Was kostet eine Teilzeitkraft den Arbeitgeber?
Gefragt von: Frau Prof. Dr. Annerose Hoppe | Letzte Aktualisierung: 15. Januar 2026sternezahl: 4.2/5 (68 sternebewertungen)
Eine Teilzeitkraft kostet den Arbeitgeber das Bruttogehalt plus etwa 20–25 % weitere Kosten (Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, Umlagen, ggf. Pauschalen), wodurch sich die Gesamtkosten schnell auf das 1,2- bis 1,5-fache des Bruttoeinkommens der Teilzeitkraft belaufen, je nach Stundenzahl, Branche und individuellen Vereinbarungen. Die Hauptkosten sind Arbeitgeberanteile zur Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung sowie die gesetzliche Unfallversicherung und Umlagen wie U1/U2 (Krankheit/Mutterschutz).
Was kostet mich ein Mitarbeiter auf Teilzeit?
Lohnabrechnung: Abzüge bei Teilzeit
Rentenversicherung: Beitrag liegt bei derzeit 9,35 % gesetzliche Krankenversicherung: umfasst ohne den jeweiligen Zusatzbeitrag der gewählten Kasse 7,3 % Arbeitslosenversicherung: Anteil von 1,5 % am Monatslohn. Pflegeversicherung: beläuft sich auf mindestens 1,175 % monatlich.
Ist Teilzeit für den Arbeitgeber teurer?
Guido Michels, Leiter der betriebswirtschaftlichen Abteilung, klärt auf. Häufig wird vermutet, dass Teilzeitarbeit höhere Kosten verursacht. Tatsächlich ergibt ein Vergleich der Treuhand Hannover, dass die Durchschnittsgehälter einer Teilzeitkraft auf dem Niveau eines Vollbeschäftigten liegen.
Wie hoch sind die Beiträge für einen Arbeitgeber bei einer Teilzeitbeschäftigung?
Auch bei einem Arbeitsverhältnis in Teilzeit gilt im Regelfall der allgemeine Beitragssatz von 14,6 Prozent bei der Krankenversicherung. Dabei zahlt der Arbeitnehmer die einen 7,3 Prozent und der Arbeitgeber die anderen 7,3 Prozent.
Was kostet ein geringfügig Beschäftigter dem Arbeitgeber 2025?
Ist der Minijob die einzige Beschäftigung, dann gilt Steuerklasse 1 bis 5, je nach Gegebenheiten des Mitarbeiters. Für Sie als Arbeitgeber fallen 2025 Pauschalabgaben in Höhe von rund 31 % an: 13 % für die Krankenversicherung. 15 % für die Rentenversicherung.
5 Things EVERY SELF-EMPLOYED Person Should Know about Mini-Jobbers - 520 Euro Job (for employers)
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Wie viel kostet ein Mitarbeiter einen Arbeitgeber?
Die wahren Kosten eines Mitarbeiters
Der Abschnitt „Tatsächliche Kosten“ zeigt die tatsächlichen Kosten pro Jahr, pro Tag und pro Stunde. Er zeigt auch das Vielfache des Gehalts an. Die tatsächlichen Kosten eines Mitarbeiters betragen voraussichtlich nicht weniger als das 1,7-fache des Grundgehalts .
Welche Nachteile hat Teilzeitarbeit für Arbeitgeber?
Nachteile Teilzeit für Arbeitgeber
Unternehmen müssen möglicherweise höhere Lohnnebenkosten tragen, da sie für Teilzeitkräfte oft prozentual höhere Beiträge zu Sozialversicherungen leisten müssen.
Wie viel verdient man 20 Stunden Teilzeit?
Um den Mindestlohn bei 20 Stunden Arbeitszeit zu berechnen, werden die durchschnittlichen 173,33 Arbeitsstunden halbiert (50 Prozent Arbeitszeit) und dann mit dem Mindestlohn 12,82 Euro multipliziert. Der Mindestlohn pro Monat für 20 Stunden Arbeitszeit beträgt demnach 1.111,04 Euro.
Ist man bei Teilzeitarbeit krankenversichert?
Beschäftigte in Teilzeit sind in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert, wenn ihr regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt geringer als 73.800 (2025) / 77.400 (2026) Euro pro Jahr ist. Die Absicherung durch eine Krankenversicherung ist dann gesetzlich vorgeschrieben. Sie müssen sich also krankenversichern.
Was ist besser für Arbeitgeber, Midijob oder Teilzeit?
Das kommt tatsächlich ganz auf deine Situation an. Ein Midijob bietet sich dann an, wenn du etwas mehr als bei einem Minijob verdienen möchtest. Beispielsweise während der Elternzeit. Willst du aber mehr als 2.000 Euro im Monat verdienen und gehaltstechnisch flexibler bleiben, ist Teilzeit die richtige Wahl.
Welche Abgaben gibt es bei Teilzeit?
Die konkreten Abzüge bei Teilzeit
- Rentenversicherung mit 9,35 Prozent.
- gesetzliche Krankenversicherung mit 7,3 Prozent.
- Arbeitslosenversicherung mit 1,5 Prozent.
- Pflegeversicherung mit 1,175 Prozent.
Warum lohnt sich Teilzeit mehr?
Die Vorteile der Teilzeit für Arbeitnehmer liegen auf der Hand. In erster Linie hat ein Angestellter durch eine verringerte Arbeitszeit mehr Zeit für andere Dinge, wie Familie, Freunde und Freizeit. Die neu gewonnene Freizeit kann dazu dienen, sich zu erholen und mit mehr Motivation an die Arbeit zu gehen.
Wie viel verdient man in einer 30-Stunden-Teilzeitstelle?
Eine 30-Stunden-Teilzeit-Stelle entspricht normalerweise 75% einer Vollzeitstelle. Du verdienst also etwa 75% des Vollzeitgehalts. Dadurch, dass du weniger Steuern als in Vollzeit zahlen musst, verdienst du sogar etwas mehr als 75%. Das Gehalt kann zudem je nach Branche variieren.
Wie viel koste ich meinem Arbeitgeber?
Was kostet mein Gehalt den Arbeitgeber? In der Regel zahlen Sie als Arbeitgeber für einen Beschäftigten etwa das 1,5-fache des Bruttolohns. Es kommen somit 50 Prozent des Bruttoentgelts on top. Dabei entfallen Zahlungen in der Höhe von gut 21 Prozent des Bruttolohns auf die gesetzlich geregelten Lohnnebenkosten.
Welche Steuerklasse bei Teilzeit?
Singles in Teilzeit werden in Steuerklasse I veranlagt, wenn sie kinderlos sind; als Alleinerziehende in Steuerklasse II. Verheiratete oder Verpartnerte müssen sich hingegen entscheiden, ob sie beide Steuerklasse IV wählen, beide Steuerklasse IV mit Faktor oder einer Steuerklasse III und der andere Steuerklasse V.
Was ist steuerlich besser, Vollzeit oder Teilzeit?
Steuern zahlen – wie alle anderen auch
Um es gleich zu sagen oder besser zu schreiben: Wer in Teilzeit arbeitet, wird steuerlich nicht anders behandelt als jemand in Vollzeit.
Was zahlt Netto pro Stunde Teilzeit?
Folglich verdienen Minijobber 12,36 Euro-, Werkstudenten 11,67 Euro-, Midijobber 10,13 Euro- und Arbeitnehmer in Vollzeit oder Teilzeit 7,31 Euro netto pro Stunde.
Ist ein Stundenlohn von 20 € gut?
Ein guter Stundenlohn berücksichtigt Branche, Erfahrung und Jobtitel. Durchschnittlich verdienen Männer in Vollzeit 25,30 € und Frauen 20,84 €.
Wie wirkt sich Teilzeitarbeit auf die Rente aus?
In der Regel kommen Teilzeitkräfte nicht einmal auf eine 500-Euro-Rente. Arbeiten Sie beispielsweise 20 Stunden pro Woche für rund 15 Euro die Stunde, kommen Sie auf ca. 1231 Euro brutto/Monat. Nach 40 Jahren Berufstätigkeit in Teilzeit beträgt die Rente nur 497 Euro und liegt damit noch unter der Grundsicherung.
Was spricht gegen Teilzeit?
Nachteile für Arbeitnehmer*innen
Wer in Teilzeit arbeitet, bekommt in der Regel weniger Gehalt, Urlaubs-und Weihnachtsgeld als die in Vollzeit beschäftigten Kolleg*innen. Das niedrigere Einkommen bedeutet weniger Rentenbeiträge, die letztlich zu einer kleineren Rente im Alter und somit oft zu Altersarmut führen.
Was zahlt der Arbeitgeber bei Teilzeit?
So muss ein Unternehmen Mitarbeitern in Teilzeit denselben Stundenlohn bezahlen wie Vollzeitkräften auf vergleichbarer Stelle und ihnen dieselben Fort- und Weiterbildungen ermöglichen. Gratifikationen und Jahressonderzahlungen erhalten die Arbeitnehmer proportional zu ihrer Arbeitszeit ausbezahlt.
Welche Kosten entstehen dem Unternehmen durch einen Mitarbeiter?
Es stellt die Gesamtkosten dar, die einem Arbeitgeber für einen Arbeitnehmer entstehen . Dazu gehören nicht nur das Bruttogehalt, sondern auch zusätzliche Bestandteile wie Arbeitgeberbeiträge zur Krankenversicherung, zur Altersvorsorge und sonstige Leistungen oder Zulagen wie beispielsweise für Unterkunft oder Fahrtkosten.
Was kostet ein Mitarbeiter den Arbeitgeber pro Stunde?
April 2025 Eine Arbeitsstunde kostete im Jahr 2024 durchschnittlich 43,40 Euro. Unternehmen des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereichs in Deutschland haben im Jahr 2024 durchschnittlich 43,40 Euro für eine geleistete Arbeitsstunde gezahlt.
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