hörbaren Erdwärme- und Grundwasserwärmepumpen sind Luftwärmepumpen damit im Nachteil.

In welchen Häusern scheitert die Wärmepumpe?

In welchen Häusern scheitert die Wärmepumpe? In Gebäuden mit hohem Alter und Vorlauftemperaturen über 70 Grad Celsius, kann eine Wärmepumpe unwirtschaftlich werden. Auch bei fehlenden Stellflächen für die Außeneinheit oder sehr kleinen Heizkörpern sind Anpassungen nötig.

Kann eine Wärmepumpe in jedem Haus installiert werden?

Vorausgesetzt, Ihr Haus verfügt über eine ausreichende Isolierung und Ihr System ist korrekt geplant, spezifiziert und installiert – einschließlich der Verwendung von entsprechend dimensionierten Wärmestrahlern und der Auswahl der richtigen Wärmepumpe für Ihr Gebäude – kann eine Luft-Wasser-Wärmepumpe Ihren Bedarf an Raumheizung und Warmwasser decken.

Wie hoch sind die Kosten für den Einbau einer Wärmepumpe in einem Altbau?

Der Einbau einer Wärmepumpe im Altbau ist machbar, erfordert aber oft eine gute Dämmung und große Heizflächen (z.B. Heizkörper oder Flächenheizung) für niedrige Vorlauftemperaturen, um effizient zu sein, was die Kosten beeinflusst, die inkl. Installation zwischen 20.000 € und 40.000 € oder mehr liegen können, abhängig von Dämmung, Größe und Heizsystem. Wichtig sind eine fachgerechte Planung und eine passende Wärmepumpe (Luft-Wasser oder Sole-Wasser), da die Effizienz von der Heizlast und den Vorlauftemperaturen abhängt, wobei staatliche Förderungen die Kosten reduzieren können.
 

Können sehr alte Häuser mit Wärmepumpen beheizt werden?

Es kommt darauf an. Wenn die Wärmepumpe und das Wärmeverteilsystem (Fußbodenheizung, Heizkörper) groß genug ausgeführt sind sowie die Wärmequelle (Grundwasser, Erdwärme, Außenluft) ausreichend zur Verfügung steht, kann grundsätzlich jedes Haus mit einer Wärmepumpe beheizt werden.

Was kostet der Wechsel von Gas auf Wärmepumpe?

Der Wechsel von Gas auf Wärmepumpe kostet vor Förderung in der Regel 14.000 bis 50.000 €, je nach Wärmepumpentyp und Installationsaufwand, wobei Luft-Wasser-Modelle günstiger sind (ca. 8.000-17.000 €), während Erd- oder Wasser-Wärmepumpen teurer sein können (bis zu 28.000 € für die Geräte). Nach Abzug der staatlichen Förderung (bis zu 70%) sinken die effektiven Kosten oft auf 10.000 bis 15.000 € (z.B. bei Luft-Wasser-Wärmepumpen). Wichtig sind die Kosten für das Gerät, Installation, Material, Entsorgung und eventuelle Erdarbeiten (Bohrungen). 

Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe pro Monat?

Der monatliche Stromverbrauch einer Wärmepumpe variiert stark, liegt aber oft zwischen 100 und 400 kWh, wobei im Winter (Dez.-Feb.) mit 20-30 kWh/Tag oder 2.000-3.000 kWh/Jahr zu rechnen ist; Durchschnittlich sind es ca. 35-42 kWh pro Quadratmeter jährlich, abhängig von Haustyp (Altbau vs. Neubau), Dämmung, Wärmepumpenart ( Luft-Wasser, Sole-Wasser) und Nutzung für Warmwasser. 

Wie viele Stunden sollte eine Wärmepumpe im Jahr laufen?

Die meisten Hersteller kalkulieren ihre Wärmepumpen auf eine Laufzeit von ca. 100 000 bis 120 000 Betriebsstunden. Das entspricht bei einem normalen Betrieb von ca. 6000 Stunden im Jahr einer Lebensdauer von über 15 Jahren.

Ist der Strom für eine Wärmepumpe günstiger?

Ja, Strom für Wärmepumpen ist über spezielle Tarife günstiger, oft 10-20 % unter Haushaltsstrom, da niedrigere Netzentgelte und Abgaben anfallen. Dieser spezielle Tarif (Wärmepumpenstrom) erfordert aber einen separaten Stromzähler und einen eigenen Vertrag, was Grundgebühren und Installationskosten verursacht, weshalb ein Vergleich mit Haushaltsstrom nötig ist. 

Was kostet eine Photovoltaikanlage mit 10 kWp, Stromspeicher und Wärmepumpe?

Eine 10 kWp PV-Anlage mit Stromspeicher und Wärmepumpe kostet insgesamt ca. 33.000 € bis 59.000 €, abhängig von Wärmepumpentyp (Luft-Wasser ist günstiger) und Speicherkapazität. Eine alleinstehende PV-Anlage (10 kWp) mit Speicher liegt bei etwa 20.000 € bis 30.000 €, die Wärmepumpe selbst kostet zusätzliche 10.000 € bis 32.000 € (inkl. Installation). Förderungen können die Gesamtkosten deutlich senken. 

Kann ich eine Wärmepumpe mit einem Batteriespeicher betreiben?

Ja, eine Wärmepumpe lässt sich sehr gut mit einem Batteriespeicher betreiben, idealerweise in Kombination mit einer Photovoltaikanlage (PV), um überschüssigen Solarstrom zu speichern und die Wärmepumpe auch abends/nachts mit eigenem Strom zu versorgen – das steigert die Autarkie, senkt Heizkosten und macht Sie unabhängiger von Strompreisen. Die Kombination optimiert den Eigenverbrauch des Solarstroms, da der Strompuffer die Wärmepumpe versorgt, wenn die Sonne nicht scheint, oft gesteuert über eine intelligente Energiemanagement-Lösung.
 

Warum halten Wärmepumpen nur 15 Jahre?

Das Wesentliche in Kürze. Wie lange hält eine Wärmepumpe? Hochwertige Wärmepumpen können bei guter Planung und regelmäßiger Wartung 25 Jahre und länger halten. Die übliche Angabe von 15 Jahren bezieht sich zum großen Teil auf veraltete Wärmepumpen, deren technische Standards überholt sind.

Wie sieht die Zukunft von Wärmepumpen aus?

Die Zukunft der Wärmepumpe ist vielversprechend: Sie wird zur Schlüsseltechnologie für klimafreundliches Heizen, mit stark wachsendem Markt und dem Ziel, bis 2030 Millionen Geräte zu installieren, getrieben durch steigende Effizienz, Smart-Home-Integration und den Einsatz natürlicher Kältemittel. Obwohl anfänglich hohe Kosten und Installationsherausforderungen bestanden, entspannen sich die Preise, und innovative Lösungen wie Großwärmepumpen und intelligente Steuerung machen sie für Neubau, Altbau und Quartiere attraktiv. Die Kombination mit erneuerbaren Energien wie Solarstrom maximiert ihr Potenzial. 

Warum keine Wärmepumpe im Altbau?

Ein entscheidender Faktor bei der Nutzung einer Wärmepumpe im Altbau ist die Vorlauftemperatur. In älteren Gebäuden sind oft Heizkörper installiert, die auf eine höhere Vorlauftemperatur angewiesen sind. Wärmepumpen können diese Anforderungen meist nicht ohne Weiteres erfüllen.

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